Meine Love (?) Story - Partnervermittlungen

Allgemeine Fragen und Erfahrungsaustausch rund um China - Kultur - Geschichte usw.
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Attila
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Meine Love (?) Story - Partnervermittlungen

Beitrag von Attila » 03.05.2007, 21:15

Das ist mein zweites Posting, da ich keinen entsprechenden Thread gefunden habe um sich vorzustellen mache ich das hier kurz, da es auch gut zum Thema passt.

Ich bin Mittdreißiger und Arbeite zurzeit im Wissenschaftsbetrieb dieses schönen Landes. Ich lebe als Single in einem schönen bayrischen Städtchen.

Irgendwann dachte ich mir dass ich mein Junggesellendasein beenden sollte und endlich daran denken sollte eine Familie zu gründen.

Damit fängt nun das eigentliche Thema an.

Eines Abends im Februar dieses Jahres, meldete ich mich spaßeshalber bei einer Chinesischen Partnervermittlungsagentur an:
http://www.chnlove.com/

Mein Profil war an einem Abend erstellt und ich erwartete von der Sache nicht allzu viel, da ich ähnliche Varianten aus Deutschland wenig erfolgversprechend getestet habe.
Anfangs war es also die Methode des unbekümmerten Ausprobierens, kostenlos. Ich war gar nicht so sehr heiß drauf eine Chinesin kennenzulernen, sondern ich wollte nur mal schauen was kommt.

Da ich in der ersten Woche keine Mails von interessierten Frauen bekommen habe vergaß ich die Sache wieder und sah mich in meiner Skepsis bestätigt. Ich sah es nicht ein denen Geld zu schicken nur damit ich Kontakt mit einer Lady aufnehmen kann.

Wochen später loggte ich mich mal wieder ein und war sehr überrascht knapp ein Dutzend Mails in meinem Postkasten zu finden. Die Benachrichtigungsmails von dieser Agentur sind in meinen Spamfilter gewandert wie ich später herausfand. Ich beschloss nicht lange zu fackeln und 50 Credits für 190 US$ zu erstehen, das sind 3,80 US$ pro Credit.

Die kostenpflichtige Dienstleistung sieht folgendermaßen aus:
Die Mails werden an lokale Partnervermittlungsagenturen weitergeleitet. Diese benachrichtigen dann die entsprechende Dame. Die Mail wird dann von einem Übersetzer oder einer Übersetzerin am Telefon vorgelesen oder die Dame kommt in die Agentur und kann dort die Mail mithilfe der Übersetzerin (Diesen Job erledigen meist Frauen) lesen. Die Übersetzerin ist auch bei der Antwort behilflich, jedoch muss der Mann (Ich) auch für die Antwort zahlen.
Dieser Service kostet nun mal! Aber ich wollte der Sache auf den Grund gehen.

Ich startete mit fünf Damen die mein Interesse geweckt haben den Kontakt. Zunächst war ich angenehm überrascht dass hinter allen Profilen anscheinend reale Frauen steckten. Nur eine Kandidatin gab es deren Mails wie aus der Textbausteinsammlung zusammengefügt zu sein schienen. Außerdem ging die Frau auch so gar nicht auf den Inhalt meiner Mails ein oder auf die Fragen. Dieser Kontakt lohnte sich also nicht, glücklicherweise kann man Profile blocken, so dass man nicht mehr zur Kasse gebeten wird.

Mit den anderen Ladies entwickelte sich ein Interessanter und angenehmer Briefwechsel. Ich erfuhr einiges aus ihrem Alltags-, Berufs- und Liebesleben. Bei einer weiteren Teilnehmerin hielt sich dann jedoch mein Interesse sehr in Grenzen, da sie etwas zu enthusiastisch auf eine Heirat zuzusteuern schien ohne prüfen zu wollen ob wir überhaupt zusammenpassen. Das war dann doch etwas zu verdächtig. Eine weitere schien von sich aus wenig Interesse an einem regelmäßigen Kontakt zu haben.

Jedoch muss ich sagen dass ich die beiden Frauen die sozusagen "übrig geblieben" sind sehr schätze und mich über unseren Kontakt freue. Die jüngere der beiden ist 25 Jahre alt und lebt in Dongguan, Guangdong. Sie arbeitet in einem Reisebüro. Ich habe sie über die letzten zwei Monate sehr lieb gewonnen, jedoch scheint es bei einer Freundschaft zu bleiben da der Funke zwischen uns beiden nicht so recht überspringen wollte. Jedoch möchte ich ihre lustige Art nicht missen und vielleicht werden wir uns eines Tages sogar persönlich treffen. Nun arbeiten wir erstmal an einer Alternative zu dem teuren Service der Agentur aber sie muss noch besser Englisch lernen und meine Mandarin Kenntnisse kann man bestenfalls als embryonal bezeichnen. Ich habe im letzen Monat angefangen die Sprache zu lernen.

In die Andere habe ich mich sogar ein wenig verliebt. *räusper*
Sie ist 27 Jahre alt und Angestellte in einer Exportfirma in Baoding – per Mail hat es zwischen uns gefunkt. Leider scheinen ihre Englisch Kenntnisse sehr rudimentär zu sein und einen eigenen PC besitzt sie wohl auch nicht. Ich frage mich ob das üblich ist.

Jedenfalls wird die Sache langsam ernst, es geht darum einen Besuch nach Baoding zu planen um dort herauszufinden ob wir uns auch persönlich riechen können. Persönliche Treffen können ja oft ganz anders wirken als virtuelle.

Wenn Ihr meine Geschichte so weit gelesen habt danke ich Euch erst einmal für Eure Geduld!

In den letzen beiden Monaten ist viel passiert. Mein Interesse für ein mir wenig bekanntes Land ist erwacht, ich gebe mir Mühe die Sprache zu lernen, habe viel über die andere Denkweise und Kultur gelernt und habe mich sogar verliebt.

Nur langsam wird die Sache fast todernst da es nun darum geht erhebliche Ausgaben für eine Mögliche Reise zu tätigen. Und vor Ort will ich natürlich keinen schlechten Eindruck machen und sie auf das ein oder andere Abendessen einladen. Das einzige was mir bisher merkwürdig an ihr vorgekommen ist das sie gar nichts über ihre Familie erzählt. Weiterhin ist die Agentur und Sie sehr erpicht auf das Heiraten. Ich verstehe das, da es meines Erachtens keine vernünftige Möglichkeit geben könnte sie dauerhaft nach Deutschland zu holen oder mit ihr in China zu leben, was allerdings die weniger wahrscheinliche Alternative ist, Jobtechnisch.

Bisher kann ich meine Ausgaben unter Lehrgeld verbuchen. Meine künftigen Schritte dann nicht mehr. Daher war ich sehr froh auf ein Forum gestoßen zu sein in dem viele Deutsche und Chinesen aktiv zu sein scheinen. Auch habe ich den einen oder anderen Thread über Eheprobleme, Unterhaltsklagen oder Scheidungsdramen hier mit Interesse und Entsetzten hier gelesen.

Daher möchte ich Euch in diesem Thread einladen Eure Mahnungen, Warnungen, Ideen oder Glückwünsche zu posten.

Im Gegenzug werde ich Euch immer mal wieder über aktuelle Entwicklungen in meinem Eheanbahnungsdrama oder der Love Story mit Happy End unterrichten.

Vielen Dank für Eure Zeit und Aufmerksamkeit!
Attila
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Beitrag von Grufti » 03.05.2007, 22:36

Hallo Attila.
erst einmal herzlich willkommen in unserem Forum...! :wink:

hier stelle ich Dir einige Links zusammen, die mit diesem und anderen interessanten Themen zu tun haben ( es besteht natürlich kein Anspruch auf Vollständigkeit... :wink: :oops: )

http://forum.chinaseite.de/ftopic2803-0-asc-0.html
http://forum.chinaseite.de/ftopic2545.html
http://forum.chinaseite.de/ftopic2481-0-asc-0.html
http://forum.chinaseite.de/ftopic2105-0.html
http://forum.chinaseite.de/ftopic2276-0.html
http://forum.chinaseite.de/ftopic1100.html
http://forum.chinaseite.de/ftopic461-0-asc-0.html
http://forum.chinaseite.de/ftopic1773.html
http://forum.chinaseite.de/ftopic1616.html


Im übrigen kannst Du über die Suchfunktion zu fast jedem Thema Beiträge finden...


was natürlich niemand abhalten soll, sich in Deinenm Ordner zu verewigen.
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !


Nr. 5 lebt !

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Beitrag von Attila » 03.05.2007, 22:49

Wow!
:o

Vielen Dank Grufti, das wird erst einmal eine Weile dauern mich durch die Threads zu lesen.

Ich habe zwar die Suchfunktion genutzt aber die meisten Threads sind mir entgangen.

Auf zum Schmökern!
:mrgreen:
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Beitrag von Attila » 04.05.2007, 01:52

Also nachdem ich nun fast alle Threads, bis auf den wo es die schönsten Chinesischen Frauen geben mag, gescannt habe und schon viereckige Augen habe ist folgendes hängen geblieben:
  • Kulturelle Unterschiede sind sekundär, da sich China in einem gewaltigen Umbruch befindet.

    Einige Frauen sind aufs Geld aus andere nicht, wie eigentlich überall auf diesem Planeten.

    Verhalte Dich einfach natürlich und sprich offen mit Ihr über Deine Gedanken und Gefühle.

    Sei vorsichtig eine Ehe einzugehen. Eigentlich auch eine generelle Regel. Unterhaltsverpflichtungen sind wohl global unangenehm.

    Ehescheidungen sind in China etwa genau so verbreitet wie hier, zumindest in der unter 30 Generation.

    Westliche Männer gelten als Exotisch und haben dadurch einen Interessantheitsbonus. Was aber nichts über die Zuverlässigkeit einer zukünftigen Bindung aussagt.

    Es lohnt sich immer noch Mandarin zu lernen. (Wg. offen über Gefühle sprechen)

    Knutsche Sie nicht in der Öffentlichkeit ab.

    Wenn Sie was von Dir will dann wirst Du es schon merken, außer Du besitzt die Sensibilität eines Betonpfeilers.

    Du erhälst schnell den Titel eines Freundes. Wobei mir die Formulierungen 'Wo de zui qin ai de ...' am Anfang eines Briefes und 'yong bao & wen, ni de ai, ...' am Ende Anlaß zur Hoffnung geben.

    Entspann Dich!
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Beitrag von Shaolin » 04.05.2007, 07:25

Normalerweise nur interessierter Mitleser, aber hier moechte auch ich versuchen eine Hilfestellung zu geben;

Generell: China hat sich erst vor ca. 10 Jahren geoeffnet und gegensaetzlich zur sich rasant aufschwingenden Wirtschaft entwickeln Chinesen eher langsam ein Verstaendnis fuer andere Kulturen. China ist eine von Maennern dominierte Gesellschaft wobei Frauen grundsaetzlich eine untergeordnete Rolle spielen, Ausnahmen wie die Region Shanghai mal aussen vor, aber nur New York ist ja auch nicht Amerika. Der Chinese kennt im Leben nur 2 Ziele: Familie und Geschaeft, daher auch nicht verwunderlich dass bei den weiblichen Mandelaugen manchmal Liebe mit Absicherung verwechselt wird. Bzw wir wuerden sagen verwechselt, fuer die Chinesin ist das normal. Ein Ausbildungssytem wie in D ist unbekannt, Aufstiegschancen oder ueberhaupt Job- und Karrierechancen fuer Frauen sind Mangelware. Es besteht kein soziales Absicherungssytem wie wir es zB aus D kennen, kein Geld bedeutet kein Essen und keine Wohnung. In den chinesischen Medien geisterte ein Bericht ueber unser soziales Netz, faelschlichweise wurde der normale HartzIV Empfaenger noch als Mittelstaendler (im Vergleich zu China) angesiedelt wobei schlichtweg vergessen wurde die 3x bis 4x hoeheren deutschen Lebenshaltungskosten in Relation zu setzen, hoerte sich fuer alle Chinesen natuerlich an als ob bei uns Milch und Honig von alleine in den Mund fliesst.

Ladies: Wir ignorieren mal das aelteste Gewerbe der Welt und die fuer nen Zwani legbaren aus der TongrenLu und konzentrieren uns auf die serioesen Damen. Koerperbehaarung, Ohrlaeppchen, grosse Nasen, Bartwuchs, groesser als 170 – alle neu fuer die Chinaboeller und uebt genau den gleichen Reiz auf sie aus wie fur uns ihre sanfte Haut, die grossen Mandelaugen, der zierliche Koerperbau und das sehr weiblich ausgepraegte Wesen. Emanzipation ist ein Fremdwort, der Mann (wie gesagt, Region Shanghai mal aussen vor) wird fast als ‘Herrscher’ statt als Partner angesehen und es verwundert nicht das auf Fragen wie zB “was wollen wir heute essen, in welchen Club wollen wir gehen, was wollen wir im TV ansehen” grundsaetzlich die Antwort kommt: ‘such Du mal aus’. Umso erstaunter reagiert die hiesige Damenwelt auf Fragen wie “Was haelst Du von.., meinst Du vielleicht nicht doch...usw” weil sie es nicht kennen in Entscheidungen mit einbezogen zu werden. Der fuer uns selbstverstaendliche Umgang, zB im Falle einer Erkaeltung der Liebsten den Tee ans Bett bringen, als Mann auch mal abzuwaschen oder selbst den Staubsauger in die Hand zu nehmen, ist fuer die chinesische Frau ein aufregendes voellig neues Erlebnis.

Trotzdem wird sie in erster Linie – viel ausgepraegter als in D da bei uns die Frauen durch Ausbildung Einkommenstechnisch gut selbst versorgt sind – grundsaetzlich den Fokus auf ihre eigene Absicherung sowie die Absicherung Ihrer Eltern – die bekommt man immer mit aufs Auge gedrueckt – lenken. Liebe ist fuer die Chinesin gleichbedeutet wie man sie behandelt und sie versorgt, andere Einfluesse sind nebensaechlich und werden ignoriert. Es ist zB fuer den chinesischen Mann nicht unueblich, neben der Frau eine oder mehrere Freundin/innen zu haben – beide tolerieren einander, solange der ‘Versorger’ sich zu gleichen Teilen um alle bemueht. Auch das erkennen und einschaetzen anderer Rassen ist ein langwieriger Prozess, Du wirst hier als 40jaehriger in Jeans und Turnschuhen fuer 20 angesehen und als 20jaehriger im Anzug gehst Du als 40 durch. Andersrum verhaelt es sich genauso, Frauen mit bereits heranwachsenden Kindern sehen fuer uns immer noch aus wie Tennager und Geschwister anstatt Mutter/Kind.

Frauen bleiben fuer die meisten Maenner immer ein Buch mit 7 Siegeln, eine multikulturelle Beziehung inkl. Sprachbarrieren wird es nicht gerade einfacher machen.

Ich wuensche Dir viel Glueck und alles Gute.

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Beitrag von Wang Bao Nu » 04.05.2007, 08:02

Attila hat geschrieben:Also nachdem ich nun fast alle Threads, bis auf den wo es die schönsten Chinesischen Frauen geben mag, gescannt habe und schon viereckige Augen habe ist folgendes hängen geblieben:
  • Kulturelle Unterschiede sind sekundär, da sich China in einem gewaltigen Umbruch befindet.

    Einige Frauen sind aufs Geld aus andere nicht, wie eigentlich überall auf diesem Planeten.

    Verhalte Dich einfach natürlich und sprich offen mit Ihr über Deine Gedanken und Gefühle.

    Sei vorsichtig eine Ehe einzugehen. Eigentlich auch eine generelle Regel. Unterhaltsverpflichtungen sind wohl global unangenehm.

    Ehescheidungen sind in China etwa genau so verbreitet wie hier, zumindest in der unter 30 Generation.

    Westliche Männer gelten als Exotisch und haben dadurch einen Interessantheitsbonus. Was aber nichts über die Zuverlässigkeit einer zukünftigen Bindung aussagt.

    Es lohnt sich immer noch Mandarin zu lernen. (Wg. offen über Gefühle sprechen)

    Knutsche Sie nicht in der Öffentlichkeit ab.

    Wenn Sie was von Dir will dann wirst Du es schon merken, außer Du besitzt die Sensibilität eines Betonpfeilers.

    Du erhälst schnell den Titel eines Freundes. Wobei mir die Formulierungen 'Wo de zui qin ai de ...' am Anfang eines Briefes und 'yong bao & wen, ni de ai, ...' am Ende Anlaß zur Hoffnung geben.

    Entspann Dich!
Hi Attila,
aus deinem resumee laesst sich schliessen, dass du auf dem richtigen weg bist.
Mein tipp ist: Sieh die jetzt noetige "Investition" doch einfach mal als urlaub an, setzt dich nicht unter erfolgszwang wegen der kohle.
Schliesslich ist die entscheidung doch wohl zu wichtig als das man mit solch schnoeden gedanken im hinterkopf rumrennt.
Dir sollte bewusst sein, dass der service dein maedel auch was kostet.
Solche vermittlungsagenturen sind in china schweineteuer, mit entsprechender ernsthaftigkeit geht man (frau) dann auch an die sache ran.
Falls ihr zusammenfindet (ist nur ne formuliereung, keine huerde :lol: )
, musst du dir klar darueber sein, dass sie wegen dir ins exil geht.
Das faellt chinesen nicht wirklich leicht, man bekommt zwar alles in DE zu kaufen (Essen), aber es wird niemals china sein.
Sowas belastet, versuche es sie feinfuehlig vergessen zu lassen (damit meine ich nicht, sie soll ihre identitaet ablegen), sorge fuer kontakte.
Noch was, Sex vor der ehe ist in china (ausser shanghai etc.) noch nicht wirklich ueblich, also hab geduld und draeng sie nicht, auch wenn dir deine hormone was floeten.
Hinsichtlich ihrer familie wuerde ich noch nachfragen (nicht penetrant), die zustimmung der familie ist wichtig.
Soweit erstmal

*irgendwie iss mir heute die grossundkleinschreibung abhanden gekommen* :wink:
Wenn du zur Quelle willst, musst du gegen den Strom schwimmen!

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Re: Meine Love (?) Story - Partnervermittlungen

Beitrag von serenita » 04.05.2007, 09:10

Attila hat geschrieben:Ich bin Mittdreißiger und Arbeite zurzeit im Wissenschaftsbetrieb dieses schönen Landes. Ich lebe als Single in einem schönen bayrischen Städtchen.

Irgendwann dachte ich mir dass ich mein Junggesellendasein beenden sollte und endlich daran denken sollte eine Familie zu gründen.


Attila
Mit Interesse habe ich Deine Geschichte verfolgt. Bin Chinesin/Sichuanesin und lebe schon etliche Jahre in Deutschland, seit paar Jahren mit meinem Mann (deutsch) und Kind im ländlichen Norden (eigentlich Westpolen :D )

Eine Frage hätte ich an Dich: warum denn keine Bayerin? Denn weder spricht sie Deine Sprache noch Du ihre. Ich möchte nicht altklug wirken, aber bringt das Zusammenleben nicht an sich schon Schwierigkeiten genug? Man hat fürs Erste die sogenannte "Reibungsphase" zu bewerkstelligen, weil Charakterunterschiede, hinzu kommt die relative lange Single-Phase, bevor überhaupt geheiratet wird, in der eben jeder das machen und tun konnte, wie es ihm/ihr gerade so passt, ohne Rücksicht auf irgendjemand nehmen zu müssen.

Ich sage das hier, weil Du noch die Wahl hast. Es ist bei Dir nicht so, dass Du Dich Hals über Kopf verliebt hättest in eine Chinesin, die Dir überm Weg gelaufen ist. Du baust das Ganze ja erst auf. Drum...ist nur ein Vorschlag.

Wünsche Dir alles Beste
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Beitrag von fankeqian » 04.05.2007, 10:19

hallo Attila, herzlich willkommen hier im forum. als ich deinen ersten satz gelesen habe und dann deine ausführungen - da hab ich mich die ganze zeit gefragt: warum so in die ferne schweifen? du arbeitest "im wissenschaftsbetrieb", ich nehme an an der uni. gibt es da nicht genug chinesische studentinnen bzw. wissenschaftlerinnen? da wäre doch viel einfacher und besser - wenn es denn schon eine chinesin sein muss (was ich übrigens gut nachvollziehen kann!) - eine chinesin kennenzulernen, die schon hier ist, deutsch einigermassen spricht und versteht, und die hier ist, um zu studieren oder forschen und nicht um auf teufel komm raus zu heiraten. hey! sprich doch da an der uni eine an, da habt ihr zeit euch ganz entspannt kennenzulernen und in ruhe zu entscheiden. wieso gehst du so einen komplizierten weg, wenn es einfacher geht? ich sprech da aus erfahrung - habe eine chinesische freundin, die hier forscht und bin froh, dass wir die zeit hatten, uns gegenseitig kennenzulernen und uns aneinander zu gewöhnen. ich stelle mir das auf deine weise - zeitlich unter druck jemand kennenlernen, möglichst effizient dabei vorgehen, unter zeitdruck schwerwiegende entscheidungen treffen - ungemein stressig vor. überleg mal, ob es für dich nicht einen einfacheren weg gibt.

@Serenita: warum gerade eine chinesin? ich kann das irgendwie nachvollziehen :wink:
ein paar fotos zum angucken

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Beitrag von serenita » 04.05.2007, 11:51

fankeqian hat geschrieben: wieso gehst du so einen komplizierten weg, wenn es einfacher geht?
@Serenita: warum gerade eine chinesin? ich kann das irgendwie nachvollziehen :wink:
Ja, Du hast es auf den Punkt gebracht. Ich meinte nicht, dass eine deutsch-chinesisch Kombination nicht gut geht, sondern eben die Schwierigkeiten, die er bei den Gegebenheiten noch zusätzlich hat. Wobei ich für mich nicht nachvollziehen kann, wie man so allgemein sagen kann, ich stehe auf Chinesin/Japanerin/Engländerin/Inderin/Norwegerin etc. hm.
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Beitrag von fankeqian » 04.05.2007, 12:18

Ich beschloss nicht lange zu fackeln und 50 Credits für 190 US$ zu erstehen, das sind 3,80 US$ pro Credit.
oh gott! sagmal! für das geld bist du doch schon fast auf dem halben weg nach China. du hast um ratschläge gebeten, also: nimm deinen jahresurlaub, buch ein ticket und flieg einfach hin (ach so... visum nicht vergessen :P), nimm dir ein hotelzimmer, bleib länger an einem ort und in den paar wochen wirst du im vergleich zu deiner agentur das zigfache an chinesinnen treffen - und so gut wie alle werden an dir interessiert sein. einige davon werden dich auch von fleck weg heiraten wollen - also ich sehe da keine vorteile, eine frau über eine agentur kennenzulernen. das ist weggeschmissenes geld.
mein vorschlag gilt für den fall, dass es wirklich eine chinesin in China sein muss. ansonsten - siehe mein letztes posting zum thema.

@Serenita: die antwort auf deine - zugegebenermassen interessante - frage muss naturgemäss sehr lang ausfallen, und auch dann wäre sie noch nicht erschöpfend beantwortet. auf den punkt gebracht: sie fängt bei den langen schwarzen haaren der chinesinnen an und endet bei der ... - nicht, was ihr jetzt denkt! - langen geschichte ihrer heimat. oder so ähnlich.
ein paar fotos zum angucken

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Beitrag von Grufti » 04.05.2007, 12:26

Eine Frage hätte ich an Dich: warum denn keine Bayerin?
na..ich weiß nicht... :roll:

ich habe mich mit Mädels aus NRW bzw Sachsen immer viel besser verstanden, als mit den einheimischen Gewächsen...
Nach nach meiner Scheidung hatte ich sehr sehr nette Damen aus NRW im chat kennengelernt, und die meisten auch auf meinen Chatterreisen persönlich in reality besucht, und wurde sogar von deren Kindern sehr schnell akzeptiert...


Mit der Zeit hatte sich ein Mindestabstand von ca. 400 km herauskristallisiert...

Naja ... und später ist es dann wieder anders geworden, als ich gedacht hatte.. :wink:
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !


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Beitrag von belrain » 04.05.2007, 12:38

fankeqian hat geschrieben:
@Serenita: die antwort auf deine - zugegebenermassen interessante - frage muss naturgemäss sehr lang ausfallen, und auch dann wäre sie noch nicht erschöpfend beantwortet. auf den punkt gebracht: sie fängt bei den langen schwarzen haaren der chinesinnen an und endet bei der ... - nicht, was ihr jetzt denkt! - langen geschichte ihrer heimat. oder so ähnlich.
Nimm dir ruhig Zeit. Und das Internet stellt kostenlos die Buchstaben zur Verfügung :wink:
Würde mich auch mal interessieren, warum du denkst (und vielleicht andere auch) es muss unbedingt eine Chinesin sein. Lange schwarze Haare findest du viel in Asien und lange Heimatgeschichte hat eigentlich jedes Land - ist ja auch eine Frage der Definition :wink:
Also, was macht denn eine Chinesin besser als jede andere Frau eines anderen Volkes?
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Beitrag von Attila » 04.05.2007, 12:45

Da ich gerade in meiner Mittagspause bin können die Antworten von mir nun etwas knapp ausfallen, da Zeitmangel:

@Shaolin:
Ich habe auch den Eindruck gehabt dass mir nicht unbedingt abgenommen wird das ich nun nicht gerade wie die Made im Speck lebe. Jedoch scheint meine Favoritin da etwas abweichend eingestellt zu sein. Sie betonte mehrfach das es ihr nicht auf das Geld ankommt sondern darauf gut miteinander auszukommen. Ich musste sogar anfangen materialistische Argumente vorzubringen um Ihr meine Einstellung zu vermitteln das Geld und Familienglück durchaus zusammenhängen. Man braucht ein Mindestmaß an Einkommen damit die Familie nicht durch einen ständigen Überlebenskampf zerstört wird.

@Wang Bao Nu:
Ich kriege es noch ganz gut hin das ganze als ein Experiment zu sehen in dem vielleicht auch ein schöner Urlaub drin ist. Nur würde ich mir einen solchen Urlaub unter normalen Umständen dieses Jahr nicht leisten. :wink:
Die Agenturen haben wohl jeweils einen eigenen Deal mit den Damen, laut Chnlove müssen die meisten Frauen nur im Erfolgsfalle etwas zahlen, das hängt von der jeweiligen lokalen Agentur ab.

Mir ist klar dass sie ins Exil geht, Ihr ist das auch klar. Ich weiss aus eigener familiärer Erfahrung wie hart das sein kann. Daher habe ich beruhigt festgestellt dass es hier doch eine recht aktive Chinesische Gemeinde gibt.

*Die Shift Tasten sind meist die mit dem großen Pfeil der nach Oben zeigt :wink: *

@serenita:
Das habe ich die letzten zehn Jahre versucht. Abgesehen von einigen Affären oder halbgaren One Night Stands war leider keine dabei mit der sich eine Familie gründen ließe. Meist verlief die Argumentation der Damen in die Richtung das sie sich erst mal selbst ausprobieren müssen (Bis sie ende dreißig sind und Panik kriegen dass sie immer noch nicht unter der Haube sind. :twisted:)

Ich habe den deutschen Single Markt als ein einziges neurotisches Trauerspiel erlebt. Und ich weiss dass es eine Menge anderer Männer und Frauen gibt denen es ähnlich ergangen ist.

@fankeqian & serenita:
Es ist richtig dass es hier einige Chinesinnen gibt. Jedoch werde ich mich hüten meine Anstellung durch Annäherungsversuche bei einer Studentin in Gefahr zu bringen. In diesem Punkt kann ich unsere Frauenbeauftragte sogar ganz gut verstehen.

@All:
Um einem Mißverständniß vorzubeugen:
Ich war nicht explizit auf der Suche nach einer Chinesischen Frau, die ganze Aktion begann als ein Experiment.

Dieses Experiment führte dazu dass ich zwei wundervolle Frauen kennen gelernt habe. Mit der einen sieht es eher nach Freundschaft aus. Mit der anderen könnte die große Liebe draus werden.

Ich habe nie ein sonderliches Faible für Asiatische Frauen gehabt, ich war dem gegenüber eher neutral Eingestellt. Gut ich war mal sehr in eine japanische Klassenkameradin verliebt, als der kalte Krieg noch vor sich hin fröstelte.

Nun ist zufälligerweise eine Frau an der ich sehr interessiert bin Chinesin aus Baoding.

Was ich natürlich Klasse finde, da mich auch das Land sehr interessiert. Ich hatte nur bisher wenig Zeit oder Geld diesem Interesse nachzugehen.
"Hallo Leute da bin ich wieder! War nur mal ein paar tausend Jährchen weg, was habt ihr denn inzwischen so... ACH DU SCHEISSE!!!" - Gott

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Beitrag von Shaolin » 04.05.2007, 12:56

@Attila
Ich schliesse mich den anderen postings an und wuerde einen Trip nach China empfehlen, raus mit der Kohle, bei 2% auf dem Sparbuch muss man auch mal Fuenfe gerade sein lassen und was riskieren im Leben. Hier musst Du auch nicht suchen – Du wirst gefunden, und das reichlich ... Das Sprichwort “arm geboren ist unverschuldet, arm geheiratet dagegen selbst verschuldet” wird allerdings jede Deiner neuen Bekanntschaften im Hinterkopf haben, aber macht nix, geht ja erstmal nur ums testen.
Chinesinnen: Vergiss mal das Bild der typischen Chinesin aus der Textilreinigung oder vom Asiaimbiss um die Ecke, hier gibts unzaehlige wunderhuebsche Maedels. OK, selbst wenn nur 3% dem individuellen Betrachter zusagen, aber bei geschaetzten 1,3 Mrd sind das immer noch ne ganze Menge. Und keine Sorge, so ein Geplaenkel wie zuhause mit den gefrusteten und neurotischen Muttis gibts hier auch nicht.

@Serenita
Wenn man neben den aeusserlichen Vorzuegen (Mandelaugen, lange schware Haare, Samthaut, Cellulitis und Uebergewicht sind Fremdwoerter etc) auch noch die ueberwiegend positiven Charaktereigenschaften der Asiatinnen in die Europaerin/Amerikanerin/Afrikanerin implantieren koennte (Alice Schwarzer – wer ist das und was bedeutet Emanzipation?) , dann gaebe es die Frage nicht – aber ist dann auch irgendwie langweilig, so gibt es fuer jeden eine Auswahl.

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Beitrag von belrain » 04.05.2007, 13:10

Shaolin hat geschrieben:
Hier musst Du auch nicht suchen – Du wirst gefunden, und das reichlich ... Das Sprichwort “arm geboren ist unverschuldet, arm geheiratet dagegen selbst verschuldet” wird allerdings jede Deiner neuen Bekanntschaften im Hinterkopf haben, aber macht nix, geht ja erstmal nur ums testen.
Wenn ich das so lese, klingst du wie einer der "typischen" Expats in China. China der Lieferant für willige Weiber :roll:
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