Mein Freund ist Chinese mit Niederlassungserlaubnis, denn er ist in Deutschland geboren und hat damals, als er entscheiden musste, die chinesische Staatsbürgerschaft gewählt (um sich dem Wehrdienst zu entziehen ;p und wegen des vereinfachten Reisens).
Weil er einmal eine Laufbahn im höheren Dienst in Erwägung gezogen hat, hat er sich beim Bürgeramt zum Thema SB-Wechsel erkundigt, was relativ unkompliziert für um die 200/300 Euro zu machen wäre, wie ihm gesagt wurde.
Er hat sich dann allerdings gegen das Beamtendasein entschieden und wir sehen, abgesehen davon, dass er nicht wählen gehen kann, bisher keinen Nachteil in der chinesischen SB, demgegenüber den Vorteil des visumfreien Reisen nach China.
Es ist aber auch nicht so, dass da eine "emotionale Bindung" zu der SB bestünde. Er hat sich schon gesagt, dass er "irgendwann bestimmt mal" wechselt, da er viel mehr deutsch als chinesisch sei (mein Chinesisch ist besser als seins
In Zukunft könnte das etwas anders sein, ich will ihn irgendwann mal mit auf eine Reise in mein Lieblingsland Taiwan nehmen, wo es als Chinese ja nicht so bequem hingeht. Auch in einige andere Länder kommt man ja als EU-Bürger ganz ohne Visum. Aber das wäre an sich kein Grund, sich jetzt sofort um einen Wechsel zu bemühen.
Nun vermitteln aber die Geschichten um das Heiraten zwischen Chinesen und Deutschen den Eindruck, das ist eine absolute Horrortour.
Außerdem ist die Rede von hohen Notar- und sonstigen Kosten, was ist denn hier so mit "hoch" gemeint? (Für die einen sind 1000€ Spesen, die anderen finden 100€ teuer, wir würden uns schon gerne vorher ein Bild machen.)
Würdet ihr, rein auf eurer subjektiven Erfahrung und Einschätzung beruhend, empfehlen, dass er die SB wechselt, bevor wir heiraten?
Danke schon mal!

