Gelingensbedingungen Integration - Seite Staat und Gemeinden

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Yingxiong
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Gelingensbedingungen Integration - Seite Staat und Gemeinden

Beitrag von Yingxiong »

Teil 1

Im Rahmen meines Studiums habe ich mich mit Gelingensbedingungen zur Integration beschäftigt. Hierbei ging es vor allem darum, Kindern mit verschiedenen Beeinträchtigungen die Integration in die Regelklassen zu ermöglichen.

Auch im gesellschaftlichen Leben ist es wichtig, dass sich Menschen integrieren. Die User in diesem Forum machen dabei häufig direkte Erfahrungen: entweder, weil sie selber in einem anderen Land leben, oder weil der Ehepartner aus einem anderen Land stammt.

Daher meine Frage(n):

Welche Bedingungen sollte/müsste der Staat bzw eine Gemeinde schaffen, damit die Integration von ausländischen Mitbürgern gelingt?

In wieweit sollte dies auf Freiwilligkeit beruhen, inwieweit auf "Zwangsmassnahmen"?

Welche Massnahmen wären kontraproduktiv?
R.I.P. Little Yingxiong Engelskind 05.01.2013

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wingtsun
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Re: Gelingensbedingungen Integration - Seite Staat und Gemei

Beitrag von wingtsun »

Vorne Weg: ich glaube, bei der Integration spielt nicht nur die staatliche Seite eine Rolle, sondern vielmehr die Seite der zig unterschiedlichen Zuwanderer. Wenn deren Kultur krass unterschiedlich zu uns ist - sei es ob die Kirche eine arg große Rolle spielt, oder sonst was - dann müssen diese sich auch erst einmal anpassen.

Schön wäre allerdings auch, den Menschen den Zugang zu unserer Kultur zu erleichtern. Ich sehe leider sehr selten Zuwanderer in Buchhandlungen, auf klassischen Konzerten oder im Theater. Es kann sicherlich keine Integration erfolgen, wenn die Einwanderer sich nicht dazu bewegen lassen, die deutsche Kultur zu leben. Sie müssen ja nicht gleich Spießer werden, aber wer in Deutschland lebt sollte sich doch auch wenigstens für die Kultur hier interessieren.

Asiaten machen das m.E. bestens. Besuchen Museen, Opernhäuser, usw.
Das scheint wohl leider nicht für die Zuwanderer aus dem nahen Osten zu gelten.

Welche Bedingungen sollte/müsste der Staat bzw eine Gemeinde schaffen, damit die Integration von ausländischen Mitbürgern gelingt?
Ein richtigerer Ansatz für Teenager wäre, dass Unternehmen auch Jugendliche / Menschen aufnehmen, die keinen (guten) Abschluss haben. Denn nur durch Arbeit wird ein sozialer Aufstieg gelingen und nur so können sich die Lebensverhältnisse einigermaßen anpassen. Mit Sozialgeldern wird bzw. kommt man auf jeden Fall nicht in die Mittelschicht. Ich kannte damals viele Türken in meinem Dorf, die schlicht keinen Job bekommen haben (trotz entsprechendem Ehrgeiz) und dann nur noch draußen rumgelungert haben.

Zu guter Letzt sollten sich beide Seiten auf Augenhöhe begegnen...
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Yingxiong
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Re: Gelingensbedingungen Integration - Seite Staat und Gemei

Beitrag von Yingxiong »

Danke für die erste Antwort. Allerdings gehen die Aussagen komplett an der Fragestellung vorbei.

Ich habe bewusst nach den Bedingungen gefragt, die Staat und Gemeinden schaffen müssten. Über die individuellen Integrationsbemühungen wurde ja schon viel diskutiert.

Unternehmen wäre evtl. eine dritte Kategorie oder man könnte sie in den zweiten Thread zu dem Thema mit aufnehmen. Wenn der Staat jedoch Bedingungen schafft, die Unternehmen dazu zwingt, mehr Ausländern eine Ausbildung oder einen Arbeitsplatz zu geben, wäre es wieder eine Zwangsmassnahme. Gäbe es aber auch die Möglichkeit, den Firmen die Anstellung von Ausländern "schmackhaft zu machen"?
R.I.P. Little Yingxiong Engelskind 05.01.2013

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tigerprawn
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Re: Gelingensbedingungen Integration - Seite Staat und Gemei

Beitrag von tigerprawn »

Mir ist Deine Frage noch etwas unklar. Geht es Dir um Kinder mit Beeintraechtigungen (aka Behinderungen) oder um Auslaender? Oder um die Schnittmenge?
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Yingxiong
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Re: Gelingensbedingungen Integration - Seite Staat und Gemei

Beitrag von Yingxiong »

Yingxiong hat geschrieben:Welche Bedingungen sollte/müsste der Staat bzw eine Gemeinde schaffen, damit die Integration von ausländischen Mitbürgern gelingt?
R.I.P. Little Yingxiong Engelskind 05.01.2013

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Re: Gelingensbedingungen Integration - Seite Staat und Gemei

Beitrag von tanzhou »

Eine gescheite Integrationspolitik (bisher mehr oder minder Fehlanzeige in D), welche moeglichst viele Ethnien beruecksichtig und diese Menschen in ein vernueftiges Leben, mit allen Rechten und Pflichten einfuehrt. Dann noch der gute Wille der Deutschen und natuerlich (bevor unser Forumsstammtisch wieder seinen Mist ablaesst) auch der Wille der Zuwanderer, sich zu integrierenund die gestelllten Anforderungen erfuellen muessen. Es sind beide Seiten dafuer erforderlich, auch Motivation sollte nicht fehlen.
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Re: Gelingensbedingungen Integration - Seite Staat und Gemei

Beitrag von Yingxiong »

Genau danach frage ich, aber niemand nennt Gelingensbedingungen.

Wie müsste die Integrationspolitik aussehen, damit möglichst viele Ethnien berücksichtigt werden können?
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Re: Gelingensbedingungen Integration - Seite Staat und Gemei

Beitrag von Topas »

wingtsun hat geschrieben:Denn nur durch Arbeit wird ein sozialer Aufstieg gelingen
:shock: Sicher? Ganz sicher? Es wäre schön, wenn Leistung objektiv und rein sachlich in der Gesellschaft bewertet würde. Wenn der 50jährige arbeitlose Ingenieur, der 30 Stunden ehrenamtlich für einen gemeinnützigen Verein den Hausmeister macht auch von den Behörden / der Gesellschaft entsprechend gewürdigt wird, und sich nicht für jeden Cent bis aufs Oberhemd rechtfertigen muss. Oder: Leistet ein Fußballspieler soviel mehr, dass sich sein Gehalt von mehreren Millionen im Gegenzug zu 40 Stunden malochenden Putzfrau rechtfertigt?

Das Leistung gerecht immer auch zu mehr Vorteilen (z.B. Wohlstand) führ den Einzelnen führt, ist ein ....Märchen.
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Re: Gelingensbedingungen Integration - Seite Staat und Gemei

Beitrag von Topas »

wingtsun hat geschrieben:Ich kannte damals viele Türken in meinem Dorf, die schlicht keinen Job bekommen haben (trotz entsprechendem Ehrgeiz) und dann nur noch draußen rumgelungert haben.
Womit du mein vorriges Posting bestätigst. Genau da liegt der (traurige) Widerspruch.
wingtsun hat geschrieben:Mit Sozialgeldern wird bzw. kommt man auf jeden Fall nicht in die Mittelschicht.
Kommt drauf an, wie es definiert wird. Wenn mein Papa ein reicher Politiker ist, oder ein erfolgreicher Sportler - und ich als Kind automatisch schon Zugänge zu hoher Bildung etc "erkaufen" kann, und ein Netzwerk aufgrund meines berühmten Nachnamens habe......so habe ich mein Standing schon sicher, ohne etwas groß dafür tun zu müssen. Durch Sozialhilfe meines berühmten Vaters.....
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Re: Gelingensbedingungen Integration - Seite Staat und Gemei

Beitrag von Topas »

Yingxiong hat geschrieben:Genau danach frage ich, aber niemand nennt Gelingensbedingungen.
Wie müsste die Integrationspolitik aussehen, damit möglichst viele Ethnien berücksichtigt werden können?
Indem sich die "gesellschaftliche Denke" ändert. Das ist der einzige Weg.
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Lotti
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Re: Gelingensbedingungen Integration - Seite Staat und Gemei

Beitrag von Lotti »

Hmm.
Als ehepartner eines deutschen hat man schonmal einen besseren einstieg.
Man wird direkt eingeführt, in die deutsche familie und den bekanntenkreis.
Man hat quasi einen direkteren draht und ständig jemanden zur orientierung.
Den weg in die selbstständigkeit muss man als ausländer dann doch immer selber gehen.

Schwieriger ist es, wenn man gar keinen kontakt zu deutschen hat. Es ist nicht so leicht, da rein zu kommen.
Die sprache ist da sehr wichtig. Auch in deutschland ist englisch kein wundermittel.
Der integrationskurs war für meinen mann sehr wichtig. Der kurs war für ihn eine enorm große hilfe.

Problematisch, zb für asylanten ist, dass sie erstmal relativ abgeschottet sind, in einem asylantenheim, am besten weit ab vom schuss. Es ist wirklich sehr schwer, von da auf die beine zu kommen.
Ein freund von mir hat das hinter sich. Allerdings ist er kein dummer mann und sehr einfallsreich, wenn es darum geht, irgendwie einen weg zu finden.
Mehr als genug deutsche sind im eigenen land um einiges hilfloser, als er. Wie will man dann von ausländern erwarten, die das land und die sprache unter umständen noch kaum bis gar nicht kennen, dass die von alleine wissen, wie der hase läuft?

Hilfreich wäre es schon, wenn die kinder zugang zu vereinen hätten.
Eventuell regelmäßige veranstaltungen für erwachsene ausländer und interessierte deutsche, um komtakte knüpfen zu können. Sowas können vereine organisieren. Das geht gut ehrenamtlich, es muss nur der anstoß gegeben werden, und vor allem müssen die leute darüber aufgeklärt werden, welche möglichkeiten sie haben. Das fehlt gerne mal...ist ja schließlich nachzulesen in flyer 537 im keller, wer den nicht selbst findet und liest ist selber schuld.
Das gesellsachftliche denken ist da wichtig. Unbekanntes wird gern gemieden.
Hier in der gegend zb sind zwei größere, türkische gemeinden. Die leute dort sind in der regel sehr offen.
Sie organisieren auch regelmäßig feste, bbq, oä. Das bewerben sie besonders bei den deutschen, um diese zum kommen zu bewegen. Am ende verirrt sich kaum ein deutscher dort hin.


hoffe, ich hab jetzt nicht nur wirres zeug geschrieben. Hab minime aufm arm, der kerl kaut mir ein ohr ab, und der große spielt schlagzeug mit den kochtöpfen. >.<
In 3 Sekunden ist der Huehnerfuss aus meiner Suppe verschwunden, sonst gibts morgen Kaesefondue!!!
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Re: Gelingensbedingungen Integration - Seite Staat und Gemei

Beitrag von blackrice »

habe nicht alles durchgelesen, jedoch:

"Kindern mit verschiedenen Beeinträchtigungen die Integration in die Regelklassen zu ermöglichen"

DIES halte ich nicht für angebracht denn extra für "Beeinträchtigte" gibt es gesonderte "Klassen"..und das ist gut so...IMHO
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wir sind hier nicht bei WÜNSCH' DIR WAS sondern bei SO ISSES' HALT
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Re: Gelingensbedingungen Integration - Seite Staat und Gemei

Beitrag von Yingxiong »

Nicht jede Beeinträchtigung führt zu einer Notwendigkeit, Kinder in gesonderte Klassen zu stecken. Es gibt beispielsweise Professoren, die Legastheniker sind.

Aber das geht am Thema vorbei. Es geht hier ja um Bedingungen, die der Staat bzw. die Gemeinden schaffen sollten, damit ausländischen Mitbürgern die Integration ermöglicht/erleichtert/schmackhaft gemacht werden kann.
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Re: Gelingensbedingungen Integration - Seite Staat und Gemei

Beitrag von Luntan »

Da hat sich der Bamboolejo zu einem langen Beitrag überwunden ohne ein bestimmtes Auto zu erwähnen. Gut so :)

Und ich kann ihm voll zustimmen. Die Lebenserfahrung von Personen die:

1. Nie Beamter sein wollten.

2. Nie Beamter gewesen sind.

3. Nie Beamter sein werden...,

unterscheiden sich nun einmal von jenen, die es sind und die "Rettung" der Gesellschaft durch Heldentaten von Beamten herbeiführen wollen. Diese ganze Helferindustrie ruiniert den Staat und richtig längerfristig mehr Schaden an als sie hilft.

Darum meine Antwort: Macht es wie beispielweise in Finnland oder Japan: So hundert "Flüchtlinge" 8) pro Jahr aufnehmen, diese wenigen gut betreuen, und damit hat es sich.

Gruss aus Shandong, wo mir heute kein Flüchtling begegnet ist....
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Re: Gelingensbedingungen Integration - Seite Staat und Gemei

Beitrag von Luntan »

Auch Regen, endlich. Die letzte Woche war viel zu heiss.
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