wie wir wurden was wir sind

Forum für Chinesen und Deutsche, die sich über deutsche Sitten und Eigenarten austauschen möchten.
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canni
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wie wir wurden was wir sind

Beitrag von canni »

Mir ist da eine Idee gekommen, als ich in den dritten Programmen diese Doku Reihe sah.
Denkt ihr es macht Sinn unseren chinesischen Mitlesern hier davon zu erzählen? so peu a peu?

Die denken hier ja immer noch sie wären so was von anders in Ihrer Entwicklung und von wegen Kultur und so ein Sch... Dabei sind sie halt nur etwa 50 - 30 Jahre hintendran, je nach Bereich.

Macht es Sinn? oder nützt es eh nix wegen schlechter deutsch Kenntnisse und nicht verstehn wollen?
Das Leben ist manchmal wie jemand, der Dir eine Tafel Schokolade hinhält und wenn Du reinbeisst merkst Du, dass es eine Zitrone ist. Mogelpackung.
Wenn du eine Sprache nicht oder nicht richtig sprichst, solltest Du zumindest ein guter Pantomime sein....
Bauer
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Re: wie wir wurden was wir sind

Beitrag von Bauer »

Hi canni, ich finde, es hat nicht viel Sinn.
Diejenigen, die Deutsch verstehen, kennen das sowieso durch die Medien oder eigene Erfahrungen im Ausland, für diejenigen, die kein oder wenig Deutsch verstehen, hilft es nicht.
"Die Raben sind überall gleich schwarz". Das ist ein Sprichwort von uns. Früher habe ich gedacht, es gäbe wohl doch einen weißen Raben. Nach meinem Aufenthalt in D, Ö und der Schweiz, sowie nach vielen Reisen in Europa bin ich enttäuscht (oder eher erleuchtet), es ist doch kein weißer Rabe. Der feine Unterschied ist nur dunkel und dunkler. :lol:
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canni
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Re: wie wir wurden was wir sind

Beitrag von canni »

Lieber Bauer,
Du bist noch so herrlich jung. Das entschuldigt Dich.....
Deutschland heute ist China in 10 Jahren vielleicht.
Aber China heute ist Deutschland vor 30 - 50 Jahren.
Da aber viele so reagieren und wie ich schon mal gesagt hatte, die netten jungen Chinesen, die uns in Deutschland erzählen, wie anders die Welt in China ist, auch keine Ahnung haben, wäre es nicht schlecht.
Was Du heute oder die letzten 10 Jahre in Deutschland erlebst ist der langsame Verfall all dieser Dinge, die Made in Germany zu dem gemacht haben, was es lange war.

Unsere Entwiclung in dieser Zeit steht nicht in den Geschichtsbüchern und auch nur sehr unzureichend - weil auf ein paar Highlights wie die doofen 68er bezogen - im Internet. Die ganze Entwicklung im Umweltschutz, im Aufbau (oder sagen wir in der völligen Neukonstruktion unserer Industrie bis hin zur Ausbildung, die damals amerikanischem Vorbild folgte, dieses aber ganz schnell überholt hatte), das sind Themen die China nicht neu erfinden muss, sondern nur zuhören und daraus lernen. Nicht vergessen, unsere Republiken sind fast genau gleich alt in dieser Form! Bei uns war der Führer weg, deswegen ging es bei uns schneller!

PS: Bei uns waren nach dem Krieg immer noch zu viele braune Raben.... und auf der östlichen Seite auch Rote.
Heute sind es wiederum zu viele scheckige haha... nicht richtig schwarz aber auch nicht ganz weiß.
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Yingxiong
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Re: wie wir wurden was wir sind

Beitrag von Yingxiong »

Aus der Geschichte kann und sollte man lernen. Wer nichts aus der Geschichte lernt, wird die Fehler wiederholen.

Einer der Fehler, der nicht wiederholt werden sollte, ist folgender: Wenn man die Demokratie zu früh einführt, ohne dass die Menschen ausreichend darauf vorbereitet sind, wird er überwiegend das wählen, was er kennt und was er versteht: jemanden, der ihm sagt, was er tun soll. Dies hat in Deutschland dazu geführt, dass man einen autoritären Herrscher demokratisch gewählt hat - was zur schlimmsten Zeit in der deutschen Geschichte geführt hat!
R.I.P. Little Yingxiong Engelskind 05.01.2013

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canni
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Re: wie wir wurden was wir sind

Beitrag von canni »

Ich weiss nicht ob Demokratie so wie wir sie gerne beschwören überhaupt sinnvoll ist. Eins ist mir jedoch klar, auch am eigenen Leib sozusagen verspürt, mit Gerechtigkeit für den einzelnen hat diese Form nichts zu tun.
Zuviele Seitenwege werden geöffnet um den Willen mindestens der einfachen Mehrheit zu umgehen.
Beispiel? Aber klar doch: nicht der, der bei einer geheimen Wahl die meisten Stimmen auf sich vereint regiert das Land, sondern die, die clever im klüngeln sind. Absurdum ohne gleichen.

Hoffen wir, China wird den richtigen Mittelweg finden. Sind ja auch ein paar wenige Menschen mehr in China als ergleichsweise in Deutschland.

Die Wahl damals resultierte eben aus der Situation und einem Propaganda genannten Apparat, der von der deutschen Grossindustrie, vorneweg IG Farben materiell ausgerüstet wurde. Und natürlich mit einem ohne jeden zweifel hochcharismatischen Frontman.

So einen, jetzt unabhängig von seiner Gesinnung, die natürlich krankhaft war, so einen Leader mit Charisma bräuchten wir heute. Nichts gegen Angela, sie macht einen ordentlichen Job gegen all die Unmöglichkeiten, die Mitamtischsitzer und ideenlose Oppositionelle gegen sie aufbringen. Aber das reicht nicht . Unpopuläre Massnahmen, die ausnahmsweise nicht nur das eigene Stimmvolk verärgern, wären an der Zeit.
Der letzte, der so etwas als Talent hatte war JFK und das ist lange her. Auch wir hatten nach dem Krieg zwei solche Leute: Adenauer und Heuss.

Wir wurden was wir heute sind in den 90igern. Da hat sich das Blatt gewendet. Wenn ich den Steinbrück sehe und seinen Mist höre, den er da verzapft, wird mir Angst und Bange. Und die Grünen? Nun ja aus dummschwätzern werden halt nie gute politiker. Mit Ihren lächerlichen ca. 14 % bei einer Wahlbeteiligung von knapp über 60 % . Da passt doch unser Sprichwort.. wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt.

HOffen wir, dass unsere Kinder und Kindeskinder einmal bei der Frage: wie wurden wir was wir sind.. nicht zusammenzucken und duck und wech wie wir hier so schön sagen.
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Skorpid
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Re: wie wir wurden was wir sind

Beitrag von Skorpid »

Was passieren kann, wenn die Demokratie zu schnell kommt, kann man ja in Arabien sehen.. Welcome Scharia.
Demokratie funktioniert wohl nur, wenn es langsam, aber kontinuierlich eingeführt wird. Wobei in meinen Augen ein Teil "Nicht-Demokratie" durchaus auch was Gutes hat....
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