Freiwilligendienst in China
Freiwilligendienst in China
Hallihallo liebe Leute.
Erst einmal eine kurze Begrüßung hier von mir:
Ich bin der Arne, Schüler und ab Sommer dieses Jahres hoffentlich erfolgreicher Teilnehmer am neu geschaffenen Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) in China.
(Der IJFD ist das internationale Gegenstück zum neuen Bundesfreiwilligendienst, der den Zivi ersetzt. Es handelt sich also quasi um das "neue FSJ im Ausland")
Nun zum schwierigen Teil: Das Visum für China.
Ich bin mir im Moment (obwohl ich schon mehrmals in China war, teilweise sogar recht lange) nicht sicher, welche Art von Visum ich am besten beantrage.
Also hier die Fakten:
1. Ich werde genau 12 Monate dort arbeiten.
2. Meine Arbeitsstelle ist die NGO "Hua Dan" in Beijing, Momentan sind die lediglich in Hongkong als "Charity" angemeldet, noch vor meiner Ausreise jedoch hoffentlich auch in Festland-China.
3. Die Arbeit ist ein Freiwilligendienst, d.h. unentgeldlich. Die notwendigen Finanzmittel stammen aus Deutschland (Zuschuss vom Sozial-/Familienministerium und Spenden)
4. Ich habe bereits ein Jahr in China als Austauschschüler (mit X-Visum) verbracht, sowie im Sommer 2010 ein Praktikum und ein Schulaustauschprojekt auf Basis eines L-Visums mit doppelter Einreise absolviert.
Welche Art von Visum sollte ich in meinem Falle beantragen?
Logisch erscheint mir ein F-Visum mit Multiple Entry für 12 Monate? (Von dieser Möglichkeit las ich hier im Forum)
Seht ihr das genauso? Ist es richtig, dass ich dazu die Einladung des "Geschäftspartners" (in meinem Falle die NGO), das Antragsformular mit Fotos und Gesundheitszeugnis mit HIV-Test (für 12 Monate) brauche?
Wie sind die Bedingungen, damit ein "Geschäftspartner" mich einladen kann? Kann diese Einladung auch von einer NGO (also einer nicht-kommerziell arbeitenden Institution) übernommen werden?
Andere Frage: Ein Freund von mir meinte, ich solle mich einfach an einer Uni (z.B. Foreign Language University in Beijing) anmelden, mir die Unterlagen zuschicken lassen, damit ein X-Visum holen und mich dann vor Ort *nicht* immatrikulieren. Er sagte, dies sei ein üblicher Weg für Leute wie mich (Freiwilligendienstler; er war selber mal einer) ... Ist das nicht allerdings ein bisschen riskant?
Was denkt ihr? Welche Art von Visum würdet ihr mir bei der hier vorliegenden Faktenlage empfehlen? Gibt es noch andere Informationen, die ich dazu in Erfahrung bringen muss?
Mit besten Grüßen und der Hoffnung auf Hilfe,
Arne
Erst einmal eine kurze Begrüßung hier von mir:
Ich bin der Arne, Schüler und ab Sommer dieses Jahres hoffentlich erfolgreicher Teilnehmer am neu geschaffenen Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) in China.
(Der IJFD ist das internationale Gegenstück zum neuen Bundesfreiwilligendienst, der den Zivi ersetzt. Es handelt sich also quasi um das "neue FSJ im Ausland")
Nun zum schwierigen Teil: Das Visum für China.
Ich bin mir im Moment (obwohl ich schon mehrmals in China war, teilweise sogar recht lange) nicht sicher, welche Art von Visum ich am besten beantrage.
Also hier die Fakten:
1. Ich werde genau 12 Monate dort arbeiten.
2. Meine Arbeitsstelle ist die NGO "Hua Dan" in Beijing, Momentan sind die lediglich in Hongkong als "Charity" angemeldet, noch vor meiner Ausreise jedoch hoffentlich auch in Festland-China.
3. Die Arbeit ist ein Freiwilligendienst, d.h. unentgeldlich. Die notwendigen Finanzmittel stammen aus Deutschland (Zuschuss vom Sozial-/Familienministerium und Spenden)
4. Ich habe bereits ein Jahr in China als Austauschschüler (mit X-Visum) verbracht, sowie im Sommer 2010 ein Praktikum und ein Schulaustauschprojekt auf Basis eines L-Visums mit doppelter Einreise absolviert.
Welche Art von Visum sollte ich in meinem Falle beantragen?
Logisch erscheint mir ein F-Visum mit Multiple Entry für 12 Monate? (Von dieser Möglichkeit las ich hier im Forum)
Seht ihr das genauso? Ist es richtig, dass ich dazu die Einladung des "Geschäftspartners" (in meinem Falle die NGO), das Antragsformular mit Fotos und Gesundheitszeugnis mit HIV-Test (für 12 Monate) brauche?
Wie sind die Bedingungen, damit ein "Geschäftspartner" mich einladen kann? Kann diese Einladung auch von einer NGO (also einer nicht-kommerziell arbeitenden Institution) übernommen werden?
Andere Frage: Ein Freund von mir meinte, ich solle mich einfach an einer Uni (z.B. Foreign Language University in Beijing) anmelden, mir die Unterlagen zuschicken lassen, damit ein X-Visum holen und mich dann vor Ort *nicht* immatrikulieren. Er sagte, dies sei ein üblicher Weg für Leute wie mich (Freiwilligendienstler; er war selber mal einer) ... Ist das nicht allerdings ein bisschen riskant?
Was denkt ihr? Welche Art von Visum würdet ihr mir bei der hier vorliegenden Faktenlage empfehlen? Gibt es noch andere Informationen, die ich dazu in Erfahrung bringen muss?
Mit besten Grüßen und der Hoffnung auf Hilfe,
Arne
- ingo_001
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Re: Freiwilligendienst in China
Da diese Variante ja quasi brandneu ist, werden dies bezgl. die Erfahrungen hier (wenn überhaubt) dünn gesät sein.yanuo hat geschrieben:Also hier die Fakten:
2. Meine Arbeitsstelle ist die NGO "Hua Dan" in Beijing, Momentan sind die lediglich in Hongkong als "Charity" angemeldet, noch vor meiner Ausreise jedoch hoffentlich auch in Festland-China.
Welche Art von Visum sollte ich in meinem Falle beantragen?
Wenn da jemand (legal) weiter helfen kann, dann die "Hua Dan", die ja in dem Bereich tätig ist. Die werden Dir auch sagen können, wie das weitere Procedere für Dich ist.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.
Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
Re: Freiwilligendienst in China
Hallo Arne, willkommen im Forum!
Konkret helfen kann ich dir nicht, aber konnte man früher schon ein FSJ in China machen? Wenn ja, dann muss es doch auch Erfahrungen mit dem passenden Visumstyp und dem Prozedere geben. Und wenn die Leute von offizieller Seite gefördert werden, dann ist es doch unter Umständen auch möglich auf diesem Weg Kontakt zu den ehemaligen Teilnehmern herzustellen. Das wäre der Schritt, den ich jetzt als erstes einleiten würde.
Das ist nicht nur riskant (was macht man denn, wenn die 30 Tage verstrichen sind, sich illegal im Land aufhalten?), das ist wahrscheinlich auch noch die allerschlechteste aller möglichen Lösungen. Selbst mit einem L-Visum bist du die ersten Tage besser dran, das gibt es auch ohne Einladung einer Uni für immerhin 60 Tage.yanuo hat geschrieben:Andere Frage: Ein Freund von mir meinte, ich solle mich einfach an einer Uni (z.B. Foreign Language University in Beijing) anmelden, mir die Unterlagen zuschicken lassen, damit ein X-Visum holen und mich dann vor Ort *nicht* immatrikulieren. Er sagte, dies sei ein üblicher Weg für Leute wie mich (Freiwilligendienstler; er war selber mal einer) ... Ist das nicht allerdings ein bisschen riskant?
Konkret helfen kann ich dir nicht, aber konnte man früher schon ein FSJ in China machen? Wenn ja, dann muss es doch auch Erfahrungen mit dem passenden Visumstyp und dem Prozedere geben. Und wenn die Leute von offizieller Seite gefördert werden, dann ist es doch unter Umständen auch möglich auf diesem Weg Kontakt zu den ehemaligen Teilnehmern herzustellen. Das wäre der Schritt, den ich jetzt als erstes einleiten würde.
Re: Freiwilligendienst in China
Gab's da nicht letztes Jahr eine neue Aktion von der Chinesischen Regierung gegen "unnütze" und "schädliche" NGOs. Wollte man nicht alle NGOs, insbesondere ausländische, auf den Prüfstand setzen? Ich müsste nochmal in den News herumwühlen, wenn ich Zeit dazu hätte. Trotzdem würde ich im Moment kein Bier darauf wetten, dass die oder irgendjemand bald zugelassen werden.yanuo hat geschrieben: 2. Meine Arbeitsstelle ist die NGO "Hua Dan" in Beijing, Momentan sind die lediglich in Hongkong als "Charity" angemeldet, noch vor meiner Ausreise jedoch hoffentlich auch in Festland-China.
Viele Leute umgehen in China die Visumbestimmungen, weil es so leicht ist sie zu umgehen. Dadurch werden solche Aktionen aber trotzdem nicht legaler. Das würde ich notfalls für ein Praktikum machen, wenn sonst gar nichts mehr geht, aber wenn ich einen auf NGO mache, und dabei höchstwahrscheinlich von der Polizei für Political Correctness beobachtet werde ob ich schön Volksharmonisch bin, dann würde ich sicher kein falsches Visum riskieren. Das könnte böse enden.yanuo hat geschrieben:Andere Frage: Ein Freund von mir meinte, ich solle mich einfach an einer Uni (z.B. Foreign Language University in Beijing) anmelden, mir die Unterlagen zuschicken lassen, damit ein X-Visum holen und mich dann vor Ort *nicht* immatrikulieren. Er sagte, dies sei ein üblicher Weg für Leute wie mich
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Re: Freiwilligendienst in China
Hallo Ingo, Linnea und Hendrik,
Erstmal danke für das nette Willkommen und die Antworten!
Nun gut, die Sache mit dem Fake-X-Visum wurde hier zweimal als riskant bewertet, dann lasse ich diese Möglichkeit erst einmal außen vor ...
Also Hua Dan ist keine ausländische NGO sondern eine chinesische. Sie sind in Mainland China bekannt und ich denke nicht, dass sie als "unnütz" betrachtet werden, denn es gab schon mal eine Reportage der CCTV über genau diese NGO. Aber das war auch vor dem letzten Jahr.
Dass sie sich in China registrieren lassen wollen, weiß ich nur von meiner zukünftigen "Chefin" (der Gründerin der NGO); sie sagte, dass sie *hoffen*, bis Sommer auch auf dem Festland registriert zu sein. Vielleicht sollte ich noch einmal genauer in Erfahrung bringen, wie da der Status ist.
Nun gut,
Schon einmal danke soweit.
Falls euch noch was einfällt, würde ich mich freuen, wenn ihr mir Bescheid gebt. : )
Erstmal danke für das nette Willkommen und die Antworten!
Nun gut, die Sache mit dem Fake-X-Visum wurde hier zweimal als riskant bewertet, dann lasse ich diese Möglichkeit erst einmal außen vor ...
Ja, das dachte ich auch schon. Genau aus so einer Quelle kam auch diese Idee mit dem gefakten X-Visum ... Aber das war auch ein privater Kontakt, von dem ich nur zufällig wusste, dass er auch einen Freiwilligendienst in China gemacht hatte damals. Von der Organisation her ein paar mehr Kontakte zu bekommen, ist einer gute Idee.Linnea hat geschrieben:Konkret helfen kann ich dir nicht, aber konnte man früher schon ein FSJ in China machen? Wenn ja, dann muss es doch auch Erfahrungen mit dem passenden Visumstyp und dem Prozedere geben. Und wenn die Leute von offizieller Seite gefördert werden, dann ist es doch unter Umständen auch möglich auf diesem Weg Kontakt zu den ehemaligen Teilnehmern herzustellen. Das wäre der Schritt, den ich jetzt als erstes einleiten würde.
Mh. Das klingt nicht gut.Hendrik hat geschrieben:Gab's da nicht letztes Jahr eine neue Aktion von der Chinesischen Regierung gegen "unnütze" und "schädliche" NGOs. Wollte man nicht alle NGOs, insbesondere ausländische, auf den Prüfstand setzen?
Also Hua Dan ist keine ausländische NGO sondern eine chinesische. Sie sind in Mainland China bekannt und ich denke nicht, dass sie als "unnütz" betrachtet werden, denn es gab schon mal eine Reportage der CCTV über genau diese NGO. Aber das war auch vor dem letzten Jahr.
Dass sie sich in China registrieren lassen wollen, weiß ich nur von meiner zukünftigen "Chefin" (der Gründerin der NGO); sie sagte, dass sie *hoffen*, bis Sommer auch auf dem Festland registriert zu sein. Vielleicht sollte ich noch einmal genauer in Erfahrung bringen, wie da der Status ist.
Nun gut,
Schon einmal danke soweit.
Falls euch noch was einfällt, würde ich mich freuen, wenn ihr mir Bescheid gebt. : )
Re: Freiwilligendienst in China
Das heißt diese Person hat das so gemacht?yanuo hat geschrieben:Genau aus so einer Quelle kam auch diese Idee mit dem gefakten X-Visum ... Aber das war auch ein privater Kontakt, von dem ich nur zufällig wusste, dass er auch einen Freiwilligendienst in China gemacht hatte damals.
Ich würde zusätzlich auch noch andere Organisationen anschreiben, die solche Chinaaufenthalte im Programm haben. Kannst ja nichts verlieren, außer ein wenig Zeit.yanuo hat geschrieben:Von der Organisation her ein paar mehr Kontakte zu bekommen, ist einer gute Idee.
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