Namensverwirrung auflösen

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Jojo1
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Namensverwirrung auflösen

Beitrag von Jojo1 »

Hallo,

vielen Dank für die Hilfen zu meiner Frage.
Inzwischen ist der Entschluss gereift, dass die Person einen echten chinesischen Namen bekommt, keinen eingedeutschten.
Nun wollte ich von Euch noch mal die Korrektheit der Namenswahl überprüfen lassen.

Wenn ich es richtig verstanden habe, dann haben Frauen nicht unbedingt einen Generationsnamen?
Meine Person ist eine intelligente, hübsche Powerfrau.

Ich wollte ihr den Vornamen Mei geben. (Méi) Das soll Rose heißen. (Ist aber nah an Schimmelpilz. Ist die Namensgebung klar? Oder wie kann sie sichergestellt werden.
Als Nachname hätte ich gerne KuLai (GùLài) Geht das?

Kann die Frau also KuLai Méi heißen?
Danke
Joj
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RoyalTramp
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Re: Namensverwirrung auflösen

Beitrag von RoyalTramp »

Als Familienname "Kulai"? Ist das jetzt ein deutscher (angeheirateter) Familienname oder ist das als chinesischer Familienname gedacht? Denn als chinesischer Familienname geht das nicht. Es gibt nur eine handvoll von zweisilbigen chinesischen Familiennamen, wie z.B. Ouyang oder Sima.

Oder war das jetzt von dir ein Verschreiber und das "Mei" war als Familienname gedacht, und "Kulai" als Vorname?
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Re: Namensverwirrung auflösen

Beitrag von Jojo1 »

Hallo,

OK, schon verstanden. Ich hätte die beiden (existierenden nach meiner Kenntnis) Familiennamen zusammengesetzt. Nein, es soll auf alle Fälle ein authentischer chinesischer Name sein.
(Herkunft: So die Gegend um Chengdu, Geburtsjahr: 1974)

Könnte ich ihr dann doch einen Generationsnamen verpassen, und der Name wäre dann:
Shen Li Mei

Ginge das?

Johannes
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corneta
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Re: Namensverwirrung auflösen

Beitrag von corneta »

Jojo1 hat geschrieben:Könnte ich ihr dann doch einen Generationsnamen verpassen,
Was ist denn ein Generationsname?
Jojo1
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Re: Namensverwirrung auflösen

Beitrag von Jojo1 »

Hallo,

ich verstand da drunter das, was hier beschrieben ist:
http://de.wikipedia.org/wiki/Chinesischer_Name
unter Generationsname.
Also das Ze z. B. bei Mao.
Sorry, man sieht, ich bin noch Laie.
Aber ich werde viel lernen. Versprochen.

Jo
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Re: Namensverwirrung auflösen

Beitrag von RoyalTramp »

Ach du...das mit dem "Generationennamen" ist eigentlich wurscht. Den kannst du vergessen, wenn denn deine Romanfigur Einzelkind ist. Und selbst wenn nicht, spielt der Generationennamen keine so übergeordnete Rolle. Viel wichtiger ist, was der Name ausdrückt...die Hoffnung z.B. der Eltern...Assoziationen...etc...

Shen Limei ist als Name für deine Figur nicht schlecht, mit Shen als Familien- und Limei als Rufnamen.
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Re: Namensverwirrung auflösen

Beitrag von Jojo1 »

Hallo,
Shen Limei ist als Name für deine Figur nicht schlecht, mit Shen als Familien- und Limei als Rufnamen.
Gut. Das ist ja schon mal was.
Li hätte ich jetzt als Generationsname gedacht. Nun ist es im Vornamen. Könnte man es auch weglassen? Also nur Shen Mei?
Ich habe da noch keine Präferenzen, das ist jetzt ein neuer Gedanke, ich möchte nur die Optionen kennen.
Vermutlich möchte ich die Person aber als Mei ansprechen.
Generationsname Li ist also nicht korrekt.

Li: Kraft und Stärke? Oder welche Bedeutung kann man dem Namen zusprechen.

Trotzdem aber nochmal zu den Generationsnamen, es gibt ja noch andere Personen.
ich habe Listen mit Nachnamen und mit Vornamen gefunden (Auch wenn ich unzulässiger Weise Nachnamen zusammengesetzt habe, was ich gelobe nicht mehr zu tun)
Unsicher bin ich aber bei den Generationsnamen. Was kann / darf man da tun? Jede Silbe, oder nur bestimmte?

Danke
Jo
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Re: Namensverwirrung auflösen

Beitrag von domasla »

Die meisten Familiennamen sind einsilbig. Gibt selten auch zwei- oder dreisilbige.

Und die meisten Vornamen sind zweisilbig. Wobei die erste Silbe alle Kinder einer Generation bekommen. Wie ein Motto. Also auch Cousins. Mit der Einkind-Politik und den vorausgegangenen revolutionären Namen der 50er und 60er (Na ja, da war der Generationsname für alle Kinder einfach "rot") wurde das System der richtigen Generationsnamen inzwischen ziemlich aufgeweicht.

"Echter" wäre Shen Limei. Ist das nicht ein Mädchenname?

D., der sich damit eigentlich nicht auskennt.
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Re: Namensverwirrung auflösen

Beitrag von Jojo1 »

Hallo,
"Echter" wäre Shen Limei. Ist das nicht ein Mädchenname?
naja, inzwischen Frau. ;-)

Kann man eigentlich die Betonungszeichen in der Umschrift komplett weglassen?
Was dann vermutlich Wade-Giles wäre.
Oder wäre korrekter die Offizielle Umschrift Pinyin?
Dann bräuchte bei meinem Namen das e von Shen den 3. Ton (ab- und aufsteigend)
und das e von mei den 2. Ton (aufsteigend)
Sehe ich das richtig?

Jo
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Re: Namensverwirrung auflösen

Beitrag von corneta »

Ich bin ja mal auf das Erscheinungsdatum des Buches gespannt, nachdem der Name einer Person schon so eine Herausforderung ist :mrgreen: .

corneta - die in Büchern meist eh über die Namen hinweg liest 8) .
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Re: Namensverwirrung auflösen

Beitrag von RoyalTramp »

Jojo1 hat geschrieben:Li hätte ich jetzt als Generationsname gedacht. Nun ist es im Vornamen. Könnte man es auch weglassen? Also nur Shen Mei?
Ja, ne...vergiss das mit dem "Generationsnamen wieder. Das spielt in China keine so wichtige Rolle meiner Meinung nach und gerade bei Mädchen eher weniger. Wichtig ist vorrangig die Sinnbedeutung eines Namens und welche Asoziationen er weckt.
Li: Kraft und Stärke? Oder welche Bedeutung kann man dem Namen zusprechen.
Nochmal: Wichtig ist vorrangig die Sinnbedeutung eines Namens und welche Asoziationen er weckt.

Das gilt auch z.B. bei dem Vornamenbestandteil "li" für Mädchen. "li" hier als 力 lì "Stärke" oder "Kraft" würde man eher bei männlichem Nachwuchs erwarten. Bei Mädchen muss es eher was "Schöngeistiges" sein. Z.B. ist 莉 lì als Bestandteil weiblicher Vornamen sehr weit verbreitet und rührt vom Binom 茉莉 her, was "Jasmin" bedeutet (gemeint ist damit die Blume, eigtl. 茉莉花), aber auch 丽 lì "schön" findet sich häufig als Namensbestandteil weiblicher Namen. Du siehst schon, solche "feingeistigen" Unterscheidungen, die in chinesischen Namen außerdem auch noch wichtig sind, fallen im Deutschen bzw. unter Verwendung lateinischer Buchstaben einfach weg, wenn man schreibt "li".

Achso...zur Frage: Kann man theoretisch auch weglassen...als Frauenname ginge Shen (Familienname) Mei (Rufname) auch durch.
Ich habe da noch keine Präferenzen, das ist jetzt ein neuer Gedanke, ich möchte nur die Optionen kennen. Vermutlich möchte ich die Person aber als Mei ansprechen. Generationsname Li ist also nicht korrekt.
Korrekt schon, aber nicht so unglaublich wichtig (s.o.). Chinesischen Namen unterliegen zumeist andere Präferenzen.
Trotzdem aber nochmal zu den Generationsnamen, es gibt ja noch andere Personen.
ich habe Listen mit Nachnamen und mit Vornamen gefunden (Auch wenn ich unzulässiger Weise Nachnamen zusammengesetzt habe, was ich gelobe nicht mehr zu tun)
Unsicher bin ich aber bei den Generationsnamen. Was kann / darf man da tun? Jede Silbe, oder nur bestimmte?
Mit den Generationennamen kenne ich mich zwar nicht so aus, aber dem Prinzip nach würde ich meinen, dass es nicht so wichtig ist, welchen Silbe man als Generationennamen nimmt, wenn überhaupt ein Generationenname (wie gesagt: ist eigentlich nicht so wichtig), solange die Assoziationen und Bedeutungen, die dabei mitschwingen, passen. Es ist also überhaupt nicht so, dass jetzt z.B. das "Ze" in Mao Zedong ein ausgesprochener Generationenname ist bzw. als Generationenname so "töffte" wäre. "ze" bedeutet einfach "Sumpf" und dürfte wohl eher darauf zurückzuführen sein, dass das Haus seiner Geburt nahe einem sumpfigen Gelände liegt (ohne jemals in Shaoshan, seinem Heimatdorf gewesen zu sein).
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Re: Namensverwirrung auflösen

Beitrag von RoyalTramp »

Jojo1 hat geschrieben:Hallo,
"Echter" wäre Shen Limei. Ist das nicht ein Mädchenname?
naja, inzwischen Frau. ;-)

Kann man eigentlich die Betonungszeichen in der Umschrift komplett weglassen?
Was dann vermutlich Wade-Giles wäre.
Oder wäre korrekter die Offizielle Umschrift Pinyin?
Dann bräuchte bei meinem Namen das e von Shen den 3. Ton (ab- und aufsteigend)
und das e von mei den 2. Ton (aufsteigend)
Sehe ich das richtig?

Jo
Die solltest du weglassen, denn damit kann kein Deutscher etwas anfangen und wäre auch drucktechnisch eher ungünstig. Also als Umschrift einfach Pinyin ohne die Töne (wird dann nicht zu Wade Giles...Wade Giles ist eine völlig andere, anglophone Umschrift, die dem Pinyin nur marginal ähnelt).
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