Kindergarten in Deutschland

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Taiyang
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Re: Kindergarten in Deutschland

Beitrag von Taiyang »

ingo_001 hat geschrieben:
Linnea hat geschrieben:as gilt auch für die Schulzeit - ich befürworte die Abschaffung der Schulpflicht. Kontrollmaßnahmen, die bei einer Bildungspflicht greifen, das machen uns andere Länder vor, können durchaus umgesetzt werden.
Diese anderen Länder haben aber wohl kaum vergleichbare soziale Ungleichgewichte (zumindest nicht in der Quantität).
Sorry, den Denkansatz kann ich (anhand der gegebenen realen Verhältnisse hier) absolut nicht nachvollziehem.
Bei meinen genannten zwei Beispiel-Gruppen, wäre ein Wegfall der Schulpflicht der letzte Tritt in den Abgrund für die betreffenden Kids.
Solche Beiträge hätte ich von Dir nicht erwartet.
Das ist ein bisschen einfach dahergesagt finde ich. Wenn sie die Schulpflicht abschaffen, geht Deutschland noch schneller den Bach runter. So hat der Staat wenigstens noch etwas Macht um Kinder von Parallelgesellschaften und H4 Milieus ein bisschen Bildung zu verschaffen. Ohne Schulpflicht würden höchstwahrscheinlich gerade die, die es dringend nötig haben, lieber auf "Heimunterricht" zurückgreifen um ihre Kinder vor dem bösen Biounterricht mit Sexualkunde und Evolutionstheorie, sowie vorm Sportunterricht und diesem elendigen Klassenfahrtenzwang fernzuhalten.
Ich bin nach wie vor für Kindergarten- und Schulpflicht. Mindestens bis zur 10. Klasse. Und am besten noch mit Deutsch als Schulsprache. Aber das wird wohl auf Ewig Utopie bleiben :?
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corneta
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Re: Kindergarten in Deutschland

Beitrag von corneta »

@ Linnea
Linnea hat geschrieben:Und die heutigen ErzieherInnen ersetzt man dann vollkommen problemlos binnen kürzester Zeit durch jene, die in der Lage sind eine bessere Betreuung und Bildung zu gewährleisten als die eigenen Eltern des Kindes, um eine Kindergartenpflicht zu rechtfertigen?
Dass das nicht geht, ist mir schon klar. Es ändert aber nichts daran, dass wir dringend an der Auswahl unserer Erzieher und Lehrer etwas ändern müssen. Nach meinen Erfahrungen ist mindestens die Hälfte nicht in der Lage, den Job so auszufüllen, wie es eigentlich sein müsste. Es ist mir klar, dass die Erzieher nicht die Pflichten der Eltern übernehmen können, aber wie der Name schon sagt, sind auch Erzieher für die Erziehung der Kids zuständig.
Linnea hat geschrieben:Dieser Artikel, erschienen in der online Ausgabe der ZEIT, zeigt durchaus, dass ein Großteil der Kinder bereits jetzt in den Kindergarten geht.
Er zeigt aber auch, dass es in Bayern jedes 5.Kind von Eltern mit Imigrationshintergrund nicht in den Kindergarten geht und ich bin mir sicher, dass die Zahl der Kinder mit Sprachdefiziten ähnlich hoch ist. In dem Artikel konnte ich auch nicht herauslesen, dass zu hohe Beiträge der größte Hinderungsgrund ist, die Kinder in die Kita zu schicken. Ich möchte mich auch nicht nur an den Problemfamilien aufhängen. Der Kindergarten hilft den Kindern, ihr Sozialverhalten zu schulen und beim Eintritt in die Grundschule mit der Situation nicht überfordert zu sein. Das gilt für das wohlbehütete Einzelkind aus besseren Kreisen genauso, wie für ein Kind, dessen Eltern kaum Deutsch sprechen. Das Erstere lernt, äußerhalb von Mammas Wattebäuschchen, sich durchzusetzen und das letzere kann nach 3 Jahren auf jeden Fall die Sprache.
Linnea hat geschrieben:Das gilt auch für die Schulzeit - ich befürworte die Abschaffung der Schulpflicht. Kontrollmaßnahmen, die bei einer Bildungspflicht greifen, das machen uns andere Länder vor, können durchaus umgesetzt werden.
Da komm ich jetzt nicht so ganz mit. Auf der einen Seite Abschaffung der Schulpflicht und auf der anderen Seite Kontrollmaßnahmen? Wie meinst du das?

Kinder gehören mindestens bis zu ihrem 16ten Lebensjahr in eine Schule. Ich würde sogar soweit gehen, dass Kinder (ohne geistige Beeinträchtigungen) so lange zur Schule gehen müssen, bis sie mindestens einen Hauptschulabschluss haben. Das würde vielleicht verhindern, dass die Schule abgebrochen wird, wenn die Kids 16 sind und bereits die dritte Ehrenrunde gedreht haben.

Ein Blick auf die Liste des Deutschen Schulpreises zeigt, dass eine gute Schule durchaus auch in einem sozialen Brennpunkt liegen kann. Entscheidend ist für mich die fachliche Kompetenz des Personals und die Fähigkeit der Lehrer, sich in ihre Schüler hinein versetzen zu können.
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