Weihnachtsmann hat geschrieben:
Dann begründe doch mal bitte, aus welchen Gründen ein Vergleich Moskau/Berlin - Peking zulässig ist. Gibt es zwischen diesen Ländern also keine Unterschiede?
Ich frage mich, welcher Vergleich hier abwegiger ist.
Ganz einfach mal auf die Parallelen schauen:
Dritte Reich hatte nach außen eine Art Friedenspolitik propagiert, sich aber auf Krieg vorbereitet.
China propagiert eine friedliche "Ein-China-Politik" nach außen, würde aber in Taiwan einmaschieren, falls dieses die Unabhängigkeit ausrufen würde. Hinzukommt noch die Modernisierung der Armee und die Rakten Richtung Taiwan und die gewaltsame Umsetzung der Ein-China-Politik in völkerrechtswidrig besetzten Gebieten.
China propagiert die Olympischen Spiele als Anerkennung ihrer Politik, das Dritte Reich ebenso.
China hat bzgl. Taiwan Expansionsgedanken, das Dritte Reich ebenso.
Dritte Reich und China hatten eine politische mundtot-gemachte Opposition bzw. gar keine Politische Opposition und konnten/können jeden Widerstand oder Rumoren in Bevölkerung etc. erfolgreich unterbuttern.
Und last but not least: Sowohl China als auch Drittes Reich haben durch gezielte Propaganda, Nachrichtenfälschung etc. einen sehr großen Teil der Bevölkerung auf ihre Seite gezogen.
All diese Punkte treffen auf Südkorea NICHT zu!
Mit deiner Bemerkung über Korea und Demokratie machst Du Dich auf jeden Fall total lächerlich. Du hast in irgendeinem Lexikon über Korea das Wort "Wahlen" gelesen und ziehts daraus völlig falsche Schlüsse. Beschäftige Dich doch mal intensiver mit dem Land, bevor du so einen Artikel schreibst.
Korea hatte nach Kriegsende eine mehr oder weniger demokratische Verfassung und das Volk hat ihren Präsidenten direkt gewählt sowie eine über die Militärdiktatur hinweg existierende und ihren Mitteln bestehende politische Opposition. Allein diese Tatsache hat letzten Endes den Widerstand gegen das Kriegsrecht und die Militärdiktatur solchen Aufschwung gegeben. In China und im Dritten Reich gibt/gab es diese Form der (politschen) Opposition, die Unterstützung aus der Bevölkerung fand, nicht.
Und was soll denn der Falungong-Artikel? Wie kann man aus den Schriften Li Hongzhis schließen, die Bewegung hätte keine politischen Ziele? Das kann man nur naiv nennen.
Naiv? Nichts machen die Praktizierenden lieber, als Li's Ratschläge zu folgen. Es vollkommen offensichtlich, dass es den Praktizierenden hauptsächlich um eine Sache geht: die eigene Kultivierung. Das einzige was sie sich zusätzlich noch wünschen, ist der Stopp der grausamen Verfolgung in China. Wenn du das als ein politisches Ziel ansiehst, ja - dann bitte - dann hat Falun Gong ein politisches Ziel. Für mich hat das aber nichts mit Politik zu tun, sondern mit einem Grundrecht aller Menschen, ihre Religion frei ausleben zu dürfen, solange sie niemanden anderen damit schaden.
Wenn du deine Informationen über Falun Gong oder Li nur von chin. Staatlichen Quellen hast, dann wundert mich nicht, wenn du den Artikel einseitig empfindest. Ich kann nicht mehr tun, als mir direkt die Lehre anzuschauen oder die auferlegten Regeln für Falun Gong praktizierende, ich habe einen Vergleich mit anderen Religionen angestrebt und kulturelle Unterschiede dabei berücksichtigt, die leicht zu eienm Missverständnis führen können, und ich habe hier in Deutschland gesprochene Gerichtsurteile berücksichtigt und meine Erfahrungen mit Praktizierenden in den Artikel eingearbeitet. Ich habe NICHT auf
Spekulationen oder gezielte Propaganda Chinas zurückgegriffen, sondern auf Information, die unverfälscht ist, die aus erster Hand kommt und die nicht von Personen kommen, die Falung Gong äußerst positiv oder äußerst negativ gegenüberstehen, sondern das ist einzig und allein auf der Basis von Informationen geschehen, die ICH für glaubwürdig halte. Es geht in dem Artikel nicht darum, ob mir Falun Gong gefällt oder ob ich es für unsinnig empfinde, es geht mir einzig und allein darum zu klären, ob Falun Gong nun wirklich eine Gefahr für die Geselllschaft darstellt, wie China es behauptet hat. Und ich - als auch Richter bzw. Staatsanwälte im Swastika-Konflikt - kommen zu dem Schluss, dass das NICHT der Fall ist. Falun Gong ist in keinem anderen Staat dieser Welt verboten, noch nicht mal in Deutschland wird es trotz des Sonnensymbols als gefährlich oder verfassungsfeindlich eingestuft. Da braucht mir niemand was von einem Ingo Heinemann erzählen, der eben gerade dieses wichtige Gerichtsurteil ignoriert, der zu keinen Vergleich mit unseren Religionen insbesondere mit der politischen Zielsetzung und Macht der bei uns akzeptierten Katholischen Kirche etc. fähig ist und der über politische Ziele schwadroniert und daneben das Symbol mit dem Hakenkreuz von Falun Gong setzt und mehr von angeblichen politischen Zielen auch nicht erzählen kann, sondern so nur unsere Vergangenheit dazu mißbraucht, mit dem Symbol einen extrem faden Beigeschmack beim Leser zu erzeugen und dessen Phantasie, genährt mit der üblichen Abneigung gegen Nazis, blind anstuppst. SO etwas ist nicht nur einseitig, sondern extrem pervers.
Weist du was ein "Knigge" ist? Wozu brauche ich den, wenn ich mich mit koreanischer Geschichte beschäftige?
Es geht um deinen Umgangston hier, der alles andere ist als angemessen.
Martin