Luntan hat geschrieben:
- Es gibt kein Beweis für einen gezielten Massenmord. Wenn man tatsächlich ein MG bedienen kann ist klar, dass die weitaus meisten Schüsse zur Warnung abgegeben wurden. Ansonsten die Leichen wie bei den Erschiessungen im 2. Weltkrieg in Haufen fotografiert würden. Solche Fotos gibt es nicht.
Bildersuche "tiananmen square massacre" widerlegt dies.
Luntan hat geschrieben:
- Fotos oder Filmaufnahmen in Krankenhäusern zeigen immer nur ein paar Verletzte. Wenn man mit 40 Patronen im Magazin in eine Menschengruppe schiesst hat man nach 5 bis 10 Sekunden bereits 40 bis 50 Verletzte und Tote. Offenbar hat es so einen Zwischenfall, wo auch nur ein Soldat sein Magazin leergeschossen hat, nicht auch nur einmal gegeben.
Steile Thesen hier. Warst du mal mit Kriegswaffen und ein paar hundert Schuss auf einem Schiessstand und hast das Zeug auf realistische Distanzen ausprobiert? Mit einem Sturmgewehr und 40er Magazin innerhalb von 5-10 Sekunden 40-50 Leute zu treffen, das ist doch absolut unrealistisch. Geh bitte bitte mal mit einer AK oder einem M16 schiessen...
Luntan hat geschrieben:
Selber war ich den ganzen Juni 1989 in China und habe Beijing auch noch im Juni besucht um mich selber zu informieren. Da waren die Panzer und Soldaten noch dort und man sah auch noch wo die Geschosse in die Wände eingeschlagen haben. Es gab unzählige Einschüsse oben an den Hauswänden aber ich habe keinen einzigen auf unter 2 Metern Höhe gesehen. Damit ist nicht geschrieben, dass niemand auf Demonstranten geschossen hat, sondern nur dass es nie auch nur annähernd zu dem gekommen ist was gerne behauptet wird.
Dauerfeuer ueber die Kopefe des Mobs hinweg, eine altbekannte militaerische Taktik?

Das macht doch ueberhaupt keinen Sinn. Viele Einschussloecher heisst nur, dass ordentlich geballert wurde, mehr nicht. Da der Schuetze kniet oder liegt (versuch mal aus dem Stand mit einem Sturmgewehr gezielt zu schiessen!) geht der Schussverlauf im Prinzip immer nach oben und damit schlaegt fast jeder Fehlschuss ueber Mannhoehe ein. Diese hohen Einschussloecher siehst du in jedem Kriegs- oder Krisengebiet genau so.
Luntan hat geschrieben:
Legenden und "good stories" werden in dem Fall wohl nie durch Tatsachen verdrängt werden. Verantwortlich dafür ist natürlich auch die Regierung in Beijing die eine Untersuchung und Aufarbeitung der Ereignisse im Frühling 1989 unter allen Umständen verhindern will.
Wenn das wirklich alles so astrein lief von dir beschrieben ("tausende Warnschuesse"), dann sollten sie an einer Aufklaerung ja mehr als interessiert sein und alle Fakten an's Licht zerren wollen.
Zu guter letzt noch, warum diese ganzen Entschuldigungstheorien ueberhaupt keinen Sinn machen. Niemand der ein Blutbad/Massaker verhindern will schickt eine voll bewaffnete Armee mit ordentlich Panzern
und Munition auf die Strassen. Da gibt es auch genug Beispiele wie es mit wenig/kaum Munition geht, z.B. Bloody Sunday in Nordirland, Los Angeles 1992, usw. Wer die Armee mit ordentlich Ausruestung und Munition losschickt, der weiss genau, dass er das Pulverfass erzeugt, welches dann meist im Massaker endet. Man sieht ja auch auf keinem Foto irgendwelche Waffen bei Demonstranten, die solche Massnahmen noetig machen. Nirgendwo sind einigermassen organisierte Zivilsten mit Kriegswaffen zu sehen. Gaebe es diese, haette die chinesische Regierung sie auch schon lange veroeffentlicht. Diese verbrannten LKW und Panzer sagen ueberhaupt nichts ueber die Schlagkraft der Demonstranten aus, sondern sind wohl einfach im Rueckzug oder von Ueberlaeufern aufgegeben worden oder es wurden wenige Soldaten von einer grossen Menge ueberrascht und dann im Nachhinhein wuerde das Zeug von der wuetenden Masse angesteckt. Sie wurden vermutlich nicht im Kampf mit Waffen gegen die Armee erobert.
Auch dieses staendige "das war kein Massaker, sondern nur 200 Tote" ist Quatsch. Es wird schon bei Dingen wie dem Bloody Sunday (<15 Tote) von einem Massaker gesprochen.