Bernhard hat geschrieben:Was Herrn Assange anbelangt:
Es ist klar, dass das der britischen und amerikanischen Regierung ein "gefundenes Fressen" ist. Aber es gibt keinerlei Hinweise, geschweige denn Beweise, dass diese jungen Frauen von staatlicher oder geheimdienstlicher Seite zu einer Falschaussage gedrängt oder sonstwie manipuliert worden sind. Warum solche Behauptungen aufstellen? Wie war das nochmal mit dem Zweifel und dem Angeklagten?
Was deine Freunde unterscheiden können, weiß ich natürlich nicht. Was ich aber gemerkt habe, ist, dass viele Chinesen die westliche Welt nicht verstehen. Selbst manche von denen, die 40 Jahre und mehr in einem westlichen Land gelebt haben, verstehen nicht wirklich die Befindlichkeiten und die Mentalität von Westlern. Oder sie tun nur so, um einen Vorwand haben zu stänkern.
Wer von den Chinesen in der westlichen Welt leben will und wer nicht, weiß ich natürlich nicht; dennoch gibt es viele Chinesen, die auswandern wollen. Einfache Leute, die sich bessere Lebensbedingungen erhoffen. Und auch hohe Beamte lassen ihre Kinder im Ausland studieren und besorgen ihren Familienmitgliedern sogar ausländische Pässe. Warum, weiß ich natürlich nicht. Aber man kann seine Fantasie ja mal spielen lassen...
Ich will damit nicht sagen, dass der Westen auf jeden Fall besser ist; vielmehr verstehe ich die Chinesen nicht, die um jeden Preis in den Westen wollen. Jedoch scheint es hier doch nicht ganz so schlimm zu sein.
Was das Justizsystem anbelangt, so liegt in Europa meines Erachtens auch einiges im Argen, und in Amerika ist es schlimmer. Und zwar was da nicht alles "geschachert" wird, wie du es nennst. Irgendwelche "Deals" zwischen den Parteien, was mit Rechtsstaatlichkeit meiner Meinung nach nichts zu tun hat.
Ich habe zwar noch nie in China gelebt, aber von dem, was ich so mitkriege, möchte ich fragen: Glaubst du, sowas gibt es in China nicht?
Wenn man in China einen Führerschein kaufen kann, wenn man mit Geschenken an den Professor durch die Prüfung kommen kann (kann man, das haben mir Chinesen selbst erzählt!), dann kann mir keiner erzählen, dass man nicht auch vor Gericht "nachhelfen" kann.
In diesem Sinne: Genieße deine Freiheit in China. Niemand will sie dir nehmen. Aber ich weiß nicht, warum du uns so missionarisch klarmachen musst, dass wir hier weniger frei sind als du.
achja, woher weisst du dass es "keinerlei Hinweise gibt, geschweige denn Beweise, dass diese jungen Frauen von staatlicher oder geheimdienstlicher Seite zu einer Falschaussage gedrängt oder sonstwie manipuliert worden sind"? aus den maintream medien?
wie wäre es hier:
WikiLeaks – Die »vergewaltigte« Ana A. und ihre Kontakte zur CIA
Udo Ulfkotte
Gerade erst haben wir mit Screenshots aus dem Internet belegen können, dass eine der angeblich vom WikiLeaks-Gründer »vergewaltigten« Frauen sich nach der angeblichen Tatnacht per Twitter für die romantische Nacht bedankte. Und nun kommt der nächste Knall – sie hatte zumindest in der Vergangenheit engste Kontakte zur CIA. Und sie hat mehrere Namen, unter denen sie arbeitet.
Die in Schweden lebende und angeblich von Julian Assange »vergewaltigte« Ana A. (Ana Ardin) hat lange Zeit auf Kuba gelebt. Dort wurde sie allerdings ausgewiesen. Denn Ana A.heißt auch Ana Bernardin. Und sie hat engste Kontakte zu der von der CIA finanzierten anti-kubanischen Organisation »Las Damas de Blanco« (»Frauen in Weiß«), für die sie in der Vergangenheit arbeitete und Berichte in der auch in Schweden erscheinenden (gegen Fidel Castro gerichteten) Zeitschrift Revista de Asignaturas Cubanas veröffentlicht hat. »Las damas de blanco« gehört zur Gruppe Union Liberal Cubana, die von Carlos Alberto Montaner geleitet wird, der trotz gegenteiliger Behauptungen in Wahrheit auf der Lohnliste amerikanischer Geheimdienste steht. Nicht nur die spanische Zeitung La Republica hat ausführlich über seine Verbindungen zur CIA berichtet. »Las damas de blanco« wurde allerdings in der Vergangenheit nachweislich auch von Luis Posada Carriles gefördert. Das abgebildete Dokument belegt, dass auch Carriles in der Vergangenheit für die CIA gearbeitet hat.
Das »Vergewaltigungsopfer« Ana Ardin alias Bernardin hat übrigens am 19. Januar 2010 im Internet eine Anleitung veröffentlicht, wie man einen Menschen am besten zerstört. Eine Modellanleitung für einen »Rachefeldzug«, die inzwischen aus dem Internet gelöscht wurde, doch hier findet man noch eine Google-Übersetzer-Kopie ins Englische...
Und Julian Assange hatte im August 2010 mitgeteilt, er sei davor gewarnt worden, dass er in eine Sexfalle gelockt werden sollte …
Nun muss man nur noch wissen, dass sich seit August 2010 immerhin drei (!) schwedische Staatsanwälte geweigert haben, gegen Julian Assange zu ermitteln, weil sie in den Behauptungen der Ana A. über deren angebliche Vergewaltigung nicht einmal ansatzweise eine Straftat erkennen konnten, da die Schilderungen der Dame mit der von den Staatsanwälten ermittelten Realität nicht übereinstimmten. Ana A. hat nämlich nach der angeblichen Vergewaltigung sogar noch eine Party für Assange ausgerichtet und Freunde dazu eingeladen. Inzwischen haben die Schweden eine Staatsanwältin gefunden, die bereit ist, politisch korrekt gegen Assange zu ermitteln. Allerdings ist Ana Ardin alias Bernardin nun nicht mehr zur Kooperation mit der schwedischen Staatsanwältin bereit. Sie hat Schweden verlassen und hält sich derzeit bei einer fundamentalistischen Gruppe in Israel auf.
Eine auf Rachefeldzüge spezialisierte und für eine von der CIA gesponserte anti-kubanische Organisation tätige Frau - Ana A. alias Ana B. - genießt nun weltweite Aufmerksamkeit. Man glaubt ihr. Und Julian Assange sitzt erst einmal für lange Zeit im Gefängnis. Ein Hinweis noch an deutsche "Qualitätsjournalisten", welche die Wahrheit herausfinden wollen: Auch das angebliche zweite "Vergewaltigungsopfer" - Sofia W. - hat engste Kontakte zu...? Raten Sie mal... Auch Sofia W. hatte den ersten drei ermittelnden schwedischen Staatsanwälten gesagt, dass ihr Geschlechtsverkehr mit Assange einvernehmlich stattgefunden habe. Die jetzt ermittelnde schwedische Staatsanwältin stellt allerdings darauf ab, dass der Geschlechtsverkehr mit Ana A. und Sofia W. ja nach deren Angaben ohne Kondom stattgefunden habe. Schweden ließ den WikiLeaks-Gründer also per Interpol festnehmen, weil er kein Kondom genommen hatte. Nein, das ist kein Scherz...
Übrigens wollten die beiden "Vergewaltigungsopfer" ursprünglich gar keine Strafanzeige wegen Vergewaltigung stellen...
Und gestatten Sie dem Autor dieses Beitrages noch eine bescheidene Frage, weil die Amerikaner Assange ja (unabhängig vom oben Geschilderten) wegen Geheimnisverrats anklagen wollen: Was hat Julian Assange mit der Veröffentlichung bei WikiLeaks eigentlich verbrochen, was nicht auch der Spiegel oder der Guardian mit der Weiterverbreitung der Veröffentlichungen von WikiLeaks ebenfalls gemacht haben? WikiLeaks gab (ebenso wie die Journalisten) doch nur das weiter, was an sie herangetragen wurde. Werden jetzt auch die Spiegel-Mitarbeiter und jene vom Londoner Guardian verhaftet und kriminalisiert? Merkwürdigerweise fordert das bislang niemand.
So wird denn immer klarer: Auch im Falle von WikiLeaks gibt es offenkundig einen Krieg im Dunkeln...
http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... r-cia.html" target="_blank