Die Freiheit im "Westen"

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88--Guiyang--88
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Re: Die Freiheit im "Westen"

Beitrag von 88--Guiyang--88 »

ingo_001 hat geschrieben:Banken beugen sich dem politischen Druck???
Das haut mich jetzt aber um :mrgreen:
Wenn Du Visa und Mastercard meinst - das sind keine Banken, sondern Kreditkarten-Institute.
PayPal hat ja inzwischen wieder die eingefrorenen Spenden für Wikileaks "aufgetaut".
Ingo, danke fuer Deine versuchte Aufklaerung aber ich weiss was Banken und Institute sind...

Ich habe geschieben Banken/Institute : Paypal und Postfinance sind Banken, Visa und Mastercard sind Institute alle haben sich dem politischen Druck der USA gebeugt. Paypal und die Postfinance haben das Geld zwar inzwischen frei gegeben (sie haetten sich sonst auch strafbar gemacht wenn sie es nicht getan haetten da weder Assange noch "Wikileaks" in irgend einem Land der Welt veruteilt wurde), dass aendert aber nichts an der Tatsache, dass beide Banken aus vorgeschobenen Gruenden die Geschaeftsbeziehungen zu Assange beendet haben. Ich kann dir versichern, dass ein grosser Teil der Postfinance-Kunden falsche Adressen bzw. Briefkastenadressen angegeben haben, wenn sie auf einmal alle dieser Kunden die Konten sperren wuerde die Postfinance schlecht dastehen.
Ich habe der Postfinance als Kunde meine Meinung mitgeteilt und werde meine, wenn auch sicherlich vergleichbar bescheidene, Geschaeftsbeziehung zur Postfinance beenden, es tut mir leid, dass ich diese Bank hier im Forum empfohlen habe.
Bernhard
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Re: Die Freiheit im "Westen"

Beitrag von Bernhard »

ingo_001 hat geschrieben: Die Antwort ist einfach: So sehr man auf chinesischer Seite jetzt mit dem Finger auf die USA zeigt, wenn es um vergleichbare Details auf chinesischer Seite geht, wirds zuerst geleugnet werden - und wenn das nicht (mehr) geht ... Wikileaks als chinafeindlich dargestellt, so wies jetzt verschiedene Politiker in den USA bezogen auf die USA machen.
Das ist exakt auch meine Einschätzung.
ingo_001 hat geschrieben: Wobei von chinesischer Seite keine Morddrohungen bzw. "Lösungsvorschläge" kommen werden.
Das bleibt den "Wild-West-Cowboys" in den USA vorbehalten.
Weil China nicht die Macht hat. Sonst wäre es exakt dasselbe. Oder noch eine Spur schärfer.
tarkan
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Re: Die Freiheit im "Westen"

Beitrag von tarkan »

Bernhard hat geschrieben:Was Herrn Assange anbelangt:
Es ist klar, dass das der britischen und amerikanischen Regierung ein "gefundenes Fressen" ist. Aber es gibt keinerlei Hinweise, geschweige denn Beweise, dass diese jungen Frauen von staatlicher oder geheimdienstlicher Seite zu einer Falschaussage gedrängt oder sonstwie manipuliert worden sind. Warum solche Behauptungen aufstellen? Wie war das nochmal mit dem Zweifel und dem Angeklagten?

Was deine Freunde unterscheiden können, weiß ich natürlich nicht. Was ich aber gemerkt habe, ist, dass viele Chinesen die westliche Welt nicht verstehen. Selbst manche von denen, die 40 Jahre und mehr in einem westlichen Land gelebt haben, verstehen nicht wirklich die Befindlichkeiten und die Mentalität von Westlern. Oder sie tun nur so, um einen Vorwand haben zu stänkern.

Wer von den Chinesen in der westlichen Welt leben will und wer nicht, weiß ich natürlich nicht; dennoch gibt es viele Chinesen, die auswandern wollen. Einfache Leute, die sich bessere Lebensbedingungen erhoffen. Und auch hohe Beamte lassen ihre Kinder im Ausland studieren und besorgen ihren Familienmitgliedern sogar ausländische Pässe. Warum, weiß ich natürlich nicht. Aber man kann seine Fantasie ja mal spielen lassen...

Ich will damit nicht sagen, dass der Westen auf jeden Fall besser ist; vielmehr verstehe ich die Chinesen nicht, die um jeden Preis in den Westen wollen. Jedoch scheint es hier doch nicht ganz so schlimm zu sein.

Was das Justizsystem anbelangt, so liegt in Europa meines Erachtens auch einiges im Argen, und in Amerika ist es schlimmer. Und zwar was da nicht alles "geschachert" wird, wie du es nennst. Irgendwelche "Deals" zwischen den Parteien, was mit Rechtsstaatlichkeit meiner Meinung nach nichts zu tun hat.
Ich habe zwar noch nie in China gelebt, aber von dem, was ich so mitkriege, möchte ich fragen: Glaubst du, sowas gibt es in China nicht?
Wenn man in China einen Führerschein kaufen kann, wenn man mit Geschenken an den Professor durch die Prüfung kommen kann (kann man, das haben mir Chinesen selbst erzählt!), dann kann mir keiner erzählen, dass man nicht auch vor Gericht "nachhelfen" kann.


In diesem Sinne: Genieße deine Freiheit in China. Niemand will sie dir nehmen. Aber ich weiß nicht, warum du uns so missionarisch klarmachen musst, dass wir hier weniger frei sind als du.
achja, woher weisst du dass es "keinerlei Hinweise gibt, geschweige denn Beweise, dass diese jungen Frauen von staatlicher oder geheimdienstlicher Seite zu einer Falschaussage gedrängt oder sonstwie manipuliert worden sind"? aus den maintream medien?


wie wäre es hier:

WikiLeaks – Die »vergewaltigte« Ana A. und ihre Kontakte zur CIA
Udo Ulfkotte

Gerade erst haben wir mit Screenshots aus dem Internet belegen können, dass eine der angeblich vom WikiLeaks-Gründer »vergewaltigten« Frauen sich nach der angeblichen Tatnacht per Twitter für die romantische Nacht bedankte. Und nun kommt der nächste Knall – sie hatte zumindest in der Vergangenheit engste Kontakte zur CIA. Und sie hat mehrere Namen, unter denen sie arbeitet.





Die in Schweden lebende und angeblich von Julian Assange »vergewaltigte« Ana A. (Ana Ardin) hat lange Zeit auf Kuba gelebt. Dort wurde sie allerdings ausgewiesen. Denn Ana A.heißt auch Ana Bernardin. Und sie hat engste Kontakte zu der von der CIA finanzierten anti-kubanischen Organisation »Las Damas de Blanco« (»Frauen in Weiß«), für die sie in der Vergangenheit arbeitete und Berichte in der auch in Schweden erscheinenden (gegen Fidel Castro gerichteten) Zeitschrift Revista de Asignaturas Cubanas veröffentlicht hat. »Las damas de blanco« gehört zur Gruppe Union Liberal Cubana, die von Carlos Alberto Montaner geleitet wird, der trotz gegenteiliger Behauptungen in Wahrheit auf der Lohnliste amerikanischer Geheimdienste steht. Nicht nur die spanische Zeitung La Republica hat ausführlich über seine Verbindungen zur CIA berichtet. »Las damas de blanco« wurde allerdings in der Vergangenheit nachweislich auch von Luis Posada Carriles gefördert. Das abgebildete Dokument belegt, dass auch Carriles in der Vergangenheit für die CIA gearbeitet hat.







Das »Vergewaltigungsopfer« Ana Ardin alias Bernardin hat übrigens am 19. Januar 2010 im Internet eine Anleitung veröffentlicht, wie man einen Menschen am besten zerstört. Eine Modellanleitung für einen »Rachefeldzug«, die inzwischen aus dem Internet gelöscht wurde, doch hier findet man noch eine Google-Übersetzer-Kopie ins Englische...

Und Julian Assange hatte im August 2010 mitgeteilt, er sei davor gewarnt worden, dass er in eine Sexfalle gelockt werden sollte …

Nun muss man nur noch wissen, dass sich seit August 2010 immerhin drei (!) schwedische Staatsanwälte geweigert haben, gegen Julian Assange zu ermitteln, weil sie in den Behauptungen der Ana A. über deren angebliche Vergewaltigung nicht einmal ansatzweise eine Straftat erkennen konnten, da die Schilderungen der Dame mit der von den Staatsanwälten ermittelten Realität nicht übereinstimmten. Ana A. hat nämlich nach der angeblichen Vergewaltigung sogar noch eine Party für Assange ausgerichtet und Freunde dazu eingeladen. Inzwischen haben die Schweden eine Staatsanwältin gefunden, die bereit ist, politisch korrekt gegen Assange zu ermitteln. Allerdings ist Ana Ardin alias Bernardin nun nicht mehr zur Kooperation mit der schwedischen Staatsanwältin bereit. Sie hat Schweden verlassen und hält sich derzeit bei einer fundamentalistischen Gruppe in Israel auf.

Eine auf Rachefeldzüge spezialisierte und für eine von der CIA gesponserte anti-kubanische Organisation tätige Frau - Ana A. alias Ana B. - genießt nun weltweite Aufmerksamkeit. Man glaubt ihr. Und Julian Assange sitzt erst einmal für lange Zeit im Gefängnis. Ein Hinweis noch an deutsche "Qualitätsjournalisten", welche die Wahrheit herausfinden wollen: Auch das angebliche zweite "Vergewaltigungsopfer" - Sofia W. - hat engste Kontakte zu...? Raten Sie mal... Auch Sofia W. hatte den ersten drei ermittelnden schwedischen Staatsanwälten gesagt, dass ihr Geschlechtsverkehr mit Assange einvernehmlich stattgefunden habe. Die jetzt ermittelnde schwedische Staatsanwältin stellt allerdings darauf ab, dass der Geschlechtsverkehr mit Ana A. und Sofia W. ja nach deren Angaben ohne Kondom stattgefunden habe. Schweden ließ den WikiLeaks-Gründer also per Interpol festnehmen, weil er kein Kondom genommen hatte. Nein, das ist kein Scherz...

Übrigens wollten die beiden "Vergewaltigungsopfer" ursprünglich gar keine Strafanzeige wegen Vergewaltigung stellen...

Und gestatten Sie dem Autor dieses Beitrages noch eine bescheidene Frage, weil die Amerikaner Assange ja (unabhängig vom oben Geschilderten) wegen Geheimnisverrats anklagen wollen: Was hat Julian Assange mit der Veröffentlichung bei WikiLeaks eigentlich verbrochen, was nicht auch der Spiegel oder der Guardian mit der Weiterverbreitung der Veröffentlichungen von WikiLeaks ebenfalls gemacht haben? WikiLeaks gab (ebenso wie die Journalisten) doch nur das weiter, was an sie herangetragen wurde. Werden jetzt auch die Spiegel-Mitarbeiter und jene vom Londoner Guardian verhaftet und kriminalisiert? Merkwürdigerweise fordert das bislang niemand.

So wird denn immer klarer: Auch im Falle von WikiLeaks gibt es offenkundig einen Krieg im Dunkeln...

http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... r-cia.html" target="_blank
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sanctus
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Re: Die Freiheit im "Westen"

Beitrag von sanctus »

So wie ich es gehoert habe, war es in dem Sinne auch keine Vergewaltigung.
Der Geschlechtsverkehr wurde ohne Kondom vollzogen und das "Opfer" wusste davon wohl nichts. In Schweden soll das laut Gesetz einer Vergewaltigung gleich kommen, da das "Opfer" angeblich auf Kondom bestanden haben soll.

Absolut laecherlich!!!
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Re: Die Freiheit im "Westen"

Beitrag von Bernhard »

tarkan hat geschrieben: achja, woher weisst du dass es "keinerlei Hinweise gibt, geschweige denn Beweise, dass diese jungen Frauen von staatlicher oder geheimdienstlicher Seite zu einer Falschaussage...
Ich kann jetzt nicht auf alle Punkte eingehen und will es auch nicht.

Ich möchte nur anmerken, dass "CIA" immer als Schreckgespenst und Totschlagargument eingesetzt wird. Das kenne ich nur zu gut aus anderen Foren.

Und nein, ich bin nicht einer, der die Vereinigten Staaten von Amerika anhimmelt. Wer meine bisherigen Beiträge kenn, weiß, dass ich Amerika sehr kritisch sehe. Ich halte nur nichts von Verschwörungstheorien jedweder Couleur, Verharmlosungen und Unterstellungen ohne Grundlage.
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Re: Die Freiheit im "Westen"

Beitrag von NHR »

Bernhard hat geschrieben:
tarkan hat geschrieben: achja, woher weisst du dass es "keinerlei Hinweise gibt, geschweige denn Beweise, dass diese jungen Frauen von staatlicher oder geheimdienstlicher Seite zu einer Falschaussage...
Ich kann jetzt nicht auf alle Punkte eingehen und will es auch nicht.

Ich möchte nur anmerken, dass "CIA" immer als Schreckgespenst und Totschlagargument eingesetzt wird. Das kenne ich nur zu gut aus anderen Foren.

Und nein, ich bin nicht einer, der die Vereinigten Staaten von Amerika anhimmelt. Wer meine bisherigen Beiträge kenn, weiß, dass ich Amerika sehr kritisch sehe. Ich halte nur nichts von Verschwörungstheorien jedweder Couleur, Verharmlosungen und Unterstellungen ohne Grundlage.
Ganz davon ab gibt es aber noch andere Merkwürdigkeiten.
Da wäre der Zeitpunkt der Anzeigen, der prompte internationale Haftbefehl, die Einstellung von Dienstleistungen an Assagne und Wikileaks seitens diverser Unternehmen unter den fadenscheinigsten Begründungen, sowie die nicht stattfindenden Ermittlungen anch den Angriffen auf die Internetpräsenz von Wikileaks.

Wikileaks hat die Daten nicht geklaut, sondern lediglich veröffentlicht. Sowas gab es bereits in der Geschichte und stellt meines Wissens nach keinen Straftatbestand dar.
Darum wollen die U.S. Behörden Wikileaks jetzt ja als terroristische Vereinigung einstufen.


Generell würde ich sagen, dass die U.S.-Regierung, bzw der Staatsapparat nicht durch die veröffentlichten Berichte, sondern durch die nachfolgenden Aktionen ihr wahres Gesicht gezeigt und die tatsächliche Auffassung von Demokratie, Meinungsfreiheit und Pressefreiheit innerhalb der politischen Eliten des Westens offengelegt hat.
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Re: Die Freiheit im "Westen"

Beitrag von ingo_001 »

NHR hat geschrieben:Generell würde ich sagen, dass die U.S.-Regierung, bzw der Staatsapparat nicht durch die veröffentlichten Berichte, sondern durch die nachfolgenden Aktionen ihr wahres Gesicht gezeigt und die tatsächliche Auffassung von Demokratie, Meinungsfreiheit und Pressefreiheit innerhalb der politischen Eliten des Westens offengelegt hat.
Vielleicht nicht gerade die "des Westens" - wohl aber die der USA.
Da hab ich des Öfteren den Eindruck, dass es da tatsächlich ein "Cowboy/Wildwest-Gen" gibt.
Es wird erst geschossen und dann (wenn überhaupt) gefragt/nachgedacht.
Und wenn das schon bei der Obama-Administration passiert, dann kann man sich ja vorstellen, wie die Republikaner reagiert hätten ...
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
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Re: Die Freiheit im "Westen"

Beitrag von tarkan »

Bernhard hat geschrieben:
tarkan hat geschrieben: achja, woher weisst du dass es "keinerlei Hinweise gibt, geschweige denn Beweise, dass diese jungen Frauen von staatlicher oder geheimdienstlicher Seite zu einer Falschaussage...
Ich kann jetzt nicht auf alle Punkte eingehen und will es auch nicht.

Ich möchte nur anmerken, dass "CIA" immer als Schreckgespenst und Totschlagargument eingesetzt wird. Das kenne ich nur zu gut aus anderen Foren.

Und nein, ich bin nicht einer, der die Vereinigten Staaten von Amerika anhimmelt. Wer meine bisherigen Beiträge kenn, weiß, dass ich Amerika sehr kritisch sehe. Ich halte nur nichts von Verschwörungstheorien jedweder Couleur, Verharmlosungen und Unterstellungen ohne Grundlage.

tja, was ist jetzt mit deiner felsenfesten behauptung "es gäbe keine hinweise zur involvierung der cia"? :wink: jetzt habe ich dir hinweise gebracht, aber auf die willst du nicht eingehen! :mrgreen:
sehr sachlich!

natürlich würde ich gern daran glauben, was du eine kritische person bist, aber leider das image demolierst du so gleich, als du deine verschwörungskeule ausgepackt hast, ohne dich überhaupt mit den fakten, die ich dir geliefert habe, auseinandergesetzt zu haben.
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Re: Die Freiheit im "Westen"

Beitrag von tarkan »

in wie fern ist assange überhaupt mit liu xiaobo vergleichbar?

liu xiaobo steht dazu, dass er das system in china zerschlagen möchte; glaubt jemand ernsthaft, dass herr assange vergleichbare zielsetzung mit dem westl. system verfolgt?

liu xiaobo wird seit über 20 jahren von den usa finanziert(NED unter anderen), gibt es irgendwelche hinweise über nicht-westl. finanzquelle von wikileaks?
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Re: Die Freiheit im "Westen"

Beitrag von FromChinaWithLove »

tarkan hat geschrieben:in wie fern ist assange überhaupt mit liu xiaobo vergleichbar?

liu xiaobo steht dazu, dass er das system in china zerschlagen möchte; glaubt jemand ernsthaft, dass herr assange vergleichbare zielsetzung mit dem westl. system verfolgt?

liu xiaobo wird seit über 20 jahren von den usa finanziert(NED unter anderen), gibt es irgendwelche hinweise über nicht-westl. finanzquelle von wikileaks?
Deswegen sollte meiner Meinung nach Assange, ein sehr mutiger Kämpfer für Gerechtigkeit und Antiheuchelei, im nächsten Jahr den Konfuzius-Friedenspreis bekommen. Er hat alle darauf aufmerksam gemacht, dass im Irak und Aufganistan unschuldige Zivilisten von den westlichen Besatzer blutig abgeschlachtet werden. Obwohl man kann auch anderer Meinung sein, der Westen bringt ja nicht Massaker, sondern Demokratie und Menschenrechte in den Irak und nach Afghanistan.
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Re: Die Freiheit im "Westen"

Beitrag von tarkan »

Bernhard hat geschrieben: In diesem Sinne: Genieße deine Freiheit in China. Niemand will sie dir nehmen. Aber ich weiß nicht, warum du uns so missionarisch klarmachen musst, dass wir hier weniger frei sind als du.

warum habe ich das gefühl, dass du eine verkehrte (absichtlich?)wahrnehmung hast? es ist doch der westen, der ständig den anderen klarmachen möchte, dass die westl. welt die einzige tolle, freie welt ist, der immer von oben herab über freiheit belehren möchte, sehe die inszenierung beim friedensobelpreis.

das ist doch die missionariche (um dein wort zu benutzen) haltung, die kritisiert werden muss wie der threadstarter es gemacht hat. nun ihm genau das zu unterstellen, was er über die systematische arroganz des westen kritisiert hat, ist entweder gestörte wahrnehmung oder gewollte polemik.
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Re: Die Freiheit im "Westen"

Beitrag von ingo_001 »

FromChinaWithLove hat geschrieben:Deswegen sollte meiner Meinung nach Assange, ein sehr mutiger Kämpfer für Gerechtigkeit und Antiheuchelei, im nächsten Jahr den Konfuzius-Friedenspreis bekommen. Er hat alle darauf aufmerksam gemacht, dass im Irak und Aufganistan unschuldige Zivilisten von den westlichen Besatzer blutig abgeschlachtet werden. Obwohl man kann auch anderer Meinung sein, der Westen bringt ja nicht Massaker, sondern Demokratie und Menschenrechte in den Irak und nach Afghanistan.
Das kann aber nur dann geschehen, wenn er keine verkleichbaren Dinge über China veröffentlicht.
Jede Regierung hat "Dreck am Stecken" und Du glaubst doch nicht allen Ernstes, dass er den chinesischen Friedenspreis dafür bekommen würde.
* Nebenbei: Dass der auserkorene Preisträger gar nichts von seiner bevorstehenden Auszeichnung gewusst hat, macht Dich nicht nachdenklich?
Der "Kunfuziuz-Preis" wurde mit so heisser Nadel (überstürzt) ins Leben gerufen, dass es nicht wundert, dass die Meisten (wie auch ich) der Meinung sind, dass vom diesjährigen Nobelpreisträger abgelenkt werden soll.
Nein, die chinesische Regierung hätte besser daran getan Liu nach Oslo reisen zu lassen.
Dieses Verhalten zeugt für mich von einer Panikreaktion.
Damit wurde genau das Gegenteil von dem erreicht, was die chin. Regierung wollte: Nun richtet sich erst recht das Welt-Interesse auf ihn.
Selbst zu Zeiten des Kalten Krieges durfte wenigstens Sacharows Frau seinerzeit nach Oslo, um an seiner Stelle den Friedensnobelpreis entgegen zu nehmen.
Alles in Allem hat sich die chin. Regierung damit mehr geschadet, als es ein in Oslo anwesender Liu jemals könnte.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: Die Freiheit im "Westen"

Beitrag von FromChinaWithLove »

tarkan hat geschrieben:
Bernhard hat geschrieben: In diesem Sinne: Genieße deine Freiheit in China. Niemand will sie dir nehmen. Aber ich weiß nicht, warum du uns so missionarisch klarmachen musst, dass wir hier weniger frei sind als du.

warum habe ich das gefühl, dass du eine verkehrte (absichtlich?)wahrnehmung hast? es ist doch der westen, der ständig den anderen klarmachen möchte, dass die westl. welt die einzige tolle, freie welt ist, der immer von oben herab über freiheit belehren möchte, sehe die inszenierung beim friedensobelpreis.

das ist doch die missionariche (um dein wort zu benutzen) haltung, die kritisiert werden muss wie der threadstarter es gemacht hat. nun ihm genau das zu unterstellen, was er über die systematische arroganz des westen kritisiert hat, ist entweder gestörte wahrnehmung oder gewollte polemik.
Das Phänomen habe ich auch überall beobachtet. Ich glaube, die Deutschen brauchen keinen Demokratie-Unterricht. Was sie dringend brauchen, sind Mathematk-Unterricht, wo sie logisches Denken lernen.
Erste Lektion:
Wenn A größer als B und B größer als C ist, dann muss A auch größer als C sein. => Das Transitivgesetz!
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Re: Die Freiheit im "Westen"

Beitrag von Bernhard »

tarkan hat geschrieben: tja, was ist jetzt mit deiner felsenfesten behauptung "es gäbe keine hinweise zur involvierung der cia"? :wink: jetzt habe ich dir hinweise gebracht, aber auf die willst du nicht eingehen! :mrgreen:
sehr sachlich!

natürlich würde ich gern daran glauben, was du eine kritische person bist, aber leider das image demolierst du so gleich, als du deine verschwörungskeule ausgepackt hast, ohne dich überhaupt mit den fakten, die ich dir geliefert habe, auseinandergesetzt zu haben.
Ich habe mein Image bei dir demoliert. Da sitze ich jetzt auf dem nackten Boden und weine auch ganz doll.

Ich habe auch nie behauptet, dass es auf allen Ebenen keine Hinweise auf eine Involvierung der CIA gebe. Was ich gesagt habe ist, dass es keine Hinweise gibt, dass diese beiden Frauen zu einer Falschaussage gedrängt oder verleitet worden wären.
Und wenn man mir glaubwürdige Hinweise zeigen kann, dann gibt es welche. Bisher habe ich allerdings noch keine gefunden.

Wenn du unbedingt eine Antwort auf den von dir zitierten Artikel willst, dann kann ich folgendes sagen:
1. Es wird fast nicht gesagt, was Ana A. genau getan haben soll. Es bleibt bei einem nebulösen "hatte Kontakte zu" oder "hat gearbeitet für". Dasselbe gilt für Sofia W..
2. Überhaupt fehlen im Bezug auf die beiden Frauen fast sämtliche Belege. Belege werden nur im Bezug auf diesen gewissen Carlos Alberto Montaner geliefert. Aber der hat wiederum mit der Assange-Affäre nichts zu tun.
3. Würde eine CIA-Agentin ein "Modellanleitung für einen Rachefeldzug" ins Internet stellen? (der Link funktioniert nicht mehr, man weiß also nicht, was darin stand)

Dass dieser Kopp-"Verlag" alles extrem reißerisch aufzieht und darüber hinaus noch eine recht deutliche politische Ausrichtung hat, ist auch klar (vgl. seine Position zum Klimaschutz, aber das ist hier nicht das Thema).
Bernhard
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Re: Die Freiheit im "Westen"

Beitrag von Bernhard »

FromChinaWithLove hat geschrieben:
tarkan hat geschrieben:
Bernhard hat geschrieben: In diesem Sinne: Genieße deine Freiheit in China. Niemand will sie dir nehmen. Aber ich weiß nicht, warum du uns so missionarisch klarmachen musst, dass wir hier weniger frei sind als du.

warum habe ich das gefühl, dass du eine verkehrte (absichtlich?)wahrnehmung hast? es ist doch der westen, der ständig den anderen klarmachen möchte, dass die westl. welt die einzige tolle, freie welt ist, der immer von oben herab über freiheit belehren möchte, sehe die inszenierung beim friedensobelpreis.

das ist doch die missionariche (um dein wort zu benutzen) haltung, die kritisiert werden muss wie der threadstarter es gemacht hat. nun ihm genau das zu unterstellen, was er über die systematische arroganz des westen kritisiert hat, ist entweder gestörte wahrnehmung oder gewollte polemik.
Das Phänomen habe ich auch überall beobachtet. Ich glaube, die Deutschen brauchen keinen Demokratie-Unterricht. Was sie dringend brauchen, sind Mathematk-Unterricht, wo sie logisches Denken lernen.
Erste Lektion:
Wenn A größer als B und B größer als C ist, dann muss A auch größer als C sein. => Das Transitivgesetz!
"die Deutschen" brauchen Mathematik-Unterricht. Damit meint ihr wohl mich, was? Ich hau mich weg, Jungs.

"Der Westen" als politische Größe belehrt andere zum Thema Freiheit, und dann darf ich als Einzelperson eine andere Einzelperson nicht kritisieren, wenn sie meiner Meinung nach belehrend auftritt. Sehr interessant....
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