da hai hat geschrieben:@shaolin
Noch was zur eigentlichen Thematik: Ich habe meine Frau in Deutschland beim Studium kennen gelernt und auch wenn ich immer ein Faible für China hatte, wäre ich nicht auf die Idee gekommen, während eines Urlaubs oder gar übers Internet eine Beziehung aufzubauen geschweige denn eine Hochzeit zu planen (was ich in anderen Foren schon öfters gelesen habe). Ich weiß nicht wieso Leute zu solchen „Mitteln“ greifen – ist es Verzweiflung oder eine fixe Idee? Wie will man eine Beziehung wirklich aufbauen, ohne mit dem anderen überhaupt zusammen zu leben (was sich nicht auf eine gemeinsame Wohnung bezieht). Wie kann man sehen ob man überhaupt miteinander klar kommt? Entscheidend ist letztlich die Harmonie zwischen zwei Menschen, das Verständnis, die Gedanken. Die Chemie muss einfach stimmen - nicht das exotische Äußere das mit der Zeit sowieso verfliegt. Aber spielt es dafür eine Rolle wo jemand herkommt? Denn über eins sollte man sich klar sein, neben den normalen Problemen die man in einer Beziehung hat, muss man auch mit den Eigenheiten einer fremden Kultur klarkommen. Und ob da jeder so tolerant und geduldig ist?
PS
@shaolin seine Freundin/Frau als Chinaböller zu bezeichnen ist irgendwie ein wenig arm
Als erstes: Chinaböller soll "arm" sein?
Warum das denn? Meine Freundin nennt mich in Anlehnung an Laowei auch Laodan (Daniel) - ich finde es süß und nicht "arm"
Gleichzeitig: Ich weiss ja nicht, wie alt du bist - aber wenn du heute mal ein wenig rumfragst kennen sich seeeehr viele Pärchen (egal wo) aus dem Internet. Zumindest der erste Kontakt wird bei vielen da hergestellt.
Warum? Einfacher Grund: viele Menschen verbringen eine nicht unerhebliche Zeit beim Internetsurfen, was daran "verzweifelt" oder eine "fixe Idee" ist, erschliesst sich mir leider nicht.
Ich für meinen Teil kenne meine Freundin hier aus dem Forum: Sie war überrascht zu lesen, dass es an ihrer Uni einen Deutschen gibt - und so hab ich sie zum ersten mal getroffen. Nach ner Weile freundlicher Treffen kamen wir dann zusammen (und sind das schon glücklich seit sieben Monaten

).
Was daran verzweifelt sein soll..? Naja, vielleicht weisst du es ja besser..
(Btw: ich habe meine Ex-Freundinnen z.T. richtig übers Internet kennengelernt (also mit Chat-Vorlaufzeiten von ein paar Monaten), aber auch in Clubs oder einfach so. Ich denke, heutzutage ist das völlig normal).
Was mir aber immer wieder auffällt (nicht nur in diesem Forum):
Männer, die mit einer Asiatin zusammen sind verfallen leicht in eine Abwehrhaltung (bei da hai: "Ich habe meine ja in D kennengelernt..").
Es ist irgendwie schade, dass man das Gefühl hat, sich "verteidigen" zu müssen mit einer Asiatin zusammenzusein.
Ich nehme mich da nicht aus: bei jedem Stirnrunzeln, das ich ernte, wenn ich erwähne das meine Süße (war das jetzt arm?) Chinesin ist, verteidige ich mich.
Wem "wir" das zu verdanken haben? Meist Leuten, die noch niemals in Asien waren und deshalb null Ahnung haben - und nur Geschichten von billigen Bummsbombern hören

Das meine Kleine (schon wieder arm, da hai?) genau das gleiche studiert wie meine Wenigkeit interessiert die Wenigsten.
Und schon wieder Verteidigung.. *seufz*
Ich denke, unabhängig vom Äußeren und den kulturellen Unterschieden ist eine Beziehung mit einer Asiatin eine ganz "normale" Beziehung, ein Geben und Nehmen.
Und ich weiss nicht, woher du (da hai) dir das Recht nimmst, beurteilen zu können, ob eine Beziehung über die Ferne (und damit das Internet) nicht funktionieren würde.. Bislang funktioniert meine ganz gut (okay, ich war auch fast 4,5 Monate mit ihr schon in China zusammen) - und hab das Gefühl: je mehr man getrennt ist, desto weiß man die "normalen" Momente wertschätzen (und man weiß schon recht früh: ohne den Partner möchte man einfach nicht sein, was Paaren, die sich regelmäßig sehen, in dieser Form erspart bleibt)
Gruß,
TaugeNix^der mal wieder vollkommen vom Thema abkam..