serenita hat geschrieben:Die Analogie bezieht sich auf die Ebene der Vernunft, der Einschätzung, der Menschenkenntnisse bzw. Kenntnisse über das Leben, die Liebe, über das andre Geschlecht, die wir mit der Zeit erlangt haben, um einschätzen zu können, bevor wir uns ganz und gar auf eine Gefahr begeben. Der Baum symbolisiert also die sichere Gefahr in einer vereinfachten Darstellung natürlich.
Ach herrje...wenn die Liebe einen "Vernunftsgrund" geben würde, wäre es "schön". Tut sie aber nicht, sie ist im Gegenteil, hochgradig unvernünftig!
Es ist bei Gott nicht so, sobald von Gefühle die Rede ist, uns alsbald die einzige Möglichkeit übrig bliebe, tatenlos zuzusehen, was auch immer jetzt nun geschieht. Es sei denn, wir wollen das. Wir wollen, dass das Schiff nicht den Kurs ändert, sondern schnurstracks auf den Eisberg zusteuert, um hinterher Freunde jauchzend jubeln zu können: wir haben es durchlebt! Wir haben es nur nicht überlebt! Mit andren Worten, manche Erfahrungen kann man getrost schenken.
Da kann man jetzt drüber streiten. Bei Hass, Wut und ähnlichen Gefühlen teile ich deine Ansicht, bei Liebe jedoch plädiere ich dafür, sich von ihr fortreißen zu lassen. Problem: Keiner kann sagen, was hier besser ist. Liebe kann einen zu den Wolken tragen oder in die tiefsten Tiefen stürzen. Du hälst es da lieber mit dem Meeresspiegel. Du wirst dann zwar nicht in die tiefsten Tiefen stürzen, aber die Wolken wirst du auch eher schwerlich erreichen. Ist nicht verkehrt, aber ob das so für jeden Menschen gelten sollte?
Aber Du hast recht, vielleicht ist da ja gar keine Gefahr, vielleicht hat die Mehrheit hier sich nur eingebildet, dass irgendwas an der Urlaubsbekanntschaft nicht stimmt, und v.a. dass es nicht wert ist, es raufzufinden, was tatsächlich dahinter verbirgt. Da wir alle nicht die Gewissheit haben können, ist das Ganze hier eine reine Spekulation, durch sie wieder das Fünkchen Hoffnung an einer wahren, jetzt nur vorübergehend verlaufenen Liebe geschürt wird in ein freudiges Osterfeuer! Warum auch nicht, ich kann mich jedenfalls nicht dran verbrennen.
Du machst den Fehler, dich dieser Möglichkeit nicht wirklich zu öffnen, Serenita. Auch wenn du hier schreibst, dass es "vielleicht keine Gefahr ist", kann man jeder Silbe deiner Meinung entnehmen, dass du das nicht wirklich glaubst. Du schließt es von vorneherein kategorisch aus, dass es auch einen positiven Ausgang nehmen könnte...so mein subjektiver Eindruck deiner Posts.
Gott, ich glaube, ich befinde mich bereits in das gefürchteten fortgeschrittenen Alter, weil ich bereits so rede wie manche beim betreuten Wohnen.
Ich würde dich eher zur Fraktion "Liebe wird zur Gewohnheit" rechnen, denn wie du über die Liebe schreibst klingt uninspiriert, desillusioniert, traurig, dass ein so wertvolles und wichtiges Gefühl degradiert wird auf etwas Beliebiges. Klingt nach dem Motto: "Gibt auch noch andere hübsche Töchter". Was aber ist an der Liebe zu einer einzigen davon dann noch besonders, Serenita? Was ist z.B. an deiner Liebe zu deinem Freund (unterstellt du hättest einen, was ich nicht weiß, da ich dich persönlich nicht kenne) besonders? Du könntest genauso gut auch einen x-beliebig anderen Jungen lieben, oder nicht? Warum dann aber überhaupt noch von "Liebe" sprechen? Nennen wir es doch einfach das, was es ist: eine temporäre Ausschüttung von Endorphinen.
So und jetzt warten wir einfach mal ab. Im Moment ist der Junge in der "Geben-Phase" und das Mädchen "nimmt" mit vollen Händen. Es gibt jetzt zwei Szenarien: Entweder sie bedankt sich dann am Ende bei ihm für das Geben und dreht sich um und geht, was wir wohl nicht hoffen, oder aber sie beginnt ebenfalls zu geben, was doch wünschenswert wäre. Was davon eintreffen wird, wird nur die Zeit erweisen.
@ All
Sind wir schon auf Seite 40? Ich weiß nicht mehr, was ich sonst noch schreiben soll...

Thank you for your contribution to China's flourishing and prosperity! 感谢你为祖国繁荣昌盛作出的贡献!