Hallo zusammen. Wirklich ein interessanter Thread, wenn auch mitunter durch so manchen Hickhack zwischen den fleißigen Schreibern getrübt. Dass Themen in Foren auf einmal einfach so abbrechen, scheint für diese fast schon generisch zu sein. Umso schöner ist es, dass das Ganze hier wiederbelebt wurde. Natürlich besteht dann immer die "Gefahr", dass sich ein Großteil der Beteiligten "der ersten Stunde" längst ausgeklinkt hat und das nun folgende gar nicht mehr lesen wird. Aber "alte Hasen" wie roshi & Co. sind ja noch dabei. Also hege ich noch Hoffnung und kommentiere so denn einige eurer Beiträge.
roshi:
Ich kann dir nur sagen, es gibt schlimmeres als Jungfrau zu sein (ich war auch mal Jungfrau, und manchmal wünschte ich ich wärs immernoch, das ist nicht übertrieben). Und wenn du vor lauter torschlusspanik nur daran denkst, diesen zustand zu beenden, dann wirst du genau das erfahren was schlimmer ist, oder es zumindest anderen Menschen antun.
Na dann darfst du mir ja "gratulieren". Ich werde dieses Jahr 25 (ich darf eigentlich gar nicht daran denken) und kam bisher lediglich einmal in die "Verlegenheit", dass sich dieser "Zustand" hätte ändern können.
RE-:
ich habe den eindruck, dass du mit frauen nie zu tun gehabt hast und noch jungfrau bist. wuerdest du sonst solchen stuss von dir geben?
ansonsten wuesstest du, dass keine frau einzigartig ist und sie alle austauschbar sind.
pengembara:
RE: Diesen Kommentar hättest du dir wirklich sparen können.
1: Jede Frau und jeder Mann ist einzigartig, niemand ist austauschbar.
roshi:
RE, zu viel Doris Dörrie gelesen oder was?
Die wahrheit ist, Menschen sind einzigartik und nicht austauschbar, aber geschmäcker sind anpassungsfähig. DAS IST EIN UNTERSCHIED, und wenn du das noch nicht begriffen hast, dann tust du gut daran, dich hier nur über den gastzugang einzuloggen, besser wäre es jedoch, einfach solche sinnlosen kommentare bleiben zu lassen.
Da per se nicht chinaspezifisch wäre diese philosophische Frage eigentlich einen eigenen Thread wert. Nämlich die, inwieweit - in diesem Fall ein potentieller Partner - wirklich einzigartig ist oder nicht. Es fängt bereits bei regulären Freundschaften an. Ist jeder ersetzbar oder ist er einzigartig? Diese Problemstellung erinnert mich an die Stelle mit dem Fuchs in Saint Exupérys kleinem Prinzen. Demzufolge entsteht das Besondere eigentlich nur durch das "sich Vertrautmachen". Vorher scheint in der Tat jeder Millionen anderen zu gleichen. In der Praxis dürfte das auch so sein.
Grundsätzlich lebt jeder Mensch (oder glaubt das zumindest

) in einem komplexen System, dem er sich nicht entziehen kann. Da wir prinzipbedingt nicht alle Parameter dieses Systems kennen können, ist es sogar zunächst mal zweitrangig, ob ein "Laplacescher Dämon" uns unsere Freundin vorhersagen könnte oder nicht. Interessant wäre hier jedoch natürlich die Frage nach dem "freien Willen versus Schicksal". Nimmt man einen nicht übertriebenen Altersunterschied an (entgegen des "Farang mit Thaimuse - Klischees" keine 40+), so existiert die potentielle (in den meisten der hier genannten Fälle die
Chinesin eurer Träume) ja bereits heute. Es fehlt lediglich die Kenntnis darüber. Wenn ich darüber nachdenke, ist das irgendwie ein eigenartiges Gefühl. Es ist wie mit der Musik. Man wird (besonders im Radio) mit qualitativ minderwertiger förmlich eingemummt. Dennoch gibt es traumhafte Stücke, die alles wieder gut machen. Aber entdecken muss man sie, das ist das große Problem. Es existiert neben schrecklichem so viel schönes auf der Welt (Stichwort Papiertüte in American Beauty - meiner Meinung nach eine geniale Szene) - doch kenne oder noch wichtiger
erkenne ich es?
Mit Mädchen habe ich bisher keinerlei Erfahrung, die groß der Rede wert wären. Höchstens wenige (vielleicht banale) "Begegnungen", die mich zum Nachdenken über das vorher Genannte anregen. Das mag daran liegen, dass ich eher introvertiert und davon abgesehen auch noch ein ziemlicher Technikfreak bin, der sich gerne durch diese 'Welt' ablenkt. Durch meinen in der Vergangenheit schwerlichen Werdegang und einer schwierigen Familienstruktur habe ich oft auch das Gefühl, "dritte" (in diesem Fall Mädchen) ungern da "hineinziehen" zu wollen. Wenn ich ein Mädchen sehe, das mir gefällt, stelle ich mir ein Zusammensein eher romantisch vor - fernab des grauen Alltags. Leider gehört dieser bekanntlich in nicht unereblichem Maße zum Leben dazu.
So geschehen in München im letzten Jahr zur "Wiesn"-Zeit. In der U-Bahn sah ich ein asiatisches Mädchen (Chinesin, wie ich später erfuhr) - traumhaft schön. Besonders daran war nicht nur ihr Aussehen, sondern die Tatsache, dass sie sich, ihren Blicken nach zu urteilen für mich zu interessieren schien. In der Form war mir das bisher eigentlich nie passiert - hier war das Interesse wenn überhaupt eher asymmetrisch. Gemäß Murphy's Law gab es dann natürlich auch hier einen Haken - sie war nämlich nicht alleine, sondern in Begleitung ihres - mutmaßlich - festen Freunds, welcher zudem noch ziemlich "zerfleddert" wirkte (soviel zum Thema Heimvorteil). Gutes Aussehen eines Jungen kann ich neidlos anerkennen und mir dabei teilweise sogar denken "ja, wäre ich ein Mädchen, könnte ich es mir - rein von Äußerlichkeiten her betrachtet - auch vorstellen". Damit habe ich ja mal gar kein Problem. Dies war hier jedoch meiner Meinung nach nicht der Fall, wobei sich wieder einmal die Frage stellt, worauf (asiatische) Mädchen bei ihrer Wahl denn eigentlich achten.
Wie dem auch sei - ich habe mich nicht getraut, sie darauf anzusprechen, sie wiederzusehen, etc. was hätte ich in dieser Richtung auch vor ihrem "Galan" zu ihr sagen sollen? Ich wäre an seiner Stelle wohl auch nicht übermäßig begeistert, wenn dritte mit besonderen Absichten bei meiner Freundin "aufkreuzten". Leute, die sich ihrer Sache sicher sind, fühlten sich in solchen Situationen im Zweifelsfall eher sogar geehrt, aber auch das ist nicht jedem zu Eigen. Davon abgesehen käme es mir niemals in den Sinn, mir bei jemandem Hoffnungen zu machen, der bereits liiert ist. Soviel Ratio möchte ich mir dann doch bewahrt wissen.
Einige vertreten ja die Auffassung, dass es ihnen um den Charakter, das Gefühl, die Liebe, etc. ginge und das Aussehen eher sekundär sei. Abgesehen davon, dass ich von eben diesem geradezu hingerissen war, liegt das Problem darin, dass dies die einzige "Informationsquelle" ist, die einem anfangs zur Verfügung steht. Alles weitere könnte man nur im Gespräch erfahren. Doch die Motivation, all das auf sich zu nehmen, ist letztlich doch das Aussehen, womit die Attraktion ohne Worte entsteht. Hier liegt eine gewisse Ironie: Konzentriere dich auf das Wesentliche und lasse dich nicht von "oberflächlichem" blenden. Das Wesentliche zu ergründen kostet jedoch Zeit und Mühe. Ohne vorheriges Interesse wird man die kaum auf sich nehmen.
Natürlich habe ich sie seitdem nie mehr gesehen und nun stelle ich mir die Frage, ob es das gewesen wäre. Eine Chance, die ich verpasst habe oder nur eine von vielen Möglichkeiten, der nachzutrauern es sich nicht lohnt, da es ja so viele andere auf dieser Welt gibt (Ersetzbarkeit). Dieser Aspekt ist sogar in einer Szene Gegenstand des Films "Lola rennt". Die beiden unterhalten sich und denken darüber nach, was wäre wenn sie jemand anderen kennengelert haben. Sie sagen, dass sie sich lieben - wie niemand anderen sonst. Doch was, wenn alles anders gekommen wäre? Dann würde man wahrscheinlich diesem Gegenüber genau das gleiche sagen, da man mangels besserem Wissen jeden, den man hat für einzigartig hält.
Wodurch entsteht dann also diese Einzigartigkeit? Durch das Schicksal, das beide so zusammengeführt hat? Warum dann die vielen Trennungen, wo anfangs doch das Gefühl da ist, für immer zusammen bleiben zu wollen?
Lohnt sich die Suche, die Mühe und die Anstrengung? Wie sind eure Empfindungen in dieser Sache?