Rund ums Kind - Alles, was Euch so einfällt

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RoyalTramp
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Re: Rund ums Kind - Alles, was Euch so einfällt

Beitrag von RoyalTramp »

happyfuture hat geschrieben:
RoyalTramp hat geschrieben:[Und das sich dann dieser Trend zu noch weniger Kindern sogar verstärken würde in den 80ern und 90ern, wie hätten das Politiker in den 60er Jahren vorhersehen können, dass "Familie" in Deutschland völlig out of fashion kommt?

Politiker haben wirklich viel falsch gemacht, aber da sehe ich nicht zuvörderst ein politisches Versagen im Hinblick auf die Rente.
1. Sie haben uns dahin geführt, die "Rahemnbedingen" für eine kinderlose Gesellschaft geprägt
2. Sie haben immer wieder jegliche Warnungen ignoriert und mit Pille Palle Themen abgelenkt.
3. Der große Show-Down kommt noch, dagegen ist die Finanzkrise eine "flüchtige Erkältung"

Schau mal in andere Länder, z.B. naher Osten bezüglich "demographischer Entwicklung" - vielleicht verstehst Du dann, was ich mit "Show-Down" meine :wink:
1. Welche Rahmenbedingungen haben sie geprägt, die ihnen nicht z.B. durch die tolle Globalisierung aufgezwungen worden wären?

2. Das ist zwar richtig, aber die ernsten Warnungen kamen "erst" in den 70ern auf, doch da war bereits das Sozialversicherungssystem mehrjährig in Gebrauch. Zumal: Auch wenn die Politiker die Warnungen ignoriert haben sollten (was sie meiner Meinung nach nicht getan haben, aber auch keinen Plan hatten, wie damit umzugehen und es daher lieber verschwiegen haben). Aber es sind immer noch wir selbst, die es in der Hand haben, Kinder in die Welt zu setzen. Wir können unsere eigene Verantwortung für das "Versagen der Politik" nicht bloß auf die Politiker abwälzen. Die Deutschen haben diese Sozialversicherungen gewollt und völlig ignoriert, welche Verantwortung dabei auf jeden einzelnen in der Gesellschaft zukommt. Im Gegenteil: War es nicht sogar so, dass viele sogar gedacht haben: "Kinder? Wieso? Brauche ich doch nicht...später gibt es doch staatliche Rente"?

Wie gesagt...ich will hier nicht Politiker als Sympathieträger deklarieren, aber hier muss sich das "Wahlvolk" selbst an die eigene Nase fassen und sich eingestehen, dass sie das wohl nicht ganz kapiert haben, wie das System eigentlich funktioniert.

3. D'accord. Völlige Zustimmung: die Finanzkrise ist noch das kleinere Übel, verglichen mit den Sachen, die da auf Deutschland, aber auch die Welt allgemein noch zukommen...und darunter ist die Überalterung auch nur ein fast schon "kleineres" Übel...
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corneta
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Re: Rund ums Kind - Alles, was Euch so einfällt

Beitrag von corneta »

So, da bin ich wieder.
happyfuture hat geschrieben: @corneta, willst du noch ein Kind, Kinder? Woran liegts bei Dir?
Ich gehöre nicht zu den Menschen, die ihr Leben bis zur Rente durchplanen. Ich weiß noch nicht mal, was ich nächstes Jahr mache, geschweige denn in 5 oder 10 Jahren. Kommt Zeit, kommt Rat.
Warum ich bis jetzt noch keine Kinder habe? Bis vor zwei Jahren hatte ich noch nicht den richtigen Mann für das "Projekt" und im Moment genießen wir unsere Zweisamkeit. Keine Ahnung, was noch kommt.

@ ingo

Ich bin am Wochenende auch mit was anderem beschäftigt und hab eher keine Zeit für das Forum, also keine Hektik, der Thraed läuft ja nicht weg, er rutscht maximal ein bisschen nach unten :wink: .
aquadraht hat geschrieben:Sollte es bei Dir mal akut werden, mein Rat ist, so wenig wie möglich erziehen. Schaden abwenden, bei Problemen helfen, Fähigkeiten erkennen und fördern, ok. Ansonsten Zurückhaltung und die Kinder ihren eigenen Weg finden lassen. Das klappt dann meist.
Da bin ich nicht deiner Ansicht. Kinder brauchen klare Regeln und die konsequente Eltern. Sie lernen dadurch, Verantwortung für ihr Handel zu übernehmen und erhalten die Sicherheit, die sie brauchen. Dabei sollte man aber immer darauf achten, dass beide Seiten die Regeln einhalten. Wenn man als Elternteil nicht angebrüllt werden möchte, dann sollte man selbst auch nicht laut werden. Wennman will, dass das Kind kommt, wenn man es ruft, dann darf man es auch nicht mit "gleich" vertrösten, wenn mal das Kind ruft. Wenn ich beim Einkaufen dem kind erlaube, sich eine Sachen zum Naschen ect. auszusuchen, muss ich auch die Geduld aufbringen, so eine schwerwiegende Entscheidung abzuwarten.
Sicher, ich hab keine Kinder, aber ich hab schon mehrere wiklich eng betreut und weiß wovon ich rede. Kinder müssen einem vertrauen und das tun sie nur, wenn sie sich auf ihre Eltern und deren Aussage immer verlassen können.
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Re: Rund ums Kind - Alles, was Euch so einfällt

Beitrag von happyfuture »

@RoyalTramp,

lies mal diesen Artikel über den Generationenvertrag, vielleicht kannst Du danach besser verstehen, was ich geschrieben habe :)

Mir persönlich hilft es gar nichts, im Nachhinein über Schuld zu sprechen oder Politiker für die Misere verantwortlich zu machen. Die Masse hat jedenfalls alles hingenommen und die paar "Aufschreier" hat man ignoriert oder mit "einseitigen" Statistiken der Falschaussage bezichtigt.

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Re: Rund ums Kind - Alles, was Euch so einfällt

Beitrag von aquadraht »

corneta hat geschrieben:
aquadraht hat geschrieben:Sollte es bei Dir mal akut werden, mein Rat ist, so wenig wie möglich erziehen. Schaden abwenden, bei Problemen helfen, Fähigkeiten erkennen und fördern, ok. Ansonsten Zurückhaltung und die Kinder ihren eigenen Weg finden lassen. Das klappt dann meist.
Da bin ich nicht deiner Ansicht. Kinder brauchen klare Regeln und die konsequente Eltern. ..
Sicher, ich hab keine Kinder, aber ich hab schon mehrere wiklich eng betreut und weiß wovon ich rede. Kinder müssen einem vertrauen und das tun sie nur, wenn sie sich auf ihre Eltern und deren Aussage immer verlassen können.
Nun, ich habe ein paar Kinder grossgekriegt, und auch wenn nicht alles immer rundgelaufen ist, kann ich schon sagen, mit Erfolg. Konsequenz und klare Regeln sind schön, sie überleben die ersten Wochen mit einem Kind nicht besser als ein Schlachtplan das erste Gefecht.

Kinder sind erheblich toleranter und anpassungsfähiger als es aus Deinen Worten zu entnehmen ist. Sie kommen auch mit recht unvollkommenen Eltern klar und verzeihen sogar ausgesprochenen Mist, den ihre Eltern bauen. Essentiell wichtig ist, dass sie sich angenommen, geliebt und gewollt fühlen. Das ist natürlich kein Freibrief, sich keine Mühe zu geben, im Gegenteil. Natürlich soll und muss man seine Kinder fördern und ihnen helfen, wo möglich.

Meine Erfahrung (erstens von mir selbst als Kind und zweitens von meinen Kindern) ist, dass Kinder von ihren Eltern nicht das lernen, was ihre Eltern ihnen gern beibringen möchten, sondern viel eher das, was ihre Eltern darstellen und praktizieren. Dabei sind sie oft bessere Beobachter als die Eltern selbst. Sie lernen daher auch Unarten ihrer Eltern. Und sie lernen auch von ausserhalb des Elternhauses: Schule, der Umgang mit Gleichaltrigen etc. sind soziale Orte, die Eltern nur unvollkommen begreifen und nachvollziehen können.

Deshalb plädiere ich für eine minimalistische Erziehung. Kinder müssen ihren Weg finden und ihre Wertvorstellungen entwickeln. Die sind in aller Regel nicht identisch mit denen ihrer Eltern, auch wenn und gerade weil sie auf die bezogen sind. Und auch Eltern lernen von ihren Kindern und müssen dazu bereit sein. Dazu sind Toleranz, Geduld und Humor nötig, auch und in hohem Masse mit sich selbst und dem Partner. Überhöhte Ansprüche, ob an das Kind oder an sich selbst, sind ein Freifahrschein zu Scheitern und Konflikten.
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Re: Rund ums Kind - Alles, was Euch so einfällt

Beitrag von corneta »

Ein Erziehen heißt ja nicht, dass es sich verhalten soll wie die Eltern, sondern dass es lernt, in der Gesellschaft klar zu kommen, in der es lebt.
Für mich ist es z.B. wichtig, dass ein Kind lernt: "Was du nicht willst, was man dir tu`, das füg auch keinem anderen zu". Sicher gibt es Kinder, die das durch das gute Vorbild ihrer Eltern von alleine lernen, allerdings hast du schon festgestellt, dass die Einflüsse spätestens ab dem Kindergarten auch von außen kommen. Ich kenne kein Kind, was seine Eltern nicht spätestens nach der ersten Woche Kindergarten mit "blöde Kuh" oder ähnlichem "überrascht". Es testet aus, wie man reagiert, und wenn man nicht eindeutig klar macht, dass man das nicht möchte, suchen sie nach neuen Möglichkeiten, die Grenzen der Eltern zu testen.
Erziehung heißt auch nicht , dass man sein Kind überfordert. Ich kann von einer Dreijährigen nicht verlangen, das sie ihr Zimmer allein aufräumt, allerdings kann ich ihr schon klar machen, dass es besser ist, wenn man Nachts keine Legosteine auf dem Fußboden liegen hat. Das erleichtert den Weg zur Toilette ungemein :wink: .
Kinder müssen dem Alter entsprechend lernen, mit den Konsequenzen ihres Handelns zu leben. Wenn ich mich von oben bis unten anmale, muss ich duschen, bevor ich wieder auf die weiße Couch darf, wenn ich 1000 Murmeln ausschütte, muss ich sie wieder einsammeln ect.

Aber jeder muss für sich den besten Weg finden, mit seinen Kindern zusammenzuleben. Es gibt kein Patentrezept, ich hab nur für mich festgestellt, dass Regeln und konsequentes Verhalten dafür sorgen, dass einem die Kinder vertrauen und die Liebe eher zu als abnimmt.

Noch ein Tipp für die Muttis (sind ja hier eher wenige):
Was Kinder und Väter gleichzeitig erzieht ist der Satz: "Wer die Sauerei erlaubt, sorgt hinterher auch dafür, dass sie wieder weg gemacht wird." Da lernen auch Papis, dass es keine so gut Idee ist, das Kind mit einer Kiste Papierschnipsel spielen zu lassen :mrgreen: . Besonders Papis haben nämlich den Hang dazu, zu sagen: "Hauptsache es ist beschäftigt."
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Re: Rund ums Kind - Alles, was Euch so einfällt

Beitrag von no1gizmo »

corneta hat geschrieben:Besonders Papis haben nämlich den Hang dazu, zu sagen: "Hauptsache es ist beschäftigt."
Wahre Worte!
Dafür muss mann nicht mal Papa sein, Lebenspartner sein reicht da schon :mrgreen:
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Re: Rund ums Kind - Alles, was Euch so einfällt

Beitrag von RoyalTramp »

happyfuture hat geschrieben:@RoyalTramp,

lies mal diesen Artikel über den Generationenvertrag, vielleicht kannst Du danach besser verstehen, was ich geschrieben habe :)

Mir persönlich hilft es gar nichts, im Nachhinein über Schuld zu sprechen oder Politiker für die Misere verantwortlich zu machen. Die Masse hat jedenfalls alles hingenommen und die paar "Aufschreier" hat man ignoriert oder mit "einseitigen" Statistiken der Falschaussage bezichtigt.

Prof. Dr. Heinz Steinmüller hat sich über Jahrzehnte mit diesem Thema beschäftigt und auch Vorträge zu diesem und anderen Wirtschaftsthemen gehalten. Schade, dass er nun im wohlverdienten Ruhestand ist.
Des ist mir alles schon klar (aber dem durchschnittlichen Bildungsbürger in D leider nicht, was der Generationenvertrag eigentlich ist, und was er für jeden einzelnen bedeutet, und welche Verantwortung jeder einzelne von uns in diesem "Machwerk" spielt). Mir ging es nur um einige Aussagen, die etwas falsches implizieren, meiner Meinung nach, wie z.B. "Rentenklau". Es wurde nix geklaut...ein "Diebstahl" unterstellt dem Täter ein niederes Motiv und das kann man den Politikern kaum nachsagen, dass es ein niederes Motiv sei, dass man mit Geldern aus der Rentenkasse versicherungsfremde Leistungen beglichen hätte. Es ist einfach unterschätzt worden...man ist nie auf die Idee gekommen, dass die Deutschen sich der Kindererzeugung einmal so vehement widersetzen würde. Welcher Politiker hätte das in den 60ern vorhersehen sollen? Von daher hat man das Geld aus der Rentenkasse benutzt, denn: Die Deutschen werden schon für Nachwuchs sorgen und das System bleibt stabil. Aber dem ist leider nicht so...die Deutschen sorgen eben nicht mehr für Nachwuchs...

Darum ging es mir jetzt im Eigentlichen. Um in meinen Augen unberechtigte Kritik an Politikern. ;)
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Re: Rund ums Kind - Alles, was Euch so einfällt

Beitrag von ingo_001 »

corneta hat geschrieben: @ ingo

Ich bin am Wochenende auch mit was anderem beschäftigt und hab eher keine Zeit für das Forum, also keine Hektik, der Thraed läuft ja nicht weg, er rutscht maximal ein bisschen nach unten :wink:
Kein Problem :wink:
aquadraht hat geschrieben:Sollte es bei Dir mal akut werden, mein Rat ist, so wenig wie möglich erziehen. Schaden abwenden, bei Problemen helfen, Fähigkeiten erkennen und fördern, ok. Ansonsten Zurückhaltung und die Kinder ihren eigenen Weg finden lassen. Das klappt dann meist.
corneta hat geschrieben:Da bin ich nicht deiner Ansicht. Kinder brauchen klare Regeln und die konsequente Eltern. Sie lernen dadurch, Verantwortung für ihr Handel zu übernehmen und erhalten die Sicherheit, die sie brauchen. Dabei sollte man aber immer darauf achten, dass beide Seiten die Regeln einhalten.
Bin da völlig Deiner Meinung.
Ich z.B. bin nun wirklich nicht autoritär erzogen worden, habe aber von meinen Eltern mitbekommen, dass auch - ja gerade - ein Kind Grenzen für sein Handeln gezeigt bekommt - wenn es nötig ist.
Wenn ein Kind nicht bereits von den Eltern ein moralisch/sozialies "Grundgerüst" mit auf den Weg bekommt dann ... gute Nacht Marie ...
Es gibt heute (leider) zu viele Eltern, die sich dieser Verantwortung durch Ignoranz oder Dummheit entziehen.
Man kann einfach nicht Alles auf die Schule abwälzen.
I.d.R. wird ein Kind mit 6 Jahren eingeschult - wenn es dann von den Eltern nicht schon einige elementare Grundprinzipien erlernt/vorgelebt bekommen hat ... siehts duster aus.
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Re: Rund ums Kind - Alles, was Euch so einfällt

Beitrag von happyfuture »

corneta hat geschrieben:Ein Erziehen heißt ja nicht, dass es sich verhalten soll wie die Eltern, sondern dass es lernt, in der Gesellschaft klar zu kommen, in der es lebt.
Ein Kind wird als erstes versuchen, das Verhalten der Eltern "nachzuahmen" - es hat erst mal keine andere Chance! Kinder sind übrigens sehr intelligent und können schon von klein auf erkennen, ob das "Verhalten" der Eltern mit der "Erziehung" der Eltern übereinstimmt. Kompromisslos decken sie alle "Ungereimtheiten" auf. Die Frage ist dann, wer wen erzieht!
corneta hat geschrieben:Für mich ist es z.B. wichtig, dass ein Kind lernt: "Was du nicht willst, was man dir tu`, das füg auch keinem anderen zu".
Das kann mächtig in die Hose gehen, spätestens dann, wenn dein Kind im Kindergarten grundlos von anderen verprügelt wird. Es wird sehr schnell diesen gutgemeinten "Leitsatz" in Frage stellen und wenn Du als Elternteil aufmerksam bist, wirst Du es erkennen und versuchen, richtig zu stellen!
corneta hat geschrieben:Sicher gibt es Kinder, die das durch das gute Vorbild ihrer Eltern von alleine lernen,
Es gibt keine Ideal-Vorbild-Eltern und das ist auch gut so
corneta hat geschrieben:allerdings hast du schon festgestellt, dass die Einflüsse spätestens ab dem Kindergarten auch von außen kommen. Ich kenne kein Kind, was seine Eltern nicht spätestens nach der ersten Woche Kindergarten mit "blöde Kuh" oder ähnlichem "überrascht". Es testet aus, wie man reagiert, und wenn man nicht eindeutig klar macht, dass man das nicht möchte, suchen sie nach neuen Möglichkeiten, die Grenzen der Eltern zu testen.
Das sind die Momente, wo es für die Eltern spannend wird (und eine Herausforderung ist). Hier zeigt sich auch, ob Du als Elternteil das Erlernte/Erfahrene deiner Eltern weitergibst oder in der Lage bist, neue Wege zu gehen (das machen und können nur die wenigsten Eltern)
corneta hat geschrieben:Erziehung heißt auch nicht , dass man sein Kind überfordert. Ich kann von einer Dreijährigen nicht verlangen, das sie ihr Zimmer allein aufräumt, allerdings kann ich ihr schon klar machen, dass es besser ist, wenn man Nachts keine Legosteine auf dem Fußboden liegen hat. Das erleichtert den Weg zur Toilette ungemein.
Ich denke, dass ist genau so ein Fall, was a² meint und ich mich anschließe: In diesem Fall "erklärend" oder "erzieherisch" einzugreifen ist unnötig und "bremst" die Selbständigkeit des Kindes. Hier können Eltern lernen, wenn sie mehrere Kinder haben und beobachten, wie sie untereinander mit solchen Situationen umgehen und sich "austauschen" - (das kennt die aktuelle Generation in China nicht wegen der 1 Kind Politik)
corneta hat geschrieben:Kinder müssen dem Alter entsprechend lernen, mit den Konsequenzen ihres Handelns zu leben. Wenn ich mich von oben bis unten anmale, muss ich duschen, bevor ich wieder auf die weiße Couch darf, wenn ich 1000 Murmeln ausschütte, muss ich sie wieder einsammeln ect.
Wichtig ist für mich meinen Kindern den Unterschied zwischen MEIN und DEIN beizubringen ... :wink:
corneta hat geschrieben:Aber jeder muss für sich den besten Weg finden, mit seinen Kindern zusammenzuleben. Es gibt kein Patentrezept, ich hab nur für mich festgestellt, dass Regeln und konsequentes Verhalten dafür sorgen, dass einem die Kinder vertrauen und die Liebe eher zu als abnimmt.
Allen voran brauchen Kinder Liebe und Zuneigung, anfangs viel Geborgenheit und Schutz

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Re: Rund ums Kind - Alles, was Euch so einfällt

Beitrag von corneta »

Wenn es nicht schon Tausende gäbe, würde ich jetzt vorschlagen, einen Erziehungsratgeber zu schreiben :mrgreen: .
happyfuture hat geschrieben:Allen voran brauchen Kinder Liebe und Zuneigung, anfangs viel Geborgenheit und Schutz
Den Leitsatz hast du ja schon treffend formuliert.
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Re: Rund ums Kind - Alles, was Euch so einfällt

Beitrag von ingo_001 »

no1gizmo hat geschrieben:
corneta hat geschrieben:Besonders Papis haben nämlich den Hang dazu, zu sagen: "Hauptsache es ist beschäftigt."
Wahre Worte!
Das kann so einfach sein ...
http://www.clipfish.de/video/545582/bab ... ueueueues/" target="_blank

:lol:
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: Rund ums Kind - Alles, was Euch so einfällt

Beitrag von belrain »

Derzeit hab ich noch keine Kinder - aber meine Verlobte und ich beschaeftigen uns schon mit dem Thema.

Derzeit leben wir in China, und wenn alles klappt bleibt das auch noch eine Weile so.
Die Kinder (wir wollen zwei :wink: ) werden zweisprachig aufwachsen (chinesisch / englisch), und in der Schule die dritte Sprache (deutsch) lernen - sofern wir so lange in China leben. Sollten wir frueher als erwartet nach Deutschland zurueck gehen, wird englisch und deutsch getauscht.
Soweit die Theorie :wink: Mal sehen, was in der Praxis dann wird.

Aber man sollte sich frueh genug Gedanken um den Pass machen. Habe von einem Fall gehoert in dem ein Kind den deutschen Pass hatte und nun mit deutschem Vater und chinesischer Frau nach Deutschland reisen sollte. Der Vater wollte ein chineisches Visum beantragen, welches von den chinesischen Behoerden abgelehnt wurde mit der Begruendung, das Kind habe ja eine chinesische Mutter und koenne demzufolge in China bleiben. Auf die Frage, wie es mit der Einreise aussieht, wenn das Kind kein Visum hat wurde nur gesagt, es muss halt den richtigen Pass haben :shock: Also so etwas scheint es auch zu geben. Hoffe mal, das war ein Einzelfall und der Beamte nur ein absoluter Volldepp.
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Re: Rund ums Kind - Alles, was Euch so einfällt

Beitrag von Laogai »

belrain hat geschrieben:Aber man sollte sich frueh genug Gedanken um den Pass machen. Habe von einem Fall gehoert in dem ein Kind den deutschen Pass hatte und nun mit deutschem Vater und chinesischer Frau nach Deutschland reisen sollte. Der Vater wollte ein chineisches Visum beantragen, welches von den chinesischen Behoerden abgelehnt wurde mit der Begruendung, das Kind habe ja eine chinesische Mutter und koenne demzufolge in China bleiben. Auf die Frage, wie es mit der Einreise aussieht, wenn das Kind kein Visum hat wurde nur gesagt, es muss halt den richtigen Pass haben :shock:
Hä? Wieso braucht das Kind mit deutscher Staatsangehörigkeit ein chinesisches Visum, um nach Deutschland reisen zu können :?:
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Re: Rund ums Kind - Alles, was Euch so einfällt

Beitrag von Capt. »

laogai hat geschrieben:
belrain hat geschrieben:Aber man sollte sich frueh genug Gedanken um den Pass machen. Habe von einem Fall gehoert in dem ein Kind den deutschen Pass hatte und nun mit deutschem Vater und chinesischer Frau nach Deutschland reisen sollte. Der Vater wollte ein chineisches Visum beantragen, welches von den chinesischen Behoerden abgelehnt wurde mit der Begruendung, das Kind habe ja eine chinesische Mutter und koenne demzufolge in China bleiben. Auf die Frage, wie es mit der Einreise aussieht, wenn das Kind kein Visum hat wurde nur gesagt, es muss halt den richtigen Pass haben :shock:
Hä? Wieso braucht das Kind mit deutscher Staatsangehörigkeit ein chinesisches Visum, um nach Deutschland reisen zu können :?:
Wenn das Kind in China geboren ist, und ein ein Elternteil ist chinesischer Staatsbürger, erhält das Kind automatisch die chinesische Staatsbürgerschaft. Wenn es dazu noch einen deutschen Pass hat, (was in China nicht erlaubt ist), braucht es für die Ausreise aus China bekanntlich ein chinesisches Visum im deutschen Pass. Für die Einreise nach Deutschland mit dem chinesischen Pass, hat die deutsche Botschaft bis zum letzten Jahr ein sogenanntes "deklaratorisches Visum" ausgestellt. Dieses Visum gibt es jetzt nicht mehr, da die Botschaft auf dem Standpunkt steht,
das Kind hat einen deutschen Pass und braucht daher kein Visum für Deutschland.
Viele Elternpaare stehen jetzt vor dem Problem, wie kann ich mit dem Kind aus China ausreisen und später wieder einreisen. Bis jetzt gibt es nur die Möglichkeit, die chinesische Staatsbürgerschaft aufzugeben (mit allen Nachteilen) und ein "Exit Permit" für das Kind bei den chinesischen Behörden zu beantragen. Für die Wiedereinreise nach China braucht es dann natürlich ein chinesisches Visum im deutschen Pass.

siehe auch hier: http://www.schanghai.com/index.php?p=fo ... et=0&dv=77" target="_blank
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Re: Rund ums Kind - Alles, was Euch so einfällt

Beitrag von belrain »

laogai hat geschrieben: Hä? Wieso braucht das Kind mit deutscher Staatsangehörigkeit ein chinesisches Visum, um nach Deutschland reisen zu können :?:
Geht um die Wiedereinreise nach China.

Wie Capt. geschrieben hat
Capt. hat geschrieben: Für die Wiedereinreise nach China braucht es dann natürlich ein chinesisches Visum im deutschen Pass.
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