RoyalTramp hat geschrieben:
Wer hat also die Genehmigung in erster Linie erteilt? 天津市交通部门. Es muss für Geschäftsleute absolut legitim sein, zu versuchen, eine Erlaubnis zu beantragen, aber es muss die Pflicht der Behörden bei Nichteinhaltung der Bestimmungen sein, diese Erlaubnis nicht zu erteilen! Wenn also Sicherheitsbestimmungen nicht eingehalten worden wären (zu nah an Wohngegenden), hätte man schon vor Okt. 2014 so eine Erlaubnis nicht erteilen dürfen. Oder will jetzt irgendwer behaupten, die Firma wäre nach Okt. 2014 plötzlich näher an die Wohnhäuser rangerobbt? Oder will wer behaupten, dass sie Ihre Lagermethoden plötzlich um 180° geändert hätten? Wohl kaum! Die Firma hat die Sachen nach Okt. 2014 sehr wahrscheinlich genauso gelagert wie auch vor Okt. 2015. Der Vorwurf an die Geschäftsleute kann daher nur sein, dass sie es versäumt haben, die entsprechenden Anträge Okt. 2014 einzureichen. Aber wenn sie es getan hätten, hätte das 天津市交通部门 bestimmt wieder die Erlaubnis erteilt! Oder vielleicht haben sie die Unterlagen sogar eingereicht, aber irgend so ein Schalterbeamte hat den Antrag verschlampt? So what?
Das Versagen liegt hier mE eindeutig bei den Behörden! Aber man braucht halt Sündenböcke, um den eigentlichen Skandal zu bedecken. Immerhin: der Minister für Arbeitsschutz wurde von seinen Aufgaben entbunden, aber der ist eigentlich nicht für das 交通部门 zuständig. Da sollten also ganz andere Köpfe rollen!
Ich hoffe, das wird noch kommen!
Hallo,
Also da muss ich wiedersprechen.
1.) Man sollte hier nicht auf die deutschen Medien eindreschen. Die bekommen Ihre infos von Xinhua der amtlichen Nachrichtenagentur aus China.
2.) Unabhaengige Berichterstattung ist nicht erlaubt, dass "WeChatten" hier die Chinesen hier selber.
3.) Das mit den Fischsterben und dem Zusammenhang kam von den Chinesen selbst, kam hier auf CCTV in Zusammenhang mit der Explosion. Die Deutschen Medien wiederholen das nur, siehe 1.)
4.) Wie das mit Erlaubnissen hier generell ist, also liebe Forumteilnehmer, bitte, Ihr wart alle in China und habt hier mal gearbeitet.
Das geht so. Auslaendische Unternehmen die sich an Recht und Gesetz halten (wollen/muessen) haben hier die Auflagen klar zu erfuellen, die oft strenger sind als in Europa. Sehe ich an meiner Firma hier in Changzhou jedes Jahr wenn Audits bezueglich Arbeitssicherheit, Umweltschuts und Certifizierungen hier vorgenommen werden.
Bei chinesischen Firmen geht das so (Quelle, Chinesische Buerger!): Die Auditors erscheinen ebenfalls, werden dann in den VIP Meetingraum oder VIP Kantine gesetzt, dann wird das entsprechende Hong Bao rueber gereicht und alle Auflagen sind erfuellt.
So lief das mit Sicherheit in Tianjin. Es gab einen Bericht hier im Fernsehen, dass tatsaechlich die erste Behoerde/Genehmigungsstelle dort die Genehmigung nicht erteilt hatte, da die Entfernung zu den Wohnungen keine 1000m waren. Dann sind die Brueder zu einer anderen Stelle gegangen und haben die Genehmigung erhalten.
Mit dem Wissen, dass 1000m eingehalten werden muessen, sich dann bei einer zweiten Stelle wissentlich eine ergaunerte Genehmigung zu beschaffen ist kriminell.
Und dann kommt noch hinzu dass selbst nach der Explosion, Tage danach im chinesischen Fernsehen immer noch nicht klar definiert werden konnte, wieviel von dem Aluminium Nitrat dort gelagert war und ob es noch weitere versteckte Lager gab/gibt mit welchem Zeug auch immer, zeugt neben krimineller Energie auch noch von Riesen Schlamperei.
Da das aber hier in China System ist greift es natuerlich zu kurz die Brueder der Firma allein zu verurteilen. Eigentlich muesste das System China abdanken. Aber dazu muesste noch mehr passieren.
Warten wir mal wann das erste AKW in die Luft fliegt.
Bis die Tage