Eheprobleme und Scheidung

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aquadraht
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Re: Eheprobleme und Scheidung

Beitrag von aquadraht »

ingo_001 hat geschrieben:Das jeweilig zur Anwendung kommende Scheidungsrecht richtet sich danach, wo das Ehepaar seinen überwiegenden Lebensmittelpunkt hat.
In Eurem Fall gilt also chinesisches Scheidungsrecht.

Dass Du "nur" Dein Hochzeitsbüchleun hast, ist in dem Fall irrelevant. Die Ehe ist gültig und ... PUNKT.
So ist es. Übrigens ist das Erbe kein Problem, falls ein Testament vorliegt. Lt. Art.18 (3) des chinesischen Eherechts gehören Erbschaften dann einem Ehegatten, wenn der Erblasser bestimmt hat, dass sie nur ihm zukommen sollen. Wenn also die Mutter den Sohn und nicht ausdrücklich auch die Ehefrau als Miterbin bestimmt hat, hat sie im Falle eines Testaments keinen Anspruch.

Etwas komplizierter könnte es sein, wenn nichts bestimmt war und das Erbe aufgrund des BGB als Pflichtteil zufällt. Dann könnte das eine eheliche Errungenschaft sein. Der chinesische Normalgüterstand heisst Errungenschaftsgemeinschaft und ist unserer Zugewinngemeinschaft ähnlich. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob diese wie die Zugewinngemeinschaft bei uns mit der Trennung endet. In dem Falle wäre dann auch wieder alles klar, wenn zum Zeitpunkt des Erbfalls bereits getrennt gelebt wurde - und zwar nicht vorübergehend.

Aber ok, nix drüber verlauten lassen dürfte reichen. Und Scheidungen, auch vor dem Richter, sind in China viel unkomplizierter als bei uns, und im Regelfalle gibt es auch nicht so was wie nachehelichen Unterhalt. Kinder sind ja hoffentlich nicht da.

a^2
Aremonus
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Re: Eheprobleme und Scheidung

Beitrag von Aremonus »

Spinnst du? (verzeih mir die Wortwahl)
Ich hatte auch schon einmal eine Ex die mich gestalkt hat (als ich dann ne neue Freundin hatte, ist sie mit dem Messer herumgelaufen und hat jedem erzählt, dass sie mich umbringen will). Einer sehr guten Freundin (Chinesin) von mir, musste wegen ihrem Ex sogar die Polizei einschalten - der hat ihr in der Nacht ständig vor dem Haus aufgelauert und ist ihr auf der Strasse hinterhergelaufen und hat sie bespuckt. Und ich kenne da noch genug andere Geschichten, wo der/die Ex nicht klar gekommen sind mit der Trennung. Die waren aber alle österreichisch. Ziehe ich jetzt daraus Schlüsse auf das Selbstbewusstsein der Österreicher?

Sorry, aber hier im Forum werden voreilig (falsche) Pauschalurteile auf Chinesen angewandt, dass einem schon schwindlig wird. Chinesen hassen Schwarze, Chinesinnen sind durchtriebene Sexluder, Chinesen haben kein Selbstbewusstsein usw.
Naja, in Westchina schien dies bloss an der Tagesordnung zu sein... als mein Fahrer einmal seine Exfrau traf, ging die auch mit 'nem Messer auf ihn los. Meine Ex war da nicht viel besser die hat mir die Wohnung ausgeräumt und mich ebenfalls mit 'nem Messer bedroht. Und ich bin in China noch auf extrem viele solche Geschichten getroffen, hier in Europa jedoch noch auf keinen einzigen solchen Fall (ausser in der Zeitung).

Leider ist es in Westchina mit dem Selbstbewusstsein tatsächlich oft nicht sehr weit her. Wie soll sich denn auch ein gesundes Selbstbewusstsein entwicklen, wenn man unter einem derartigen Leistungsdruck steht? Es gibt leider in China oft Familien, die nicht so in Takt sind, wo die Prügelstrafe für die Kinder noch an der Tagesordnung ist - aber das wurde hier tatsächlich schon zu genügen diskutiert.

Das Vorurteil "Chinesen hassen Schwarze" habe ich übrigens nur, weil mir dies die ganze Zeit von den Chinesen eingeredet wurde (wobei sie nicht sagten "hassen", sondern "sind hässlich").

Aber wie gesagt - ich habe im mittleren Westen des Landes gelebt - ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es im Osten total anders aussieht. Vondem her hast du schon recht damit, dass man nicht so pauschalisieren darf. Persönliche Angriffe als Reaktion auf Argumente sind dennoch schlechter Stil :wink:
Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!
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