Kindesentführungen in China sind doch meines Wissens nach ein vorwiegend rurales Problem, wo einfache Bauern sich den dringend erforderlichen Nachwuchs auf diese Art "holen", da die jungen Frauen alle in die Städte zum Arbeiten weggegangen sind und nun die Eltern/Grosseltern fürchten, dass "der Name" ausstirbt.Knorke hat geschrieben: Aber das mit den erwähnten Kindesentführungen macht mir schon Angst.....
Noch viel größer ist das Problem der Entführungen und Zwangsheiraten von jungen Frauen im gebärfähigen Alter auf dem Lande. (bei Interesse am Thema einfach mal den Film "Mang Shan" sehen)
Entführungen mit dem Ziel der Gelderpressung sind zumindest derzeit in China noch extrem selten, vermutlich ist man diesbezüglich in China sogar sicherer als in Deutschland?
Ein Ausländerkind läuft kaum Gefahr, entführt zu werden. Dies schon allein deshlab, weil die Polizei in China bei solch erheblichen Straftaten gegen Ausländer sehr viel Elan zeigt, um den Ruf Chinas in der Welt nicht zu gefährden und Kriminelle auch wissen, dass Straftaten gegen Ausländer für sie mit besonders hohem Risiko verbunden sind. (die Entführung eines Kleinkindes irgendeines der Millionen Bauern und Wanderarbeiter hingegen kümmert die Polizei nicht so sehr)
Zudem fällt zumindest ausserhalb der Metropolen ein Ausländerkind auf jeden Fall noch sehr auf, Ihr werdet noch die Erfahrung machen, dass zumindest abseits der Hauptpfade des Tourismus sicher x-fach Euch Chinesen ansprechen werden und bitten, ein Photo von Eurem Kind machen zu dürfen. Dieser Umstand dürfte Kriminellen die Chance, bei einer Entführung eines Ausländerkindes unendeckt zu bleiben, praktisch vollständig nehmen.
Es gibt viele Risiken für Kleinkinder in China, Verkehr, Luftverschmutzung, diverse Krankheiten, mangelnde Hygiene, Lebensmittelunverträglichkeiten etc. pp., aber das Entführungsrisiko kann getrost vernachlässigt werden.

