Zu 1. Der Unterschied tzwischen Beiden liegt darin, dass sich Moa (jedenfalls bis zur Ausrufung der VR China) die Einugung Chinas auf die Fahnen geschrieben hat, welche ja bis dahin nicht wirklich existiert hatte - und Hitler ein geeintes Land (Waimarer Republik) vorsätzlich in den Untergang geführt hatte.bossel hat geschrieben:Mir ist nicht ganz klar, welchen Punkt Du meinst.ingo_001 hat geschrieben:1. One moment, ich denke schon, dass in diesem Punkt ein grosser Unterschied zwischen Mao und Hitler besteht.
Hitler hat desgleichen mit dem deutschen Selbstbewußtsein getan, Stichwort: Diktat von Versailles.2. Mao hat China nach dem 2. Weltkrieg geeint und dem bis dahin stark angeknacksten chinesischen Selbstbewustsein wieder einen Halt gegeben.
V.a., wenn man die Mongolen & Mandschuren ausklammert.3. Klar gab es in der langen Geschichte Chinas auch genug despotische Herscher, aber es waren CHINESISCHE HERSCHER - und da liegt der entscheidende Unterschied.
Wenn man zB Tibet ausklammert...4. Hitler verfolgte eine klare Expansionspolitik - während Mao sich, nach erfolgter Einigung Chinas - nach 1949 - klar mit seinem "Experimentierfeld" China beschäftigte
2. Mit dem Unterschied, dass er das "Diktat von Versailles, explizit auch als "Grund" für exteritoriale Gebietsanprüche genannt hatte - was nichts anderes als ein "Kriegsgrund" für ihn darstellte.
zu 3. Was ich nicht gemacht habe. Wie kommst Du darauf? Natürlich trifft Gleiches auch auf auf die Mongolen und Mandschuren zu. Aber da beide inzwischen Teil Chinas sind, wird dieser Part der chinesischen Vergangenheit natürlich nicht in die aktuelle Diskussion dies bezüglich eingebracht.
zu 4. Tibet war nie wirklich unabhängig, sondern seit mehreren Jahrhunderten mehr oder weniger "fester" Bestandteil des chinesischen Kaiserreiches.
Weder der Völkerbund noch die aus diesem hervorgegangenen Vereinten Nationen haben Tibet jemals als unabhängigen Staat angesehen. Hier mal ein Link, der u. a. auch diesen Aspekt der westlichen Chinapolitik beleuchtet:
http://www.taz.de/nc/1/politik/asien/ar ... f0496a0e8d
Wobei ich ausdrücklich für die kulturelle Autonomie Tibets bin.
Aber, das hat - wie gesagt - nichts damit zu tun, das Tibet ein Teil Chinas war und ist.
