Das, was Hitler getan hat, kann man eher mit dem vergleichen, was die Japaner mit den Chinesen und anderen asiatischen Völkern während des 2. Weltkriegs getan haben. Gezieltes Massakrieren. China hatte während des 2. Weltkriegs mit Abstand die meisten Zivilistentoten zu beklagen.
Hitler hat ja auch ganz systematisch --> ein gesamtes Volk physisch ausradieren wollen. Das war fester Bestandteil seiner Vorhaben. Und lediglich aufgrund der Tatsache, dass es Juden waren (die Hitler nicht einmal gefährlich waren). Eine abscheuliche Rassenidiologie. Und Hitler hat natürlich, um seine Macht zu erhalten und seine --> 'bewusste Vernichtungs- und Eroberungspolitik' umsetzen zu können, jeden Andersdenkenden verfolgt, gefoltert und ermorden lassen.
Das Widerliche dabei ist ja gerade, dass das Ganze nicht nur aufs eigene Land beschränkt war, sondern Leid über die gesamte Welt gebracht hat, mit dem Zweck, den --> Lebensraum für die "arische Rasse" zu erweitern. Die Vernichtung der Juden sowie die Eroberung der Welt war von Anfang an Hitlers ZIEL und Absicht. Die Politik hat nur darauf hinausgearbeitet.
Hitler trägt die direkte Verantwortung und Schuld an einem Weltkrieg mit damals fatalen Folgen für die gesamte Menschheit. Zig Millionen Tote. Das ist nicht aufgrund Hitlers Dummheit oder geringer Ahnung passiert, sondern aus totalem Größenwahn, Überlegenheitsgefühl, Fanatismus und Boswilligkeit.
Mao aber ist nicht mit der Absicht / dem Ziel an die politische Gestaltung geganen, sein eigenes Volk, d.h. Millionen bäuerliche Chinesen, zu massakrieren und auszulöschen. Das, was er durch seine politischen Projekte angerichtet hat, sollte nicht diesem politischen Ziel dienen. Er wollte eine kommunistische Ordnung, die völlig unrealistisch und damals unter den Bedingungen einfach überhaupt nicht zu erreichen war. In den letzten Jahren war er eh nicht mehr bei Sinnen, sondern nur noch die alte, kranke Puppe wiederum Anderer, die ihre Machtspielchen im Hintergrund trieben und die Entscheidungen trafen.
Mao hat große Fehler gemacht, Hitler dagegen wusste mit seinen Absichten genau, was er tun und erreichen wollte. MannAusChina hat Recht, wenn er sagt, dass es grundverschiedene Anlässe waren. Und das stellt Mao nicht mit Hitler auf eine Stufe. Die Sachverhalte sind andere und so auch nicht vergleichbar - ohne dabei leugnen zu wollen, dass als Folge Maos dummer Politik Millionen Chinesen umgekommen sind und dies besser aufgearbeitet werden muss. Aber es ist halt trotzdem wichtig zu sehen, wie es dazu kam und wie nicht. Und wie hier schon gesagt, viele Chinesen finden, dass durch Mao erst das Fundament gelegt wurde für die Möglichkeiten der heutigen Entwicklung, auch wenn vieles unter ihm erstmal schief gelaufen ist. Er hat China nach langen Kriegswirren wieder geeint und stabilisiert. Er hat die heutige Volksrepublik begründet und ist deshalb historisch betrachtet wichtig für China. #
Man geht nur HEUTE natürlich nicht mehr seinen Weg, seine Nachfolger haben aus vielen Fehlern, die er gemacht hat, Erkenntnisse gewonnen, wichtige Lektionen gelernt und 30 Jahre Reform- und Öffnungspolitik bestätigen dies im Gesamten auf einer breiten Basis. Deshalb wird es in Zukunft keine solche Kulturrevolution oder den Großen Sprung mehr geben.

Die heutigen Politiker verfolgen ein rationales, überlegtes Vorgehen. Und mit den kommenden, offeneren jungen Generationen, die sich weiter von dieser Zeit lösen, wird es noch mehr frische Veränderungen in den Mentalitäten geben.
