Es gab gestern im "Auslandsjournal" im ZDF einen Bericht über den Milchpulverskandal.
Mehrere Bauern, die in der Nähe von "Sanlu" Betrieben ansässig sind sagten übereinstimmend, dass "Sanlu" - gedeckt durch die örtlichen Parteikader - nicht erst seit ein paar Monaten die Milch verpanschen. So würden z. B. durch "Strecken" mit Wasser und die Zugabe von Melamin aus 500 Liter Milch über 1000 Liter.
Da die Bauern für ihre Milch jetzt keine Abnehmer mehr finden, müssten immer mehr Kühe geschlachtet werden, was wiederum die Fleischpreise drückt. So würde man für 1 Kilo Fleisch statt vorher 15 Yuan jetzt nur noch 12-13 Yuan bekommen.
Das die Milch erst BEI "Sanlu" gepanscht wurde will niemand hören, weil jetzt natürlich JEDER unter Verdacht stehe.
Ausserdem ist interessant, dass die chinesische Regierung jetzt die Anwälte unter Druck setzt, die für die Betroffenen Familien Schadenersatz einklagen wollen.
Das Argument: Damit würde der soziale Friede in China gefährdet ...
