Wichtige Fragen zum erstmailigem Import aus China / Gründung

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etf
Neuling
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Wichtige Fragen zum erstmailigem Import aus China / Gründung

Beitrag von etf »

Hallo.. ich möchte es kurz zusammenfassen

Es gibt ein Produkt , welches ich für ca 0,40 euro Pro Stck ( wahrscheinlich ca. 60 Ct incl Steuern und Fracht ) zu bekommen ist ( verschiedene Firmen, gefunden bei alibaba.com).
Von diesem kann ic ca. 10000 Stck a 2,00 Euro bei Ebay verkaufen.
Ich bin absoluter Neuling, beziehe ab 01.06. Hartz 4.
Meine Vorstellung wäre: direkt zu beginnen das heisst:
Muss ich sofort einen Gewerbeschein haben?
Muss ich vorher zum Finanzamt? Muss ich gegebenenfalls vorab dort etwas zahlen?
Die Gesamtinvestition wäre zunächst ca 2500 euro für 1 Monat... Danach wollte ich weitersehen...
Meines Erachten eine einfache und sichere Sache...
Würdet ihr mir abraten? Gibt es irgendwelche Gefahren und was muss ich beachten?
Wäre über Antworten sehr dankbar
TaugeNix

Re: Wichtige Fragen zum erstmailigem Import aus China / Gründung

Beitrag von TaugeNix »

etf hat geschrieben: Muss ich sofort einen Gewerbeschein haben?
Absolut. Das ist kein Privatverkauf mehr.
Würdet ihr mir abraten? Gibt es irgendwelche Gefahren und was muss ich beachten?
Wäre über Antworten sehr dankbar
Gefahren?
Nun:
a) rechtliches - du bist damit Händler. Das heißt, du musst alle gesetzlichen Vorgaben wie Impressum, Belehrungen, Rücknahmepflichen, etc. erfüllen - sonst kann dich leicht jemand abmahnen, was z.T. richtig ins Geld gehen kann
b) steuerliches - du betreibst damit ein Gewerbe
c) Zoll
d) Geschäftspartner: Trau, schau wem! Altes Juristensprichwort - das gilt erst recht für den Handel mit Unbekannten über das Internet

Abraten würde ich dir nicht unbedingt.
Nur zur Vorsicht raten, dass würde ich in jedem Fall.

Gruss,
TaugeNix^wünscht viel Erfolg..
etf
Neuling
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Re: Wichtige Fragen zum erstmailigem Import aus China / Gründung

Beitrag von etf »

tja.... zur vorsicht raten...... natürlich habe ich keinerlei erfahrungen... ich kann natürlich diestandardsätze wie wiederrufsbelehrungen etc. von anderen verkäufern kopieren. wer sollte mich da abmahnen?
Zoll ist klar.
und Finanzamt wieviel kassieren die denn in etwa?
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OlafSt
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Re: Wichtige Fragen zum erstmailigem Import aus China / Gründung

Beitrag von OlafSt »

Ich würde außerdem mal vorsichtig nachfragen, ob das Gewerbe nicht die Hartz-IV-Leistungen gefährdet :!:
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HK_Yan
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Re: Wichtige Fragen zum erstmailigem Import aus China / Gründung

Beitrag von HK_Yan »

etf hat geschrieben:Von diesem kann ic ca. 10000 Stck a 2,00 Euro bei Ebay verkaufen.
Dir scheint nicht ganz klar zu sein wie eBay funktioniert. Du kannst bei eBay keine Mengen von einem Artikel verkaufen. Du verkauft vielleicht 3-5 am Tag - unter idealsten Voraussetzungen.

Analysiere mal welche Mengen die Topseller mit über 1000 Artikeln pro Tag/Woche von EINEM Artikel verkaufen - sehr wenig. Der Umsatz kommt durch das breite Angebot.
Würdet ihr mir abraten?
Absolut. Du wirst auf deiner Ware sitzen bleiben. Ich schlage dir vor, such dir einen Powerseller mit hohem Durchsatz und Job bei dem für ein paar Monate. Dann hast du zumindest eine Grundidee.

Dazu kommen dann noch Probleme wie Import, Markenrecht, Gewährleistung, Rückgaberecht, Haftbarkeit, um nur mal ein paar zu nennen.

Irgendwo hab ich mal das Schlagwort "eBay-brainwashed" gelesen. Hier passt es auch. Es ist deutlich schwerer als es aussieht, und wenn man mal die Umsätze einzelner Verkäufer analysiert dann sieht man das auch schnell.
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Ling Ling
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Re: Wichtige Fragen zum erstmailigem Import aus China / Gründung

Beitrag von Ling Ling »

Achtung - du machst am besten folgendes:

Hartz4 und Ich-AG geht nicht. Aber du kannst dich trotzdem auf eigene Füße stellen. Rede zuerst mit dem Arbeitsamt. Je nach Wohnort gibt es Wirtschaftsförderung und IHK, musst du dich informieren.

Du machst dann mit deren Hilfe und Informationen einen Businessplan, das ist nicht so schwierig wie es sich anhört. Den legst du beim Arbeitsamt vor. Wenn er genehmigt wird, dann erhälst du zusätzlich zu deiner Hartz4 Leistung auch eine kleine Förderleistung, vielleicht 100 bis 150 Euro.

Außerdem musst du dein Gewerbe anmelden. Du erhälst dann vom Finanzamt eine andere Steuernummer. Informiere dich dann beim Finanzamt ab welchem Umsatz die Umsatzsteuer anfällt. So lange du selbst nicht Umsatzsteuerpflichtig bist, darfst du auf deinen Rechnungen auch keine MwSt aufführen. Jede MwSt die du aufführst musst du auch an das Finanzamt bezahlen. So lange du keine großen Ausgaben mit MwSt hast, ist das auch nicht schlecht. Nur wenn du Firmenwagen etc hast ist natürlich eine Umsatzsteuer günstiger.

Du machst jeden Monat eine Gewinn- und Verlustrechnung. Diese reichst du dann beim Arbeitsamt ein. Du darfst die ersten 100 Euro die du dazu verdienst behalten. Weitere 300 Euro zu 20%, weitere 400 zu 10%. Aber du musst alle Einkünfte angeben und sie rechnen dir dann aus, wieviel du noch bekommst.

Du bleibst über das Arbeitsamt weiterhin Renten- und Krankenversichert. Das ist sehr sehr wichtig. So gehst du kein Risiko ein falls die Sache schief geht.

Ein ganz wichtiger Rat: Mach keine Schulden zur Finanzierung, also kein Kredit aufnehmen um Waren zu kaufen. Fang lieber mit kleineren Warenmengen an.

Aber am besten direkt beim Arbeitsamt Adressen wie Vereine zur Wirtschaftsförderung abholen und sich beraten lassen. Oft arbeiten sie mit dem Arbeitsamt zusammen, sind also am Anfang kostenlos.

Viel Glück
Ling Ling
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Re: Wichtige Fragen zum erstmailigem Import aus China / Gründung

Beitrag von Ling Ling »

etf hat geschrieben:tja.... zur vorsicht raten...... natürlich habe ich keinerlei erfahrungen... ich kann natürlich diestandardsätze wie wiederrufsbelehrungen etc. von anderen verkäufern kopieren. wer sollte mich da abmahnen?
Zoll ist klar.
und Finanzamt wieviel kassieren die denn in etwa?
So lange du Hartz4 weiter bekommst und alles vom Arbeitsamt miteinander verrechnet wird, bleibt das mit der Steuer in Grenzen. Eigentlich zahlst du dann nur für die Differenz die du behalten darfst Steuern.

Wenn du kein Hartz4 mehr bekommst musst du auf jeden Fall bei der Rentenversicherung nachfragen, ob du versicherungspflichtig bist.

Bei der Krankenkasse ist das Problem, das du wenn du dich in einer privaten Kasse versicherst und dein Projekt schief geht ohne Krankenkasse da stehst. In die gesetzliche kommst du dann kaum noch zurück. Du kannst aber auch wenn du kein Hartz4 mehr bekommst beim Arbeitsamt einen Zuschuss zur Krankenkasse beantragen. Am besten du informierst dich direkt beim Arbeitsamt und Finanzamt. Sie haben oft auch Kontakt um Leuten die sich selbstständig machen wollen zu helfen. Betrachte sie mal nicht direkt als deine Feinde. Manche Finanzämter haben sogar Anlaufstellen nur für Leute die sich gerade Selbstständig machen um sie zu unterstützen.
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Re: Wichtige Fragen zum erstmailigem Import aus China / Gründung

Beitrag von Grufti »

Wenn Deine Importe umfangreicher werden, solltest Du auf alle Fälle dafür sorgen, daß Du zum vollen Vorsteuerabzug berechtigt bist, denn dann kannst Du die bei jedem Import anfallende Einfuhrumsatzteuer auch wieder voll vom Finanzamt zurückbekommen..-
Wenn Du dann mehrere Importe pro Jahr hast, benötigst Du eine ZOLLNUMMER.
Wennn es soweit ist, kann ich Dir gerne mit einem passenden Link weiterhelfen...
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
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Cromson
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Re: Wichtige Fragen zum erstmailigem Import aus China / Gründung

Beitrag von Cromson »

Ling Ling hat geschrieben: Bei der Krankenkasse ist das Problem, das du wenn du dich in einer privaten Kasse versicherst und dein Projekt schief geht ohne Krankenkasse da stehst. In die gesetzliche kommst du dann kaum noch zurück.
Diese Info ist leider nicht mehr ganz aktuell. Die gesetzlichen Krankenkassen sind mittlerweile dazu verpflichtet Personen aufzunehmen. Gilt mittlerweile auch fuer private Kassen. Auch guenstig bspw. fuer Auslandsrueckkehrer!

Muss die Krankenversicherung jeden aufnehmen?

Ja. Für die Krankenversicherung - gesetzlich oder privat - gilt künftig ein so genannter Kontrahierungszwang. Das bedeutet: Die gesetzlichen Krankenkassen und die privaten Versicherungsunternehmen sind verpflichtet, Nichtversicherte aufzunehmen. Für die private Krankenversicherung ist dieser Aufnahmezwang allerdings auf den Standard- bzw. Basistarif beschränkt.


...hier die ganze Info-Seite
Ling Ling
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Re: Wichtige Fragen zum erstmailigem Import aus China / Gründung

Beitrag von Ling Ling »

Man kann wieder in die gesetzliche Krankenkasse, das stimmt, nur wie sieht es mit dem Zeitraum aus in dem man nicht in der gesetzlichen Krankenkasse war? Muss man für diesen Zeitraum die Beiträge in die gesetzliche Kasse nicht nachzahlen? Das könnte nämlich ganz schön teuer sein (nach einem TV-Bericht). Vielleicht weiß da einer mehr ... So einfach ist das nämlich nicht ... Wir sind ja in Deutschland, da gilt ein Gesetz, aber auch alle 100000 Ausnahmen und Nebenbestimmungen. Deshalb habe ich geschrieben "kaum noch" :wink: Dürfen heißt nicht auch gleich können!
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Cromson
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Re: Wichtige Fragen zum erstmailigem Import aus China / Gründung

Beitrag von Cromson »

Ling Ling hat geschrieben:Man kann wieder in die gesetzliche Krankenkasse, das stimmt, nur wie sieht es mit dem Zeitraum aus in dem man nicht in der gesetzlichen Krankenkasse war? Muss man für diesen Zeitraum die Beiträge in die gesetzliche Kasse nicht nachzahlen? Das könnte nämlich ganz schön teuer sein (nach einem TV-Bericht). Vielleicht weiß da einer mehr ... So einfach ist das nämlich nicht ... Wir sind ja in Deutschland, da gilt ein Gesetz, aber auch alle 100000 Ausnahmen und Nebenbestimmungen. Deshalb habe ich geschrieben "kaum noch" :wink: Dürfen heißt nicht auch gleich können!
So ein Quatsch, wieso sollte man denn nachzahlen? Ich war 6 Monate in China, bei der gesetzlichen gekuendigt und spaeter (bei Rueckkehr nach Deutschland) ohne Probleme wieder versichert wurden.
Man sollte sich natuerlich nicht erst versichern wenn man erkrankt ist.
Es ist gesetzlich festgeschrieben, das man versichert werden muss. Da wird wohl kaum ein Haken wie deine angesprochene Nachzahlung dran sein. Zumindest kann ich mir so etwas echt nicht vorstellen. Durch dieses Gesetz ist natuerlich auch festgeschrieben, dass sich jeder Buerger versichern muss!

Es gab lange Zeit fuer Deutsche im Ausland die Moeglichkeit die gesetzliche Krankenkasse auf Eis zu legen (also nur einen kleinen Betrag einzuzahlen) um nicht kuendigen zu muessen. Als ich allerdings bei meiner Kasse nachgefragt hatte, wurde mir bestaetigt das dies nicht mehr noetig ist da sie gesetzlich verpflichtet waeren mich wieder aufzunehmen.
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Re: Wichtige Fragen zum erstmailigem Import aus China / Gründung

Beitrag von Ling Ling »

Wieso Quatsch? Wenn du aus China kommst ist das ja nicht das gleiche.

Sieh mal bitte hier:
http://www.focus.de/politik/deutschland ... 37686.html

http://go.podcast.de/episode/757665/WDR ... ke_Schmidt

Also erst informieren, Pandabären sind nicht dumm.
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Cromson
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Re: Wichtige Fragen zum erstmailigem Import aus China / Gründung

Beitrag von Cromson »

Cromson hat geschrieben:Durch dieses Gesetz ist natuerlich auch festgeschrieben, dass sich jeder Buerger versichern muss!
Und zwar seit dem 01.Januar 2007! Wenn eine Pflicht besteht kann der Versicherungsnehmer und natuerlich auch der Versicherer seine Rechte geltend machen.
Du hast ja geschrieben, wenn man selbststaendig war und somit privat versichert, koennte man nicht in die gesetzliche Kasse. Aaaaber, man kann und muss sogar! In diesem Fall musst du nichts nachzahlen.

Lesen hilft auch manchmal... nix fuer ungut, ich mag Pandas. :wink:

So, back to topic...
Ling Ling
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Re: Wichtige Fragen zum erstmailigem Import aus China / Gründung

Beitrag von Ling Ling »

Warum existiert dann noch das Problem der Nicht-Versicherten?
Ich kenne einige, die keine Krankenversicherung haben. Sie haben sich selbstständig gemacht und das erste worauf sie verzichteten als es nicht so gut lief wie gehofft war die Krankenversicherung.

Wer kommt den vorbei und meckert, wenn ich nicht Krankenversichert bin? Solange man nicht krank wird passiert doch nichts, oder?
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Cromson
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Re: Wichtige Fragen zum erstmailigem Import aus China / Gründung

Beitrag von Cromson »

Ling Ling hat geschrieben:Warum existiert dann noch das Problem der Nicht-Versicherten?
Ich kenne einige, die keine Krankenversicherung haben. Sie haben sich selbstständig gemacht und das erste worauf sie verzichteten als es nicht so gut lief wie gehofft war die Krankenversicherung.

Wer kommt den vorbei und meckert, wenn ich nicht Krankenversichert bin? Solange man nicht krank wird passiert doch nichts, oder?
Noch einmal: Es besteht die gesetzliche Pflicht sich zu versichern, dass die Krankenkassen keine Einladungen verschicken ist ja wohl klar. Ich persoenlich verstehe es nicht, wie man sich nicht versichern kann. Hatte allerdings in der Vergangenheit auch gesundheitsbedingt schon einiges durch.

PS.: Ich habe derzeit ganz andere Probleme, bspw. was wird aus dem Bonusheft (fuer Zahnersatz) wenn ich im Ausland bin. Wenn ich hier zum Zahnarzt gehe, wird er mir das zwar abstempeln aber in D wird es nicht anerkannt werden. Weder mein Zahnarzt noch die KK hatte eine Antwort auf diese Frage.
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