Dem kann ich nicht zustimmen. Wenn bei uns interne oder externe Kritik an Teilbereichen auftaucht gibt es grundsaetzlich eine Menge Diskussionsstoff und geteilte Lager.no1gizmo hat geschrieben:Richtig, aber das gilt für die ganze Welt, auch für Deutschland.
In China geht es zB beim Thema Tibet jetzt ueberwiegend um die Darstellung in den verschiedenen Medien, das hat mit dem eigentlichem Thema Unabhaengigkeit Ja/Nein bzw dem Verhalten von Demonstranten und dem Verhalten von Ordnungskraeften nichts mehr zu tun.
Auch hier stimme ich Dir nicht zu, ein Thema wie Tibet oder Bedenken an den olympischen Spielen totzuschweigen nur um die chin. Regierung nicht zu verstimmen kommt einer Bankrotterklaerung gleich.no1gizmo hat geschrieben:Und ich würde mir ein bisschen mehr Diskretion bei den westlichen Medien wünschen. Dass die KP kritisiert wird, wird selten deutlich, es wird China kritisiert.
Was sicherlich richtig ist das eine gruendlichere Berichterstattung mit verlaesslicheren Quellen dafuer gesorgt haette den jetzigen Image-Schaden der westlichen Presse abzuwenden. China selbst hat mit einer zeitweiligen Ausweisung von Journalisten fuer jede Menge Interpretationen gesorgt.
Das waere ja auch schlimm wenn wir Westler nicht zwischen “System” und “Menschen” unterscheiden koennten. Aber wie aus den letzten Boykott-Aufrufen aus China erkennbar scheint bei Chinesen diese Trennung nicht so gut zu funktionieren.no1gizmo hat geschrieben:Die KP ist ein Teil Chinas, ja, meine Freundin aber beispielsweise auch. Und auch Deutsche setzen diese Denkweise mit "bravur" in die Realität um.
Als kommunistische System mit einem Wirtschaftswachstum ueberwiegend basierend auf kopieren anstatt eigenen Entwicklungen muss man sich dann darueber auch nicht wundern.no1gizmo hat geschrieben:Viele Deutsche denken mittlerweile - wenn nicht früher schon - negativ über China und Chinesen. Da kommen dann so Sprüche wie "Spione", "Spitzel", "Kopierer", "Kommunisten".
Hab ich schon ein paar mal geschrieben, mein Verstaendnis haelt sich in Grenzen. Wenn Deine Freundin in D auf einen fast unbegrenzten Pool aus nationaler und internationaler Presse zurueckgreifen kann und dann immer noch der Meinung ist das die Medien ueberwiegend eine Anti-China-Haltung aufweisen hat sie sich entweder mit dem politischen System in ihrer Heimat noch nicht richtig auseinandergesetzt oder ist das kritische Hinterfragen einer unabhaengigen Presse nicht gewohnt.no1gizmo hat geschrieben:Daher kann ich auch verstehen, warum die Chinesen hier in Deutschland und anderen westlichen Ländern auf die Barikaden gehen. Oder um mal meine Freundin zu zitieren: "Wenn die ganze Welt schlecht über Chinesen denkt, können sich Auslandschinesen nicht richtig wohlfühlen" Da habe ich Verständnis für.
Wir treiben sie nicht unbedingt hinter die KP aber staerken uns auch nicht gerade.no1gizmo hat geschrieben:Und dass ich wirklich kein Fan der KP bin, ist jawohl aus anderen Posts deutlich geworden. Aber mit dieser scharfen, pauschalisierten und teilweise falschen Berichterstattung, treiben wir die Chinesen hinter die KP und gegen unsere Werte, wie Medienfreiheit und Demokratie.
Unsere Werte wie zB Medienfreiheit und Demokratie interessiert zur Zeit nur die wenigsten Chinesen, die meisten wollen eine wirtschaftliche Stabilitaet.

