Tibet - Was ist da los?

Tibet liegt im Westen Chinas. Städte in Tibet sind Lhasa (拉萨) und Shigatse (日喀则市),
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Shaolin
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von Shaolin »

http://www.chinafokus.de/nmun/5.php
Chinas Menschenrechtsverstaendnis und -politik - Ein Gemeinschaftsprojekt der Projektgruppe Model United Nations, LMU Muenchen, und INSIDE A Asien Netzwerk AG.
Ist zwar aus dem Jahr 2000, aber besonders in Hinsicht auf die Argumentationen unserer chinesischen Forenmitglieder sehr aufschlussreich.
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de guo xiong
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von de guo xiong »

ferrara hat geschrieben: und wo war damals die hilfsorgenisationen aus den wollhabenden ländern?
Ich glaube zu der Zeit waren die Hilfsorganisationen noch nicht so weit und im übrigen kann ich mir sehr gut vorstellen, dass China keinerlei Hilfe aus dem *bösen Westen* angenommen hätte ....

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ferrara
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von ferrara »

Grufti hat geschrieben: Es waren wohl nicht nur die "Naturkatastrophen" , die die Hungersnöte in China verursacht hatten.. oder hast Du noch wirklich nie etwas von "Großen Sprung nach vorn" gehört oder gelesen??? "England in der Stahlproduktion überholen"...und ähnliche Parolen...
Das chinesische Volk war gezwungen gewesen, alles im Haushalt verfügbare Metall in x-zigtausend Schmelzöfen einzuschmelzen....und im Endeffekt einen Stahl zu produzieren, der nicht einmal mehr dazu taugte, einen wasserdichten Kochtopf herzustellen , anstatt auf die Felder zu gehen und das Land zu bearbeiten...Oder wie war das, daß es in China angeblich Getreidefelder gab, auf deren Halmen Kinder stehen konnten (es gab da eine sehr interessantes Foto in der "Renmin Ribao) ?? ..oder wo Melonen und andere Gemüsesorten zu Getreide erklärt wurden.. damit noch phantastischere Produktionszahlen nach Beijing gemeldet werden konnten.

Es gibt da eine sehr informative 6teilige Serie "Chinesische Revolutionen im 20. Jahrhundert", die 1989 produziert wurde, in der neben Dokumentarfilmen aus chinesischer Propaganda und Interwievs von chinesischen Zeitzeugen verarbeitet wurden.,


oh sorry ich hatte vergessen zu erwähnen, daß das eine englische Produktion ist..
also in den Augen unserer chinesischen Freuden eh alles erstunken und erlogen, wenn was ihnen nicht in den Kram paßt..!.
natürlich weiß ich von "Großen Sprung nach vorn". aber was ich hinraus wollte ist, dass diese nicht nur den tiber zu tragen war, sondern dass das ganze chinesische volk davon betroffen sind.
wie gesagt, wenn die sicht nur auf die vergangenheit beschränkt wird, dann kann man keine vernünftige debatte führen.
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von ferrara »

Scipio hat geschrieben: Wikipedia. Theoretisch waren auch Heiraten unter den Volksgruppen untersagt, viele aber, auch die Kaiser, hielten sich mit der Zeit nicht daran.
ist das für dich nicht "die menschenrechtsverletzung"?
Scipio hat geschrieben: Sun Yat-Sen sah das nicht so. Er hielt die Mandschus für Kolonisatoren. (Wikipedia, div. Geschichtsbücher)
er sah auch, dass der tibet zu china gehört. was sagst du dazu?
Scipio hat geschrieben: Unter der Mongolen- und der Mandschu-Herrschaft hatten die Tibeter eine Selbstverwaltung. Der Wunsch nach Unabhängigkeit nahm zu mit der steigenden Einflussnahme der Han auf Tibet.
der wunsch von wem? dem DL oder dem westen?
Scipio hat geschrieben: Gegen die Chinesen, ihre Sprache und Kultur.
sag mal welche tibetische kultur ist verloren gegangen? sprechen die tibeter jetzt kein wort tibetisch mehr? ich sehe nur, dass der DL kein wort tibetisch mehr spricht.
Scipio hat geschrieben: Aha. Du bist also dafür, hierzulande einen negativen Eindruck über China zu hinterlassen. Dann zweifle ich daran, dass die chin. Behörden Freude an Deiner Tätigkeit haben.
ob der eindruck negativ oder positiv ausfällt ist gar kein problem. vorallem, der muss objektiv sein.
ich bin hier auch nicht zu freude der KPCh. ich will nur, dass die leute ihre farbbrille wegschmeißen.
Scipio hat geschrieben: Warum denn? Erkläre das mal bitte. In China gab es schon etliche Minderheitenaufstände. U.a. wegen Erniedrigungen, die die Minderheiten erdulden mussten.
welche noch? außer der uigurischen separatistischen bewegungen, die von al-qaida unterstützt wurden.
Scipio hat geschrieben: So ist es. Es gibt also auch Möglichkeiten für Kompromisse.
das habe ich von anfang an nicht ausgeschlossen.
Scipio hat geschrieben: Die Wirtschaftsentwicklung in Tibet hat den Tibetern selbst noch nicht so viel gebracht, sondern v. a. den eingewanderten Han genützt.

Die Wirtschaftsentwicklung hat im weiten teil des chinas noch nicht so viel gebracht. aber wir sind auf dem richtigen weg. und im vergleich zu den, haben die tibeter einfach bessere wirtschaftliche lebensbedingungen.
[/quote]
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von ferrara »

Grufti hat geschrieben:
Scipio hat geschrieben:Han-Nationalismus wird von den Minderheiten sicher nicht mitgetragen. Aber Minderheiten müssen sich anpassen. Man kann es ihnen leichter machen, wenn man ihnen eine gewisse Selbstverwaltung und einige Symbole lässt.

FG, Scipio

Han-Chauvinismus.....

wie ich bereits einmal geschrieben hatte. Wenn es ausschließlich "Nationalismus" wäre, wäre es nicht unbedingt so schlimm..
wie du willst...
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von ferrara »

HK_Yan hat geschrieben: Diese Randalierer hatten keine Agenda. Die haben auch für niemanden gesprochen und es gab keinen politischen Grund. Da war nichts geplant. Das war ein spontaner Gewaltausbruch. Ich denke eine sehr kleine Gruppe fing an, dann wurden viele in blinder Euphorie mitgerissen.
abgesehen davon ,ob deine vermutung die wahrheit entspricht oder nicht, kann "eine sehr kleine Gruppe" und viele "blinder" für das ganze tibetische volk sprechen?
HK_Yan hat geschrieben: Diese Randalierer haben der Bewegung in/für Tibet auf jeden Fall sehr geschadet.
stimmt ganz genau.
HK_Yan hat geschrieben: Wenn man sich mal die Videos vom 15/3 genau anschaut dann sieht man keine, oder kaum randalierende Mönche, nur Jugendliche in Zivilkleidung. Da bestätigt sich meine Theorie.
das kann auch meine theorie bestätigen.
HK_Yan hat geschrieben: Das ist aber geschehen, wie nun die KP den Dialog starten will ist mir unklar. Die neueste Attacke, das Tibeter Selbstmordattentate planen, ist schon sowas von unrealistisch das ich mich frage wie viele Chinesen so einen Unsinn noch glauben. Wäre sehr erschreckend, aber so waren ja auch die Nachrichten in Deutschland um 1940.
deswegen nehmt auch hier kaum einer solche berichten ernst. aber dass so was definitiv nicht passieren kann, kann man auch nicht sagen.
HK_Yan hat geschrieben: Wie schon gesagt, die Tibeter wurden nie gefragt. Die Tibeter spielen im eigenen Land keine Rolle. Sie sollen gute Chinesen werden und ansonsten die Klappe halten. Minoritäten werden in China akzeptiert wenn sie bunte Kostüme tragen und zur Belustigung von Zuschauern (auch gerne gegen Geld) singen und tanzen. Sie dürfen auch gerne immer wieder betonen wie dankbar sie der KP sind. Minoritäten mit eigener Identität sind unerwünscht.
leicht gesagt. ihr habt jetzt gute ausgabaute infrastruktur. eure produkte werden binnen ein paar tage in irgendeine ecke der erde gebracht. ihr genießt jeden tag kaffee aus brasilein, tee aus asien, obst aus spanien und gemüse aus polen... wurdet ihr jemals gefragt, ob ihr sowas brauchet? braucht man das überhaupt noch zu fragen?
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von ferrara »

Grufti hat geschrieben: es war auch die Rede von Hungersnöten durch die neuen Anbaumethoden oder?
das habe ich vorhin schon erwähnt.
Grufti hat geschrieben:und brauchten die Tibeter die neuen Straßen?
brauchen die tibeter die neuen strassen?
nein.
warum?
weil sie sowieso kein auto haben.
brauchen sie autos?
nein.
warum?
weil sie sowieso keine strassen haben.
warum haben sie keine strassen?
weil sie kein auto haben.
warum haben sie kein auto?
......
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von ferrara »

Scipio hat geschrieben:
:lol: :lol: :lol:

Du passt nach Tibet. Du bist wie eine Gebetsmühle. Monoton und allgegenwärtig. :lol:
das macht nix. ich will ja keinen politiker werden.
Scipio hat geschrieben: Leider wirst Du mit Deiner Art kaum jemanden überzeugen können, da Du auf eine fixe geschichtliche Deutung fixiert bist. So wirst Du den Medienberichten in Europa nicht gegensteuern können. Von Sympathien gewinnen reden wir schon gar nicht...

FG, Scipio
das alles habe ich auch nicht vor. ich mache nur was ich machen kann.
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von de guo xiong »

ferrara hat geschrieben:
Grufti hat geschrieben: es war auch die Rede von Hungersnöten durch die neuen Anbaumethoden oder?
das habe ich vorhin schon erwähnt.
Grufti hat geschrieben:und brauchten die Tibeter die neuen Straßen?
brauchen die tibeter die neuen strassen?
nein.
warum?
weil sie sowieso kein auto haben.
brauchen sie autos?
nein.
warum?
weil sie sowieso keine strassen haben.
warum haben sie keine strassen?
weil sie kein auto haben.
warum haben sie kein auto?
......
hehe das waren meine Zitate - Grufti war diesmal ganz unschuldig :)

de guo xiongder Grufti auch mal in Schutz nehmen mag - auf die Schultern klopfend ...
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von ferrara »

de guo xiong hat geschrieben: hehe das waren meine Zitate - Grufti war diesmal ganz unschuldig :)

de guo xiongder Grufti auch mal in Schutz nehmen mag - auf die Schultern klopfend ...
ja. ich weiß. habe ich mir einfach so leicht gemacht. :lol: sorry.
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von de guo xiong »

ferrara hat geschrieben:
de guo xiong hat geschrieben: hehe das waren meine Zitate - Grufti war diesmal ganz unschuldig :)

de guo xiongder Grufti auch mal in Schutz nehmen mag - auf die Schultern klopfend ...
ja. ich weiß. habe ich mir einfach so leicht gemacht. :lol: sorry.
[ironie]tztztztz und bei uns jedes mal (mind. einmal) nach der Quelle fragen[/ironie]

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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von HK_Yan »

und brauchten die Tibeter die neuen Straßen?
Das Problem ist das niemand die Tibeter fragt was sie brauchen oder wollen. Die Chinesen brauchen Strassen, deshalb werden sie gebaut. Die Tibeter haben keinen Einfluss was dort gebaut, oder nicht gebaut wird. Sie werden auch nicht gefragt.

Wenn man mal darüber etwas nachdenkt kann man die Unzufriedenheit schon verstehen.
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von ferrara »

HK_Yan hat geschrieben: Das Problem ist das niemand die Tibeter fragt was sie brauchen oder wollen. Die Chinesen brauchen Strassen, deshalb werden sie gebaut. Die Tibeter haben keinen Einfluss was dort gebaut, oder nicht gebaut wird. Sie werden auch nicht gefragt.

Wenn man mal darüber etwas nachdenkt kann man die Unzufriedenheit schon verstehen.
ja. das habe ich schon in meinen vorherigen beiträge zugegeben.
aber so was fragt die chinesische regierung auch keine han-chinesen oder irgendeine andere minderheit. also das ist in grund genommen ein problem der mangelnden demokratie allgemein in china.
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von bossel »

ferrara hat geschrieben:ja. das habe ich schon in meinen vorherigen beiträge zugegeben.
aber so was fragt die chinesische regierung auch keine han-chinesen oder irgendeine andere minderheit. also das ist in grund genommen ein problem der mangelnden demokratie allgemein in china.
Der Unterschied ist, daß offenbar in Tibet das Problem als von außen hereingetragen wahrgenommen wird, als Kolonisation.
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von Grufti »

de guo xiong hat geschrieben:
ferrara hat geschrieben:
Grufti hat geschrieben: es war auch die Rede von Hungersnöten durch die neuen Anbaumethoden oder?
das habe ich vorhin schon erwähnt.
Grufti hat geschrieben:und brauchten die Tibeter die neuen Straßen?
brauchen die tibeter die neuen strassen?
nein.
warum?
weil sie sowieso kein auto haben.
brauchen sie autos?
nein.
warum?
weil sie sowieso keine strassen haben.
warum haben sie keine strassen?
weil sie kein auto haben.
warum haben sie kein auto?
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hehe das waren meine Zitate - Grufti war diesmal ganz unschuldig :)

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