@ Sonnenschein:
Das erste Propagandafilmchen habe ich angeschaut. Ist leider von den Argumenten her schlecht gemacht. Nur einige Anmerkungen:
China ist primär das Land der Han-Chinesen. Die Minderheiten haben einen geringen Anteil an der Gesamtbevölkerung. Sie werden dazu gedrängt, Mandarin zu lernen. Wenn sie es nicht tun, werden sie arbeitsmarkttechnisch benachteiligt.
China war keineswegs ein so einheitliches Land, wie im Film dargestellt. Da verweise ich auf die Geschichtsbücher. Die Herrscher waren auch nicht immer Han-Chinesen, sondern z. Bsp. Mongolen oder Mandschus.
Der Wunsch nach einem Nationalstaat ist zumindest jetzt beim Mittelstand präsent. Es herscht auf diesem Gebiet ein Nachholbedarf z. Bsp. zu Europa.
Die Minderheiten in China haben zum Teil separatistische Tendenzen, das ist in Europa auch nicht anders. (Katalonien, Baskenland, etc.)
In China will sicherlich eines Tages die islamische Region ihre Bodenschätze selber verwalten. Das wird ein noch grösseres Problem als die Tibetfrage werden. Die Unterstützung für die Mohammedaner könnte noch viel massiver ausfallen, als die Unterstützung des Westens für Tibet. Die Anhänger des Islam haben genügend Geld und auch eine sehr grosse Opferbereitschaft.
Grosse Länder sind generell instabil, besonders wenn sie eine schwierige geopolitische Lage haben.
Jedenfalls hat niemand ein Interesse daran, China allzu sehr erstarken zu lassen, schon gar nicht die direkten Nachbarn...
Es bringt nichts, sich im Internet zu ereifern. Eine souveräne Haltung würde bedeutend mehr Eindruck hinterlassen.
Freundliche Grüsse, Scipio
