TomXian hat geschrieben: 25.09.2023, 17:34
Schul- und Universitätsabschlüsse würden international nicht anerkannt.
wenn Du damit meinst (so wie DanielClaton es auch schrieb), dass chinesische Schüler mit einem bestandenen Examen zur Hochschulaufnahme (Gaokou >70%) für einen Zugang zu einer deutschen Uni erstmal an ein Studienkolleg kommen und dort eine Hochschulzugangsberechtigung über eine Prüfung erwerben müssen, so ist dies richtig. Das gilt allerdings für sehr viele internationale Abschlüsse. Auch beispielsweise ein US-amerikanisches High School Diploma gilt noch nicht als Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland, sondern erfordert ebenso Studienkolleg und Zugangsprüfung.
Welche Abschlüsse als Hochschulzugangsberechtigung gelten bzw. welche als Zugangsberechtigung zum Studienkolleg gelten bzw. welche nicht, kann man in dieser DAAD Datenbank finden:
https://www.daad.de/de/studieren-und-fo ... datenbank/
DanielClaton hat geschrieben: 26.09.2023, 06:55
Bis auf einen chinesischen Studenten hatten die Chinesen keinerlei Bock, mit anderen Studenten in Kontakt zu treten oder auch ihr Deutsch zu üben. Die konnten zum Schluss fast nichts und ihre mathematischen Fähigkeiten waren sehr begrenzt. Meine Frau meinte dazu: Wenn die in der Schule gut gewesen wären, dann würden sie nicht versuchen, hier auf eine Uni zu kommen, sondern wären in den USA oder UK.
Der einzige chinesische Student, der sich integriert hat (man konnte mit dem tatsächlich eine Konversation auf Deutsch führen), wollte in D auf die Uni, weil er in China keinen Bock auf den Gaokao hatte, das war ihm zu stressig.
meiner Erfahrung nach (die allerding auf meine Zeit als WiMi im Zeitraum 2005-2012 zurückgeht, es mag sich seither geändert haben), gab es drei Gruppen von chinesischen Studenten:
a) die, die dem Ruf Deutschlands als Wissenschaftsstandort folgen (insbesondere in den MINT Fächern), hier fleissig lernen, um möglichst schnell einen Nachweis zu erlangen, mit dem sie dann zurückkehren können und einen Vorteil auf dem chinesischen Arbeitsmarkt haben. An Integration haben die kein Interesse, ihr Ziel ist ja die möglichst schnelle Rückkehr nach China
b) die, die eigentlich nur zum Zweck der "Geldwäsche" im Ausland sind, meist Kinder von korrupten Regierungsbeamten oder Leitern von Staatsbetrieben, die sehr großzügig Zuwendungen von den Eltern erhalten, damit sie das Geld im Ausland anlegen und so aus dem Bereich der Korruptionsüberwachung des chinesischen Staates schaffen. Die sind meist stinkenfaul, machen gerade soviel wie nötig, um nicht exmatrikuliert zu werden, verbringen ihre Zeit damit, einen Teil des Geldes zu verprassen, an Integration haben die auch kein Interesse (davon gibt es in Deutschland nicht allzu viele, aber wohl sehr viele in den USA und Kanada)
c) eine verschwindend kleine Minderheit, die wirklich ernsthaftes Interesse am Gastland haben und auch Interesse daran haben, nach dem Studium weiter dort zu leben, die bemühen sich dann wirklich um Integration. Ich kann mich in meiner Zeit da nur an zwei Studenten erinnern...
da hai hat geschrieben: 26.09.2023, 10:19
In Deutschland fallen mir sofort Missstände ein, ohne dass ich sowas ins Feld führen muss: keine freien Kindergartenplätze, keine Ganztagsbetreuung, extremer Lehrermangel, viel zu große Klassen, heruntergekommene Schulen, schlechtes deutsches Sprachniveau insbesondere an den Grundschulen, technisch total veraltet.
ich möchte ergänzen: politische Propaganda an deutschen Schulen!
Ich bin in den 80er/90ern in Westdeutschland zur Schule gegangen, auch da gab es schon die "Kalten Krieger" und ebenso wenig-heimliche Kommunisten. Und aus der Generation zuvor, die in den 50ern zur Schule ging, ist mir bekannt, dass es da auch noch die Lehrer gab, die keinen Hehl aus ihrer Vergangheit und ihren Sympathien für den Nationalsozialismus machten. Aber diese politische Propaganda entsprang doch eher den individuellen politischen Überzeugungen der einzelnen Lehrer. Und sie wurde quasi "nebenher" transportiert, ohne den Unterrichtsstoff zu kanibalisieren.
Wenn ich hingegen nun aus der Verwandtschaft von Schülern höre, was heute an deutschen Schulen abgeht, sei es Genderideologie, Klimaideologie, "Kampf gegen Rächts" usw., so hat das Ausmasse angenommen, die sich kaum noch vor Polit-Propaganda an chinesischen Schulen verstecken braucht... Im Gegenteil, in China scheint mir -noch- trotz aller Ideologielehre noch immer eine gewisse Würdigung des Lernens verblieben zu sein, während in Deutschland oft genug die "richtige Haltung" die Lerninhalte ersetzt...