sanctus hat geschrieben:Was sind eure Ansichten hierzu? Einige Südkoreaner meinen, ein Krieg wäre vielleicht doch endlich mal nötig – lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende, ohne jetzt auf die politischen Nachbeben von China und USA einzugehen.
Säbelrasseln und Druck ausüben von NK auf (primär) China.
Es ist ja kein Zufall, dass NK den H-Bomben Test just zu dem Zeitpunkt gemacht hat, als in China das BRICS-Treffen statt fand.
Man will China so m.E. unter Druck setzen, dass es sich bei den USA dafür einsetzt, dass es ein Treffen auf Augenhöhe zwischen Kim und Trump gibt.
Letzterer hatte ja selbst gesagt, dass er (Trump) sich geehrt fühlen würde, sich mit ihm (Kim) persönlich zu treffen.
Aber da scheint er wohl an Amnesie zu leiden.
Will man keine militärische Eskalation, bleibt logisch betrachtet auch keine andere Möglichkeit.
Kim will (und bracht) das, um NK aus der Isolation heraus zu führen.
Aus seiner (dies bzgl.) Sicht ist es auch logisch, nicht auf sein Nuklear-Programm zu verzichten.
Die Ukraine hatte das gegen Garantiezusagen von Russland und den USA Mitte der 1990er Jahre getan ... und musste mit Anexion der Krim durch Putin feststellen, dass solche Garantiezusagen schlicht wertlos sind.
Evtl. wäre eine (durch inhaltliche Zusicherungen Chinas) abgesicherte Garantie da die Lösung.
Und die würde China mit Sicherheit (nicht zuletzt auch aus Eigeninteresse) geben.
Die USA+SK müssten auf ihre Manöver verzichten - und NK auf das Nuklear-Programm.
Anders wird es da keine friedliche Lösung geben.
Kim ist Realist genug, um zu Wissen, dass er einen Krieg nicht überstünde.
Sein Verhalten ist reiner Selbsterhaltungstrieb.
Alle wissen das aber keiner will den ersten Schritt machen, aus Angst dann als schwach da zu stehen.
Aber mit Trump als Big (unwissend) Boss im White House steigt das Risiko, dass es da zu Kurzschluss-Handlungen kommt.