Zunächst einmal schätze ich es sehr, dass du sachlich argumentierst, obwohl du gleich von mehreren Forumsmitgliedern angegriffen wurdest (auch von mir)...
Aber deine Mao Aussagen finde ich sehr zweifelhaft.
Nun, wenn man so argumentiert, dass die Beweggründe Maos nobel seien, weil er sich gegen die herrschende Klasse auflehnte, dann koennte man auch so argumentieren, dass Hitler für die Deutschen nur gutes wollte, als er die (in seiner Welt) bösen Juden (Jude ist kein Schimpfwort; Neger hingegen sehr negativ belastet) aus Deutschland "vertreiben" wollte.Amadou hat geschrieben: ich sehe die Beweggründe von Mao Tsetung als nobel an,..., doch ich finde seine Aussagen bezüglich des Klassenkampfes und der Revolution sehr einleuchtend. Er hat sich gegen das vorherrschende System aufgelehnt und ebendieses war voll von Korruption.
Als dieser Unmensch die Macht ergriffen hatte, gab es einen wirtschaftlichen Aufschwung, Millionen Arbeitslose kamen wieder zu ihrem täglichen Brot. Das damalige Deutschland war ebenfalls voll von Korruption und ungerechtigkeit. Würde ihn deshalb jemand als nobel bezeichnen? Du sicherlich nicht, weil er ein Rassist war. Mao war wohl kein Rasist, aber das Ergebnis war das gleiche: Millionen Tote!!
Die Beweggründe eines Menschen sind, mit Verlaub nur einen Dreck Wert, wenn er damit nichts gutes erreicht und diese Beweggründe Millionen Menschen das Leben gekostet hat.
Also ich rechen mal nach: Mao hat 1949 die Kommunistische Republik china ausgerufen. Du meinst dann wohl die Zeit von 1949-1979, das sind 30 Jahre. In dieser Zeit sind:Amadou hat geschrieben: Für mich war Mao in erster Linie ein Revolutionär, ein Mensch, der etwas ändern wollte und die Dinge nicht so hinnehmen wollte, wie sie waren. Durch den Maoismus wurde in China innerhalb von 30 Jahren die Armutsrate von über 50% auf 8% gesenkt, das allein ist Beweis genug, dass er noble Absichten hatte.
Nach Rummel und Heinsohns Opferzahlen-Angaben entfallen auf:
* Machtfestigung und Enteignungen 1949-1953: 8.427.000 Todesopfer
* "Großer Sprung nach vorn" und Enteignungen 1954-1958: 7.474.000
* Vernichtung durch Arbeit (Arbeitslager) sowie Hunger als Folge der Enteignungen 1959-1963: 10.729.000
* Kulturrevolution 1964-1975 : 7.731.000 Tote.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mao_Zedong)
Es sind also bis 1979 durch diesen "noblen" Mann 34 Millionen Chinesen gewaltsam ums Leben gekommen. Im 2. Weltkrieg sind 50 Millionen umgekommen. Kein sehr großer Unterschied...
Deinen Aussagen zu Afrika, Entwicklungshilfe würde ich voll und ganz zustimmen, ausser vielleicht der Aussage, dass China dort positive Absichten haben soll. Unterschätze bitte die Chinesen nicht, die sind größtenteils auch vorurteilsbelastet oder schlicht rassistisch und halten nach meiner Erfahrung ziemlich wenig vom schwarzen Kontinent
Amadou hat geschrieben: Das mir Afrika egal ist, ist für mich als Afrikaner äußerst beleidigend, ich komme aus Afrika und ich werde auch dorthin zurückkehren, doch die USA und Europa, sowie der Imperialismus und Kapitalismus haben Afrika dorthin gebracht wo es heute steht![]()
Und korrupte, massenmörderische afrikanische Staatsmänner haben nichts damit zu tun? Nur der Westen ist an der Armut in Afrika schuld?
Da hast du mich falsch verstanden, Differenzierungen sind doch das was ich fordereNein solche Differenzierungen sind eben nicht zu einfach!
Nun, ich weiß nicht wie es ist, mit einer anderen Hautfarbe in BRD zu leben. Aber die Ansicht, dass 9 von 10 Menschen rassitisch sind, würde ich voll und ganz unterschreiben!!!Meine persönlichen Erfahrungen haben mir gezeigt, dass es vorallem in Ländern wie der BRD oder den USA schwer ist, einen Menschen zu finden, der nicht irgendwo rassistisch ist. Ob es nun der Wortschatz ist (Jude oder Neger als Beschimpfung) oder eben das Handeln, es ist schlicht und einfach schrecklich. Und wenn 9 von 10 Menschen in diesem Land rassistisch sind, ebenso wie die Regierung, dann nehme ich mir eben das Recht heraus, dieses Land als Rassistisch zu bezeichnen.
Nur sind das keine hartnäckigen Rassisten, sondern vielmehr Menschen mit Vorurteilen, die es nicht besser wissen.. Das sind keine Menschen die Hass gegenüber anderes aussehenden empfinden, sondern Menschen die sich ihrer Handlungen (oftmals) nicht bewußt sind. Das fängt mit der Verkäuferin an der Kasse an, die einen ausländischen Kunden mit einem abwertenden Blick begutachtet, zu einem Deutschen aber freundlich ist.
Vorurteile hat jeder von uns sowohl ich, als auch Du! Denn du hast doch gesagt, dass 9 von 10 Deutsche Rassisten sind, das ist bereits ein Vorurteil, du wirst also jeden Deutschen in Verdacht haben, dass er einer der neun sein wird. Das nenne ich ein Vorurteil! Und es ist ebenfalls rassistisch!
Du hast also von den Menschen die du (zu Recht) verabscheust mehr gelernt, als dir lieb sein kann...



