2016 war ich für 1 Monat mit dem Backpack in Taiwan und habe mich in dieses Land verliebt, wie so einige hier.
Ich bin Beamter in der Stadtverwaltung in Deutschland, 26 Jahre alt. Ich habe also einen sehr sicheren Job in Deutschland, dazu eine Ausbildung die nicht wirklich Relevanz im internationalen Sektor hat. Die Ausgangslage ist also wohl einigermaßen schlecht.
Ich spreche fließend Deutsch natürlich, habe nachweisbar C1 im Englischen und absolviere seit März 2017 einen chinesisch (Mandarin) Kurs in einer VHS. Ich komme gerade aus meinem Urlaub in Malaysia und musste dort leider feststellen, dass mein Mandarin sinnlos ist. Ich lerne es einfach nicht richtig in der wöchentlichen 4 Stündigen Sitzung in der VHS, lerne die falschen Dinge und meine Aussprache kann ich nicht trainieren.
Wie also sollte ich das angehen? Einfach auszuwandern nach Taiwan, die Sprache dort zu lernen (vllt. sogar mittels staatlichem Stipendium), mir dann einen Job zu suchen, vielleicht sogar in einer deutschen Firma, ist so dermaßen Risikobehaftet... Ich habe einfach Angst zu versagen und dann ohne alles darzustehen. Halb so wild weil das deutsche Sozialsystem mich auffangen würde aber das WILL ich nicht.
Ich habe mich mal nach einigen Stellen umgesehen und ich finde nicht wirklich was. Die meisten Stellen sind als Englischlehrer, was ich nicht machen will. Besonders interessant fände ich natürlich die Anstellung in einer deutschen Firma aber auch da finde ich nicht wirklich Stellenangebote, welche direkt die Entsendung ins Ausland vorsehen.
Meint ihr ich sollte es wagen und nach Taiwan gehen für längeres Rumreisen? Mein erspartes würde für ca. 1 Jahr reichen. In dem Jahr könnte ich Kontakte knüpfen, die Sprache lernen, vllt. jemanden kennen lernen?
Hier in Deutschland hält mich eigentlich nichts mehr bis auf meine Angst, die Sicherheit aufzugeben.

