Vorab: wir wissen hier nur wenig über die handelnden Personen in diesem Drama.
Ursprünglich habe ich ja den Thread-Starter für ein wenig einfältig gehalten und belächelt.
Dann habe ich die Sache meiner chin. Patentochter weitererzählt als "etwas Lustiges aus dem Forum" und bin doch zum Teil eines Besseren belehrt worden. Sie fand es nämlich gar nicht sooo abwegig, wenn der Verlobte in spe mit seinem Antrag in (wahrscheinlich gebrochenem bzw. bruchstückhaftem und nicht leicht definiebarer) chinesischer Sprache dieser Aufgabe unterzieht.
Sie kennt ja nun die chinesischen Ansichten in Sachen Tradition aus verschiedenen familiären Perspektiven , z.B. mehr städtischer Lebensweise oder dörflicher , gebildeter oder weniger weltgewandter Akteure in solchen Situationen.
Ohne weiter genauer auf den unterschiedlich stark ausgeprägten Hang zu Tradition einzugehen, hier ihr Statement zu der Aktion Heiratsanfrage - vermittelt über das Auswendiglernen über Pinyin - in chinesischer "Sprache" einzugehen:
Sie glaubt: wenn der Vater so traditionell eingestellt ist, dass er unbedingt eine solche Anfrage des pot. Bräutigams verlangt, so wird er auch einen fehlerhaften Text gerne akzeptieren. Auch wenn die Aussprache vielleicht mehr als wackelt, so kann er doch aus dem Zusammenhang sich sozusagen einen Reim darauf machen, was der Auserwählte sagen will. Und der Vater weiß ja sicher sowieso, dass da was ins Haus steht und findet es gut, dass der Freund seiner Tochter sich die Mühe macht, seinen Teil zum Procedere beizutragen. Sie kann sich gut vorstellen, dass so etwas gut ankommt. Und vielleicht ist es ja auch schön, dass nicht nur ernste traditionelle , sondern auch lustige Töne das Ganze etwas auflockern. Hoffen wir das Beste.
Irgendwie war mir das alles schon einsichtig.
Aber : sie hat noch einen Satz zum Schluss als wichtig angefügt - die Mäuse müssen schon stimmen, Tradition hin oder her !
Vielleicht sollte der Bewerber sich da noch was einfallen lassen - aber Hauptsache, das Komma auf dem Bankausdruck steht genügend weit rechts.....
Hoffen wir nun, dass der gute Blogwart einen annehmbaren Text vorgelegt hat , den Sven verwenden könnte und der findet auch noch einen guten Trainer, der ihm die (Flöten-) töne beibringt.
