China wird in Deutschland nicht als WWII-Sieger anerkannt

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Re: China wird in Deutschland nicht als WWII-Sieger anerkann

Beitrag von sweetpanda » 16.09.2016, 09:06

Das "Erfolgsmodell" der Kriegsführung eines Landes wie Afghanistans liegt im Bevölkerungswachstum. 1980 gab es 13 Millionen Afghanen, davon waren sicher 3-4 Millionen Männer im kampfähigen Alter (15-55 Jahre). Davon müssten nur 10% gegen die Russen kämpfen und es gab eine Masse von 300.000-400.000. Gelingt es in einem Jahr 20% davon auszuschalten sind in 2-3 Jahren wieder genauso viele junge Männer ins kampffähige Alter nachgerückt.
Heute hat Afghanistan 32 Millionen Einwohner und 8-9 Millionen Männer im kampffähigen Alter.
Wenn 10% Prozent davon Taliban "werden" sind es 900.000 Kämpfer und bei 3 Bevölkerungswachstum sind es nächstes Jahr schon wieder 30000 mehr.
Die meisten derer die heute als "Taliban" kämpfen waren 2001 nur Kleinkinder.
Entwickelte Nationen können ihren einzigen Söhne, die oft sogar einzige Kinder sind, nicht gegen 3. oder 4. Söhne in den Krieg ziehen lassen.

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Re: China wird in Deutschland nicht als WWII-Sieger anerkann

Beitrag von rundherum » 16.09.2016, 09:19

Welcher Kommunikationsstratege der chinesischen Regierung hat sich das nur wieder ausgedacht. Das ist nun wirklich ein Thema, bei welchem die KPCh nur verlieren kann und welches potentiell den sozialen Frieden gefährdet.

Die Verluste in China waren ja genau deswegen so groß, weil die Nationalisten einen Zweifrontenkrieg - gegen Japan und gegen die Kommunisten - führen mussten. Hätte Mao seine Machtgelüste etwas gezügelt und einen Pakt mit den Nationalisten geschlossen, wäre es für die Japaner sehr schwierig geworden, das Massaker in Nanjing zu veranstalten. Umgekehrt, hätte Japan nicht China angegriffen, wäre es für die Kommunisten sehr schwierig geworden, die militärisch weitaus stärkeren Nationalisten zu besiegen.
Das macht die Kommunisten doch quasi zu Kollaborateuren - ein Kapitel, das man lieber totschweigen sollte.

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Re: China wird in Deutschland nicht als WWII-Sieger anerkann

Beitrag von Laogai » 17.09.2016, 00:04

rundherum hat geschrieben:Die Verluste in China waren ja genau deswegen so groß, weil die Nationalisten einen Zweifrontenkrieg - gegen Japan und gegen die Kommunisten - führen mussten. Hätte Mao seine Machtgelüste etwas gezügelt und einen Pakt mit den Nationalisten geschlossen, wäre es für die Japaner sehr schwierig geworden, das Massaker in Nanjing zu veranstalten.
Hast du im Geschichtsunterricht geschlafen? Oder liegt dieser einfach nur zu lange zurück und du verwechselst deswegen die Lager?
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Re: China wird in Deutschland nicht als WWII-Sieger anerkann

Beitrag von itzi » 17.09.2016, 03:31

Pöbele nicht doof rum bei dem Thema.

Beide Parteien waren in Kampfhandlungen verstrickt. Die einen werfen den anderen vor, keine gute Figur gemacht zu haben, paar Kampfhandlungen wurden dann gemeinsam irgendwie grfrickelt, bevor man wieder festgestellt hatte, dass man ja auch Diskrepanzen hat und sich nicht mag.

Japan war längst platt und es ging noch jahrelang, bevor halt Maos Lager schlagkräftiger war.

Bis heute praktisch nicht aufgearbeitet die ganze Geschichte, aber eine, wirklich eine und sonst keine, Partei setzte sich für ein riesiges China (ist einigen selbst unheimlich) durch.

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Re: China wird in Deutschland nicht als WWII-Sieger anerkann

Beitrag von cayman » 17.09.2016, 07:41

itzi hat geschrieben:Pöbele nicht doof rum bei dem Thema.
wen meinst du?
Anstatt zu klagen was ihr wollt, solltet ihr dankbar sein, dass ihr nicht all das bekommt, was ihr verdient

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Re: China wird in Deutschland nicht als WWII-Sieger anerkann

Beitrag von itzi » 19.09.2016, 01:55

Den Herren, der hier andere fragt, ob sie geschlafen haben.

rundherums These lautet:
Die Japaner wollten China abzwingen, dass die Kommunisten nichts mehr zu melden haben und halt nichts mehr gegen sie unternommen wird, sprich, die Japaner weiter vorrücken können

Die Kuomintang wollten so gar nicht drauf eingehen, was die Japaner Anfang November 1937 vorschlugen und die Kommunisten wurden nicht megasauer und kämpften Seite an Seite, sondern ließen Japan in der Hauptstadt der Kuomintang schlachten und hielten sich ruhig.
Sowohl die Kommunisten als auch die Kuomintang begriffen sich als Chinesen. Man kann über das ein oder andere streiten, aber so einfach andere Chinesen, natürlich auch Zivilisten, kampflos aufgeben, uiuiui.

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Re: China wird in Deutschland nicht als WWII-Sieger anerkann

Beitrag von rundherum » 19.09.2016, 10:13

Hast du im Geschichtsunterricht geschlafen? Oder liegt dieser einfach nur zu lange zurück und du verwechselst deswegen die Lager?
Ich verstehe leider nicht, worauf Du hinaus willst. Teilst Du denn die Ansicht, dass ein vereintes China stärker im Kamp gegen Japan gewesen wäre, nicht? Wenn ja, warum?

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Re: China wird in Deutschland nicht als WWII-Sieger anerkann

Beitrag von Laogai » 19.09.2016, 21:26

rundherum hat geschrieben:
Hast du im Geschichtsunterricht geschlafen? Oder liegt dieser einfach nur zu lange zurück und du verwechselst deswegen die Lager?
Ich verstehe leider nicht, worauf Du hinaus willst. Teilst Du denn die Ansicht, dass ein vereintes China stärker im Kampf gegen Japan gewesen wäre, nicht?
Doch, ich teile die Ansicht. Aber im Gegensatz zu dem, was du geschrieben hattest, war es Chiang Kai-shek und seine Guomindang, die den Japanern zunächst wenig entgegensetzten und erst zu einer Zweiten Einheitsfront gegen die Japaner von den Kommunisten gezwungen werden musste.
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