Natal hat geschrieben:... nein es gibt definitiv keine Kameraüberwachung in dem Bereich - aus Datenschutzgründen sind in Dessau nur wenig angebracht an öffentlichen Plätzen und diverse andere Kameras dürfen nicht in den öffentlichen Bereich " hineinleuchten " oder aufzeichnen . Ist leider in Deutschland nicht statthaft . In Hinsicht auf dieses Verbrechen wär es mir auch lieber , wir hätten in jeder Ampel wie in China eine Kamera , aber das ist eben der Fluch des Datenschutzes ......wobei sich mir hier wieder die Frage stellt : Was ist wichtiger : die Privatspähre, die der Staat nicht ausleuchten kann bzw, darf oder die Aufklärung eines Gewaltverbrechens ...
Ja, das ist Typisch deutsch.
Vor einigen Monaten wurde hier in Berlin, ein Flüchtlings-Junge von einem Unbekannten vom Gelände des LaGeSo einfach so entführt. Es existierte zwar ein Foto einer Überwachungskamera, doch dessen Auflösung/Qualität war nicht sonderlich gut.
Nach ca. 2-3 Wochen (wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht), meldete sich dann ein Ladenbesitzer, dessen Überwachungskamera ein gutes Bild des betr. Mannes aufgezeichnet hatte.
Nun fragt man sich, weshalb er so lange gewartet hat, um damit zur Polizei zu gehen.
Die Antwort: Die Kamera zeigte den betr. Mann auf öffentl. Straße - und das ist (aus Datenschutzgründen) nicht erlaubt. Der Ladenbesitzer musste also damit rechnen eine Strafanzeige zu erhalten - auch, wenn die Tataufklärung durch dieses Bild letztlich zum Ermittlungserfolg führte.
Denn der Täter stellte sich - NACHDEM er durch das gute Foto der Überwachungskamera identifiziert werden konnte.
Wäre es nicht so zynisch, müsste man über diese absolut UNLOGISCHE und ERMITTLUNGSFEINDLICHE Datenschutzgesetzgebung laut lachen.
NATÜRLICH sagt der logisch denkende Mensch, dass der Datenschutz da zurückzutreten hat (betr. Passage für den jeweiligen Fall auszusetzen ist), in dem durch Nutzung von Bild- und Videodaten Straftaten aufgedeckt bzw. Täter ermittelt werden können.
Aber - Fehlanzeige ...
Logik, eigenes Nachdenken - alles (wenn) nur rudimäntär vorhanden und zugunsten von ach so tollen Ideologien ad acta gelegt.
Datenschutz über Alles - auch über das Leben, oder der Gesundheit von Strafopfern - oder auch Raub oder anderer Straftaten.
Wie soll ich denn mein Haus überwachen, wenns mir untersagt ist, die Überwachungskamera so auszurichten, dass damit auch ein Teil der öffentl. Straße sichtbar ist?
Eben gar nicht ...
Und der Täter ... feixt sich eins, weil er eben nicht identifiziert werden kann, wenn er das Haus betritt oder verlässt.
DIESEN wahrlichen Schwachsinn, gibts so nur in D.
Wenn ich in der Öffentlichkeit unterwegs bin, dann muss ich damit rechnen, dass ich (z.B. von Touristen, oder einem Abendschau-Kamerateam) fotografiert werde - so what.
Solange ich nicht in meinen eigenen 4 Wäden ohne mein Einverständnis geknipst werde, denn DA ist die Priatsphäre jedes Einzelnen, solls mir egal sein.
Heute wird jeder Mist via FB, WeChat etc. ins www. gestellt - da schreit kein Schwein nach.
Aber wenns darum geht Straftaten aufzuklären, wird so getan, als ob man seine eigene Privatsphäre überall hin mitnimmt - wie relitätsfremd, naiv und ... ja, dämlich, muss man denn sein, wenn man dieses "Recht" vertritt?
In D. müssten sämtl. Straßen und Plätze leer sein - aber HALT: In Nachrichtensendungen und aller Art Reportagen sind ab und an VIELE Menschen zu sehen ... JA - AUCH HIER IN D.
Beim Essen am Sony-Center, beim Baden in den Freibädern - überall dort, wo sich die Menschen (z.B. bei schönem Wetter) gerne aufhalten.
Wird irgendwo gestreikt, dann sinds gar TAUSENDE Streikende oder z.B. wartende Fahrgäste auf den Bahnhöfen, die im TV gezeigt werden.
Und - wo sind die Unmengen von fälligen Strafanzeigen, wegen ungefragter Veröffentlichung des eigenen Bildes?
Oh, die gibts nicht?
Da scheinen die Menschen also weitaus mehr Realitätssinn zu haben, als die jenigen, die die Datenschutzgesetze, durchgestylt - aber undurchdacht vom Stapel gelassen haben ...
Datenschutz ist sicher in vielen Bereichen sinnvoll und muss ggfs. auch erweitert werden.
Aber Datenschutz, nur des Datenschutzes wegen - das ist inakzeptabel.
Wie gesagt: Bei der Strafverfolgung sollten die betr. Datenschutzregelungen für den jeweiligen Straffall außer Kraft gesetzt werden - alles andere wäre ... nein IST ... Täterschutz.