Leben im Drittland, 3 Staatsbürgerschaften?

Alles zum Thema Visum für China und Deutschland: Antrag, benötigte Unterlagen, Bürokratie, Erfahrungsberichte und sonstiger nerviger Kleinkram zu dem Thema.
aburaman
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Leben im Drittland, 3 Staatsbürgerschaften?

Beitrag von aburaman »

Liebe Forenmitglieder, ich bin neu hier. Ich habe schon viel im Visums Forum gelesen, und bin sehr erstaunt was es alles für Geschichten gibt.
Meine chinesische Frau und ich leben gemeinsam in Südkorea. Hier haben wir uns kennengelernt, in China geheiratet und die Ehe dann in Deutschland eintragen lassen. Meine Frau kann weder A1 noch hat sie irgendein Visum für Deutschland. Ich hatte zwei Jahre Aufenthaltserlaubnis in China, die sind jetzt aber abgelaufen.
Jetzt ist es so, dass wir im Sommer ein Kind erwarten. Zu diesem Zeitpunkt werde ich eine Stelle in Japan angetreten haben und gemeinsam mit meiner Frau ein Visum für Japan haben. Meine Frau ist der felsenfesten Überzeugung, dass unser Kind gleichzeitig die Deutsche und die Chinesische Staatsbürgerschaft per Geburt bekommen wird und beides behalten kann. Jetzt ist sie noch von der fixen Idee besessen, dass das Kind unbedingt in den USA geboren werden muss, damit es auch noch Amerikaner sein kann um später an der Ivy League studieren zu können. Ich halte von so Ambitionen sehr wenig, aber das sei erstmal außen vor gestellt.
Meine Frage ist erstmal ganz simpel: Wie wird das alles ablaufen? Kann das Kind nach den neuen Regeln wirklich nicht beide Staatsbürgerschaften haben? Ich dachte auch Deutschland erlaubt nun zwei Pässe, aber China nicht. Kann er einfach zwei haben, bei Reisen nach China immer den Chinesischen benutzen und gut ist? Oder was muss man alles beachten? Wie beantragt man das überhaupt? Hat hier noch jemand so eine Dreiländer Situation?
Um Orientierung wär ich sehr dankbar, auch würde mich interessieren, ob ich wenn wir alle in Japan leben und ich dort arbeite Kindergeld in Deutschland beantragen kann?
Liebe Grüße
blur
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Re: Leben im Drittland, 3 Staatsbürgerschaften?

Beitrag von blur »

China erkennt nur 1 Staatsbürgerschaft an, das Kind kann also entweder Chinesisch sein oder Deutsch. Was wohl noch funktionieren würde wäre Deutsch+USA wenn es dort geboren wird. Aber Chinesisch+Deutsch oder Chinesisch+USA geht offiziell nicht.
Die US Staatsbürgerschaft ist aber auch nicht immer von Vorteil, z.B. muss euer Kind später dann seine Steuern immer in den Staaten bezahlen, egal wo auf der Welt es lebt und muss auch verpflichtend jährlich dort eine Steuererklärung abgeben (http://www.mtg-group.de/aktuelles/einze ... us-steuer/)
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hktraveller
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Re: Leben im Drittland, 3 Staatsbürgerschaften?

Beitrag von hktraveller »

verschont das arme Kind mit der Staatsbuergerschaft von Greater Disneyland.
Shenzhen
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Re: Leben im Drittland, 3 Staatsbürgerschaften?

Beitrag von Shenzhen »

Meinst du jetzt die USA oder China?
Emil28
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Re: Leben im Drittland, 3 Staatsbürgerschaften?

Beitrag von Emil28 »

aburaman hat geschrieben: ... Meine Frage ist erstmal ganz simpel: Wie wird das alles ablaufen? Kann das Kind nach den neuen Regeln wirklich nicht beide Staatsbürgerschaften haben? Ich dachte auch Deutschland erlaubt nun zwei Pässe, aber China nicht. Kann er einfach zwei haben, bei Reisen nach China immer den Chinesischen benutzen und gut ist? Oder was muss man alles beachten? Wie beantragt man das überhaupt? ...
Daß jemand für sein Kind die beiden Staatsbürgerschaften haben will, die auch die Eltern innehaben - wer sollte das nicht verstehen? Aber die dritte ist doch absoluter Quatsch, zumal für ein erhofftes Studium in den USA, wo noch gar nicht geklärt ist, ob das Kind überhaupt die intellektuellen Voraussetzungen mitbringt. Vom obigen Hinweis auf die ewige Steuerpflicht in den USA mal ganz abgesehen.

Deutschland akzeptiert zwei Staatsbürgerschaften, ob China nun seine zwingend kassiert, wenn eine zweite vorhanden und - ja überhaupt erst Voraussetzung für das Entziehen - davon überhaupt Kenntnis erlangt oder erlangen muß, ist eine andere Frage, die ich persönlich nicht in einem Forum stellen würde, sondern dort, wo ich professionellen Rat erhalte.

Ich schrieb ja schon in dem anderen Thread, daß es zumindest in Deutschland sog. Ausnahmetatbestände gibt, wonach man die Doppelstaatsbürgerschaft haben darf, obwohl das so nicht sein soll. Jeder Staat dieser Erde hat seinerseits solche Ausnahmetatbestände, ob das in China betreffend der Staatsbürgerschaft auch so ist, weiß ich aber nicht. Also sollte man doch jemanden fragen, der sich auskennt, dann ist der Rat auch verläßlich!
JensB
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Re: Leben im Drittland, 3 Staatsbürgerschaften?

Beitrag von JensB »

Die US Staatsbürgerschaft bringt IMHO nicht besonders viel. Der deutsche Pass ist besser zum reisen. Mit dem US Pass wird man weltweit besteuert (ab $70.000 p.a.), und es ist schwierig ein Bankkonto ausserhalb der USA zu eröffnen. Viele Banken akzpetieren US Bürger nur mit grossen Hürden, oder gar nicht.
blur
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Re: Leben im Drittland, 3 Staatsbürgerschaften?

Beitrag von blur »

Zumindest würde sie ihn, nach aktuellem Stand, ein 10 jähriges Visum für China bringen, wenn er dann kein Chinese mehr sein sollte :lol:
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Haima
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Re: Leben im Drittland, 3 Staatsbürgerschaften?

Beitrag von Haima »

Hallo,

Nach jetzigem Stand ist das mit dem Bankkonto wirklich ein Problem. Ein befreundetes chin. Ehepaar ist kürzlich in die USA ausgewandert. Sie wollte eigentlich ihr Bankkonto hier stehen lassen. Für einen US-Bürger oder jemanden der dort wohnt, gibt das aber so hohe Gebühren, dass sie es geschlossen haben....
Die Bank begründet das mit dem Aufwand.

Gruss

Haima
blur
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Re: Leben im Drittland, 3 Staatsbürgerschaften?

Beitrag von blur »

Wenn es eine kleine Volksbank oder Sparkasse ist, ist das verständlich. Aber die großen Banken sollten damit kein Problem haben.
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ingo_001
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Re: Leben im Drittland, 3 Staatsbürgerschaften?

Beitrag von ingo_001 »

Aufwand ... ?
Pah ...

Immer wieder gerne genutztes "Argument" zum Einstreichen von Geld - ohne das Warum zu benennen oder gar die Kosten transparent darzulegen.

Dazu kommt bei US-Staatsbürgern sicher das Unbehagen ausländischer Banken, bei vorsätzl. oder fahrlässigen "Unregelmäßiganken" von der US-Justiz nicht gerade mi Samthandschuhen angefasst zu werden.

Die klare Drohung Seitens der USA, schweitzer Banken die Geschäftserlaubnis in den USA zu entziehen, wenn diese nicht bei der Aufdeckung von Steuerstraftaten aktiv kooperieren (Übermittlung der betr. Kontodaten), machte dem "11. Gebot": "Das schweitzer Bankgeheimnis gilt bis zum Jüngsten Tag" den Gar aus - und das innerhalb kürzester Zeit.

Fazit: Wenn man denn will, ist der Willkür der Banken und anderer Finanzinstitutionen durchaus bei zu kommen.
Aber dieser Wille ist de facto nicht da - Lippenbekenntnisse hin und Krokodilstränen her ...

Ergo: US Bürger sind für ausländische Banken de facto potentielle Risiko-Lieferanten.
Also lässt man sich dieses Risiko (wenns denn überhaupt eingegangen wird) durch entsprechende Gebühren vergüten.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
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Re: Leben im Drittland, 3 Staatsbürgerschaften?

Beitrag von aburaman »

Ich schrieb ja schon in dem anderen Thread, daß es zumindest in Deutschland sog. Ausnahmetatbestände gibt, wonach man die Doppelstaatsbürgerschaft haben darf, obwohl das so nicht sein soll. Jeder Staat dieser Erde hat seinerseits solche Ausnahmetatbestände, ob das in China betreffend der Staatsbürgerschaft auch so ist, weiß ich aber nicht. Also sollte man doch jemanden fragen, der sich auskennt, dann ist der Rat auch verläßlich!
Danke für die vielen Hinweise. Ja, ein professioneller Rat wäre mir auch ganz lieb, aber ich weiß garnicht wo ich den bekommen könnte? An wen wende ich mich am besten, wenn Sie einen Tipp hätten wäre ich dankbar!

Ich sehe eigentlich auch keinen Grund gegen die US-Staatsbürgerschaft.
Und das ganze gemauschel, dass da veranstaltet wird. Dem Kind die Deutsche Staatsbürgerschaft und gut wenn ihr mich fragt, einfach weil der Pass mehr "power" hat als der Chinesische wenn es ums Reisen geht.

An Chinesisch Neujahr werde ich nach China fliegen, meine Frau ist schon vorgeflogen neulich, dann werden wir in Familiensitzung dieses Thema mit der USA besprechen. Wenn ihr noch ein paar mehr Gegenargumente für mich hättet, nur her damit! Steuern, Möglicher Militärdienst (seit Vietnam nicht mehr durchgesetzt) und einfach die blödsinnigen Kosten die dadurch entstehen (der Aufwand ;), kein Bankkonto... gibt es noch Gründe dagegen?
Reisefreiheit kann ja auch kein Argument sein, da wirds mit dem Deutschen Pass billiger.

Ich bin ja verheiratet und muss trotzdem dauernd Visas beantragen, da kann ich die für das Kind auch gleich mitbeantragen, oder nicht?

Liebe Grüße und danke nochmals für eure Antworten.
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Re: Leben im Drittland, 3 Staatsbürgerschaften?

Beitrag von mazzel »

Vlt. wollen die Ammis ja auch gar nicht, dass ihr euer Kind in den USA bekommt?!
Darüber schonmal nachgedacht?
blur
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Re: Leben im Drittland, 3 Staatsbürgerschaften?

Beitrag von blur »

Mit einem deutschen Pass kann das Kind doch auch in den USA studieren, was soll also der Aufwand. Viele Chinesen wollen ihr Kind in den USA bekommen, damit das Kind eine ausländische Staatsbürgerschaft hat. Das ist dann auch durchaus nachvollziehbar, aber euer Kind hat ja eh eine ausländische Staatsbürgerschaft, warum also 2 gleichwertige?
Das hat deine Frau bestimmt mal im Internet aufgeschnappt, aber da stand es garantiert nicht für Leute die schon einen Ausländer als Mann haben.
Und Kindergeld wenn alle im Ausland leben gibts sehr wahrscheinlich keins. Es gibt aber Ausnahmen.
aburaman
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Re: Leben im Drittland, 3 Staatsbürgerschaften?

Beitrag von aburaman »

Die Amis wollen das nicht, aber die schlauen findigen Chinesen sind den immigration officers immer einen Schritt voraus wie es scheint ;) Ich find die Idee auch einfach nur däääämlich.
aburaman
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Re: Leben im Drittland, 3 Staatsbürgerschaften?

Beitrag von aburaman »

Oh, ich seh gerade, ich schrieb oben "keinen Grund gegen die US-..." , ich meinte "keinen Grund für" ;)
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