Luftverschmutzung in Beijing

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jackie_chan
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Re: Luftverschmutzung in Beijing

Beitrag von jackie_chan »

Ich denke auch dass es von den Amis/den Medien bewusst so gemacht wird, das insbesondere auf China eingeschlagen wird (man muss ja ein Feindbild bedienen). In Beijing ist es aber teils gar nicht soooo schlimm, gibt andere chin. Städte die es noch deutlich übler erwischt.

Was aber auch Fakt ist, dass es beispielsweise in Indien noch keine großartige Messinfrastruktur gibt die zuverlässig arbeitet. Das ist denke ich auch mit ein Grund warum man von Indien so selten in den Medien liest. Neu Delhi ist der absolute Absturz was die Feinstaubbelastung angeht...
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sweetpanda
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Re: Luftverschmutzung in Beijing

Beitrag von sweetpanda »

Anfang November gab es in Shenyang Werte von 1400, dass war "Weltrekord".
Das es die Medien bei China mehr interessiert als in Indien/Pakistan hat den Grund, dass China wesentlich entwickelter ist. Schaut euch doch mal ein durchschnittliches Slum in Indien, Pakistan oder gar Bangladesch an. Das sind Staaten die durch ein außer Kontrolle geratenes Bevölkerungswachstum kurz vor dem Totalkollaps stehen.
Ob bei diesen Bergen von Dreck, Exkrementen und Müll in denen viele Millionen dort leben -und es werden ja entgegen aller Vernunft trotzdem noch immer mehr- auch noch die Luft dreckig ist, interessiert doch kein Schwein. Auch wenn eine Stadt da 10 Millionen Einwohner hat, wird oft mit Feuerholz gekocht. Alle 10 Meter ein Lagerfeuerchen und das Millionenfach.
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sweetpanda
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Re: Luftverschmutzung in Beijing

Beitrag von sweetpanda »

Ich bin kein Fachmann für Heizungen der verschiedenen Klimazonen Chinas, aber was ich persönlich gesehen habe ist folgendes:
Meine Schwiegereltern leben in Anshan, ihre Wohnung wird mit Fernwärme beheizt. Das heiße Wasser stamme teilweise aus der Stahlfabrik und es wird noch zusätzlich in einem Kohlekraftwerk Wasser erhitzt.
Die Heizung wird zu einem bestimmten Zeitpunkt angestellt und im Frühling wieder abgestellt.
Man kann sie nicht selbst regeln. Vor 2 Wochen war es noch nicht so kalt, doch die Jungs im Kraftwerk haben ordentlich geschippt. In der Wohnung war es 25 Grad, man kann die die Heizung nicht reduzieren und der Schwiegervater rennt daher in der kurzen Hose in der Wohnung rum.
Abkühlen durch Fenster öffnen ist wegen der schlechten Luft auch keine Lösung und warum ist die Luft schlecht?
Weil zu viel geheizt wurde!
Das ist doch schizophren!
Könnte man nicht wenigstens Thermostate an die Heizkörper machen, damit die Leute selbst ein klein wenig sparen können?
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jackie_chan
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Re: Luftverschmutzung in Beijing

Beitrag von jackie_chan »

sweetpanda hat geschrieben:Anfang November gab es in Shenyang Werte von 1400, dass war "Weltrekord".
[...]
Bei Vulkanausbrüchen oder massiven Sandstürmen kann der PM10 locker mehrere tausend µg erreichen (hab die Zahlen gerade nicht im Kopf ob es ~ 3.000 - 4.000 oder 30.000 - 40.000 µg sind). Solche Werte für den PM2.5 wären vermutlich letal :lol: :lol:

OT: Man ist übrigens auch in Deutschland teils einer massiven Feinstaubbelastung ausgesetzt wenn man bestimmten Hobbys nachgeht. In Kletter- und Boulderhallen sind PM10 Spitzenwerte von mehreren tausend µg (ja, tausend) durchaus möglich, abhängig von Durchlüftung, Anzahl der Kletterer die Kalk verwenden und der Raumgröße. Zwar ist Calciumcarbonat deutlich weniger schädlich als das Zeug was in den chinesischen Großstädten in der Luft hängt, gut für die Lunge ist es trotzdem nicht. Spitzenwerte von >4000 µg wurden gemessen (PM10, der PM2.5 lag eine Größenordnung darunter).
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jackie_chan
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Re: Luftverschmutzung in Beijing

Beitrag von jackie_chan »

sweetpanda hat geschrieben:[...]
Die Heizung wird zu einem bestimmten Zeitpunkt angestellt und im Frühling wieder abgestellt.
Man kann sie nicht selbst regeln. Vor 2 Wochen war es noch nicht so kalt, doch die Jungs im Kraftwerk haben ordentlich geschippt. In der Wohnung war es 25 Grad, man kann die die Heizung nicht reduzieren und der Schwiegervater rennt daher in der kurzen Hose in der Wohnung rum.
Abkühlen durch Fenster öffnen ist wegen der schlechten Luft auch keine Lösung und warum ist die Luft schlecht?
Weil zu viel geheizt wurde!
Das ist doch schizophren!
Könnte man nicht wenigstens Thermostate an die Heizkörper machen, damit die Leute selbst ein klein wenig sparen können?
Energie effizient nutzen ist was anderes ... . Ich hoffe in ein paar Jahrzehnten wird sich das weitestgehend verbessert haben. Dadurch lässt sich ne Menge Energie sparen.

War das in der DDR früher nicht auch so? :mrgreen:

Sobald sich die Kernfusion in 50 - 100 Jahren für die Energiegewinnung nutzen lässt ist dass alles eh kein Problem mehr :mrgreen: . Hoffen wir mal dass die Jungs in Greifswald ihrer Höllenmaschine noch ein paar Geheimnisse entlocken können.
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Re: Luftverschmutzung in Beijing

Beitrag von Laogai »

sweetpanda hat geschrieben:Das es die Medien bei China mehr interessiert als in Indien/Pakistan hat den Grund, dass China wesentlich entwickelter ist.
Immer diese Neulinge im China-Geschäft :roll:

Die westlichen Medien haben sich schon für China "interessiert" (Klartext: darauf eingeschossen) als das Land noch die gleiche Entwicklungsstufe wie Indien hatte. Damals (also vor rund 20 Jahren und davor) warst du wahrscheinlich noch gar nicht auf der Welt um das selbst miterlebt zu haben.

Selbst wenn Indien weiter entwickelt wäre als China würde kaum über eine Luftverschmutzung dort berichtet werden.

Huch, ich sehe gerade diese Meldung. Kommt wohl gut gelegen, jetzt, wo man über Beijing nicht mehr berichten kann, da dort die Airpocalypse (leider) vorerst vorbei ist. Mal sehen wie lange sich die Berichte über den Smog in New Dehli in den Nachrichten halten. Ich befürchte es wird nur eine Randnotiz bleiben :(
sweetpanda hat geschrieben:Ich bin kein Fachmann für Heizungen [...]
Das stellst du eindrucksvoll unter Beweis, und das Herleiten ist auch nicht so dein Ding:
sweetpanda hat geschrieben:Meine Schwiegereltern leben in Anshan, ihre Wohnung wird mit Fernwärme beheizt. Das heiße Wasser stamme teilweise aus der Stahlfabrik und es wird noch zusätzlich in einem Kohlekraftwerk Wasser erhitzt.[...]
Abkühlen durch Fenster öffnen ist wegen der schlechten Luft auch keine Lösung und warum ist die Luft schlecht?
Weil zu viel geheizt wurde!
Fernwärme ist die Ausnutzung von erhitztem Wasser, welches andernorts durch einen Prozess anfällt. Im Fall deiner Schwiegereltern also in einem Stahlwerk bzw. einem Kohlekraftwerk. Würde das dort erhitzte Wasser nicht für das Heizen von Wohnungen verwendet werden müsste es anderweitig abkühlen bzw. abgekühlt werden. Es fällt aber auf jeden Fall an, egal wie es weiter verwendet wird. Daher würde die Luft keinen Deut besser werden, wenn mit Fernwärme beheizte Haushalte ihre Heizungen nach unten regulieren oder gar abschalten würden.

sweetpanda, mach mal ein paar Hausaufgaben in diversen Disziplinen bevor du hier weiterhin dein Unwissen unter Beweis stellst :!:
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Re: Luftverschmutzung in Beijing

Beitrag von mazzel »

sweetpanda hat geschrieben: Meine Schwiegereltern leben in Anshan, ihre Wohnung wird mit Fernwärme beheizt. Das heiße Wasser stamme teilweise aus der Stahlfabrik und es wird noch zusätzlich in einem Kohlekraftwerk Wasser erhitzt.
Die Heizung wird zu einem bestimmten Zeitpunkt angestellt und im Frühling wieder abgestellt.
Man kann sie nicht selbst regeln. Vor 2 Wochen war es noch nicht so kalt, doch die Jungs im Kraftwerk haben ordentlich geschippt. In der Wohnung war es 25 Grad, man kann die die Heizung nicht reduzieren und der Schwiegervater rennt daher in der kurzen Hose in der Wohnung rum.
Also im Grunde funktioniert es so oder so änlich in vielen Städten Chinas, wo die Behörden das Heizen "übernehmen". Wieso besorgen sich deine Schwiegereltern nicht einfach nen neue Heizkörper bzw. lassen Thermostate einbauen? Die Heizkörper die wir hier in der Wohnung haben, können nicht viel kosten, die trägt ein 5 Jähriger auf der Schulter, so leicht sind die. Dann können deine Schwiegereltern die Heizung wenigstens ausmachen.
Unsere Thermostate kennen trotz "Drehregler" leider auch nur "an" und "aus" und da ich hier bald ausziehe, werd ich mich auch nicht um andere Regler kümmern.
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Re: Luftverschmutzung in Beijing

Beitrag von sweetpanda »

Laogai hat geschrieben: Huch, ich sehe gerade diese Meldung. Kommt wohl gut gelegen, jetzt, wo man über Beijing nicht mehr berichten kann, da dort die Airpocalypse (leider) vorerst vorbei ist. Mal sehen wie lange sich die Berichte über den Smog in New Dehli in den Nachrichten halten. Ich befürchte es wird nur eine Randnotiz bleiben :(
Über China wird generell 10 mal mehr berichtet, positiv wie negativ. Inder/Pakistaner/Bangladeschis sind aus Mediensicht rückständige "Dritteweltmenschen", ob die knietief in Abwasserkloaken stehen oder Leichen im Ganges vorbeitreiben macht keinen stutzig.
Der Durschnitts IQ liegt dort bei 85, in China um die 100 oder sogar etwas mehr also so wie derzeit noch :cry: in Deutschland, von denen erwarten wir uns einfach mehr. Diese Länder stehen auf absehbare Sicht auf allen Ebenen so tief unten, die haben es sich noch nicht verdient, dass man auf Ihnen herumhackt.

Barfuß im Ratentempel, da lache ich doch über Feinstaub!
https://www.youtube.com/watch?v=1ccnCf8dXA8
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Re: Luftverschmutzung in Beijing

Beitrag von sweetpanda »

Laogai hat geschrieben:Fernwärme ist die Ausnutzung von erhitztem Wasser, welches andernorts durch einen Prozess anfällt. Im Fall deiner Schwiegereltern also in einem Stahlwerk bzw. einem Kohlekraftwerk. Würde das dort erhitzte Wasser nicht für das Heizen von Wohnungen verwendet werden müsste es anderweitig abkühlen bzw. abgekühlt werden. Es fällt aber auf jeden Fall an, egal wie es weiter verwendet wird. Daher würde die Luft keinen Deut besser werden, wenn mit Fernwärme beheizte Haushalte ihre Heizungen nach unten regulieren oder gar abschalten würden.

sweetpanda, mach mal ein paar Hausaufgaben in diversen Disziplinen bevor du hier weiterhin dein Unwissen unter Beweis stellst :!:
Die Anlagen werden für den Winter natürlich hochgefahren, im Sommer ist die Feinstaubbelastung nicht so hoch. Es wird schon stimmen, dass es bei diesen großtechnischen sicher relativ trägen Anlagen schwierig ist bedarfsmäßig zu steuern. Hauptaugenmerk wird sein, die Anlagen so laufen zu lassen, dass wenn es -20 Grad wird auch sicher genügend Wärme verfügbar ist.

Mein Lösungsvorschlag:

Fasst alle Chinesen kochen mit Gas, wenige mit Gasflaschen, fasst alle haben einen Gasanschluss, das Netz ist also vorhanden.
Man sollte in den Hochhäusern eine Gaszentralheizung einbauen. Die Heizungsrohre sind schon vorhanden. Buderus und Viessman stehen bereit und die Feinstaubbelastung ist schlagartig halbiert, Deutschland hat Milliardenaufträge und die USA/Australien liefern gerne verflüssigtes Gas per Schiff.
Wir wollen doch nur helfen!
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Re: Luftverschmutzung in Beijing

Beitrag von jackie_chan »

Zum Glück kochen viele Haushalte in China mit Gas, das ist wesentlich energieeffizienter als mit Strom!
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Re: Luftverschmutzung in Beijing

Beitrag von JensB »

jackie_chan hat geschrieben:Zum Glück kochen viele Haushalte in China mit Gas, das ist wesentlich energieeffizienter als mit Strom!
Die Chinesen die elektrisch kochen machen das aber oft mit Induktion, und das ist deutlich effizienter als Gas.
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Re: Luftverschmutzung in Beijing

Beitrag von punisher2008 »

JensB hat geschrieben: Die Chinesen die elektrisch kochen machen das aber oft mit Induktion, und das ist deutlich effizienter als Gas.
Effizienter und noch dazu sicherer. Ich verstehe nicht wie man heutzutage überhaupt noch Gas verwenden kann. Das war damals bei mir selbst in einer für China sehr fortschrittlichen Gegend oft problematisch Gas geliefert zu bekommen. Manchmal musste man schon mal einen halben Tag auf die Gasflasche warten. Das einzige was dafür wäre sind Stromausfälle, da ist man mit Gas unabhängiger. Aber in Städten wo das kein Thema ist ist Induktion die beste Lösung.
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Re: Luftverschmutzung in Beijing

Beitrag von Teilnehmer »

punisher2008 hat geschrieben:Ich verstehe nicht wie man heutzutage überhaupt noch Gas verwenden kann.
Weil echte Männer noch auf offenem Feuer kochen. Induktion ist was für Weicheier.
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Re: Luftverschmutzung in Beijing

Beitrag von jackie_chan »

Ich verstehe nicht woher der Irrglaube kommt das Kochen mit Induktion sei unterm Strich energieeffizienter als das Kochen mit Gas (besonders wenn das Gas über Leitungen ins Haus kommt und nicht in Tanks im Haus gelagert wird). Alleine der Energieverlust beim "Transport" des Stroms zum Endverbraucher fällt beim Gas deutlich geringer aus. Das Gas wird direkt am Herd ohne "Transportverluste" in Wärmeenergie umgewandelt. Betrachtet man die gesamte Energiebilanz unter Einbezug der Energie- bzw. Rohstoffgewinnung, der Energie die für die Herstellung der Herde selbst benötigt wird, Transport, ... schneidet der Gasherd (je nach den gegebenen Umständen) immer noch (deutlich) besser ab als der Induktionsherd.
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Re: Luftverschmutzung in Beijing

Beitrag von punisher2008 »

jackie_chan hat geschrieben:Ich verstehe nicht woher der Irrglaube kommt das Kochen mit Induktion sei unterm Strich energieeffizienter als das Kochen mit Gas (besonders wenn das Gas über Leitungen ins Haus kommt und nicht in Tanks im Haus gelagert wird). Alleine der Energieverlust beim "Transport" des Stroms zum Endverbraucher fällt beim Gas deutlich geringer aus.
Ich vermute dass die meisten Haushalte in China keine Gasleitung haben, also nur der Weg über die Gasflaschen in Frage kommt. Und das ist nicht sehr effizient wenn man bedenkt dass die Dinger durch die Gegend gefahren werden müssen. Bei uns ging das früher mit Motorrad, und da passen auch nur 2 Flaschen drauf, ist also mit ziemlich viel Fahrerei verbunden.
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