canni hat geschrieben:Was aus Kindern wurde, die nie was mit Gott zu tun haben durften, wissen wir Älteren. Man nannte sie HJ.
Jain - bzw. zu kurz gegriffen.
Da damalige Papst hatte sich (mithin die katholische Kirche) durch sein Handeln (besser Nicht-Handeln) mit allem bekleckert - nur nicht mit Ruhm.
Gleiches galt für seine "Außenstellen" in D.
Die meisten Geistlichen schwammen mit dem braunen Strom.
Einige sicher mit der geballten Faust - aber dennoch still.
Und nur ganz wenige wagten die offene Kritik am NS-Regime.
Nein canni, die damalige Kirche ist Nichts, womit man heute Reklame machen sollte.
Zivil-Courage Einzelner (die es ja gab) kam von denen, die eben nicht alles glaubten, was von der jeweiligen Kanzel gepredigt wurde (sei sie nun von "Braunauge" - oder einem Stadthalter Gottes gekommen.
Und im ach so katholischen Bayern heute ...
Ich hab einen langjährig guten Freund aus Ehingen (ein Einheimischer in der X-Ten Generation), der zur Gottesfürchtigkeit Folgendes sagt: Gerade da, wo die Menschen Sonntags in die Kirche gehen und einen auf "heile Welt" machen, ist i.d.R. der Wurm drin.
Für Außenstehende ist kaum zu glauben, was da (Original-Zitat: rum gehurt - und sonstiger Schindluder getrieben wird.
Hat ja auch keine Konsequenzen, denn Sonntags (oder wann auch immer) kann man ja seine Sünden beichten ...
Und mit 10 oder 20 Rosenkränzen und einem "bessere Dich", ist dann wieder Alles vergeben - und der jeweilige Sünder kann frohen Mutes weiter sündigen.
Gerade in erzkonservativen Gemeinden ist der Wurm drin.
Das ist denen die ehrlich sind und die Verhältnisse kennen auch bekannt.
Dazu brauchts auch keine Protz-Tebatze - auch die ach so lieben Schäfchen, haben nicht selten den Wolf intus.
canni hat geschrieben:Was im sogenannten Sozialismus quer läuft ist auch auf das weitgehende Fehlen eines Glaubens zurück zu führen.
Nein, man braucht keinen religiösen Glauben, sondern kritische und selbstbewusste Bürger, die eben keine Anleitung von "Oben" benötigen.
Genau das (dieser unkritische Glaube) führte zu den Kreuzzügen, dem 30-Jährigen Krieg bis hin zum heutigen IS.
Alternativ zu Stalin, Hitler Mao - die wurden gleichsam quasi religiös verehrt ...
Für meinen Geschmack alles andere als erstrebenswert.
canni hat geschrieben:Uns hat das nicht geschadet. Im Gegenteil es war toll und es waren pure Emotionen im Dezember oder an Ostern. Die Geschichten aus der Bibel waren spannend. Ob sie wahr sind, wer weiß das schon. Auf jeden Fall ist es gut an Gott zu glauben und an Jesus. Mir hat es auch später in vielen Situationen geholfen, auch wenn ich nun absolut nicht der totale Religionsfanatiker bin und nur an Heiligabend in die Kirche gehe. Es war gut. Auch die Konfirmationskohle nahmen wir natürlich dankend mit. Und auf den Christenlehrausflügen verlor so manches Mädchen seinen guten Ruf oder so.
Diese Erfahrung habe ich auch gemacht.
Aber das geht nur, wenn Religion eben nicht für machtpolitische Zwecke missbraucht wird.
canni hat geschrieben:Allerdings hatten wir auch super Religionslehrer. Meist Pfarrer und wir waren getrennt... das war einiges wert. Wir evangelischen hatten richtig Spass. Kein Beichten oder so haha..
Das kann ich (wie gesagt) unterschreiben.
canni hat geschrieben:Und nun kommst du und meinst, um beim Generalthema zu bleiben,die Moslems, die keine Wahl haben,die gezwungen sind die Lehren des Koran zu verwirklichen, passen in dieses System?
Die müssen.... unsere Kinder können. Was daraus wird sieht man ja. Wer an Gott glaubt hat viel mehr Respekt vor dem Leben und ein Gewissen, dass ihn von schlimmen Dingen abhält.
Canni, dabei übersiehst Du aber, das Religion immer das ist, was die betr. Vorbeter daraus machen (predigen). Denn sie haben den direkten Draht zu Gott, Allah etc. und die Gläubigen haben genau das zu glauben.
canni hat geschrieben:So ist unsere Gemeinschaft gewachsen. Nehmen wir mal den Popen in Rom und seine Sippschaft aus, doch ein ganz legerer Haufen freiweilliger Gläubiger?
Na ich weiß nicht ...
Wer nur aus Angst vor einer eventuellen Strafe Gottes die 10 Gebote einhält anstatt die Gesetze - aus eigenem Antrieb ...
Nein canni, die Menschen sind für ihr jeweiliges Handeln selbst verantwortlich - im Guten wie im Bösen.
Sich da hinter Gott (wen immer man dafür hält) zu verstecken - ist nichts anderes als Heuchelei und Angst/Flucht vor der jeweiligen eigenen Verantwortung.
canni hat geschrieben:Diejenigen, die mit der Christenlehre nichts am Hut haben in GER, sollen es lassen. Aber bitte, keine Taufe, keine Hochzeit und keine Beerdigung. Nur gegen einen horrenden Betrag natürlich!
Bin da völlig bei Dir.
Denn ich kenne genug Menschen, de nichts mi Religion am Hut haben - aber z.B. die Konfirmations-Geschenke dankend mitgenommen haben.
Wenn, dann sollte man aus Überzeugung Christ, Moslem, Jude etc. sein - nicht aus Berechnung.
canni hat geschrieben:Und ich nenne solche Leute dann Heiden. Ist doch richtig oder? Muss ja nicht schlecht sein.
Aber wenn man seine Kinder - ohne deren Zustimmung - ich dreh das jetzt mal um - von Gott fernhält bevor sie selbst entscheiden können.... wie nennst dann das Purchaser2008? Die Hassprediger lauern schon auf diese Lämmchen um sie zur Schlachtbank zu führen.
Nicht fernhält.
Meine Eltern (beide evangelisch) haben uns nicht taufen lassen, weil sie der Meinung waren/sind, dass, wenn wir das wollen, dass selbst entscheiden sollen.
Und genau so werden wir es auch mit unseren Kindern machen: Ihnen diese Entscheidung selbst überlassen.
Sicher der Humanismus ist (auch) u.a. aus dem Christentum hervor gegangen.
Aber Religion im Sinne von: Ich mache, was mir gesagt wird - ohne selbst nachzudenken - niemals.
Was daraus wurde (s.o.) und heute z.T. wieder geworden ist (auch s.o.) - nein, danke.
Ich behaupte mal, dass meine Eltern mich zu einem mündigen, selbstständigen Menschen erzogen haben, der sehr wohl "Gut" von "Böse" unterscheiden kann und versucht die Welt im Rahmen seiner Möglichkeiten ein kleines Bisschen besser zu gestalten, als sie es vorher war.
Ich denke mal, dass die, die meine Beiträge lesen, dass auch unterschreiben können.
Erziehung ist primär Elternsache - auch da läßt sich nichts, was da evtl. versaubeutelt wurde von Schule oder Kirche wieder grade biegen.
canni hat geschrieben:Religionsfreiheit heisst in unserem Land auch: man muss keine haben und nun leg das mal auf den Islam um`? Zumindest so lange wie noch die erste Generation hier mit herkommt, ist das undenkbar.
Stimmt.
canni hat geschrieben:Ich werde keine Partei wählen, die hier nicht eine klare Linie zieht. Auch die Unterscheidung der echten Flüchtlinge von den Schmarotzern muss diese Partei mir aufzeigen. Politiker die sagen, der Islam gehört zu Deutschland habens noch nicht kapiert, dass die Frage sehr bald lauten wird... wozu brauchen wir Christen in Deutschland.
Statt Christen wäre es m.E. besser mündige Humanisten zu sagen, denn die gibts überall und in jeder Religion.
Dann würde es den gar nicht erst geben:
canni hat geschrieben:..und dann steht Leo auf, denn Leo ist schon 18 Jahre,
und Leo sagt es ist so weit wir brauchen eine neue Zeit
und Leo hat blonde Haare
und draussen halt das Pflaster unter ihrem Nagelschritt
die Nacht ist nicht zum schlafen da
und im Geiste marschieren schon alle anderen mit auch wenn es heut nur wenige sind....
und wir lachen, dabei sollten wir weinen.
denn es lohnt sich bestimmt schon bei einem...
denn morgen.... könn es tausende sein
Ja es lohnt sich bestimmt schon bei einem
denn einer,,,, ist mehr als genug.
So .... etwas überdreht.. aber so sind wir Artisten nun mal...