Schauen wir uns als erstes die Lage der Diaoyu-Inseln an:
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Bis zur Nordspitze Taiwans sind es 170 Kilometer, bis zur südlichsten japanischen Insel auch 170 Kilometer, nach China sind es 330 Kilometer. Eigentlich müssten sich nur Japan und Taiwan über diese Inselgruppe streiten, China ist ohnehin zu weit weg.
Dann die Paracel-Inseln:
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Auf diese Inseln/Riffe erheben Vietnam und China Anspruch, da die südlichste Spitze von Hainan und auch die Ostküste Vietnams etwa gleich weit entfernt liegen, kann man beide verstehen. Die Festlandsockel beider Staaten reichen aber nicht zur diesen Inseln.
Die Spratly Inseln:
Diese Inseln/Riffe liegen so weit weg von China, dass jeder Exclusiv-Anspruch darauf Hanebüchen ist. Es ist eine Sache die Malaysia, Philippinen und Brunei unter sich ausmachen müssen. China dürfte damit rein gar nichts zu tun haben.
Was möchte uns China eigentlich mit seine „claim line“ sagen?
Die Lösung für alle 3 Probleme wäre so einfach:
Japan tritt sein Ansprüche auf die Diaoyu-Inseln an Taiwan ab und „pisst“ dabei elegant China ans Bein.
Die Paracel Insel sollten von China und Vietnam gemeinsam genutzt werden, Öl und Fische sollten man gemeinsam „ernten“.
China muss seine Baumassnahmen auf den Spratly-Inseln sofort stoppen, falls die Philippinen, Malaysia oder Brunei freiwillig mit den Chinesen zusammen arbeiten wollen, können sie dies gerne tun.
Doch meiner Meinung geht es hierbei nicht wirklich um Fischereirechte oder Ölquellen.
Bezogen auf die 1,3 Milliarden Menschen in China sind die zu erwartbaren Erträge nicht wirklich berauschend. Sehr wahrscheinlich schippern chinesische Fischer schon seit Jahren verdammt nah an diese Orte heran, so dass kaum höhere Erträge zu erwarten sind wenn man auch noch die letzten paar Kilometer heran fährt.
Ölquellen, darüber wird gerne und viel gemutmaßt, Fakten gibt es wenige. Zusätzlich ist mir nicht bekannt, dass China Offshore Ölförderung beherrscht und wie die in diesem „Taifunverwöhnten“ Meeresgebiet enden wird, kann sich jeder selbst denken.
Dann wird immer wieder von Militärstationen fabuliert mit denen China dann diese Meeresregion kontrollieren kann.
Wer sich aber mit den Möglichkeiten amerikanische seegestützter Marschflugkörper auskennt, weiß genau, wie schnell und einfach sich eine jede dieser stationären und leicht zu ortenden Anlagen ausschalten lässt.
Alle Mann und alle Anlagen sind binnen Sekunden verloren und die Leute wissen sehr wahrscheinlich noch nicht einmal, dass sie von mehren Tarnkappenmarschflugkörper die aus U Booten in hunderten Kilometern Entfernung gestartet wurden, zerfetzt werden.
Es wird sehr wahrscheinlich Stunden dauern bis irgendwer in Peking überhaupt verstanden hat, was passiert ist.
Meine Schwiegereltern, aufgehetzt von den chinesischen Medien, faseln immer mal wieder gegenüber meiner Frau von irgendwelchen militärischen Auseinandersetzungen die eventuell bald wegen der Inseln starten könnten. Ihnen ist leider noch nicht einmal klar wer gegen wen und in welchem Ausmaß, doch falls es wirklich dazu kommen sollte glauben sie, dass dies schnell und erfolgreich für China ausgehen wird und die „ Sache“ um die Inseln ein für allemal im Sinne Chinas geklärt sei.
Wie repräsentativ ist diese Einstellung in China?
Ist den „normalen“ Chinesen nicht bewusst, dass selbst dann wenn man es auf das chinesische Meer beschränken könnte und sich alles mit konventionellen Waffen abspielt bei amerikanische Beteiligung sämtliche chinesischen Marineeinheiten die sich im südchinesischen Meer befinden binnen 3 Tagen vernichtet sind.
Vielleicht sogar ohne US-Verluste, denn auf dem offenen Meer lässt sich technische Überlegenheit am besten ausnutzen.
Das China mit seinen Maßnahmen sämtliche Nationen Asiens in die Arme der USA treibt, scheint auch keine zu Sorgen? Ein Freihandelsabkommen der USA mit Vietnam ist vor kurzem in Kraft getreten.
China geht es also eigentlich nur darum herauszufinden, wie weit es gehen kann und wie sehr es seinen Nachbarn seinen Willen aufdrängen kann, bis etwas passiert.
Dann gibt es wieder diejenigen, die sagen, dass eine große Nation wie China auch Territorien außerhalb seines Mutterlandes „braucht“ oder wenigstens beanspruchen kann wie es die USA, Frankreich oder Großbritannien noch immer tun.
Doch leider vergisst man dabei gerne, dass es heute keine unbewohnten Inseln mehr gibt auf die keiner Anspruch erhebt, nein es gibt noch nicht einmal Inseln die von „rechtlosen“ Wilden bewohnt werden die man einfach zur Seite drängen kann, wie im Falle Hawaiis und USA geschehen.
China ist einfach hundert Jahre zu spät dran und wird sich daher mit dem „begnügen“ müssen was es derzeit hat.
Kann China noch zurück ohne sein Gesicht zu verlieren?
Wäre es den Interessen Chinas nicht wesentlich dienlicher zu versuchen die Zonen in Kooperation mit seinen Nachbarn zu erschließen?
