Misstrauen in „was immer die Regierung sagt“

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ingo_001
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Re: Misstrauen in „was immer die Regierung sagt“

Beitrag von ingo_001 »

egon hat geschrieben:Na, so gern gesehen sind die Chinesen nirgends auf der Welt, auch nicht in Afrika.

[ ... ]
Hab ich doch mit eigenen Worten schon (s. Vor-Posting) gesagt.
egon hat geschrieben:China selbst wird immer unattraktiver für ausländische Unternehmer. Viele sind bereits gegangen, viele werden folgen.
es muss ohnehin hinterfragt werden, was es uns nützt, wenn Unternehmen z.B. in China für China Autos baut. Ausser einer Gewinnoptimierung für Unternehmen und Aktionäre sehe ich da keine Vorteile. Damit wird nur die Aktienblase weiter aufgebläht. Und wen's dann den grossen Knall gibt, dann muss der Staat, sprich Steuerzahler, diese (Fehl-) Investitionen wieder absichern.
Gegangen sind die, die nur €-Zeichen in den Augen hatten, anstatt sich darüber zu informieren, wie das chin. Geschäfts-Gebaren ist (pers. Chemie -> Guanxi vs. das Voraussetzen westl. Geschäfts-Praktiken).
Wer in China erfolgreich Geschäfte machen will, muss das wissen, realisieren und akzeptieren - dann kann man auch gute Geschäfte machen.
Was ja etliche Firmen auch tun.

In China muss man nun mal nach chin. Regeln spielen - oder eben die Konsequenzen ziehen und China als (Absatz)-Markt abhaken.

Ergo: Solange die Vorteile/der Profit die Nachteile überwiegen, wird sich nichts ändern.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
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sweetpanda
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Re: Misstrauen in „was immer die Regierung sagt“

Beitrag von sweetpanda »

egon hat geschrieben: es muss ohnehin hinterfragt werden, was es uns nützt, wenn Unternehmen z.B. in China für China Autos baut. Ausser einer Gewinnoptimierung für Unternehmen und Aktionäre sehe ich da keine Vorteile. Damit wird nur die Aktienblase weiter aufgebläht. Und wen's dann den grossen Knall gibt, dann muss der Staat, sprich Steuerzahler, diese (Fehl-) Investitionen wieder absichern.
Glaubt einer von euch wirklich, dass wir nur annähernd die gleiche Mengen an Autos verkaufen "dürften", wenn nicht eine von der chinesischen Politik geforderte Mindestzahl auch dort produziert wird. Außerdem wären wir in Deutschland gar nicht dazu in der Lage so viele "deutsche" Autos zu produzieren wie in China oder USA gekauft werden.
Weder gäbe es genug qualifizierte Arbeitskräfte, Produktionsressourcen oder gar Transportkapazitäten.

Traurig ist für wahr, dass auch fasst alle Deutschen die es sich seit 25 Jahren hätten leisten können versäumt haben an der Gewinnoptimierung unserer Spitzenkonzerne teilzuhaben.
Hätte man sich nur das Geld für Kippen, "zu viel Alkohol", Premiere oder Sky gespart, demnach seit 1990 monatlich 100-200€ in den Dax investiert, hätte man mit 50-55 Jahren nicht nur eine bessere Gesundheit, sondern zusätzlich noch 150.000-200.000 € für einen früheren Renteneintritt.

Man sah sich sein halbes Leben durch die Schattenseiten des Finanzmarktkapitalismus "getriezt", hat aber nie von der anderen Seite der Medaille, den sprudelnden Unternehmensgewinne, profitiert.
Ich spreche nicht von den Menschen die prekär Beschäftigt waren und generell wenig verdienten, sondern die gute Mittelsicht die beispielsweise in den USA fasst alle am Ende ihres Arbeitsleben ein Depot in sechsstelligen Höhen haben und ein Eigenheim.
Meinungsbildend in einer Gesellschaft ist die gehobene Mittelsicht, die positiven Erfahrungen der Amerikaner mit Aktien -im Gegensatz zu den Deutschen- machen klar, woher unsere stärkere Kapitalismuskritik kommt.
“If you are in favour of global liberal hegemony, you are the enemy.”
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sweetpanda
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Re: Misstrauen in „was immer die Regierung sagt“

Beitrag von sweetpanda »

egon hat geschrieben:Na, so gern gesehen sind die Chinesen nirgends auf der Welt, auch nicht in Afrika.
Das würde aber vielen einen großen Teil ihres Lebensinhaltes nehmen, wenn der europäische Gutmensch zugeben müsste, dass der Weiße Mitteleuropäer (auch die die seit 150 Jahren in den USA leben) nicht mehr Hauptquelle des "Unrechts" auf der Welt ist.
Ich hatte auf der Arbeit einen ehemaligen KPMGler aus Guinea Biseau oder Gambia getroffenen -sein Pappi war irgendein höherer Beamter da- Französisch, Englisch, Deutsch und 2-3 afrikanische Dialekte konnte er fließend.
Ok, die afrikanischen Dialekte konnte ich nicht "überprüfen".... :wink:
Amerikanische und Europäische Unternehmen würden seit 5-10 Jahren wenigstens ansatzweise Korruption einschränken, aber die Chinesen würden heute schamloser "Auftischen" als es der "Weiße Mann" je wagte. :mrgreen:
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