Monatliche Kosten Peking für Praktikanten

Für alle, die in Peking leben, sich für Peking interessieren oder vor bzw. während ihres Peking-Aufenthalts Kontakte knüpfen und Erfahrungen austauschen möchten.
xiaomama
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Monatliche Kosten Peking für Praktikanten

Beitrag von xiaomama » 25.01.2015, 21:48

Hallo,

mich würde mal interessieren mit welchen monatlichen Kosten ich in Peking rechnen müsste:
-Miete
-Verpflegung
-ÖPNV

Ansprüche entsprechend einem Studenten (budget).

Merci!

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Phytagoras
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Re: Monatliche Kosten Peking für Praktikanten

Beitrag von Phytagoras » 26.01.2015, 02:00

Kommt halt alles drauf an, wo du wohnen willst.

Etwas außerhalb, z.B. in Changping ist die Miete natürlich günstiger bzw. du bekommst fürs gleiche Geld wie in der Innenstadt mehr m². Dafür dauert es dann halt länger zur Praktikantenstelle.
Gibt da von 2500RMB monatlich-Ende offen alles.

Verpflegung das selbe. Gibt von den 12RMB kantinenähnlichen "Restaurants", bei denen das Essen auch wie 12RMB schmeckt, bis hin zu normalpreisigen Restaurants alles. Wenn du selber kochst, ist es aber eigentlich noch etwas günstiger als in Deutschland, je nachdem, was du essen willst.

Öffentliche Verkehrsmittel sind jedoch günstig, wobei Ende letzten Jahres Beijing die Preise für Bus und U-Bahn angehoben hat. Früher kostete jede Strecke in der U-Bahn 2 RMB. Mittlerweile rechnet sich das nach Entfernung. Günstig ist es aber eigentlich immer noch, je nachdem wo du dann wohnst.

_______________________________________

Was ich jedoch sagen würde ist, dass man mittlerweile in Beijing nicht mehr wirklich so viel günstiger leben kann, wie in Deutschland, meiner Erfahrung nach (jedenfalls wenn man den selben Standard ansetzt). Was man an z.B. Essen spart, zahlt man an anderen Sachen mehr.

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Re: Monatliche Kosten Peking für Praktikanten

Beitrag von mazzel » 26.01.2015, 08:32

Kann Pythagoras teilweise zustimmen!
Bei den Mieten hat er recht, je weiter außerhalb, desto mehr bekommst du fürs Geld. Du kannst aber auch in der "Innenstadt", also Nähe Linie 10 für 2500 RMB pro Monat wohnen, darfst dann aber keinen Palast erwarten (WG-Zimmer mit 4-5 weiteren Leuten und nur einem Badezimmer ist realistisch).
Beim Essen muss ich sagen, gerade wenn man für sich alleine einkauft und kocht, ist man preislich eher über deutschem Niveau, außer man kauft das angematschte Gemüse vom Wühltisch. Man bekommt in kleinen Restaurants bzw. Nudelhäusern Gerichte zwischen 10-30Rmb (besonders die Nudeln sind nicht teuer), die man für den Preis nicht selber kochen kann. Besonders wenn du westliche Gerichte kochen möchtest, liegst du schnell weit über deutschem Niveau, da so Dinge wie Sahne, Käse etc. hier eben teurer sind. Wenn du chinesisch kochen kannst/willst, dann kann es natürlich mal günstiger werden. Aber meine Erfahrung ist eher, dass kochen etwas teurer ist als in D (jetzt auf westliches kochen bezogen).
Zu ÖPNV hat Pythagoras alles gesagt. Verglichen mit "früher" ist es natürlich deutlich teurer, verglichen mit D immer noch sau günstig!
Phytagoras hat geschrieben:Was ich jedoch sagen würde ist, dass man mittlerweile in Beijing nicht mehr wirklich so viel günstiger leben kann, wie in Deutschland, meiner Erfahrung nach (jedenfalls wenn man den selben Standard ansetzt). Was man an z.B. Essen spart, zahlt man an anderen Sachen mehr.
Genau! Also nicht immer mit den westlichen Kollegen in viel zu teure westliche Resutarants gehen, dann ist es eigentlich kein Problem! Miete ist eben gehobenes deutsches Niveau...

Die spannende Frage ist, zahlt dein Arbeitgeber dir genug? Bei uns in der Firma wird niemand mehr ein Praktikum machen, sofern er/sie nciht schon ne Wohnung in Peking hat. Mit dem erlaubten Praktikantengehalt kann man sich in Peking keine Wohnung+Essen finanzieren.

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Re: Monatliche Kosten Peking für Praktikanten

Beitrag von xiaomama » 26.01.2015, 16:47

Danke für die Antworten. Bezüglich der Wohnung habe ich keine großen Ansprüche. Da würde es eine WG in der Innenstadt schon tun.

Was das Essen angeht, denke ich, dass ich hauptsächlich chinesisch Essen gehen werde. Ich war auch schon einige Male in China; nur nicht in Peking für längere Zeit.

"Monatskarten" gibt es wohl nicht?!

Ich will damit nur eine Grundlage für ein baldiges Bewerbungsgespräch sowie Kostenplanung haben.

Sind 5000-7000 RMB unrealistisch als Praktikantengehalt?!

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Re: Monatliche Kosten Peking für Praktikanten

Beitrag von PatrickB » 26.01.2015, 16:54

soviel hab ich nicht im Ansatz bekommen, und ich bin von ner deutschen Firma nach SH geschickt worden...
allerdings war die Bude gestellt

Fertige Ingenieure haben in unserem Chinawerk um die 6500RMB bekommen
von daher sag ich mal ja... unrealistisch, vor allem wenn du dich bei ner chinesischen Firma bewirbst, die auch chinesische Studenten für "lau" haben können

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Re: Monatliche Kosten Peking für Praktikanten

Beitrag von blackrice » 26.01.2015, 16:59

xiaomama hat geschrieben:Sind 5000-7000 RMB unrealistisch als Praktikantengehalt?!
ich sag mal JA..denn um die 1000 Euro haben selbst sehr viele Deutsche In D nicht
Globalisierung ist ein zweischneidiges Schwert, die schaerfere Seite wird dazu benutzt die schwaecheren Laender auszuschlachten

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Re: Monatliche Kosten Peking für Praktikanten

Beitrag von Helfer » 26.01.2015, 17:56

Die Problematik Visum fuer Praktikaten ist bekannt?

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Re: Monatliche Kosten Peking für Praktikanten

Beitrag von xiaomama » 27.01.2015, 09:59

Wäre sogar ein deutsches Unternehmen. Dann werde ich also draufzahlen müssen. Dann weiß ich Bescheid. Danke!
Helfer hat geschrieben:Die Problematik Visum fuer Praktikaten ist bekannt?

Nein?! Ich bitte um Aufklärung. Danke.

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Re: Monatliche Kosten Peking für Praktikanten

Beitrag von wingtsun » 27.01.2015, 10:26

xiaomama hat geschrieben:"Monatskarten" gibt es wohl nicht?!
Ne, aber du kannst dir eine Auflade-Karte holen, die du dann immer abscannst. Ist genau so bequem, aber halt kein Monats-Abonnement wie aus D.

Such dir doch einfach noch einen Nebenjob in BJ.
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Re: Monatliche Kosten Peking für Praktikanten

Beitrag von blur » 27.01.2015, 10:27

xiaomama hat geschrieben:Nein?! Ich bitte um Aufklärung. Danke.
Als Praktikant ein Visum zu bekommen ist seit einiger Zeit schwierig bis unmöglich. Wenn es eine große Firma ist seh zu, dass die sich um dein Visum kümmern, allein wird das nichts.

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Re: Monatliche Kosten Peking für Praktikanten

Beitrag von mazzel » 27.01.2015, 10:52

blackrice hat geschrieben:
xiaomama hat geschrieben:Sind 5000-7000 RMB unrealistisch als Praktikantengehalt?!
ich sag mal JA..denn um die 1000 Euro haben selbst sehr viele Deutsche In D nicht
Aus Erfahrung von meinem eigenen Praktikum bzw. anderen Praktikanten diverser deutscher Firmen, bekommt der Praktikant normalerweise als Gesamtpaket 1000€. Der Großteil geht hierbei für die Wohnung drauf. Wenn also die Firma eine Wohnung stellt, dann wirst du wohl ein Gehalt von 2000-3000 Rmb bekommen. Mehr "darf" eine Firma offiziell auch nicht für ein Praktikum zahlen, da Praktikanten in China laut unserer HR eigentlich gar nicht bezahlt werden dürfen, sondern lediglich eine "Aufwandsentschädigung" bekommen. Wird bei 5000-7000 etwas schwer zu argumentieren...
wingtsun hat geschrieben:
xiaomama hat geschrieben:"Monatskarten" gibt es wohl nicht?!
Ne, aber du kannst dir eine Auflade-Karte holen, die du dann immer abscannst. Ist genau so bequem, aber halt kein Monats-Abonnement wie aus D.
Verwendet man die Karte oft genug pro Monat, werden die Fahrten allerdings günstiger.
wingtsun hat geschrieben:Such dir doch einfach noch einen Nebenjob in BJ.
Nett gemeinter Tipp, aber ich denke mal das das Praktikum bei einer deutschen Firma Vollzeit sein wird. Da hat man nach 8 Stunden Bürozeit + An- und Abreise keinen Bock mehr, einen auf Englischlehrer oder Kellner zu machen...

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Re: Monatliche Kosten Peking für Praktikanten

Beitrag von wingtsun » 27.01.2015, 12:37

mazzel hat geschrieben:Nett gemeinter Tipp, aber ich denke mal das das Praktikum bei einer deutschen Firma Vollzeit sein wird. Da hat man nach 8 Stunden Bürozeit + An- und Abreise keinen Bock mehr, einen auf Englischlehrer oder Kellner zu machen...
Wenn man auf das Geld angewiesen ist, wird man da "Bock" drauf haben (müssen).
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Re: Monatliche Kosten Peking für Praktikanten

Beitrag von blackrice » 27.01.2015, 12:56

mazzel hat geschrieben:.....Praktikum.....8 Stunden Bürozeit.....
"hands on" 8)
Globalisierung ist ein zweischneidiges Schwert, die schaerfere Seite wird dazu benutzt die schwaecheren Laender auszuschlachten

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Re: Monatliche Kosten Peking für Praktikanten

Beitrag von xiaomama » 27.01.2015, 16:40

Danke für die Antworten. Dann lag ich ja doch gar nicht sooo falsch. Ob die Firma nun die Wohnung bezahlt oder ob ich dafür Gehalt bekomme und mir die Bude selbst bezahlen muss macht unter dem Strich kaum einen Unterschied.
Allerdings habe ich viele Dinge die ich ansprechen kann und einen Anhaltspunkt habe. Allen voran das Thema Visum und Beschaffung!

Vielen Dank.

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Re: Monatliche Kosten Peking für Praktikanten

Beitrag von mazzel » 28.01.2015, 11:14

wingtsun hat geschrieben:
mazzel hat geschrieben:Nett gemeinter Tipp, aber ich denke mal das das Praktikum bei einer deutschen Firma Vollzeit sein wird. Da hat man nach 8 Stunden Bürozeit + An- und Abreise keinen Bock mehr, einen auf Englischlehrer oder Kellner zu machen...
Wenn man auf das Geld angewiesen ist, wird man da "Bock" drauf haben (müssen).
Dann kommt man aber nicht zu nem Praktikum nach China... Man wird sich das wohl vorher ausrechenen, ob man sich das leisten kann oder nicht...
xiaomama hat geschrieben:Ob die Firma nun die Wohnung bezahlt oder ob ich dafür Gehalt bekomme und mir die Bude selbst bezahlen muss macht unter dem Strich kaum einen Unterschied.
Das musst du mir jetzt mal erklären :shock: Bei meinem Praktikum hätte es unterm Strich ne ganze Menge ausgemacht, wenn die Firma die Wohnung nicht bezahlt hätte... Die 7.000RMB, die die Wohnung gekostet hat, hätte ich nicht gehabt. Und vom Praktikantengehalt hätte ich mir auch keine leisten können...

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