Entbindung in Hong Kong

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Shenzhen
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Re: Entbindung in Hong Kong

Beitrag von Shenzhen »

Auch nicht zu vergessen Notfallplan - unser Kind kam fast 3 Wochen zu frueh - Fruchtblase einfach so geplatzt ohne irgendwelche "Vorwarnungen", wie lange vor Geburtstermin willst du in HK leben? Die Lebenshaltungskosten incl. Hotel sind in HK relativ hoch - muss man auch zurechnen. Es gibt doch bestimmt auch eine Grenze bis wann geflogen werden kann. Warst du schon in HK? Also ich halte es dort nie laenger als ein paar Tage aus und muss es auch gluecklicherweise nicht - und dann noch Schwanger dort? Nee...

Ueberhaupt kann es ja auch schon viel frueher zu Komplikationen kommen, was ist mit den Vorsorgeuntersuchungen/Vorbereitungen - wenn du den Chin. Aerzten so misstraust solltest du evtl. gleich rueber fliegen.
knautschhaut
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Re: Entbindung in Hong Kong

Beitrag von knautschhaut »

Ich bin auch nicht der allergrösste Fan von Hong Kong, muss ich gestehen :-) Aber was macht man nicht alles...

Wir haben hier ein Krankenhaus, das in Ordnung ist, dort mache ich auch meine Check-Ups und fühle mich gut betreut. Wenn also alle Stricke reissen, dann habe ich einen Notfallplan. Was mich am meisten verunsichert ist einfach die Massenabfertigung und dass ich denke, mein Chinesisch für den Fall nicht abrufbar zu haben. Ich wurde in China bereits einmal mit einer Nierenkolik ins Krankenhaus eingeliefert und ich hätte kein Wort auf Chinesisch rausbringen, geschweige denn Diagnosen verstehen können und war einfach nur dankbar eine englischsprechende Betreuung zu haben. Ich möchte nur meinen Partner dabei haben dürfen und will keinen medizinisch nicht notwendigen Kaiserschnitt aufgeschwatzt bekommen und das läuft in vielen Krankenhäusern hier wohl nach Aussage von Bekannten und meiner Frauenärztin einfach oft so.

Es geht uns nicht ums Geld, wir wissen dass Hong Kong ein weitaus grösserer Kostenfaktor wäre und planen natürlich auch die Übernachtungskosten mit ein. Aber am Ende möchte ich mir bei Komplikationen nicht vorwerfen, dass ich sparen wollte und deswegen einen Fehler gemacht habe. Hong Kong ist so nah und das Gesundheitssystem soll so viel besser sein als das (gängige) Chinesische, deswegen der Wunsch.
knautschhaut
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Re: Entbindung in Hong Kong

Beitrag von knautschhaut »

Achja:

Falls hier jemand einen super Tipp für ein Krankenhaus auf Hainan, bei dem er selbst gute Erfahrungen gemacht hat in Sachen Geburt (oder eventuell auch Shenzhen oder Guangzhou)... immer her damit :-)
Einzige Bedingung von uns: hygienischer Standard und englischsprechendes Personal - nicht nur zur Beratung und vorher abgesprochenen Terminen, sondern 24 Stunden, damit auch bei der Geburt jemand vor Ort ist.
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Re: Entbindung in Hong Kong

Beitrag von JensB »

Eine gewissen Massenabfertigung gibt es auch in Hong Kong. Im Baptist ist es so, und das ist eine gute Adresse.
Mathilda sollte besser sein, wird auch mehr kosten. Schon wegen der tollen Lage.

Du sollte diese Frage besser in einem HK Forum stellen, z.B.: http://hongkong.geoexpat.com
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egon
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Re: Entbindung in Hong Kong

Beitrag von egon »

Einige Fluggesellschaften verweigern Schwangeren die Befoerderung bereits ab 8. Monat. Dann wirds mit einem 90 Tage HK Visum schon eng. Wenn Du entsprechenden "Vorlauf" einplanst, also mindestens 4 Wochen vor Termin in HK bist, nach der Entbindung gehts auch noch ne Weile bis ihr ausreisen koennt, da erst die Dokumente fuer das Baby und danach das chinesische Visum ausgestellt sein muessen, wird allein die Unterkunft ein gehoeriges Loch in die Haushaltskasse schlagen. Dazu kommt der vorprogrammierte Aerger mit der Versicherung. "Was, extra nach HK geflogen? DAS zahlen wir nicht..." Die finden doch letztendlich immer eine Ausrede, wenns ums Bezahlen geht. Ich wuerde den Plan aufgeben. Entweder arrangiert ihr Euch mit einem lokalen chinesischen Krankenhaus, was ich persoenlich wegen schlechter Erfahrungen ablehne (Shenzhen hat da zwar gute Erfahrungen gemacht, aber...), oder ihr solltet ueber eine Entbindung in Deutschland nachdenken. Insbesondere wenn es zu Komplikationen kommt, Du und/oder Baby laenger im Krankenhaus bleiben musst, seit ihr auf der sicheren Seite. Weiterer Vorteil ist, dass die deutsche Krankenkasse die Kosten uebernimmt und es viel einfacher ist, das Baby anzumelden, Pass usw.
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Re: Entbindung in Hong Kong

Beitrag von egon »

knautschhaut hat geschrieben:Achja:

Falls hier jemand einen super Tipp für ein Krankenhaus auf Hainan, bei dem er selbst gute Erfahrungen gemacht hat in Sachen Geburt (oder eventuell auch Shenzhen oder Guangzhou)... immer her damit :-)
Einzige Bedingung von uns: hygienischer Standard und englischsprechendes Personal - nicht nur zur Beratung und vorher abgesprochenen Terminen, sondern 24 Stunden, damit auch bei der Geburt jemand vor Ort ist.
Willst Du dich wirklich auf solche "Tipps" verlassen? Da reicht schon eine Woche und der "damals" so gute Doktor ist nicht mehr da, die Vorschriften haben sich geaendert...
Bis auf internationale Krankenhaeuser und Glueckstreffer kann man das restliche chinesische Gesundheitswesen abschreiben. Auch hast Du keinerlei Einfluss, was die letztendlich mit Dir anstellen, was sie dir fuer Zeugs reinpumpen.
Wenn so was schief geht, machst Du dir Vorwuerfe bis ans Lebensende!!!!!
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Re: Entbindung in Hong Kong

Beitrag von JensB »

egon hat geschrieben:"Was, extra nach HK geflogen? DAS zahlen wir nicht..." Die finden doch letztendlich immer eine Ausrede, wenns ums Bezahlen geht.
Auf welcher Basis sollten die denn zahlen? Es gibt absolute keinen Grund warum die Versicherung eine Privatreise zahlen sollte. Das ist hier kein Notfall wo die medizinische Versorgung in China nicht gegeben ist. Das ist eine reine private Entscheidung.
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Re: Entbindung in Hong Kong

Beitrag von Yingxiong »

egon hat geschrieben:Wenn so was schief geht, machst Du dir Vorwuerfe bis ans Lebensende!!!!!
In meiner Signatur steht: "Man sagt, die Zeit heilt alle Wunden. Ich hab die Zeit noch nicht gefunden!"

Nach nunmehr 1,5 Jahren sind die Wunden nun doch verheilt.
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Die Erinnerung ist das Fenster durch das wir Dich sehen können, wann immer wir wollen...

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Re: Entbindung in Hong Kong

Beitrag von knautschhaut »

Verlassen will ich mich natürlich nicht einfach auf anonyme Tips aus einem Forum, aber dann kann man sich selber vor Ort ein Bild von der Lage machen, nur einfach nach Guangzhou zu fahren und mal wahllos zu schauen, ist vielleicht nicht so effektiv.

Wir sind ja wie gesagt noch sehr früh in der Schwangerschaft und haben noch Zeit alle Optionen gründlich gegeneinander aufzuwiegen. Danke an alle für ihre Hinweise!

Ein paar Sorgen hatte ich natürlich vorher auch schon und die wurden hier nur verstärkt. Andererseits gefällt mir die Hong Kong Option einfach sehr gut, wenn sie nicht total realitätsfern sein sollte. Natürlich bezahlt mir keine Versicherung der Welt Flüge nach Hong Kong... muss sie ja auch nicht. Wir sind keine hochbezahlten Expats mit deutschen Arbeitsverträgen und Dienstwagen vor der Tür, wir sind aber auch keine Studenten mehr und müssen uns deswegen nicht rein aus Kostengründen für oder gegen eine Option entscheiden, das spielt nur eine Nebenrolle und eine gute Lösung wäre uns das Geld allemal wert.
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Re: Entbindung in Hong Kong

Beitrag von Lotti »

Zu hk kann ich leider keine tipps geben, wollte nur mal am rande hier lassen, wie ich es gemacht hab.
Ich bin im 5. monat nach deutschland.
War rückblickend auch eine gute entscheidung, da das baby einen monat früher geholt wurde, wegen präeklampsie.
In china wäre das wahrscheinlich nicht diagnostiziert worden, bzw erst, wenn es zu spät wäre, da ich eigentlich beschwerdefrei war, obwohl meine nieren auch schon angegriffen waren.

Ich habe allerdings auch in einer kleinstadt mit entsprechendem, silent hill artigem krankenhaus in der nähe gelebt.
Bin quasi fluchtartig nach deutschland. :lol:



Ps: zeit einplanen ist wichtig. Man weiß vorher nie, wann das baby kommt, und wie schnell es dann ist.
In 3 Sekunden ist der Huehnerfuss aus meiner Suppe verschwunden, sonst gibts morgen Kaesefondue!!!
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Re: Entbindung in Hong Kong

Beitrag von egon »

Lotti hat geschrieben:Zu hk kann ich leider keine tipps geben, wollte nur mal am rande hier lassen, wie ich es gemacht hab.
Ich bin im 5. monat nach deutschland.
War rückblickend auch eine gute entscheidung, da das baby einen monat früher geholt wurde, wegen präeklampsie.
In china wäre das wahrscheinlich nicht diagnostiziert worden, bzw erst, wenn es zu spät wäre, da ich eigentlich beschwerdefrei war, obwohl meine nieren auch schon angegriffen waren.

Ich habe allerdings auch in einer kleinstadt mit entsprechendem, silent hill artigem krankenhaus in der nähe gelebt.
Bin quasi fluchtartig nach deutschland. :lol:

Ps: zeit einplanen ist wichtig. Man weiß vorher nie, wann das baby kommt, und wie schnell es dann ist.
Genauso wie meine Frau 2 Tage vor der Fehlgeburt zur "grossen" Schwangerschaftsuntersuchung war (allerdings beinhaltet diese keinen Ultraschall) und genauso wie bei der Frau einer meiner Mitarbeiter im 7. Monat ein Neuralrohrdefekt des Babys festgestellt wurde. Dieses wurde dann mittels Injektion im Mutterleib getoetet und anschliessend die Abstossung mittels Medikament eingeleitet. Ist jetzt 3 Monate her. Davon war die Frau 2 Monate im Krankenhaus in nervenaertzlicher Behandlung. Jetzt ist sie bei ihren Eltern unter starken Antidepressiva.
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Re: Entbindung in Hong Kong

Beitrag von cayman »

knautschhaut hat geschrieben: und eine gute Lösung wäre uns das Geld allemal wert.

dann bekommt Euer Kind in Deutschland! Was für eine Diskussion, Hainan, Hong Kong usw., wie oft bekommt man ein Kind? Als Deutscher wäre es für mich eine leichte Entscheidung, dazu brauche ich kein Forum
Anstatt zu klagen was ihr wollt, solltet ihr dankbar sein, dass ihr nicht all das bekommt, was ihr verdient
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Re: Entbindung in Hong Kong

Beitrag von mario.s »

Guten Morgen knautschhaut (fuer eine Frau uebrigens ein "interessanter" Nick ;) ),

dann moechte ich an dieser Stelle auch kurz meine Erfahrungen beisteuern: Chinesische Aerzte neigen in der Tat sehr schnell dazu, per Kaiserschnitt zu entbinden. Es geht eben schneller, (fuer die Aerzte) unkomplizierter und bringt dem Krankenhaus mehr Geld. Als unser Sohn hier in China zur Welt kam, bedurfte es einiger Sturkoepfigkeit und Beharrens unsererseits, dass er auf normalem Weg geboren wird.

Dafuer ist es wichtig, dass Ihr eine Klinik Eures Vertrauens findet und dort entsprechend Euren Standpunkt klar macht. Das ist nicht ganz einfach, aber moeglich. Schaut Euch auch die Einrichtung des KHs an und entscheidet wie Ihr es in D tun wuerdet. China hat nicht nur Provinzkrankenhaeuser sondern durchaus auch welche, die westlichen in Nichts nachstehen und teilweise sogar moderner sind. Im Gegensatz zu den Erfahrungen von Egon - die ich nicht schoenen moechte und fuer dessen Standpunkt ich durchaus Verstaendnis habe - wurde in "unserem" KH eher mehr untersucht und bei der kleinsten Unregelmaessigkeit gab es auch entsprechende Extra-Untersuchungen. Wir waren dabei in einer Frauen- und Kinderklinik hier in Sichuan.

Von einem befreundeten Hollaender weiss ich, dass es auf Hainan einen in China sehr angesehenen Arzt gibt, der auf Normalgeburten spezialisiert ist und dies sogar nach Kaiserschnitten macht, wenn die Umstaende es zulassen. Seine Frau und er hatten ihn fuer die Geburt des zweiten Kindes in Betracht gezogen, nachem der Kaiserschnitt beim ersten Kind die Mutter ziemlich mitgenommen hatte. Letzten Endes scheiterte es bei ihnen an der Distanz zu Hainan, weshalb der zweite Sohn nun in Chengdu zur Welt kommen wird.

Ich werde ihn heute mal nach dem Namen und ggf. der Adresse der Klinik fragen. Da Du geschrieben hast, dass Ihr noch etwas Zeit habt, waere es vielleicht eine Option dort mal vorbei zu schauen.

Die besten Gruesse

Mario
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Re: Entbindung in Hong Kong

Beitrag von knautschhaut »

Das wäre toll, vielen Dank!

Zum besseren Verständnis: Natürlich wäre die absolute Ideallösung für ein paar Monate nach Deutschland zu gehen, das Kind zu bekommen usw.
Die Sache ist nur, dass wir damit beide unsere Jobs hier aufgeben müssten, denn eine Geburt ohne Vater kommt für uns nicht in Frage. Und da ich sehr flexibel die meiste Zeit von Zuhause arbeite und wir es toll finden würden, dem Kind das Aufwachsen in einer anderen Kultur zu ermöglichen, wäre es einfach ein Traum für uns hier mit Nachwuchs.

In Deutschland müssten wir auf Job- und Wohnungssuche gehen und uns erst mal wieder eine Zukunft aufbauen, hier sitzen wir im gemütlich gemachten Nest und können ein sehr schönes Leben geniessen, dass wir einfach gern mit unserem Nachwuchs teilen würden, wenn irgendwie möglich.

Es hat also nicht nur egoistische Gründe, dass wir so gerne einen Weg finden würden hier unser Kind zu bekommen. Wobei es natürlich keinen Zweifel gibt: Beim Auftauchen der kleinsten Komplikationen, würde ich meinen Koffer packen und den nächsten Flieger nach Deutschland nehmen.
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mario.s
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Re: Entbindung in Hong Kong

Beitrag von mario.s »

Bei der Gelegenheit vielleicht noch eine Anmerkung: Dass der Vater bei der Geburt dabei sein kann ist eher unueblich in China und bedarf nochmal groesserer Ueberzeugungskraft. Ich haette es mir bei meinem Sohn auch gewuenscht. Und am Anfang wurde uns auch versichert, dass das kein Problem waere. Allerdings von den Schwestern und nicht vom Entbindungsarzt. Letzterer hatte mich naemlich dann doch wie ueblich ausgesperrt. Die laengsten zweieinhalb Stunden meines Lebens...

...umso schoner der Moment als die Schwester den Kopf aus der Tuer steckte und mir verkuendete “小你”. (Wusste ja schon, dass es ein Junge wird, aber vergessen werd ich's trotzdem nicht... ;) )

Ich melde mich mit dem Namen, wenn ich ihn habe.

Beste Gruesse
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