Eheschliessung in D, China or HK ?

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Annie.
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Eheschliessung in D, China or HK ?

Beitrag von Annie. »

Hallo,

Mein Freund (Shanghainese) und ich (aus Deutschland) planen 2015 zu heiraten. Es ist zwar noch sehr viel Zeit bis dahin, aber trotzdem machen wir uns schon Gedanken.
Welches Land ist die einfachste Loesung fuer die Eheschliessung? (ich würde auf HK tippen per Forums-Mitglieder Erfahrung...) Mir graut es ehrlich gesagt vor der Bürokratie und ich bin nur selten in Deutschland.

Ich denke danach wollen wir erst einmal weiter in Shanghai leben und irgendwann nach Deutschland ziehen. Waere es denn unproblematisch die Dokumente in China sowohl als auch in Deutschland anerkennen zu lassen?

Vielen Dank im Voraus fuer die Antworten :)
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mario.s
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Re: Eheschliessung in D, China or HK ?

Beitrag von mario.s »

Hi Annie.

Wenn Ihr beide sowieso eher in China als in D seid, dann bietet sich auf jeden Fall Asien an. Die einzige Schwierigkeit besteht IMHO in der Beschaffung Deines Ehefähigkeitszeugnisses.

Ich kann Dir nicht viel zur Hochzeit in HK sagen, doch mit EFZ ist es in China wirklich einfach. Mussten es damals nur übersetzen und bestätigen lassen und dann konnten wir auch heiraten. Zur Eintragung der Ehe in D wurde dann das Chin. Ehebuch notariell übersetzt, bestätigt vom Amt für ausländische Angelegenheiten und überbestätigt vom Dt. Konsulat und dann gings ab zum Dt. Standesamt.

Mal sehen was die anderen so schreiben. ;)

Beste Grüße
Mario
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Re: Eheschliessung in D, China or HK ?

Beitrag von vilarinha »

Bei dieser Konstellation würde ich HK empfehlen.
Die Heiratsurkunde wird sowohl in China als auch (mit Apostille) in Deutschland anerkannt.
Ehefähigkeitszeugnis nicht notwendig.
Falls beide weder verwitwet noch geschieden sind reicht Reisepass/HK-Permit.
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Re: Eheschliessung in D, China or HK ?

Beitrag von VielUnterwegs »

Deutschland kannst du gleich aus der Liste streichen, falls es einfach sein soll. Meine eigene Erfahrung zur Eheschliessung in China habe ich hier zusammengefasst:
http://forum.chinaseite.de/ftopic14757.html

Such dir doch einfach noch eine Anleitung fuer HK und entscheide dann, was fuer dich einfacher ist. :-)
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egon
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Re: Eheschliessung in D, China or HK ?

Beitrag von egon »

Wenn Du dir richtig viel Arbeit machen, Geld und Nerven vergeuden willst, dann versuchs in Deutschland oder China. Viel Spass mit der Beschaffung von Urkunden, Beglaubigungen, Überbeglaubigungen, Übersetzungen und und und.
Wenn es einfach gehen soll, dann nimmst Du HK (oder Dänemark). Mittels Suchfunktion findest Du hier im Forum genug Anleitungen. Einzige Hürde könnte sein, dass dein Verlobter noch keinen Pass für HK Reisen plus Visum hat.
Wir haben in HK geheiratet, anschliessend noch die Apostille auf die Urkunde, das wars.
Auf der Seite des Deutschen Konsulats in HK stehts auch ganz ausführlich beschrieben, inklusive Anleitung für die Apostille.
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Annie.
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Re: Eheschliessung in D, China or HK ?

Beitrag von Annie. »

Vielen Dank fuer eure Antworten.

Es bringt mich aber noch zu einer anderen Frage. Falls wir uns fuer HK entscheiden: Nach welchem Recht wäre man dann verheiratet? Meine Mutter besteht darauf (ja, ich bin noch sehr jung und muss die Vorstellungen meiner Eltern beruecksichtigen), dass ich mich mit dem deutschen Recht absichere... Würde das gehen, selbst wenn wir in China leben? Im Falle eine Scheidung wäre es ja sehr wichtig, dass ich als Frau abgesichert bin. Ich denke, dass sich das chinesische Gesetz eher negativ auf die Frau auswirkt..
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corneta
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Re: Eheschliessung in D, China or HK ?

Beitrag von corneta »

Annie. hat geschrieben:Nach welchem Recht wäre man dann verheiratet?
Es gilt das Recht des Landes, in dem die Ehe hauptsächlich gelebt wird. Deswegen ist es bei euch relativ egal, wo ihr heiratet.
Ich denke danach wollen wir erst einmal weiter in Shanghai leben und irgendwann nach Deutschland ziehen
Nach dieser Aussage gilt erst einmal chinesisches Recht. Ihr könntet einen Ehevertrag schließen, der etwas anders festlegt, aber ich habe keine Ahnung, ob sich im Ernstfall chinesische Gerichte von einem deutschen Ehevertrag beeindrucken lassen.

Was befürchtest du, bzw. deine Mutter denn genau, wenn du folgende Assage machst?
Ich denke, dass sich das chinesische Gesetz eher negativ auf die Frau auswirkt..
Vielleicht gibt es da ja eine andere Möglichkeit, um Sicherheit zu schaffen.
Annie.
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Re: Eheschliessung in D, China or HK ?

Beitrag von Annie. »

corneta hat geschrieben: Was befürchtest du, bzw. deine Mutter denn genau, wenn du folgende Assage machst?
Es geht um meine Absicherung, denn ich werde weniger verdienen als er und um das Sorgerecht der Kinder. Es ist zwar etwas grausam über sowas nachzudenken, wenn man verliebt ist und plant zu heiraten, aber eine Ehe fuer die Ewigkeit kann mir ja niemand garantieren... :wink:
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corneta
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Re: Eheschliessung in D, China or HK ?

Beitrag von corneta »

Annie. hat geschrieben:Es ist zwar etwas grausam über sowas nachzudenken...
Das finde ich nicht. Ich bin auch eher für "vorher nachdenken", als für ein "hätte ich mal" wenn es zu spät ist. :wink: .
Es geht um meine Absicherung, denn ich werde weniger verdienen als er...
Wie wäre es mit einem Sparkonto auf deinen Namen?
...und um das Sorgerecht der Kinder.
Das Thema ist schon deutlich komplexer. Da fängt es schonmal mit der Staatsbürgerschaft an. Nutze mal die Suchfunktion, da gibt es schon ziemlich viel Infos hier im Forum. So ganz eindeutig ist die Regelung aber nicht. Im Falle einer Scheidung werden die Kinder auf jeden Fall den kürzeren ziehen, da du dann sicher zurück nach Deutschland gehen wirst. Sie werden dann entweder getrennt vom Vater oder getrennt von der Mutter aufwachsen. Beides ist dann eher suboptimal.
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Re: Eheschliessung in D, China or HK ?

Beitrag von Helfer »

Es gilt das Eherecht gemaess dem momentanen Lebensmitelpunkt.

Das chinesische Scheidungsrecht sieht keinen Ehegattenunterhalt vor. Und auch einen Versorgungsausgleich gibt es nicht.
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egon
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Re: Eheschliessung in D, China or HK ?

Beitrag von egon »

qpr hat geschrieben:
egon hat geschrieben:Wenn Du dir richtig viel Arbeit machen, Geld und Nerven vergeuden willst, dann versuchs in..... China.
Kommt auf das Standesamt an.

Wenn es eine beglaubigte und legalisierte deutsche Aufenthaltsbescheinigung akzeptiert, hast du weder Arbeit noch großartige Geldausgaben.
So wie die Situation verstanden habe, ist sie Deutsche und er Chinese, welcher aber in Shanghai lebt. Da braeuchte es erst mal ein Heiratsvisum fuer Deutschland, damit er zwecks Eheschliessung ueberhaupt einreisen und sich in D aufhalten darf. Mit der Geburtsurkunde, deren Uebersetzung, Ueberbeglaubigung durch das chinesische Ministerium, und Anerkennung durch die deutschen Behoerden (Da sind wir gerade dran, um unsere Unterlagen mal vollstaendig zu haben. In 4 Wochen haben wir jetzt die Urkunden mit Uebersetzung geschafft. Jetzt noch Mal 2 Wochen fuer Ueberbeglaubigung, plus Anerkennung durch die deutsche Botschaft.) gehts dann weiter. Also heiraten in D oder China wird definitiv schwerer.
qpr hat geschrieben:
Helfer hat geschrieben:
Das chinesische Scheidungsrecht sieht keinen Ehegattenunterhalt vor. Und auch einen Versorgungsausgleich gibt es nicht.
Wenn in Hong Kong geheiratet wird, kann man sich in China sowieso nicht scheiden lassen.

Ohne chinesisches Heiratsbuch gibt es auch keine chinesische Scheidung (und das Heiratsbuch bekommt man nicht nachträglich in China).
Man kann die HK Urkunde in China anerkennen lassen. Uns wurden Preise zwischen 500 und 1300 RMB genannt, je nach Agentur. Haben wir aber bis jetzt nicht gemacht. Danach sollte auch eine Scheidung in China moeglich sein, sofern man seinen Lebensmittelpunkt hier hat/hatte.
In Deutschland lebend kann man sich mit der HK Urkunde dort scheiden lassen, da diese in Deutschland anerkannt ist, sofern die Apostille drauf ist. Alternativ natuerlich in HK scheiden lassen. Unterhalt usw. wird dann auf Basis der Gesetzte des Landes bestimmt, wo man lebt(e) und und geschieden wird. So wie es aus sieht, hat man dann in China Pech gehabt, wenn man der schlechter verdienende Part der Beziehung war. Dazu kommt dann noch der Aspekt der nicht so standhaften Rechtsstaatlichkeit. Je nach Laune des Gerichts, kann das Urteil dann sehr guenstig fuer den Landsmann und besch...en fuer die Auslaenderin ausfallen. Und ob das Gericht den Ehevertrag, sofern geschlossen, anerkennt...?
"Sicherheit" bietet demnach wohl nur, in einem Land mit einer besseren Gesetzeslage und mehr Rechtsstaatlichkeit zu leben. Das waere wohl die beste Absicherung.
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Re: Eheschliessung in D, China or HK ?

Beitrag von Helfer »

qpr hat geschrieben:
Helfer hat geschrieben:
Das chinesische Scheidungsrecht sieht keinen Ehegattenunterhalt vor. Und auch einen Versorgungsausgleich gibt es nicht.
Wenn in Hong Kong geheiratet wird, kann man sich in China sowieso nicht scheiden lassen.

Ohne chinesisches Heiratsbuch gibt es auch keine chinesische Scheidung (und das Heiratsbuch bekommt man nicht nachträglich in China).
Ist ein valider Punkt, hat aber mit dem Thema nichts zutun. Man wuerde sich in Berlin scheiden lassen gemaess chinesischem Scheidungsrecht, wenn man seinen Wohnsitz im Ausland hat und eine Ehepartner Deutscher ist.
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Re: Eheschliessung in D, China or HK ?

Beitrag von Laogai »

egon hat geschrieben:
qpr hat geschrieben:
egon hat geschrieben:Wenn Du dir richtig viel Arbeit machen, Geld und Nerven vergeuden willst, dann versuchs in..... China.
Kommt auf das Standesamt an.
Wenn es eine beglaubigte und legalisierte deutsche Aufenthaltsbescheinigung akzeptiert, hast du weder Arbeit noch großartige Geldausgaben.
So wie die Situation verstanden habe, ist sie Deutsche und er Chinese, welcher aber in Shanghai lebt. Da braeuchte es erst mal ein Heiratsvisum fuer Deutschland[...]
egon, bitte lerne lesen! Die entsprechende Stelle habe ich für dich fett markiert.
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egon
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Re: Eheschliessung in D, China or HK ?

Beitrag von egon »

Helfer hat geschrieben:
qpr hat geschrieben:
Helfer hat geschrieben:
Das chinesische Scheidungsrecht sieht keinen Ehegattenunterhalt vor. Und auch einen Versorgungsausgleich gibt es nicht.
Wenn in Hong Kong geheiratet wird, kann man sich in China sowieso nicht scheiden lassen.

Ohne chinesisches Heiratsbuch gibt es auch keine chinesische Scheidung (und das Heiratsbuch bekommt man nicht nachträglich in China).
Ist ein valider Punkt, hat aber mit dem Thema nichts zutun. Man wuerde sich in Berlin scheiden lassen gemaess chinesischem Scheidungsrecht, wenn man seinen Wohnsitz im Ausland hat und eine Ehepartner Deutscher ist.
Dazu muss die Ehe aber in Deutschland geschlossen worden sein und beide Ehepartner zur Scheidung in Deutschland anwesend sein. Sonst muss die Aufloesung der Ehe beantragt werden, wenn der auslaendische Partner sich weigert oder aus anderen plausiblen Gruenden nicht kommen kann/will. Aber dass ein deutsches Gericht eine Ehe in Deutschland nach chinesischem Recht scheiden wird, darin habe ich doch Zweifel. Ansonsten bleibt nur die Scheidung im Land des Lebensmittelpunktes, sofern die Eheurkunde dort anerkannt wird, falls man ausserhalb des Landes geheiratet hat. Im Beispiel hier koennte die Konstellation also Heirat in HK, Leben und Scheidung in China sein, was eine Anerkennung der HK Heiratsurkunde in China voraussetzt.
Meine erste, in Deutschland geschlossene Ehe wurde in der Schweiz geschieden (Lebensmittelpunkt war dort). Auf Antrag und gegen 150 Teuros Entschaedigung wurde dieses schweizer Urteil anschliessend in Deutschland anerkannt und die Ehe auch in Deutschland annulliert.
Hat aber alles recht wenig mit der Hochzeit und dem Ort der Eheschliessung zu tun.
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Re: Eheschliessung in D, China or HK ?

Beitrag von Helfer »

egon hat geschrieben:
Dazu muss die Ehe aber in Deutschland geschlossen worden sein und beide Ehepartner zur Scheidung in Deutschland anwesend sein. Sonst muss die Aufloesung der Ehe beantragt werden, wenn der auslaendische Partner sich weigert oder aus anderen plausiblen Gruenden nicht kommen kann/will. Aber dass ein deutsches Gericht eine Ehe in Deutschland nach chinesischem Recht scheiden wird, darin habe ich doch Zweifel. Ansonsten bleibt nur die Scheidung im Land des Lebensmittelpunktes, sofern die Eheurkunde dort anerkannt wird, falls man ausserhalb des Landes geheiratet hat. Im Beispiel hier koennte die Konstellation also Heirat in HK, Leben und Scheidung in China sein, was eine Anerkennung der HK Heiratsurkunde in China voraussetzt.
Meine erste, in Deutschland geschlossene Ehe wurde in der Schweiz geschieden (Lebensmittelpunkt war dort). Auf Antrag und gegen 150 Teuros Entschaedigung wurde dieses schweizer Urteil anschliessend in Deutschland anerkannt und die Ehe auch in Deutschland annulliert.
Hat aber alles recht wenig mit der Hochzeit und dem Ort der Eheschliessung zu tun.
Wie, du schon sagst, wir sind nicht mehr beim Thema, da es nichts mit dem Ort der Eheschliessung zu tun.

Deine Aussagen sind nicht richtig. Die Ehe muss nicht in Deutschland geschlossen sein, damit sie in Deutschland geschieden werden kann!

Hat keiner der Ehepartner einen Wohnsitz in Deutschland und ist zumindest ein Ehepartner Deutscher, so ist das Amtsgericht Schöneberg in Berlin zuständig (vgl. §§ 606a, 606 ZPO).

Das deutsche Gericht muss mach chinesischen Scheidungsrecht scheiden, da brauchst du keine Zweifel haben. Vollkommen andere Konstellation, aber ein Beweis, dass deutsche Gerichte nach chinesischem Recht scheiden:
http://openjur.de/u/146397.html
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