Gleiches Thema, völlig andere Darstellung BRD vs. China

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cmstein
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Re: Gleiches Thema, völlig andere Darstellung BRD vs. China

Beitrag von cmstein »

Also China kann man wirklich nur als kommunistisch bezeichnen, wenn man entweder nie auch nur 5 Minuten dort war oder einfach nicht weiß, was Kommunismus ist und glaubt, Kommunismus wäre das Gegenteil von Demokratie.
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egon
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Re: Gleiches Thema, völlig andere Darstellung BRD vs. China

Beitrag von egon »

Sarilas hat geschrieben:
Laogai hat geschrieben:Davon abgesehen: Wie kann man denn China als "kommunistisches Land" bezeichnen?
In dem man nicht weis was echter Kommunismuss ist und das China kapitalistischer ist wie jedes andere Land.
Schon etwas anmassend, jemandem, der im Kommunismus aufwachsen musste, zu unterstellen, er wuesste nicht, was das ist. Ich dachte, meine Andeutungen zu Sudel-Ede waren eindeutig genug.
Ja China ist sehr kapitalistisch. Man bezeichnet das System auch als kommunistischen Kapitalismus. Zwei Dinge, die eigentlich nicht zusammen gehoeren. Die Folgen: Gier und Ruecksichtslosigkeit, sowie man irgendwie ein paar RMB machen kann. Nur sind Kapitalismus und Demokratie nicht das gleiche. Letztere hat in China unuebersehbare Defizite.
VielUnterwegs hat geschrieben:So funktioniert Propaganda und CCTV ist die größte Propagandamaschine der Welt.
Erkläre mir warum CCTV die größte ist, weil die meisten Leute der Welt diesen Sender sehen, oder meinst du Lügen und Drama? Wenn es ums zweite geht und nicht Quoten, hast du falsch gerechnet. Propagandasender sind alle Nachrichtensender die Partei ergreifen. Was somit alle US Sender, CN, JP, KR, TW Sender und der großteil der EU Sender wäre.
Einschaltquoten gibt es eben nur bei Drama und das der Staat deren Sender für politisches nutzt war doch schon immer so. Selbst private Sender weltweit lassen sich vom Staat ausnutzen. Das ist nun mal so.

China trägt vom Kommunismus nur noch den Namen, das wars auch schon wieder. Aber wenn du schon so einen harten Anfall von Chinablues hast, solltest du eine Kur in den USA nehmen. Dort wirst du kuriert und zurecht gebogen.
"China trägt vom Kommunismus nur noch den Namen".
Man sollte nicht Gier und Raffen, grenzenloses Shopping auf der einen Seite, dagegen Millionen von bettelarmen Menschen auf der anderen Seite und andere Symptome des Fruehkapitalismus dazu benutzen, zu unterstellen, China hat keinen Kommunismus mehr. Mehrparteiensystem, freie Meinungsaeusserung, frei zugaengliche Informationen (Internet ohne Zensur) usw., nur um mal ein paar Merkmale von Demokratie aufzuzaehlen. Wo sind die denn in China?
Eine Demokratie, ohne Zensur, mit freier Meinungsaeusserung
Schweiz? Mir fallen keine anderen Länder ein auf die sowas zutreffen würde :cry:
Da gibts auch noch viele, viele andere. Und es gibt viele, wo es nicht so ist. Nordkorea, China...
Die verdreckten Fluesse, die zerstoerte Natur.
Das finde ich auch extrem scheiße, aber daran sind auch wir schuld. Jedes Land was vom Westen ausgenutzt wird, verkommt. Du als Konsument bist schuld das die Länder sich so abhängig von einander gemacht haben. Jetzt müssen die Generationen nach uns mit den Konsequenzen Leben.
Da muss ich mich also schuldig fuehlen, dass die chinesischen Unternehmer in ihrer Gier ruecksichtslos umgehen, ihre giftigen Abfaelle in die Natur entlassen, anstatt sie zu entsorgen, nur weil sie dabei noch paar Millionen machen koennen. Die Leute ihren Dreck in den Fluss hinterm Haus kippen, weil es bequemer ist, anstatt die 20m bis zur Muelltonne zu gehen. Oh ja. ich muss mich wirklich schuldig fuehlen.
Vor 20-30 Jahren war China noch sauber. Das kann man nicht schlagartig ändern, ohne das wegen den enormen Kosten alles teurer wird und man sich damit die Betriebe aus dem Land jagd.


Klar kostet hinterher reparieren ein Mehrfaches. Das weiss man aber vorher. Nur hat man es billigend in Kauf genommen. Jeder wollte schnell reich werden, auch die Regierungsfamilien. Erkenntnisse von der technischen Revolution in Europa und den negativen Folgen fuer die Umwelt und die Kosten, die wir hatten, um es wieder sauber zu bekommen, diese Erkenntnisse gab es. Nur wurden sie missachtet, da es den Profit reduziert haette.
Wir alle sehen Missstände in Produktionen, Abfallwirtschaft, Erziehung und Moral, aber anscheinend denken wir auch darüber hinaus, wer und was dafür verantwortlich ist. Es ist einfach alles auf den Staat zu schieben.
Der Staat hatte es in den Haenden, das Desaster zu verhindern. Aber er hat es gefoerdert.
Ist ja bei euch in Deutschland nicht anders - "scheiß hartz4, nicht genug zum leben" "scheiß staat ich bekomme keinen job" "scheiß Staat ich hab zu wenig geld weil ich zu faul zum arbeiten bin" - inb4 du bist mett weil ichs so schreibe, was du nicht anders gemacht hast.
Klar gibts solche Leute, ueberall auf der Welt, ausser in China natuerlich.
Ich denke, Du solltest weniger Blick oder Bild lesen und dich mehr mit den serioesen Quellen beschaeftigen.
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Beitrag von egon »

cmstein hat geschrieben:Also China kann man wirklich nur als kommunistisch bezeichnen, wenn man entweder nie auch nur 5 Minuten dort war oder einfach nicht weiß, was Kommunismus ist und glaubt, Kommunismus wäre das Gegenteil von Demokratie.
Quelle: Wikipedia

Die Volksrepublik China sah sich nach der Revolution 1949 unter Führung Maos als besonderer Teil des „Weltkommunismus“ und pflegte die „Bruderfreundschaft“ mit der Sowjetunion unter Stalin. Nach dessen Tod 1953 leitete sein Nachfolger Nikita Sergejewitsch Chruschtschow 1956 eine Entstalinisierung ein. Dann trennten sich die Wege: Mao kündigte der Sowjetunion die Gefolgschaft. Seitdem war das „kommunistische Lager“ in zwei verfeindete Großstaaten mit ähnlicher Staatsideologie, aber konkurrierenden Führungsansprüchen gespalten. Die SU vertrat nun die Linie einer friedlichen Koexistenz mit dem kapitalistischen Westen, während China auf der sozialistischen Weltrevolution bestand. Zu seinem Einflussbereich gehörten vor allem Nordkorea und Nordvietnam, zeitweise auch Kambodscha und Laos, während Indien und die Kaukasusregion sich eher an die Sowjetunion anlehnten. Das von Mao verfolgte Programm des Großen Sprung nach vorn, mit welchem China in wenigen Jahren zu einer industriellen Großmacht werden sollte, scheiterte und führte zu einer der größten Hungersnöte der Geschichte der Menschheit (20 bis 40 Millionen Tote).

In vielen Staaten Asiens, Afrikas und Lateinamerikas führten die „Blockmächte“ USA, SU und China Stellvertreterkriege miteinander. Der Koreakrieg (1950–1953) z. B. war eigentlich ein chinesisch-amerikanischer Konflikt, in dem die USA erstmals nach 1945 wieder den Einsatz von Atomwaffen erwogen. In der Mongolei wiederum stritten die Sowjetunion und China mit Drohgebärden und militärischen Scharmützeln um Grenzverläufe. Sie unterstützten auch in der „Dritten Welt“ verschiedene revolutionäre Gruppen und Ziele. Die Roten Khmer in Kambodscha etwa beriefen sich zeitweise auf den „Maoismus“. Ihrer kurzen Herrschaft (1975–1979) fielen bis zu zwei Millionen Menschen zum Opfer. Auch in Europa fand der Maoismus Beachtung, so orientierte sich Albanien unter Enver Hoxha zwischen 1968 und 1978 an dessen Politik (siehe weiter unten). Unter der Kommunistischen Partei Chinas kam es in den 1980er-Jahren zu einer demokratischen Protestbewegung, die jedoch blutig niedergeschlagen wurde. Danach wurde in einigen Provinzen und Städten die kapitalistische Produktionsweise zugelassen, um die Produktivität zu steigern. Dies wirkte sich einerseits erheblich auf die Prosperität des Landes und die Konsumgüterproduktion aus. Anderseits verschärfte diese Maßnahme die Klassengegensätze zwischen einem neureichen Bürgertum privater Unternehmer und Staatsfunktionäre und einer rechtlosen proletarischen Wanderarbeiterschaft. Auch die Masse der rechtlosen Kleinbauern verarmt zunehmend und wird von der Wirtschaftsentwicklung weitgehend abgekoppelt.
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Re: Gleiches Thema, völlig andere Darstellung BRD vs. China

Beitrag von tanzhou »

Von wegen "vor der eigenen Haustuere kehren" von Alanos ... keiner sagt, das die Tierhaltung/Behandlung im Westen ohne Probleme abgeht. Aber soviel ich weiss, stehen die Medien beispielsweise in D sofort parat, wenn die Lunte ueber irgendwelche Missstaende riechen und aufdecken koennen, egal was es ist, im Fall von schlechter Tierhaltung oder Behandung, Lebensmittelskandalen, etc pp. Das wird sich in D sicherlich nicht geaendert haben in den letzten Jahren, oder? Und wenn ich mich an diese Berichterstattungen erinnere, war da auch keine freudige Musikuntermalung sondern es wurden die Tatsachen gezeigt und ueber Hintergruende berichtet, so wie es nur moeglich war. Kurzum, ich denke auch, das im Westen Berichterstattungen in einigen Dingen und Sachlagen sehr viel objektiver sind als hier in CN (seidenn es geht um auslaendissche Themen).

Nach meinem Empfinden hier nach 4 Jahre China ist der Respekt vor Tieren, Natur und Mensch doch recht defizitaer, ganz grundsaetzlich, Ausnahmen gibt es natuerlich. Was Tiere und deren Achtung angeht, so war das in der chin. Geschichte schonmal anders.
egon hat geschrieben:Ja China ist sehr kapitalistisch. Man bezeichnet das System auch als kommunistischen Kapitalismus. Zwei Dinge, die eigentlich nicht zusammen gehoeren. Die Folgen: Gier und Ruecksichtslosigkeit, sowie man irgendwie ein paar RMB machen kann. Nur sind Kapitalismus und Demokratie nicht das gleiche. Letztere hat in China unuebersehbare Defizite.
Da ist leider etwas dran an der obigen Aussage, wobei meiner Meinung nach da noch ein paar mehr Dinge eine Rolle spielen, beispielsweise die Masse an Menschen hier in CN, die sich immer groesser bildende Schere zwischen Arm und Reich, Bildungsdefizite, etc fuehren vermutlich zu so einem Verhalten. Ich sehe es auch tagtaeglich, Ruecksichtslosigkeit, viele sich sich selbst am Naechsten, Kohle ist das Wichtigste, neureiches Verhalten (wobei ich mich darueber eher amuesiere), oder aber auch das Wegschmeissen von Muell auf die Strasse (obwohl Mulltonne 2m entfernt) ... wird ja morgens aufgekehrt und weggeraeumt von den Damen in der orangen Weste ... und daran ist nun mal nicht der Westen Schuld oder etwaige "Ausnutzung" aus dem Westen, so wie Sarilas schreibt, sondern die Entwicklung hier in CN. Da kann man nur mit Bildung nachhelfen. Leute, die gebildet sind, verhalten sich auch nicht so, zumindest groesstenteils.

China hat einiges dazuzulernen und ich meine das vollkommen wertefrei und keineswegs arrogant. Ein paar hier aus unserem Forum kennen mich recht gut und koennen bestaetigen, dass Ich gerne in China lebe und meine Umgebung mag, meine Freunde und Bekannte hier. Man muss es eben entsprechend "nehmen" und akzeptieren oder auch nicht. China ist in einer Entwicklungsphase und hoffe, dass es in die richtige Richtung geht, sei es der Umgang miteinander und Respekt, Umweltbewusstsein und vllt auch etwas mehr zu begreifen, das Geld nicht alles ist. Es wird schwierig aber die Chinesen werden ihren Weg schon finden, ich denke, in 10 Jahren sieht das schon etwas anders aus.
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Re: Gleiches Thema, völlig andere Darstellung BRD vs. China

Beitrag von Sarilas »

egon hat geschrieben:
Sarilas hat geschrieben:
Laogai hat geschrieben:Davon abgesehen: Wie kann man denn China als "kommunistisches Land" bezeichnen?
In dem man nicht weis was echter Kommunismuss ist und das China kapitalistischer ist wie jedes andere Land.
Schon etwas anmassend, jemandem, der im Kommunismus aufwachsen musste, zu unterstellen, er wuesste nicht, was das ist. Ich dachte, meine Andeutungen zu Sudel-Ede waren eindeutig genug.
Ja China ist sehr kapitalistisch. Man bezeichnet das System auch als kommunistischen Kapitalismus. Zwei Dinge, die eigentlich nicht zusammen gehoeren. Die Folgen: Gier und Ruecksichtslosigkeit, sowie man irgendwie ein paar RMB machen kann. Nur sind Kapitalismus und Demokratie nicht das gleiche. Letztere hat in China unuebersehbare Defizite.
Ach nur China hat diese? Was bist du eigentlich so anmaßend das du die Defizite der anderen Länder anfechten kannst, aber nicht die des eigenen? Ja China hat Probleme, das sagen wir in jeden verfluchten Thread hier und immer wieder wiederholt sich das Thema, es hängt jedem zum Hals raus. Aber wir mischen trotzdem mit, weil ein paar Leute immer wieder vergleiche zwischen den Ländern und Systemen ziehen, die man nicht vergleichen kann. Nicht vergleichen sollte und auch nicht auf einmal ändern kann, nur weil man nicht weit genug denken kann.

Demokratie, welche wir kennen, funktioniert nicht, das politische System welches du aus deinen Land kennst und das System welches ich aus meinen Land kenne. Werden NIE in China funktionieren, wenn die schon Scheiße im eigenen Land sind.

Die Reformen und Änderungen in China zeigen doch das China im Wandel ist. Schon alleine ich der die letzten Jahre in China verbracht hat, fühle den Wandel. Es ist nicht immer positiv für uns. Es ist nicht immer positiv für die Bevölkerung, aber es dient dem allgemeinen Wohl. Der Wandel wird weiter gehen und China wird sich entwickeln, aber du und deines gleichen habt kein Recht jemanden etwas aufzuzwingen was nicht funktioniert.

Und ja oh tut mir so sehr leid das auch du unter einem Kommunistischen Regime deine Kindheit verbringen musstest. Es war ja so schlimm, die Tyranen von der STASI haben euch ja andauernd überwacht, die von ungerechten Regulatoren geleitet wurde und von unmöglichen Gesetzen, die man sich so hinbiegen konnte wie man sie gerade brauchte, gestützt wurden.
Aber auch mein Land war im Kommunismuss, auch ich wurde dort geboren, es war nie perfekt und es ist jetzt auch eine pseudo Demokratie, in welcher wir unglücklich sind.
egon hat geschrieben:
VielUnterwegs hat geschrieben:So funktioniert Propaganda und CCTV ist die größte Propagandamaschine der Welt.
Erkläre mir warum CCTV die größte ist, weil die meisten Leute der Welt diesen Sender sehen, oder meinst du Lügen und Drama? Wenn es ums zweite geht und nicht Quoten, hast du falsch gerechnet. Propagandasender sind alle Nachrichtensender die Partei ergreifen. Was somit alle US Sender, CN, JP, KR, TW Sender und der großteil der EU Sender wäre.
Einschaltquoten gibt es eben nur bei Drama und das der Staat deren Sender für politisches nutzt war doch schon immer so. Selbst private Sender weltweit lassen sich vom Staat ausnutzen. Das ist nun mal so.

China trägt vom Kommunismus nur noch den Namen, das wars auch schon wieder. Aber wenn du schon so einen harten Anfall von Chinablues hast, solltest du eine Kur in den USA nehmen. Dort wirst du kuriert und zurecht gebogen.
"China trägt vom Kommunismus nur noch den Namen".
Man sollte nicht Gier und Raffen, grenzenloses Shopping auf der einen Seite, dagegen Millionen von bettelarmen Menschen auf der anderen Seite und andere Symptome des Fruehkapitalismus dazu benutzen, zu unterstellen, China hat keinen Kommunismus mehr. Mehrparteiensystem, freie Meinungsaeusserung, frei zugaengliche Informationen (Internet ohne Zensur) usw., nur um mal ein paar Merkmale von Demokratie aufzuzaehlen. Wo sind die denn in China?
Millionen? Wie viele Millionen den? 10 Millionen? 20 Millionen? Woher nimmst du deine Statistiken? Du hast doch aus deiner harten Zeit im Kommunismus lernen müssen das du niemanden trauen kannst, keiner Statistik. Aber hey, laut Statistik leben in Deutschland 19.6% in der Armut. Das wären auch Millionen. Was man in Deutschland nun Armut nennt, nennt man hier wohl Arbeiterschicht. Aber das mit den Preisunterschieden hatten wir ja schon. Man kann hier mit weniger besser leben wie in Deutschland.
Du meinst aber bestimmt die Bettler auf der Strasse die zu 90% von skrupellosen Hintermännern, dazu gezwungen werden, stimmt sowas gibt es bei uns nicht.
egon hat geschrieben:
Eine Demokratie, ohne Zensur, mit freier Meinungsaeusserung
Schweiz? Mir fallen keine anderen Länder ein auf die sowas zutreffen würde :cry:
Da gibts auch noch viele, viele andere. Und es gibt viele, wo es nicht so ist. Nordkorea, China...
Ja welche den? Nenn mir 10 Länder in vollkommener offener und harmonischer Demokratie, in denen die Bevölkerung zwar einen Sprecher wählt aber die wichtigen Entscheidungen wählt. Keine gute gefunden?
Zensur? Nur weil du dir bei Pornhub einen wedeln kannst, bei Facebook deiner Ex nachspionieren kannst, bei Youtube dumme Katzen Videos schauen kannst und dir Dramatisch überzogene Nachrichten die von großen Profitbezogenen Medien Giganten geleitet werden durchlesen kannst, heisst es noch lange nicht das es keine Zensur gibt. Du findest nur keine und weil du keine findest, gibt es diese nicht. Sehr gut.

Es ist leicht etwas unbekanntes zu ignorieren...
egon hat geschrieben:
Die verdreckten Fluesse, die zerstoerte Natur.
Das finde ich auch extrem scheiße, aber daran sind auch wir schuld. Jedes Land was vom Westen ausgenutzt wird, verkommt. Du als Konsument bist schuld das die Länder sich so abhängig von einander gemacht haben. Jetzt müssen die Generationen nach uns mit den Konsequenzen Leben.
Da muss ich mich also schuldig fuehlen, dass die chinesischen Unternehmer in ihrer Gier ruecksichtslos umgehen, ihre giftigen Abfaelle in die Natur entlassen, anstatt sie zu entsorgen, nur weil sie dabei noch paar Millionen machen koennen.
Und das machen nur die Gierigen chinesischen Unternehmen in China so? Was ist den mit den Fabriken von Auländischen Unternehmen, Foxconn mal als bestes Beispiel, weil deren Ruf ja eh schon top ist.
Die Leute ihren Dreck in den Fluss hinterm Haus kippen, weil es bequemer ist, anstatt die 20m bis zur Muelltonne zu gehen. Oh ja. ich muss mich wirklich schuldig fuehlen.
Das war als Misstand bei Moral und Erziehung. Und ja das ist wirklich scheiße.
egon hat geschrieben:
Vor 20-30 Jahren war China noch sauber. Das kann man nicht schlagartig ändern, ohne das wegen den enormen Kosten alles teurer wird und man sich damit die Betriebe aus dem Land jagd.


Klar kostet hinterher reparieren ein Mehrfaches. Das weiss man aber vorher. Nur hat man es billigend in Kauf genommen. Jeder wollte schnell reich werden, auch die Regierungsfamilien. Erkenntnisse von der technischen Revolution in Europa und den negativen Folgen fuer die Umwelt und die Kosten, die wir hatten, um es wieder sauber zu bekommen, diese Erkenntnisse gab es. Nur wurden sie missachtet, da es den Profit reduziert haette.
Der Westen kam und hat das gleiche in Indien und China gemacht wie die es auch in den eigenen Ländern getan haben. Ohne zu überlegen. Das Land war in der Not und hat diesen Aufschwung gebraucht. Genauso wie damals die unseren Länder. Erkenntnisse hin oder her, hier gehören sind mehrere Parteien Schuld dran. Und es ist nicht nur der chinesische Staat.
egon hat geschrieben:
Wir alle sehen Missstände in Produktionen, Abfallwirtschaft, Erziehung und Moral, aber anscheinend denken wir auch darüber hinaus, wer und was dafür verantwortlich ist. Es ist einfach alles auf den Staat zu schieben.
Der Staat hatte es in den Haenden, das Desaster zu verhindern. Aber er hat es gefoerdert.
Und natürlich ist China erst seit dem scheiße, es hat sich seit dem Zeitpunkt nichts geändert, es gab keinen Aufschwung, den Menschen geht es dadurch natürlich viel schlechter weil die mehr Geld verdienen können. Das Desaster haben die angerichtet und sie werden es auch wieder beseitigen, natürlich schon Gestern. Weil Morgen ist für dich schon zu spät. Reformen brauchen auch keine Zeit, sind ja nur 2 Sätze.
egon hat geschrieben:Ich denke, Du solltest weniger Blick oder Bild lesen.
Das sagt der richtige :lol:
egon hat geschrieben:und dich mehr mit den serioesen Quellen beschaeftigen
Ja welche ach so seriösen Quellen hast du den auf lager? Foxnews, CNN, Welt, Spiegel, Focus, RTL, den wöchentlichen "Wir sind FLG und hassen China Treff"?

!Es gibt keine seriösen Quellen! Es gibt nur seriöse Informationen aus denen du dir selber ein Gesamtbild machen musst.
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Re: Gleiches Thema, völlig andere Darstellung BRD vs. China

Beitrag von WangZeDong »

egon hat geschrieben:
Schon etwas anmassend, jemandem, der im Kommunismus aufwachsen musste, zu unterstellen, er wuesste nicht, was das ist.

Ja China ist sehr kapitalistisch. Man bezeichnet das System auch als kommunistischen Kapitalismus. Zwei Dinge, die eigentlich nicht zusammen gehoeren.

Nur sind Kapitalismus und Demokratie nicht das gleiche.

andere Symptome des Fruehkapitalismus ...China hat keinen Kommunismus mehr. Mehrparteiensystem, freie Meinungsaeusserung, frei zugaengliche Informationen (Internet ohne Zensur) usw., nur um mal ein paar Merkmale von Demokratie aufzuzaehlen. Wo sind die denn in China?
Sei mir nicht böse, aber ich schliesse mich den Anderen an - Du hast wirklich keine Ahnung was Kommunismus ist.

Du würfelst Kommunismus, Kapitalismus, Demokratie, Diktatur wild und bunt durcheinander und behauptest sogar noch unter einer kommunistischen Regierung aufgewachsen zu sein..............

Sorry, aber Du hast überhaupt keine Ahnung.

Herzliche Grüße
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Re: Gleiches Thema, völlig andere Darstellung BRD vs. China

Beitrag von Yingxiong »

egon hat geschrieben: Schon etwas anmassend, jemandem, der im Kommunismus aufwachsen musste, zu unterstellen, er wuesste nicht, was das ist.
Was war an der DDR kommunistisch?
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Re: Gleiches Thema, völlig andere Darstellung BRD vs. China

Beitrag von sweetpanda »

Bzgl. Kommunismus muss man vielleicht wissen, dass er zur Funktion den "neuen Menschen" braucht.
Kapitalismus mit immer verbesserungswürdiger Demokratie kommt aber auch mit dem normalen Personal aus.
Den "neuen Menschen" muss man erst schaffen, diejenigen die "alt" bleiben wollen oder wieder werden müssen wieder "eingenordet" werden.
Die akademische Diskussion, dass bisher noch keiner Kommunismus wirklich erreicht hat schießt sich selbst ins Knie.
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Re: Gleiches Thema, völlig andere Darstellung BRD vs. China

Beitrag von WangZeDong »

sweetpanda hat geschrieben:Bzgl. Kommunismus muss man vielleicht wissen, dass er zur Funktion den "neuen Menschen" braucht.
Kapitalismus mit immer verbesserungswürdiger Demokratie kommt aber auch mit dem normalen Personal aus.
Den "neuen Menschen" muss man erst schaffen, diejenigen die "alt" bleiben wollen oder wieder werden müssen wieder "eingenordet" werden.
Die akademische Diskussion, dass bisher noch keiner Kommunismus wirklich erreicht hat schießt sich selbst ins Knie.
Das sehe ich noch nicht einmal als primäres Problem bei Diskussionen dieser Art.

Es ist vielmehr das vermengen und vermischen verschiedener Inhalte mit falschen Interpretationen eines Wortes. Ein modernes Beispiel ist:

Das passt wie die Faust aufs Auge.

Das war in meiner Kindheit ein Synonym dazu, dass etwas ganz und gar nicht zusamman passt. Eine Faust aufs Auge macht aua und das Auge wird blau. Heute höre ich das immer öfter im Kontext eines sehr gut passenden Geschehnisses - das ist einfach falsch und gehört ausgerottet.

Dito Kommunismus, Kapitalismus, Demokratie und Diktatur. Wenn man verstanden hat, WAS GENAU diese Worte bedeuten, kann eine Kombination wie "demokratisch-kommunistischer Kapitalismus" kein Staunen hervorrufen. Es könnte auch - wenn auch ungleich unwahrscheinlicher - eine "demokratisch-kommunistische Diktatur" oder dementsprechend eine "demokratisch-kapitalistische Diktatur" geben, ohne irgendwelche Aussagen wie "das passt nicht zusammen" hervor zu rufen.

Kommunismus ist die Herrschaft des Volkes, Kapitalismus ist eine freie Marktwirtschaft die sich selber regelt, Demokratie ist ebenso wie Kommunismus die Herrschaft des Volkes, wenn auch in abgeschwächter Form. Eine Diktatur schliesslich ist die Herrschaft eines Einzelnen oder einer Gruppe über das Volk.

Jetzt stell Dir mal vor, es gibt Länder, die wollen einen kapitalistischen Gottesstaat. Genau das wäre eine "demokratisch-kapitalistische Diktatur". Wenn das Volk das so will, ist auch eine Dikatur und/oder Kommunismus nicht per se schlecht, nur weil irgendwelche Sprachkrüppel immer iregendwelche Wörter negativ oder ganz falsch besetzen müssen.

Ob es jemals Kommunismus gegeben hat, steht auf einem anderen Blatt, das ist nicht Gegenstand der Kritik an Egon. Er versteht nur nicht im Geringsten, was die Worte die er benutzt dem Sinne nach bedeuten.

Herzliche Grüße
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Beitrag von egon »

Sorry Leute. Aber ich klinke mich an der Stelle mal aus.
Ich habe "frueher" nur das Allernoetigste mit den Leuten geredet, die Missstaende, Diktaturen usw. mit verdrehten Tatsachen versucht haben schoen zu reden, Parteisekretaere, Staatsbuergerkundelehrer usw. Tut mir Leid, aber wenn da Fragen kommen: "Was war an der DDR kommunistisch?", dann muesst ihr allein weiter diskutieren. Aber so ist wenigstens einer weniger, der Eure Chinalobhudelei stoert. Was ich bei Euch vermisse ist Konsequenz. Wenn in China Alles so toll ist, warum nehmt ihr dann nicht die chinesische Staatsbuergerschaft an. Dann koenntet ihr in die KP eintreten und richtig aktiv andere ebenfalls dazu bekehren.
Meine Frau und ich wissen wo wir nach Ablauf meines Vertrages nicht mehr leben wollen - hier in China.
Und btw. Ich habe niemals behauptet, in anderen Laendern sei alles perfekt. Ich habe nur die Misstaende hier versucht zu beleuchten. Aber eben. Freie Meinungsaeusserung scheint in diesem Forum nur zugelassen zu sein, solange sie pro-China ist. Wie heisst es immer. Menschen passen sich ihrer Umgebung an. Es scheint, dass sich auch Foren der Umgebung anpassen koennen.
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Re: Gleiches Thema, völlig andere Darstellung BRD vs. China

Beitrag von WangZeDong »

egon hat geschrieben:Sorry Leute. Aber ich klinke mich an der Stelle mal aus.
Ja, besser nicht über die eigenen Unzulänglichkeiten nachdenken, sind eh nur die Anderen die Bösen, selber ist man ganz mit sich zufrieden.

Herzliche Grüße
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Beitrag von sweetpanda »

WangZeDong hat geschrieben:
egon hat geschrieben:Sorry Leute. Aber ich klinke mich an der Stelle mal aus.
Ja, besser nicht über die eigenen Unzulänglichkeiten nachdenken, sind eh nur die Anderen die Bösen, selber ist man ganz mit sich zufrieden.

Herzliche Grüße
Aber über die deutschen Unzulänglichkeiten reden doch viele in deutschen Foren und dies ist ein Chinaforum und ich behaupte mal keck, dass es in China mehr Unzulänglichkeiten als in Deutschland gibt. Dies wird sogar beinahe jeder Chinese bestätigen...die sind nicht alle von FLG.
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Beitrag von WangZeDong »

sweetpanda hat geschrieben:
Aber über die deutschen Unzulänglichkeiten reden doch viele in deutschen Foren und dies ist ein Chinaforum und ich behaupte mal keck, dass es in China mehr Unzulänglichkeiten als in Deutschland gibt. Dies wird sogar beinahe jeder Chinese bestätigen...die sind nicht alle von FLG.
Ich schrieb ja auch nicht "deutsche Unzulänglichkeiten" und schon gar nicht "reden".
Ich schrieb "eigene" und "nachdenken" ;).

Ob es hüben oder drüben mehr gibt, wage ich nicht zu beurteilen. Einen Zusammenhang mit FLG kann ich jetzt irgendwie auch nicht herstellen - was soll mir das sagen?

Herzliche Grüße
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Beitrag von edmund27 »

cmstein hat geschrieben:Also China kann man wirklich nur als kommunistisch bezeichnen, wenn man entweder nie auch nur 5 Minuten dort war oder einfach nicht weiß, was Kommunismus ist und glaubt, Kommunismus wäre das Gegenteil von Demokratie.
Ich gebe Dir völlig recht. Und daher sollte man Marx sehr genau lesen und dann den chinesischen Pseudokommunismus genau damit vergleichen. Dann stellt man leicht fest, dass der wahre Kommunismus eigentlich nur ein Traum ist, der nie in Erfüllung gegangen ist und mit diesen Menschen auf der Welt nie durchgesetzt werden kann. China ist eine Diktatur mit einer Kapitalistischen Wirtschaft :mrgreen:
Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh. ( Henry Ford )
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Beitrag von Yingxiong »

egon hat geschrieben:Sorry Leute. Aber ich klinke mich an der Stelle mal aus.
Ich habe "frueher" nur das Allernoetigste mit den Leuten geredet, die Missstaende, Diktaturen usw. mit verdrehten Tatsachen versucht haben schoen zu reden, Parteisekretaere, Staatsbuergerkundelehrer usw. Tut mir Leid, aber wenn da Fragen kommen: "Was war an der DDR kommunistisch?", dann muesst ihr allein weiter diskutieren. Aber so ist wenigstens einer weniger, der Eure Chinalobhudelei stoert. Was ich bei Euch vermisse ist Konsequenz. Wenn in China Alles so toll ist, warum nehmt ihr dann nicht die chinesische Staatsbuergerschaft an. Dann koenntet ihr in die KP eintreten und richtig aktiv andere ebenfalls dazu bekehren.
Das soll keine Kritik an dir sein. Die DDR nannte sich zwar kommunistisch, aber hat Kommunismus nie praktiziert. Es war eine Diktatur von ein paar wenigen Politikern, die diesen Machtanspruch auch gewaltsam gegen Andersdenkende umgesetzt haben.
R.I.P. Little Yingxiong Engelskind 05.01.2013

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