Baby deutsch - chinesischer Eltern

Alles zum Thema Visum für China und Deutschland: Antrag, benötigte Unterlagen, Bürokratie, Erfahrungsberichte und sonstiger nerviger Kleinkram zu dem Thema.
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Capt.
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Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern

Beitrag von Capt. »

Da wird bei der Ausreise nichts passieren, solange das innerhalb der Gültigkeit des L-Visums geschieht.
Shenzhen
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Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern

Beitrag von Shenzhen »

Hmm.. Ich habe es einfacher - da ich nicht verheiratet bin kann mein Kind bis zum 23. Lebensjahr Deutsche(r) werden. Ich muss nur die Vaterschaftsanerkennung mit Zustimmung der Mutter abgeben.

D.h. fuer uns: Kind bleibt Chinese bis wir es evtl. zur Schule oder zum studieren nach Europa schicken werden.

Blos gut, dass ich das Kind nicht mit meiner Frau bekommen werde :wink:

Evtl. auch eine gute Alternative fuer andere - besser nicht heiraten oder erst nach der Geburt.
XiaoMa
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Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern

Beitrag von XiaoMa »

Capt. hat geschrieben:Da wird bei der Ausreise nichts passieren, solange das innerhalb der Gültigkeit des L-Visums geschieht.

Denke ich auch nicht :) Poste das Ergebnis trotzdem mal hier :)
XiaoMa
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Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern

Beitrag von XiaoMa »

So, Einreise hat auch wieder geklappt, von daher alles wunderbar :)
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egon
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Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern

Beitrag von egon »

Kopfschüttel über so manche Gedankengänge hier. :evil:

Wenn China nun mal keine doppelte Staatsbürgerschaft erlaubt, dann ist es so. Dann muss man sich als Eltern FÜR sein Kind entscheiden.
Will ich meinem Kind den ganzen Hukoukram, das Materialismusdenken, die chinesische Ellenbogenmentalität, das Druckmachschulsystem, die fehlende Altersvorsorge, das miserable Gesundheitswesen, das fehlende Sozialwesen, die zerstörte Umwelt, das Leben in einer Diktatur ohne jegliche Rechtssicherheit... für den Rest seines Lebens zumuten, nur weil ICH es jetzt bissl einfacher habe, mal nach Deutschland in die Ferien zu fliegen oder momentan hier in China paar Mäuse mehr verdienen kann, dann ist der Chinesische Pass erste Wahl. Falls ich anders denke, dann gebe ich meinem Kind den Pass des Elternteils des demokratischen Staates. Und dann mache ich mir auch ernsthaft Gedanken, spätestens wenn mein Kind so 4-5 Jahre alt ist, wieder irgendwo in Westen zu leben.
Die deutsche Staatsbürgerschaft kann jederzeit abgegeben werden, sofern man dadurch nicht staatenlos wird.
Nur. Dann in ein paar Jahren mal wieder auf die deutsche Botschaft gehen. Sorry, wir haben uns geirrt und hätten jetzt gern den deutschen Pass für unser Kind zurück, weil es in Deutschland studieren, leben... möchte, so einfach ist das dann nicht.
Ich kenne einen Fall. Der gute Mann hatte seinen deutschen Pass gegen einen holländischen getauscht, weil dort alles so toll war. Als es das dann nicht mehr war, ging er nach Deutschland zurück und wurde dort als Ausländer behandelt. Es hat ihn 4 Jahre Bürokratie gekostet, bis er seinen deutschen Pass zurück hatte.
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mario.s
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Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern

Beitrag von mario.s »

egon hat geschrieben:Will ich meinem Kind den ganzen Hukoukram, das Materialismusdenken, die chinesische Ellenbogenmentalität, das Druckmachschulsystem, die fehlende Altersvorsorge, das miserable Gesundheitswesen, das fehlende Sozialwesen, die zerstörte Umwelt, das Leben in einer Diktatur ohne jegliche Rechtssicherheit... für den Rest seines Lebens zumuten
:roll: :shock: Ja, ich bin auch dafuer, dass man lieber zu Hause bleiben sollte. Denn dort ist sowieso alles besser.
egon hat geschrieben:Kopfschüttel über so manche Gedankengänge hier. :evil:
:lol: :!:
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Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern

Beitrag von egon »

mario.s hat geschrieben:
egon hat geschrieben:Will ich meinem Kind den ganzen Hukoukram, das Materialismusdenken, die chinesische Ellenbogenmentalität, das Druckmachschulsystem, die fehlende Altersvorsorge, das miserable Gesundheitswesen, das fehlende Sozialwesen, die zerstörte Umwelt, das Leben in einer Diktatur ohne jegliche Rechtssicherheit... für den Rest seines Lebens zumuten
:roll: :shock: Ja, ich bin auch dafuer, dass man lieber zu Hause bleiben sollte. Denn dort ist sowieso alles besser.
Ich hatte nur einige Defizite des chinesischen Systems dargestellt. Die offenbare Schlussfolgerung, dass es diese Nachteile offenbar "zu Hause", ich unterstelle auf Grund deiner deutschen Staatsbürgerschaft Deutschland, nicht oder nur teilweise gibt, hast Du nun selbst geliefert.
Wie hatte ich geschrieben? Zitat: "...wieder irgendwo im Westen zu leben."
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Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern

Beitrag von Laogai »

egon hat geschrieben:Falls ich anders denke, dann gebe ich meinem Kind den Pass des Elternteils des demokratischen Staates.
Wohl gesprochen! Und du lieferst auch gleich ein passendes Beispiel dazu:
egon hat geschrieben:Ich kenne einen Fall. Der gute Mann hatte seinen deutschen Pass gegen einen holländischen getauscht, weil dort alles so toll war. Als es das dann nicht mehr war, ging er nach Deutschland zurück und wurde dort als Ausländer behandelt. Es hat ihn 4 Jahre Bürokratie gekostet, bis er seinen deutschen Pass zurück hatte.
Ein Hoch auf die deutsche Demokratie und nieder mit der niederländischen Diktatur!

Merke: In einer Demokratie aufzuwachsen bedeutet noch lange nicht, dass man auch rational denken kann. Hier zum Beispiel haben wir einen astreinen Gegenbeweis.

Oder anders ausgedrückt: "Kopfschüttel über so manche Gedankengänge hier".
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Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern

Beitrag von Yingxiong »

Vielleicht hatte er nur einen Satz vergessen.

Es ist schon schwer, den deutschen Pass wieder zu bekommen, wenn man ihn mal zugunsten eines Passes aus einem europäischen Nachbarlandes abgegeben hat. Es hat 4 Jahre ...
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Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern

Beitrag von Laogai »

Yingxiong hat geschrieben:Vielleicht hatte er nur einen Satz vergessen.
Wenn du damit egon meinst hat er nicht nur einen Satz vergessen, sondern ist schlichtweg unwissend. Zum Beispiel ist ihm nicht bekannt, dass auch Deutschland...
egon hat geschrieben:Wenn China nun mal keine doppelte Staatsbürgerschaft erlaubt[...]
... keine doppelte Staatsbürgerschaft erlaubt.

Komisch, dabei sind "wir" doch die guten...
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Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern

Beitrag von egon »

...da bin ich wohl einigen, die mit der rosaroten Chinabrille auf der Nase rumlaufen, bissl auf den Schlips getreten? :lol:

Nur verstehe ich die Gedankengänge nun wieder nicht. Der Bekannte in meinem Beispiel hatte ja nie ein Problem einen holländischen Pass zu bekommen, oder wieder abzugeben. Diktatur sehe ich da eigentlich keine. Nur wurde er von deutscher Seite ganz normal nach dem Ausländergesetz behandelt. Warum es bei ihm so lange dauerte, diese Details kenne ich nicht genau, ist auch nicht das Thema. Aber er wurde nach dem gültigen Gesetz der BRD behandelt, nicht nach einer gerade mal heute in der Provinz/Stadt gültigen Regelung.
Wenn ein Land jemandem die Ausreise verweigert, nur weil er in irgendeinem Hukou eingetragen ist und anderer Schwachsinn, dann hat das mit Demokratie wohl nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun. Erinnerungen an meine Jugendzeit kommen da hoch...

Aber die Chinahuldiger werden sicher auch dazu eine plausible Begründung haben.
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Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern

Beitrag von Laogai »

egon hat geschrieben:...da bin ich wohl einigen, die mit der rosaroten Chinabrille auf der Nase rumlaufen, bissl auf den Schlips getreten?
Nein, du hast eher die Leute mit der rosaroten Hollandbrille beleidigt. Sei froh, dass diese hier nicht so stark vertreten sind.

Hättest du noch mehr unpassende Beispiele parat?
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Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern

Beitrag von Macau »

Die meisten Staaten dieser Welt erlauben keine doppelte Staatsangehörigkeit und das ist gut so, aber soweit ich weiß, darf man diese durchaus haben, wenn beide Elternteile nicht die gleiche
Staatsangehörigkeit haben. Zumindest wird das stillschweigend geduldet.

Ja, ich musste auch mittlerweile feststellen, dass das Forum in zwei Lager unterteilt ist:
Leute, die jegliche Kritik an China als Pauschalisierung verurteilen, und sogar China gutreden
möchten, und andere, die Chinas negative Seiten hier besprechen.
Was mich wundert, ist dass einige der Chinakritiker hier im Forum aktuell in China leben.

Ich muss sagen, dass mich so einiges in China während meiner Zeit dort sehr gestört hat und es
immer noch tut, Sachen, die mir so in anderen asiatischen Ländern überhaupt nicht
aufgefallen sind. Deshalb habe ich auch China letztendlich verlassen, weil ich dort zwar
viel mehr Frauen kennenlernen konnte, durchaus viel Spaß auch hatte, gerne die Sprache
lernte, das Essen sehr mochte, aber China hat auch für meine Meinung sehr negative
Aspekte, und dazu gehört auch die Ellenbogenmentalität, die ich absolut verachte, und
dieser nervige Hurrapatriotimus. Und wenn ich eines an China hasse, ist dass so ein
Vollpfosten wie Da Shan ( der sieht doch schon aus wie ein absoluter Trottel und wäre ein
absoluter Außenseiter im Westen gewesen ) dort Karriere machen konnte. Wie ich den
Typen hasse. Und permanent wurde ich gefragt, ob ich diesen Idioten kennen würde.
Als ich sagte, ja, und dass ich ihn verachten würden, waren viele Chinesen sehr
verwundert. Wenn ich dem seine Fresse schon in irgendeinem Programm sehe, könnte
ich reinschlagen.
Klar, gibt es Rücklosigkeit in Deutschland auch ( werden jetzt die Chinaversteher und Fans sagen ), aber
dort ist es eben viel ausgeprägter.

Vielleicht sollten einige, die dort leben, und es eigentlich gar nicht so toll finden ( habe da
etliche in Dalian und Guangzhou kennengelernt ), zurück nach Hause kehren ?
Der einzige Ort, an dem ich leben könnte, ist Hong Kong. Dort würde ich bei entsprechendem
Salär sehr gerne wohnen, aber da muss ich schon richtig viel Asche verdienen.
Städte wie Peking sind aber für mich der reinste Horror.
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mario.s
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Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern

Beitrag von mario.s »

egon hat geschrieben:
mario.s hat geschrieben:
egon hat geschrieben:Will ich meinem Kind den ganzen Hukoukram, das Materialismusdenken, die chinesische Ellenbogenmentalität, das Druckmachschulsystem, die fehlende Altersvorsorge, das miserable Gesundheitswesen, das fehlende Sozialwesen, die zerstörte Umwelt, das Leben in einer Diktatur ohne jegliche Rechtssicherheit... für den Rest seines Lebens zumuten
:roll: :shock: Ja, ich bin auch dafuer, dass man lieber zu Hause bleiben sollte. Denn dort ist sowieso alles besser.
Ich hatte nur einige Defizite des chinesischen Systems dargestellt. Die offenbare Schlussfolgerung, dass es diese Nachteile offenbar "zu Hause", ich unterstelle auf Grund deiner deutschen Staatsbürgerschaft Deutschland, nicht oder nur teilweise gibt, hast Du nun selbst geliefert.
Wie hatte ich geschrieben? Zitat: "...wieder irgendwo im Westen zu leben."
Ich sehe schon, ich komme nicht herum, meinen obigen Kommentar auszubauen:

* Hukoukram: siehe Meldewesen in Deutschland
* Materialismusdenken: Im "Westen" ist natuerlich die Humanitaet der Grund warum die Leute taeglich zur Arbeit gehen, angebissene Aepfel so verbreitet sind und die 0%-Kredite fuer jeden erdenklichen Schnickschnack so regen Anklang finden.
* Ellenbogenmentalitaet: Gibt es im wohlgelobten Land auch nicht, alle teilen GERNE mit jedem alles. Deshalb beschwert sich auch keiner, wenn andere von seinen staatlich verordneten Sozialabgaben leben. (Nur ein wahllos herausgegriffenes Beispiel.)
* Druckmachschulsystem: Ich erinnere mich, gehoerig viele Tests und Pruefungen abgelegt zu haben waehrend meiner Schulzeit im Westen. Wurde das mittlerweile abgeschafft?
* fehlende Altersvorsorge: Nein, die sieht hier nur anders aus.
* miserables Gesundheitswesen: Frau und Kind (ja, sie sind Chinesen!) haben beide ordentliche Krankenversicherungen, die Krankenhaeuser hier bieten - ausser Krankenhauskost - alles was es in der alten Heimat auch gab. Tagelange Wartezeiten beim Facharzt habe ich hier noch nicht erlebt. Laborergebnisse sind mitunter Minutensache, usw.
* fehlendes Sozialwesen: Klar, von Deutschland verwoehnt. In Ammi-Land (das liegt doch auch im Westen und schimpft sich demokratisch, oder?) moechte ich nun aber nicht unbedingt ein Sozialfall werden wollen. - Im Uebrigen kuemmert sich "Papa" Staat in China ebenso um seine Schaefchen. Dass das bei der Menge an Menschen anders aussieht, versteht sich wohl von alleine.
* zerstoerte Umwelt: Punkt an Dich! Man kann ja auch nicht alles haben. Genausowenig muss man in extrem heruntergekommenen Gebieten wohnen.
* das Leben in einer Diktatur: Hat genauso seine Vorteile. Hier bewegt sich mehr als es von zerstrittenen auf Publizismus absehenden Parteien in jahrelangen Diskussionen verebbt, bis der Otto-Normal-Buerger sich eh nicht mehr daran erinnert. Statistisch reichen dafuer sogar schon drei Monate. - Und dass die Diktatur sicher bleibt ist der Grossteil der Entscheidungen mindestens genauso auf das Wohl der meisten Buerger ausgerichtet, wie es dem eigenen Vorteil dient.
* ohne jegliche Rechtssicherheit: das lasse ich mal im Raum stehen. Probleme mit dem Gesetz hatte ich bisher keine (eher mit zu vielen in Deutschland ;)). Denn tendenziell halte ich mich an die Regeln und habe selbst noch keinerlei willkuer in dieser Richtung erlebt.

Ja, China ist nicht das geheiligte Land. Wenn Du mir allerdings eine Alternative aufzeigen kannst, die DEFINITIV besser ist, dann bin ich ganz Ohr.

Worueber ich jedoch nur mit dem Kopf schuetteln kann, ist eine derart ignorante und westlich-verbluemte Haltung von jemandem, der offenbar selbst zum eigenen Vorteil in China lebt. (Natuerlich nicht aus materialistischen Gruenden... :wink: )

Beste Gruesse

Mario
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Re: Baby deutsch - chinesischer Eltern

Beitrag von Macau »

mario.s hat geschrieben:
Ich sehe schon, ich komme nicht herum, meinen obigen Kommentar auszubauen:

* Hukoukram: siehe Meldewesen in Deutschland
* Materialismusdenken: Im "Westen" ist natuerlich die Humanitaet der Grund warum die Leute taeglich zur Arbeit gehen, angebissene Aepfel so verbreitet sind und die 0%-Kredite fuer jeden erdenklichen Schnickschnack so regen Anklang finden.
* Ellenbogenmentalitaet: Gibt es im wohlgelobten Land auch nicht, alle teilen GERNE mit jedem alles. Deshalb beschwert sich auch keiner, wenn andere von seinen staatlich verordneten Sozialabgaben leben. (Nur ein wahllos herausgegriffenes Beispiel.)
* Druckmachschulsystem: Ich erinnere mich, gehoerig viele Tests und Pruefungen abgelegt zu haben waehrend meiner Schulzeit im Westen. Wurde das mittlerweile abgeschafft?
* fehlende Altersvorsorge: Nein, die sieht hier nur anders aus.
* miserables Gesundheitswesen: Frau und Kind (ja, sie sind Chinesen!) haben beide ordentliche Krankenversicherungen, die Krankenhaeuser hier bieten - ausser Krankenhauskost - alles was es in der alten Heimat auch gab. Tagelange Wartezeiten beim Facharzt habe ich hier noch nicht erlebt. Laborergebnisse sind mitunter Minutensache, usw.
* fehlendes Sozialwesen: Klar, von Deutschland verwoehnt. In Ammi-Land (das liegt doch auch im Westen und schimpft sich demokratisch, oder?) moechte ich nun aber nicht unbedingt ein Sozialfall werden wollen. - Im Uebrigen kuemmert sich "Papa" Staat in China ebenso um seine Schaefchen. Dass das bei der Menge an Menschen anders aussieht, versteht sich wohl von alleine.
* zerstoerte Umwelt: Punkt an Dich! Man kann ja auch nicht alles haben. Genausowenig muss man in extrem heruntergekommenen Gebieten wohnen.
* das Leben in einer Diktatur: Hat genauso seine Vorteile. Hier bewegt sich mehr als es von zerstrittenen auf Publizismus absehenden Parteien in jahrelangen Diskussionen verebbt, bis der Otto-Normal-Buerger sich eh nicht mehr daran erinnert. Statistisch reichen dafuer sogar schon drei Monate. - Und dass die Diktatur sicher bleibt ist der Grossteil der Entscheidungen mindestens genauso auf das Wohl der meisten Buerger ausgerichtet, wie es dem eigenen Vorteil dient.
* ohne jegliche Rechtssicherheit: das lasse ich mal im Raum stehen. Probleme mit dem Gesetz hatte ich bisher keine (eher mit zu vielen in Deutschland ;)). Denn tendenziell halte ich mich an die Regeln und habe selbst noch keinerlei willkuer in dieser Richtung erlebt.

Ja, China ist nicht das geheiligte Land. Wenn Du mir allerdings eine Alternative aufzeigen kannst, die DEFINITIV besser ist, dann bin ich ganz Ohr.

Worueber ich jedoch nur mit dem Kopf schuetteln kann, ist eine derart ignorante und westlich-verbluemte Haltung von jemandem, der offenbar selbst zum eigenen Vorteil in China lebt. (Natuerlich nicht aus materialistischen Gruenden... :wink: )

Beste Gruesse

Mario
Jetzt mal im Ernst: Du vergleichst das Hukousystem mit dem deutschen Meldewesen.
Ist das ein Witz ??? Wie schwer ist es in Deutschland sich an einem anderen
Wohnort niederzulassen, sein Kind dort an einer Schule anzumelden etc. ? Wohl einiges
einfacher als in China. Das ist gar nicht miteinander vergleichbar.

Das Materialismusdenken ist bei Chinesen sehr stark ausgeprägt, aber nicht alle
Chinesen sind so. Ich kannte auch ein paar tolle Chinesinnen, die alles andere
als materialistisch waren, sondern einfach nur nette Menschen. Aber allgemein
gesehen ist das Materialismusdenken z.B. in Hong Kong / Macau sehr stark
ausgeprägt. Das ist für viele Frauen bei der Heirat entscheidend.
In Deutschland, denke ich, gibt es viel mehr Ehen, die aus Liebe zueinander
geschlossen werden.
Jedoch ist das Streben nach Geld aber auch in dem Sinne gut, dass sich die
Wirtschaft sehr schnell entwickelt und die Menschen dadurch ein besseres
Leben haben und das ist gut so.

Im Alltag sind die Chinesen bestimmt unfreundlicher, rücksichtsloser als
andere Nationalitäten. Das lässt sich nicht bestreiten. Ich habe lange genug
gelebt um das zu merken und war in vielen Ländern dieser Welt.

Schön, dass deine Frau und das Kind eine gute Krankenversicherung haben.
Die hat aber nicht jeder in China, anders als in Deutschland, und viele können
sich eine gute Behandlung nicht leisten, aber schön, wenn deine chinesische
Familie zu den Priviligierten gehört.
Das deutsche Gesundheitssystem ist nach meiner Erfahrung ausgezeichnet.
Ja, man wartet ein wenig auf Fachärzte, aber insgesamt gesehen wurde ich
immer sehr gut behandelt. Das kann man mit China wirklich nciht vergleichen.

Also dass das Schulsystem in China wohl ganz anders ist, kann wohl niemand
bestreiten ? In China haben viele Jugendliche gar kein normales Leben, da sie
nur die ganze Zeit lernen weil es eben eine sehr große Konkurrenz gibt.
Ich wünsche meinem Kind nicht so eine Kindheit. Der absolute Horror.
Dein Vergleich hinkt vorne und hinten. Ja, ich hatte auch Prüfungen in Deutschland
an der Uni, Gymnasium etc., hatte aber noch genug Zeit ein befriedigendes
Leben außerhalb des Lernens zu finden.

Was hat das Ami-Land, auch als USA bekannt, mit Deutschalnd zu tun ? Das
ist ein vollkommen anderer Staat auf einem anderen Kontinent. Wir sprechen
jetzt von Deutschland, und da ist das Sozialwesen viel besser als auch in Macau z.B.
Wer in Macau innerhalb von 3-6 Monaten keinen Job findet, kriegt keinen Cent
mehr vom Staat und auch in den ersten 6 Monaten bekommt man gerade einmal
300-500 Euro umgerechnet, auch wenn man davor viel mehr verdiente.
Ich will erst gar nicht wissen wie es in Festlandchina aussieht.

Schön, dass du noch keinen Kontakt mit dem chinesischen Rechtssystem hattest.
Wünsche ich dir auch nicht. Ich habe trotz allem viel mehr Vertrauen in das
deutsche als in das chinesische Rechtssystem.
Und ja, China ist eine Diktatur. Schön wie du Diktaturen legitimierst. Ich kann zumindest
sagen, dass viele viele Menschen in Hong Kong die Schnauze voll haben von der
Zentralregierung bevormundet zu weden. So glücklich waren die nicht wieder
zu China gehören zu dürfen.
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