Heirat zu risikoreich?

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Marcus
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Re: Heirat zu risikoreich?

Beitrag von Marcus »

zak hat geschrieben:Wie seht ihr dass, wenn sich eure Freundin einen Verlobungsring wünscht, der 6000 Euro kostet? Ist es in China üblich, dass der Mann diese Summe in einen Ring investiert oder müssten mir da die Alarmglocken läuten?
Mein Verlobungsring hat damals sowas um die 100 Euro gekostet, ich weiss es nicht mehr genau. Als wir dann heirateten fragte ich sie wegen des Traurings worauf sie sagte, sie habe doch einen Ring, sie brauche keinen mehr und wenn ich unbedingt einen haben wolle dann sollen wir warten bis wir mal richtig Geld haben. Ich verdiene sicherlich nicht schlecht und meine Frau weiss auch wieviel das ist. Sie kennt den Kontostand welcher immer im mittleren 5 stelligen Bereich liegt. Eine Handtasche die ich ihr mal geschenkt habe (80 Euro) war ihr zu teuer, sie wollte sie wieder zurück bringen und ich konnte sie nur schwer davon abhalten.
6000.- Euro, weiss deine Freundin wie lange man mit diesem Geld sparsam in China leben kann? Ich vermute mal sie sollte das wissen und dennoch will sie so einen Ring? Weiss sie, wieviele Menschen tagtäglich auf Erden verhungern? Bei JAM.org kann man mit 6000 Euro 1000 Kindern einen Monat lang zu Essen geben.
Meine Freundin hat zwar gemeint, dass es etwas günstigeres auch tut, aber ihr dieser eine Ring sehr gut gefällt und sie sich diesen wünschen würde.

Ach wirklich? Wie süss, er gefällt ihr doch so gut. Was würdest Du denn sagen wenn sie gesagt hätte, es muss dieser Ring sein, ein anderer (günstigere) käme nicht in Frage? Ich würde ihr sagen: wir sind hier nicht bei "wünsch dir was" sondern bei, das Leben ist hart.
Findet ihr es zu früh, nach 1.5 Jahren Fernbeziehung zu heiraten?
Kurz und knapp, ja.
"Das Wenige, das Du tun kannst, ist viel, wenn Du nur Schmerz und Weh und Angst von einem Wesen nimmst." A. Schweitzer
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punisher2008
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Re: Heirat zu risikoreich?

Beitrag von punisher2008 »

Marcus hat geschrieben: 6000.- Euro, weiss deine Freundin wie lange man mit diesem Geld sparsam in China leben kann?
Ich wage zu behaupten unter bestimmten Umständen sogar ein ganzes Leben lang, wenn man natürlich selbst auch etwas beiträgt, weiter tätig ist und ein bescheidenes aber sicheres Einkommen hat. Viele in China werden niemals im Leben auch nur 1000 € auf einmal zu sehen bekommen.
Ich vermute mal sie sollte das wissen und dennoch will sie so einen Ring? Weiss sie, wieviele Menschen tagtäglich auf Erden verhungern? Bei JAM.org kann man mit 6000 Euro 1000 Kindern einen Monat lang zu Essen geben.
Sehr gutes Argument, hat bisher noch keiner gebracht! Ich finde es immer positiv wenn solche Vergleiche gebracht werden und vor Augen geführt wird wie die Mehrheit der Menschheit "leben" muss. Würde vielen Luxusgeilen absolut nichts schaden mal etwas mehr rumzukommen und wieder mal von Wolke 7 auf die Erde zurückzukehren. :roll:
Ach wirklich? Wie süss, er gefällt ihr doch so gut. Was würdest Du denn sagen wenn sie gesagt hätte, es muss dieser Ring sein, ein anderer (günstigere) käme nicht in Frage? Ich würde ihr sagen: wir sind hier nicht bei "wünsch dir was" sondern bei, das Leben ist hart.
Sehr gut geschrieben, stimme dir 100% zu!
tigerprawn
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Re: Heirat zu risikoreich?

Beitrag von tigerprawn »

Marcus hat geschrieben: Weiss sie, wieviele Menschen tagtäglich auf Erden verhungern? Bei JAM.org kann man mit 6000 Euro 1000 Kindern einen Monat lang zu Essen geben.
Aus Herren im Bad (Die Ente bleibt draussen):
'M2: Wissen Sie eigentlich, dass viele Menschen überhaupt kein Bad besitzen?
M1: Ach, Sozi sind Sie wohl auch noch?'
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Yingxiong
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Re: Heirat zu risikoreich?

Beitrag von Yingxiong »

Marcus hat geschrieben:Bei JAM.org kann man mit 6000 Euro 1000 Kindern einen Monat lang zu Essen geben.


Allerdings hinkt der Vergleich. Denn, wenn der Ring nicht gekauft wird, werden die Kinder auch nicht satt.

(Soll jetzt aber kein Hinweis sein, den Ring doch zu kaufen.)
R.I.P. Little Yingxiong Engelskind 05.01.2013

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Re: Heirat zu risikoreich?

Beitrag von ingo_001 »

@ Marcus, punisher:

Habt Ihr beide gut geschrieben.

Der Punkt Fernbeziehung ist aber m.E. nicht nur negativ zu bewerten, denn auf diese Weise ist Mann/Frau gezwungen, sich mit dem Ernst des Lebens (der Zukunftsplanung mit den jeweils anderen) zu beschäftigen.
Und das kann auf diese Weise sehr gut besprochen werden, weil das jeweils andere Objekt der Begierde (Mrs. "schlechtes Ei" wie meine Tochter es formulieren würde) einem nicht im Wortsinn an die Wäsche gehen kann, um ihn so vom Nachdenken abzubringen.

Meine Frau und ich hatten auch eine ca. 1,5 jährige Fernbeziehung (unterbrochen von mehreren Besuchen von insges. 3 Monaten Dauer).

Damals war MSN neben QQ Com-Standard per Internet.
Telefoniert hatten wir auch.
Diese Notwendigkeit hatte bei uns quasi automatisch dazu geführt, unsere gemeinsame Zukunft (so weit das möglich war) zu besprechen und zu planen.
Dabei stellte sich sehr schnell heraus, dass wir in den wesentlichen Dingen gleicher Meinung waren - und es auch immer noch sind.

Nach einiger Zeit sprachen wir über unseren jeweiligen Tagesablauf wie ein altes Ehepaar:
"Wie war Dein Tag?", "Gabs was Besonderes?", "Wie gehts yxz?", "ist zuhause alles ok?", "Denk dran, dass Du morgen früh aufstehen must." ... eben das Alltags-Bla-bla.
Da meine Damals-noch-nicht-Ehefrau als Krankenschwester ja Schichtdient hatte, mussten wir das (neben der Zeitdifferenz) fast tägl. in unserer Com.-Planung berücksichtigen.
Da war es dann nicht unüblich, dass sie in einer kurzen Arbeitspause außer der Reihe anrief, nur um meine Stimme zu hören oder mich an irgend etwas zu erinnern, von dem sie wusste, dass ich das an diesem Tag erledigen musste.
Umgekehrt ging das auch so.
Ich behaupte mal, dass uns diese erzwungene Zeit der Fernbeziehung sogar noch näher gebracht hat, gerade, weil wir über die Alltagsdinge gesprochen hatten, unsere Ansichten zu so ziemlich jedem Thema durchgekaut hatten - und so ein Verständnis füreinander entwickelt haben, für das man ohne Fernbeziehung länger braucht.

Ohne Fernbeziehung sieht man die Welt i.d.R. (zumindest anfangs) meist nur durch die rosarote Brille.
Und meist versucht einer (wenn nicht beide) ernste oder gar schwierige Themen gar nicht anzusprechen.
So kommts dann, dass man sich nicht selten wundert, warums dann doch nicht mit dem Traumprinzen bzw. -Prinzessin geklappt hat.

Auch das Überwinden bürokratischer Hürden, die es ja ohne Fernbeziehungen so nicht gibt, schweißt einander i.d.R. enger zusammen, weiß man doch, dass man nur so eine gemeinsame Zukunft realisieren kann.

Auch wenn eine erzwungene Fernbeziehung sicher nicht erstrebenswert ist, so kann sie doch dazu dienen einander besser kennen zu lernen, was die Persönlichkeit und den Charakter betrifft.
Ist da schon der Wurm drin - dann sollte Mann/Frau sich nach jemand anderen umsehen.
Natürlich muss auch die persönliche Chemie (Eye-to-eye) stimmen - aber dazu hatten die ca. 3 Monate zusammenleben (bei uns) allemal gereicht.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
viktoria2013
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Re: Heirat zu risikoreich?

Beitrag von viktoria2013 »

Hallo zak,

wir sind in diesem Jahr frisch verheiratet (ich Chinesin er Deutsch). Für den Verlobungsring mit Diamant hat mein Schatz >4000€ aud seiner eigenen Tasche ausgegeben :lol: Den Ring haben wir zusammen ausgesucht, da ich nicht lebenslang mit einem hässlichen Verlobungsring unterwegs will.
Ich find's normal dass die Frauen auf "Bling Bling" stehen, auf anderer Seite geben die Männer auch viel Geld für Auto, PS3, Computer, etc aus, die aus unserer Sicht unnötig sind. :wink:

Also, zurück zum Thema Heirat:

wir haben ohne Ehevertrag geheiratet, bei uns gibt es kein "meines" und "deines", es gibt nur "unseres". Damit haben wir uns auch wohl gefühlt. Wir verdienen beide Brutto >70T pro Jahr, ein Ehevertrag ist ehe unnötig. Auch als eine chinsiche Frau muss ich sagen, ich werde nimmer mit einem Ehevertrag heiraten, es stört mich total. Für mein Mann kann ich alles ausgeben und er mich auch. Mein Mann war auch nie auf die Idee gekommen, einen Ehevertrag abzuschließen, lol, für was, wir sind beide keine Millionären.

Wir wollen nur miteinander älter werden und die Familie wohlhabend gründen, das ist den einzigen Grund, warum wir heiraten.
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Israfael
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Re: Heirat zu risikoreich?

Beitrag von Israfael »

Hallo viktoria2013,

bist du zufällig die Verlobte von zak? xD
viktoria2013
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Re: Heirat zu risikoreich?

Beitrag von viktoria2013 »

Israfael hat geschrieben:Hallo viktoria2013,

bist du zufällig die Verlobte von zak? xD
hehe, nein :lol:
Mehlkleisterer
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Re: Heirat zu risikoreich?

Beitrag von Mehlkleisterer »

viktoria2013 hat geschrieben:Hallo zak,
wir sind in diesem Jahr frisch verheiratet (ich Chinesin er Deutsch). Für den Verlobungsring mit Diamant hat mein Schatz >4000€ aud seiner eigenen Tasche ausgegeben :lol: Den Ring haben wir zusammen ausgesucht, da ich nicht lebenslang mit einem hässlichen Verlobungsring unterwegs will.
Also teuer=schön und billig=hässlich - ja mei, es gibt doch noch Vorurteile, die stimmen. Gott sei Dank.
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canni
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Re: Heirat zu risikoreich?

Beitrag von canni »

Mehlie, sieh das mal aus anderer Sicht: Wer weiß von was Vicky ablenken muss.... Ihr Verlobter sah sich wohl gezwungen den Blick eher auf die Hände zu lenken`?``

Duch und aber rasend schnell um die Ecke hinter den nächsten Busch hahaha.-

Melli Clistmas.
Das Leben ist manchmal wie jemand, der Dir eine Tafel Schokolade hinhält und wenn Du reinbeisst merkst Du, dass es eine Zitrone ist. Mogelpackung.
Wenn du eine Sprache nicht oder nicht richtig sprichst, solltest Du zumindest ein guter Pantomime sein....
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Marcus
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Re: Heirat zu risikoreich?

Beitrag von Marcus »

Mehlkleisterer hat geschrieben:Also teuer=schön und billig=hässlich - ja mei, es gibt doch noch Vorurteile, die stimmen. Gott sei Dank.
Bei Chinesen könnte man das meinen, ja. Es ist jetzt 2 Jahre her, da flog ich mit meiner Frau von Paris nach Zürich und in der gleichen Reihe waren 2 Chinesen, angezogen wie Clowns. Die Taschen (Dior, Chanel und haste nicht gesehen) hatten sie dabei und auffällig neben sich platziert. Es ist absolut unmöglich dass sie diese Klamotten schön fanden. Ich weigere mich zu glauben dass jemand einen derart verschrobenen Geschmack haben kann. Aber teuer war es, garantiert!
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Macau
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Re: Heirat zu risikoreich?

Beitrag von Macau »

Meiner Erfahrung nach sind viele Chinesen sehr materiell und man wird
oftmals nur danach beurteilt wieviel Geld man im Monat verdient.

Ich war mit einer Halbchinesin/Halbportugiesin aus Macau verheiratet und für
ihre Familie war ich eine absolute Null, da mein Gehalt wirklich nicht groß war.
Das war das einzige was für ihren chinesischen Vater gezählt hat, mein Gehalt.
Danach wurde ich als Mensch beurteilt.

Ich wäre da sehr vorsichtig. Eine Chinesin würde ich in den meisten Umständen
nicht heiraten. Heiraten mit Asiatinnen sehe ich immer sehr skeptisch.
Die können dir die größte Liebe ihres Lebens vorspielen. Frauen aus den Philippinen
z.B. suchen geradezu verzweifelt nach Ehemännern aus dem Westen.
Da sollte man äußerst vorsichtig sein. Ich habe einen richtig unattraktiven
Deutschen mal kennengelernt, der eine bildhübsche 25-jährige Filipina kennengelernt
hatte. Er sagte mir: Für sie zählt nur mein Herz. Die will nie mein Geld.
Aber sicher. Was sich manche Menschen vorlügen.

Sehr vorsichtig sollte man, da viele Frauen aus Asien einem was vorspielen. Z.B.
werden sie dich öfters anfangs als Mann zum Essen einladen, um dich davon
zu überzeugen, dass das Geld nicht wichtig sei. Später werden sie das sogar
als Argument verwenden um dich auszupressen um zu sagen: Und, habe ich dich
nie zum Essen eingeladen ?

Was deine chinesische Freundin mit 25000 RMB/Monat Gehalt betrifft. Die wird
sehr hohe Ansprüche haben, da materielles Gut für viele Chinesen das einzige
ist, was zählt im Leben. So ist das. Für viele Europäer auch, in China, ist das aber
noch ein wenig krasser.

Ich würde meine Finger von solchen Frauen lassen. Sorry. Das einzige was ich heiraten
würde aus Asien ist eine Japanerin.
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Re: Heirat zu risikoreich?

Beitrag von blackrice »

Macau hat geschrieben:Sorry. Das einzige was ich heiraten würde aus Asien ist eine Japanerin.
DAS mach mal..falls dich eine nimmt :mrgreen:
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wir sind hier nicht bei WÜNSCH' DIR WAS sondern bei SO ISSES' HALT
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Re: Heirat zu risikoreich?

Beitrag von sweetpanda »

blackrice hat geschrieben:
Macau hat geschrieben:Sorry. Das einzige was ich heiraten würde aus Asien ist eine Japanerin.
DAS mach mal..falls dich eine nimmt :mrgreen:
Das geht dann andersrum. Der Deutsche preist sich übers Internet an und sie bestellt sich ihn für nach Hause.
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Re: Heirat zu risikoreich?

Beitrag von punisher2008 »

Marcus hat geschrieben:Es ist jetzt 2 Jahre her, da flog ich mit meiner Frau von Paris nach Zürich und in der gleichen Reihe waren 2 Chinesen, angezogen wie Clowns. Die Taschen (Dior, Chanel und haste nicht gesehen) hatten sie dabei und auffällig neben sich platziert. Es ist absolut unmöglich dass sie diese Klamotten schön fanden. Ich weigere mich zu glauben dass jemand einen derart verschrobenen Geschmack haben kann. Aber teuer war es, garantiert!
Kann ich absolut nachvollziehen! Die glauben tatsächlich sie könnten Geschmack kaufen. Sollen die sich doch nur auf der ganzen Welt lächerlich machen. Was für Nieten :twisted:
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