Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?
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winSharp93
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Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?
Guten Tag,
kleine Vorgeschichte: Ich bin seit zwei Monaten für insgesamt drei Monate beruflich in China (auf Geschäftsreise für ein deutsches Unternehmen im Zuge meiner Ausbildung). Untergekommen bin ich hier in einem privat vermieteten Apartement. Daher dachte ich ursprünglich, ich müsste mich nach meiner Ankunft bei der Polizei anmelden.
Als ich allerdings dann ankam, hing da ein großes Schild, dass in Hotels der Hotelbetreiber für die Anmeldung zuständig sei und ein weiteres Schild mit Aufschrift "Hotel XYZ", das zu der Wohnung meiner Vermieterin führte. Als die Vermieterin dann meine Reisepassnummer auf den Mietvertrag notierte (auf dem - wie ich inzwischen weiß - auf chinesisch auch von einem "Hotel" die Rede ist), war für mich die Sache klar und ich dachte: Wunderbar, brauche ich mich also nicht selber anmelden; das macht dann die Vermieterin für mich.
Anders sah das allerdings dann die Polizei, die mir bei einer Ausweiskontrolle in dem Gebäude das Fehlen eines "blauen Zettels" ankreidete. Daraufhin habe ich die dann zu der Vermieterin geschickt (was die dann besprochen haben, konnte ich natürlich leider nicht verstehen). Zum Schluss sagte man mir dann, alles sei in Ordnung und ich könne gehen. Für mich sah es allerdings so aus, als ob der Sohn der Vermieterin dann mit der Polizei mitging.
Ein paar Tage kontaktierte mich dann die Vermieterin über einen Kollegen und forderte mich auf, mit ihr zusammen zur Polizei zu gehen, um dort die Anmeldung zu vervollständigen. Dort hieß es dann, wir müssten auf einen Kollegen warten und wurden in ein Büro gebeten.
Hier war dann plötzlich die Rede davon, dass ich die Anmeldung vergessen hätte und deshalb ein Geständnis unterschreiben müsste und die Strafe bezahle (mein Arbeitskollege, der allerdings auch kein perfektes Englisch spricht, hätte das wohl für mich übersetzen sollen und ebenfalls unterschreiben). Der Vermieter meinte dann allerdings, dass er mir das Geld zurückgeben würde, nachdem ich es an die Polizei bezahlt hätte.
Das wollte ich dann aber nicht tun und so haben wir nach einigen Diskussionen (hauptsächlich zwischen meinem Kollegen und der Polizei) das Revier wieder verlassen.
In Anschluss haben wir dann im Geschäft beraten, was wohl die beste Vorgehensweise sei. Da leider keine betriebseigenen Anwälte zur Verfügung stehen, beschränkte sich der Rat also auf ein paar Tipps, die jedoch alle in Richtung "abwarten, dass ist Problem des Vermieters und nicht dein Problem" gingen.
Eine Weile war dann auch tatsächlich Ruhe - heute klingelte jedoch das Telefon meines Kollegen und die Polizei bittete ihn darum, sich mit mir zusammen morgen auf dem Revier zu melden, das Geständnis zu unterschreiben und die Strafe (500RMB nach aktuellem Stand) zu zahlen.
Und jetzt bin ich mir eben überhaupt nicht sicher, was ich genau machen soll.
Mein Kollege ist wohl mit einem Anwalt befreundet, der für knapp 3000RMB mit zur Polizei kommen würde und nochmal in meinem Sinne argumentieren. Aber für ein Gelingen könne er auch nicht garantieren.
Hilfe aus Deutschland kann ich nicht groß erwarten; Rechtschutzversicherung ist nur bei "Straftaten" zuständig und mein deutscher Arbeitgeber meinte nur, dass das eine "spannende Sache" sei, mit der er allerdings nichts zu tun hätte, da die Vermietung zwar auf Rechnung aber nicht im Namen der Firma erfolgt sei.
Andererseits weiß ich überhaupt nicht, was für Auswirkungen es hat, wenn ich das Geständnis unterschreibe (von dem ich ja nicht einmal genau weiß, was mir darin vorgeworfen wird)...
Hat da jemand schon Erfahrung gesammelt, ob so etwas in eine "Akte" wandert, die dann bei einer Beantragung eines Visums in der Zukunft zurate gezogen wird?
Auch über sonstige Tipps bin ich dankbar...
Viele Grüße
kleine Vorgeschichte: Ich bin seit zwei Monaten für insgesamt drei Monate beruflich in China (auf Geschäftsreise für ein deutsches Unternehmen im Zuge meiner Ausbildung). Untergekommen bin ich hier in einem privat vermieteten Apartement. Daher dachte ich ursprünglich, ich müsste mich nach meiner Ankunft bei der Polizei anmelden.
Als ich allerdings dann ankam, hing da ein großes Schild, dass in Hotels der Hotelbetreiber für die Anmeldung zuständig sei und ein weiteres Schild mit Aufschrift "Hotel XYZ", das zu der Wohnung meiner Vermieterin führte. Als die Vermieterin dann meine Reisepassnummer auf den Mietvertrag notierte (auf dem - wie ich inzwischen weiß - auf chinesisch auch von einem "Hotel" die Rede ist), war für mich die Sache klar und ich dachte: Wunderbar, brauche ich mich also nicht selber anmelden; das macht dann die Vermieterin für mich.
Anders sah das allerdings dann die Polizei, die mir bei einer Ausweiskontrolle in dem Gebäude das Fehlen eines "blauen Zettels" ankreidete. Daraufhin habe ich die dann zu der Vermieterin geschickt (was die dann besprochen haben, konnte ich natürlich leider nicht verstehen). Zum Schluss sagte man mir dann, alles sei in Ordnung und ich könne gehen. Für mich sah es allerdings so aus, als ob der Sohn der Vermieterin dann mit der Polizei mitging.
Ein paar Tage kontaktierte mich dann die Vermieterin über einen Kollegen und forderte mich auf, mit ihr zusammen zur Polizei zu gehen, um dort die Anmeldung zu vervollständigen. Dort hieß es dann, wir müssten auf einen Kollegen warten und wurden in ein Büro gebeten.
Hier war dann plötzlich die Rede davon, dass ich die Anmeldung vergessen hätte und deshalb ein Geständnis unterschreiben müsste und die Strafe bezahle (mein Arbeitskollege, der allerdings auch kein perfektes Englisch spricht, hätte das wohl für mich übersetzen sollen und ebenfalls unterschreiben). Der Vermieter meinte dann allerdings, dass er mir das Geld zurückgeben würde, nachdem ich es an die Polizei bezahlt hätte.
Das wollte ich dann aber nicht tun und so haben wir nach einigen Diskussionen (hauptsächlich zwischen meinem Kollegen und der Polizei) das Revier wieder verlassen.
In Anschluss haben wir dann im Geschäft beraten, was wohl die beste Vorgehensweise sei. Da leider keine betriebseigenen Anwälte zur Verfügung stehen, beschränkte sich der Rat also auf ein paar Tipps, die jedoch alle in Richtung "abwarten, dass ist Problem des Vermieters und nicht dein Problem" gingen.
Eine Weile war dann auch tatsächlich Ruhe - heute klingelte jedoch das Telefon meines Kollegen und die Polizei bittete ihn darum, sich mit mir zusammen morgen auf dem Revier zu melden, das Geständnis zu unterschreiben und die Strafe (500RMB nach aktuellem Stand) zu zahlen.
Und jetzt bin ich mir eben überhaupt nicht sicher, was ich genau machen soll.
Mein Kollege ist wohl mit einem Anwalt befreundet, der für knapp 3000RMB mit zur Polizei kommen würde und nochmal in meinem Sinne argumentieren. Aber für ein Gelingen könne er auch nicht garantieren.
Hilfe aus Deutschland kann ich nicht groß erwarten; Rechtschutzversicherung ist nur bei "Straftaten" zuständig und mein deutscher Arbeitgeber meinte nur, dass das eine "spannende Sache" sei, mit der er allerdings nichts zu tun hätte, da die Vermietung zwar auf Rechnung aber nicht im Namen der Firma erfolgt sei.
Andererseits weiß ich überhaupt nicht, was für Auswirkungen es hat, wenn ich das Geständnis unterschreibe (von dem ich ja nicht einmal genau weiß, was mir darin vorgeworfen wird)...
Hat da jemand schon Erfahrung gesammelt, ob so etwas in eine "Akte" wandert, die dann bei einer Beantragung eines Visums in der Zukunft zurate gezogen wird?
Auch über sonstige Tipps bin ich dankbar...
Viele Grüße
- Der neue Waiguoren
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Re: Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?
Ist ja was kompliziert, aber überall steht geschrieben und es wird immer darauf hingewiesen, dass man sich SELBST! bei der Polizei melden muss, falls man nicht in einem Hotel absteigt. Aber naja, zu spät.
Ich selbst würde dort nichts unterschreiben, weil du nicht weißt welche Konsequenzen dich eventiell bei der Beantragung eines anderen oder weiterem Visums erwarten, jedoch die Strafe zahlen. Dann können die das Geld unter sich aufteilen
Eventuell kannst du dir eine Kopie des zu unterschreibenden Schriftstücks anfertigen und dir dieses mit allen Auswirkungen vom Anwalt oder einer anderen vertrauenswürdigen Person-ist nicht einfach- erklären lassen.
In Deutschland würdest du ja auch nichts unterschreiben, wenn du nicht weißt, was drin steht, oder?
Ich selbst würde dort nichts unterschreiben, weil du nicht weißt welche Konsequenzen dich eventiell bei der Beantragung eines anderen oder weiterem Visums erwarten, jedoch die Strafe zahlen. Dann können die das Geld unter sich aufteilen
Eventuell kannst du dir eine Kopie des zu unterschreibenden Schriftstücks anfertigen und dir dieses mit allen Auswirkungen vom Anwalt oder einer anderen vertrauenswürdigen Person-ist nicht einfach- erklären lassen.
In Deutschland würdest du ja auch nichts unterschreiben, wenn du nicht weißt, was drin steht, oder?
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winSharp93
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Re: Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?
Danke für die Antwort!
Aber ja, jetzt isses wohl leider zu spät. Und der Vermieter in den Augen der Polizei wohl eher unbeteiligt.
Würden die das tatsächlich machen?
Scheinbar meinten die wohl zu meinem Kollegen, dass ich meine "Strafe so oder so" erhalten werde. Keine Ahnung, ob die das wörtlich gesagt haben oder was das genau bedeuten soll. Wirklich zu meiner Beruhigung trägt das jedenfalls nicht gerade bei.
Ist es klug, den Polizisten von mir aus einfach noch zwei oder drei Hunderter mehr hinzulegen, wenn die mich um die Unterschrift bitten? Ich weiß leider nicht wirkich, wie das hier genau abläuft...
Auch irritiert es mich ein wenig - wenn es doch eigentlich Bestechungsgeld ist - warum die dann noch ein Geständnis möchten...
Ich hoffe mal, dass sie das auch akzeptieren werden, dass ich das "fertige" Schriftstück übersetzen lassen kann.
Naja, in meinen Fall war ja ausdrücklich von einem Hotel die Rede - aber letztlich war es dann wohl doch keins. Oder "Hotel" ist hier einfach nicht gleich Hotel...Der neue Waiguoren hat geschrieben:dass man sich SELBST! bei der Polizei melden muss, falls man nicht in einem Hotel absteigt. Aber naja, zu spät.
Aber ja, jetzt isses wohl leider zu spät. Und der Vermieter in den Augen der Polizei wohl eher unbeteiligt.
Wobei ich vor der Variante (also nicht zu unterschreiben) ehrlich gesagt fast noch mehr Bedenken habe: Hinerher nehmen mir da den Pass ab, stellen mich unter Arrest (wohl bis zu 15 Tage laut Kollege) oder weisen mich sofort aus...Ich selbst würde dort nichts unterschreiben, weil du nicht weißt welche Konsequenzen dich eventiell bei der Beantragung eines anderen oder weiterem Visums erwarten, jedoch die Strafe zahlen
Würden die das tatsächlich machen?
Scheinbar meinten die wohl zu meinem Kollegen, dass ich meine "Strafe so oder so" erhalten werde. Keine Ahnung, ob die das wörtlich gesagt haben oder was das genau bedeuten soll. Wirklich zu meiner Beruhigung trägt das jedenfalls nicht gerade bei.
Ist es klug, den Polizisten von mir aus einfach noch zwei oder drei Hunderter mehr hinzulegen, wenn die mich um die Unterschrift bitten? Ich weiß leider nicht wirkich, wie das hier genau abläuft...
Auch irritiert es mich ein wenig - wenn es doch eigentlich Bestechungsgeld ist - warum die dann noch ein Geständnis möchten...
Nein, aber hier wirkt es so ein bisschen, als ob ich keine wirkliche Wahl habe.In Deutschland würdest du ja auch nichts unterschreiben, wenn du nicht weißt, was drin steht, oder?
Ich hoffe mal, dass sie das auch akzeptieren werden, dass ich das "fertige" Schriftstück übersetzen lassen kann.
- Laogai
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Re: Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?
Ich musste vor Jahren mal Strafe zahlen, weil ich mich in einem Hotel nicht ordnungsgemäß angemeldet hatte (nur mich und nicht der Rest der Gruppe von elf Leuten), außerdem eine Selbstkritik (自我批评) schreiben. Hatte keine Auswirkung auf die gefühlten 20 chinesischen Visa, die ich seitdem für mich beantragt habe.
Laogai <=> 老盖, Ex-Blogwart
Konfuzius sagt: "Just smile and wave, boys. Smile and wave."
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tigerprawn
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Re: Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?
Unterschreib das Ding. Wenn Du sicher gehen willst, nimm jemanden mit (z.B. einen Übersetzer), der Dir sagt was drin steht. Sich mit der Polizei anzulegen kann nicht so gut ausgehen.
Die Polizei in CN sehr weitgehende Befugnisse.
Freundlich bleiben, sich freundlich unterhalten, Strafe bezahlen, alle sind glücklich. (und bloss nicht unaufgefordert extra Geld überreichen.)
Die Polizei in CN sehr weitgehende Befugnisse.
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Re: Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?
lol - du hast eine selbstkritik schreiben müssen? hast du das ding noch?Laogai hat geschrieben:Ich musste vor Jahren mal Strafe zahlen, weil ich mich in einem Hotel nicht ordnungsgemäß angemeldet hatte (nur mich und nicht der Rest der Gruppe von elf Leuten), außerdem eine Selbstkritik (自我批评) schreiben. Hatte keine Auswirkung auf die gefühlten 20 chinesischen Visa, die ich seitdem für mich beantragt habe.
Re: Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?
Schon mal dran gedacht die deutsche Botschaft zu fragen?
Das Leben ist schön
Shanghai - seit 2009
1. April 2012 - Neuer Job (gleiche Firma) und nochmal mindestens 3 Jahre Shanghai
1. April 2015 - Neuer Job (gleiche Firma) und nochmal mindestens 3 Jahre Shanghai
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Re: Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?
Wie viele Spatzen hast Du mit dieser Kanone schon erledigt?belrain hat geschrieben:Schon mal dran gedacht die deutsche Botschaft zu fragen?
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winSharp93
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Re: Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?
Danke für die Antworten!
Beruhigt mich auf jeden Fall etwas, dass es damit dann im Nachgang keine weiteren Probleme gab.
Das heißt Bestechung hier läuft quasi immer durch "Preisansage" des Bestochenen ab (ja - klingt jetzt vielleicht naiv, aber irgendwie weiß ich einfach viel zu wenig über den Umgang mit den Behörden hier...)?
Ich hoffe nur, dass die Polizisten jetzt nicht sauer sind oder so, weil ich mich nicht von mir aus nochmal da hingegangen bin.
Falls ich tatsächlich im Arrest landen sollte, könne ich mich aber gerne nochmal melden
Mein Kollege hier vor Ort meinte auch, er bringe einen befreundeten Anwalt mit, der sich das dann mal durchlesen kann. Der meinte am Telefon wohl inzwischen, dass bereits das Vorhandensein eines Mietvertrages bedeutet, dass es sich um kein Hotel handelt (trotz besagter Schilder und Aufdruck "Hotel"...)
Es ist mir zwar auch etwas unangenehm, dass mein Kollege jetzt wegen mir auf einen "Gefallen" bei einem Bekannten zurückgreifen muss (hab' darüber auch schon ein paar Dinge gelesen - ich hoffe mal, mich da mit einer Einladung zum Essen revanchieren zu können), aber gut, dass ist ein anderes Thema...
Ich berichte dann, wie sich die Sache weiterentwickelt hat (evtl. dann mit Foto einer Selbstkritik
).
Hmm - vielleicht ist es ja auch nur so etwas. Wie sieht die dann aus? Mit zehnmal schreiben "Ich soll mich nach Einreise bei der Polizei melden" wird es ja nicht getan sein, oder?außerdem eine Selbstkritik (自我批评) schreiben
Beruhigt mich auf jeden Fall etwas, dass es damit dann im Nachgang keine weiteren Probleme gab.
Ok, danke für den Tipp! Dann werde ich das lieber sein lassenFreundlich bleiben, sich freundlich unterhalten, Strafe bezahlen, alle sind glücklich. (und bloss nicht unaufgefordert extra Geld überreichen.)
Das heißt Bestechung hier läuft quasi immer durch "Preisansage" des Bestochenen ab (ja - klingt jetzt vielleicht naiv, aber irgendwie weiß ich einfach viel zu wenig über den Umgang mit den Behörden hier...)?
Ich hoffe nur, dass die Polizisten jetzt nicht sauer sind oder so, weil ich mich nicht von mir aus nochmal da hingegangen bin.
Ja, die meinten allerdings, dass sie da auch nicht so genau weiterhelfen könnten, ohne den genauen Text des Schriftstückes zu kennen.Schon mal dran gedacht die deutsche Botschaft zu fragen?
Falls ich tatsächlich im Arrest landen sollte, könne ich mich aber gerne nochmal melden
Mein Kollege hier vor Ort meinte auch, er bringe einen befreundeten Anwalt mit, der sich das dann mal durchlesen kann. Der meinte am Telefon wohl inzwischen, dass bereits das Vorhandensein eines Mietvertrages bedeutet, dass es sich um kein Hotel handelt (trotz besagter Schilder und Aufdruck "Hotel"...)
Es ist mir zwar auch etwas unangenehm, dass mein Kollege jetzt wegen mir auf einen "Gefallen" bei einem Bekannten zurückgreifen muss (hab' darüber auch schon ein paar Dinge gelesen - ich hoffe mal, mich da mit einer Einladung zum Essen revanchieren zu können), aber gut, dass ist ein anderes Thema...
Ich berichte dann, wie sich die Sache weiterentwickelt hat (evtl. dann mit Foto einer Selbstkritik
Re: Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?
Ich würde bezahlen und es auf die Spesenrechnung setzen.
"Das Wenige, das Du tun kannst, ist viel, wenn Du nur Schmerz und Weh und Angst von einem Wesen nimmst." A. Schweitzer
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Re: Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?
Marcus hat geschrieben:Ich würde bezahlen und es auf die Spesenrechnung setzen.
"Wenn Du sie nicht überzeugen kannst, verwirre sie"
humans are the only species cut down trees .. turn it into paper .. then write - '' SAVE THE TREES '' - on it
wir sind hier nicht bei WÜNSCH' DIR WAS sondern bei SO ISSES' HALT
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Re: Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?
Geht leider nicht, weil ich im Kostenvoranschlag den Punkt "Sonstige Kosten" vergessen habeMarcus hat geschrieben:Ich würde bezahlen und es auf die Spesenrechnung setzen.
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Re: Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?
Das war nur ein Dreizeiler. Ist wie gesagt schon etliche Jahre her und an den Wortlaut kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich hatte ein paar Sätze auf Chinesisch zusammengekritzelt.winSharp93 hat geschrieben:Hmm - vielleicht ist es ja auch nur so etwas. Wie sieht die dann aus? Mit zehnmal schreiben "Ich soll mich nach Einreise bei der Polizei melden" wird es ja nicht getan sein, oder?Laogai hat geschrieben:außerdem eine Selbstkritik (自我批评) schreiben![]()
Für den Rest der Gruppe (alle mussten mit auf das Revier) war die Aktion ein Highlight der ganzen Reise
Du hast ja keine Straftat begangen, höchstens so etwas wie eine Ordnungswidrigkeit. Und ich glaube einfach nicht, dass das in einem Zentralcomputer abgespeichert wird und auf den die chinesischen Botschaften und Konsulate weltweit Zugriff haben um jede Person, die einen Visumantrag stellt, zu überprüfen.winSharp93 hat geschrieben:Beruhigt mich auf jeden Fall etwas, dass es damit dann im Nachgang keine weiteren Probleme gab.
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Re: Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?
Das:
Aber, dass der Tipp von Dir kommt ... das hätte ich nicht gedacht
Oder bei der ESt-Erklärung unter "Außergewöhnliche Belastungen" eintragen?
Hätte ich hier jedem Anderen (inkl. mir selbst) zugetraut.Marcus hat geschrieben:Ich würde bezahlen und es auf die Spesenrechnung setzen.
Aber, dass der Tipp von Dir kommt ... das hätte ich nicht gedacht
Oder bei der ESt-Erklärung unter "Außergewöhnliche Belastungen" eintragen?
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.
Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
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- Phytagoras
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Re: Unterzeichnung eines Geständnisses - Probleme bei Visum?
Irgendwas ist da aber doch schiefgelaufen.
Bei der ersten Kontrolle der Polizei hätten sie dich doch eigentlich schon aufs Revier einladen können um das ganze machen zu lassen. Dort, wo ich es immer mache, sind die Polizistinnen gechillt drauf. Hab da bei der Verlängerung meiner Visa teilweise sogar 1 Monat mich nach der Verlängerung gemeldet und es war nie ein Problem. Auch nicht, als ich das Visum weiter verlängert hab mit dieser Notification der Polizei.
Für mich hört sich das nur ein wenig so an, als wolle man da sich was dazu verdienen. Die Polizisten hätten das direkt alles machen können...
Bei der ersten Kontrolle der Polizei hätten sie dich doch eigentlich schon aufs Revier einladen können um das ganze machen zu lassen. Dort, wo ich es immer mache, sind die Polizistinnen gechillt drauf. Hab da bei der Verlängerung meiner Visa teilweise sogar 1 Monat mich nach der Verlängerung gemeldet und es war nie ein Problem. Auch nicht, als ich das Visum weiter verlängert hab mit dieser Notification der Polizei.
Für mich hört sich das nur ein wenig so an, als wolle man da sich was dazu verdienen. Die Polizisten hätten das direkt alles machen können...
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