Mutter von aus China nach Deutschland

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garokgarok
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Mutter von aus China nach Deutschland

Beitrag von garokgarok »

Hallo,
mal eine Frage, eine freundin von uns, sie ist chinesin und mit meinem Kumpel verheiratet, einem Deutschen, macht sich sorgen um ihre Mutter, diese ist in China, und ihr geht es nicht so gut dort.
Sie möchte ihre Mutter gerne nach Deutschland hollen, ich habe ihr gesagt, das sie sich da nicht all zu große hoffnung machen soll...

denn ich denke kaum, das Deutschland eine 53 Jährige Rentnerin, die kein Deutsch Spricht einfach mal hier rein lassen wird oder?

"Nur" weil ihre Tochter hier lebt, hat sie ja nicht gleich ein recht darauf auch her zu kommen oder nicht?

Sie wollte mir das nicht glauben, und ich kann im internet auch nicht wirklich was dazu finden.
Kennt sich da jemand aus?
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AngelofMoon
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Re: Mutter von aus China nach Deutschland

Beitrag von AngelofMoon »

garokgarok hat geschrieben:Sie möchte ihre Mutter gerne nach Deutschland hollen, ich habe ihr gesagt, das sie sich da nicht all zu große hoffnung machen soll...
Leider sieht es so aber aus, die Voraussetzungen dafür dass ihre Mutter nach Deutschland kommen kann sind nicht so wie beim Ehegattennachzug zum Deutschen.
Unmöglich ist es aber nicht, wenn der Lebensunterhalt und eine ausreichende Krankenversicherung vorhanden ist.
Konfuzius sprach: “Mach’ Dir keine Sorgen darüber, dass die Menschen Dich nicht kennen, sondern darüber, dass Du sie nicht kennst.”
kensen468
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Re: Mutter von aus China nach Deutschland

Beitrag von kensen468 »

Ich weiss jetzt nicht, wie's in Deutschland aussieht, aber ich kenne einen Fall, wo der Schweizer Mann einer Vietnamesin den Schwiegervater in die Schweiz holen konnte.
- Zuerst musste ein Abhängigkeitsverhältnis nachgewiesen werden: Die Schwiegermutter war schon länger tot, von den Kindern lebte ebenfalls einzig noch die Tochter in der Schweiz. Weitere nahe Verwandte hatte der Mann ebenfalls nicht.
- Dazu musste die Familie nachweisen, dass die Pflege des Vaters auch nicht von staatlichen oder anderen Institutionen im Heimatland vorgenommen werden kann. "Dank" der prekären Verhältnisse in den meisten Teilen Vietnams war dies aber auch kein Problem.
- Nun musste nachgewiesen werden, dass die finanziellen Verhältnisse den Lebensunterhalt der neu grösseren Familie auf lange Sicht sicherstellen können. Es muss also entweder grosses Vermögen vorhanden sein (hier im Aargau: mind. 500'000 CHF, jährlich nachzuweisen, oder mehr als 1 Mio CHF, alle drei Jahre nachzuweisen) oder (besser: und) ein regelmässiges Einkommen über mindestens 8000 CHF monatlich (jährlich nachzuweisen). Als ordentlicher Universitätsprofessor hat mein vormaliger Kommilitone da in keiner der beiden Kategorien wirklich ein Problem gehabt. Würde jetzt allerdings die Tochter, ihr Schweizer Mann oder gar der Schwiegervater staatliche Unterstützung beantragen, würde die Aufenthaltserlaubnis nicht mehr verlängert, ggf. sogar gleich aufgehoben.
- Die Familie muss "eng" (sic in den Dokumenten) zusammenleben, denn der Schwiegervater wurde ja wegen seiner Abhängigkeit von der Tochter in die Schweiz gelassen. Hier im Aargau reicht es, in derselben politischen Gemeinde zu wohnen, einige Kantone, z.B. Zürich, haben Vorgaben, wie lange der Fussweg höchstens sein darf oder kennen Radien, in denen die Familie wohnen muss.
- Der Schwiegervater muss sich integrieren. Im mir bekannten Fall hat das Erlernen der Sprache bis Niveau A1 ausgereicht, da er mittlerweile körperlich stark angeschlagen ist und daher ein reges Teilnehmen am öffentlichen Leben schwierig ist.

Das sind zwar nicht die offiziellen deutschen Voraussetzungen, aber ich denke mal, dass es in eurem Fall etwa ähnlich aussehen würde (die finanzielle Situation müsste halt auf Deutschland übertragen werden). Ich denke auch, dass in dieser Sache der Einzelfall beurteilt wird, d.h. einzelne Regeln mal strenger, mal eher lèger ausgelegt werden, je nach "Härtegrad".
Wendet euch an die örtliche Migrationsbehörde, die können euch sicher Auskunft geben, was es da für Möglichkeiten gibt.

Gruss
Kensen
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maylin
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Re: Mutter von aus China nach Deutschland

Beitrag von maylin »

Wird es denn die Mutter ohne Sprachkenntnisse in einem fremden Land mit einer fremden Kultur wirklich so viel besser haben als in China?
Tolle kleine Patzer:
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"China ist meine Lieblingsstadt in Japan!"
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kensen468
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Re: Mutter von aus China nach Deutschland

Beitrag von kensen468 »

Das ist genau auch der Gedanke meiner eigenen Schwiegermutter. Ich habe ihr angeboten, dass sie ggf. dereinst auch bei uns leben könnte, sie hat aber abgelehnt. In China hat sie ihre Heimat, ihre Freunde, dort spricht man ihre Sprache, kennt ihre Kultur und sie findet sich zurecht. Noch einmal neu anfangen mit 60 oder 70 ist extrem schwer und kann schlimme Folgen haben (z.B. Depressionen).
tigerprawn
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Re: Mutter von aus China nach Deutschland

Beitrag von tigerprawn »

Hallo,

ihr habt einen gaaanz kleinen Grund zur Hoffnung. Normalerweise sieht der Fall so aus: Es gibt eine Härtefallregelung, die passen könnte wenn die Mutter z.B. pflegebedürftig ist. Aber es ist wohl in allen Fällen, auch wenn die ABH zugestimmt hat, an der Krankenversicherung gescheitert. Eine private kostet in dem Alter auch gerne richtig viel.

Die Regelung ist, das es ab 55 Jahre ausgeschlossen ist in die gesetzliche KK zu kommen. Da deines Kumpels SchwiMu jünger ist, greift diese Regel nicht.

Also, poste Deinen Fall bei info4alien.de . Ihr habt viele Hürden zu überwinden, und ihr müsst es schnell tun!
Be_happy
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Re: Mutter von aus China nach Deutschland

Beitrag von Be_happy »

tigerprawn hat geschrieben:Also, poste Deinen Fall bei info4alien.de . Ihr habt viele Hürden zu überwinden, und ihr müsst es schnell tun!
Wieso?! Wenn ich ihn richtig verstanden habe, sieht er davon ab: Depressioen usw.
tigerprawn
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Re: Mutter von aus China nach Deutschland

Beitrag von tigerprawn »

Be_happy hat geschrieben:Wieso?! Wenn ich ihn richtig verstanden habe, sieht er davon ab: Depressioen usw.
Das war jemand anderes.
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