aquadraht hat geschrieben:Wenn überhaupt, bekommst Du Anekdoten.
Was meine Aussagen angeht, sind sie Fakt und belegbar.
Werde mir am WE mal die Mühe machen und entsprechende Links posten.
aquadraht hat geschrieben:Ingo hätte sein Problem vermutlich nicht, wenn nicht Kohl, Genscher und Mock den jugoslawischen Bürgerkrieg angeheizt hätten, und erst recht nicht, wenn die Bundeswehr nicht ein Rassistenregime in Kosovo an die Macht gebracht hätte, dass die Häuser und Kirchen der dort sesshaften Roma niedergebrannt und etwa 120.000 dieser Menschen vertrieben hätte, unter dem Schutz der NATO.
Ähem ... sicher war die überhastete Anerkennung von Kroatien und Bosnien-Herzogovina kein Ruhmesblatt der damaligen dt. Aussenpolitik.
Nur erfolgte die erst, nachdem man nach Titos Tod von serbischer Seite ein "Gross-Serbien" anstrebte - also die Auflösung Jugoslawiens.
Erst daraufhin erfolgten die Seperationsbestrebungen der anderen Teil-Republiken.
Und das Schicksal der UN-Schutzzonen dürfte ja denen, die alt genug sind, noch in guter Erinnerung sein.
Die damalige serbische Führung geschichtl. so zu verklären ändert daran auch nichts.
Eins habe ich aber schon beim ersten Anzeichen des Gross-Serbien-Wahns gesagt und wiederhole das jetzt wieder: Man sollte Tito noch postum den Friedens-Nobelpreis verleihen.
Wenn man bedenkt, was nach seinem Tod passierte, kann man seine Leistung, den Viel-Völker-Staat Jugslawien nicht nur zusammen zu halten, sondern diesen auch (sehr vereinfacht ausgedrückt) in Teilen nach dem späteren chin. Muster (komm. Einparteien-System und eine Art kleiner soz. Martwirtschaft) so durch die manchmal rauhen Zeiten des Kalten Krieges zu führen, dass sein Land wirtschaftlich besser da stand als die anderen damaligen Ostblock-Staaten.
Für die Jüngeren hier mal ein Wiki-Link zu Tito:
http://de.wikipedia.org/wiki/Josip_Broz_Tito
aquadraht hat geschrieben:Wer Menschen abschieben will in Länder, in denen ihr Leben bedroht ist, soll klar sagen, dass er eine Verfassungsänderung will.
Sicher gibt es leider solche Fälle - nur reisserische Verallgemeinerungen ändern nichts daran, dass eben eine Mehrzahl der Abgeschobenen (jedenfalls der aus Europa) wohl schwerl. in den Tod abgeschoben werden.
aquadraht hat geschrieben:Der Rechtsextremismus ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen, nach verschiedenen Untersuchungen haben 9-13% der Deutschen ein geschlossenes rechtsextremes Weltbild (also die ganze Latte NPD etc. rauf und runter, dagegen sind Leute wie Romeo oder Sarrazin noch relativ gemässigt, die erfüllen nur 50-70% der Kriterien. Das Abschieben von Menschen selbst in den Tod ist denen allen egal.
Auch wenns das nicht besser macht: Dieser Rechtsradikale Anteil, lässt sich in fast allen westl. Ländern finden - mit marginalen Tendenzen in beide Richtungen.
Man muss die Ursachen klar benennen - u.a. ausufernder Zocker-Kapitalismus mit gleichzeitiger "Abschmelzung" soz. Errungenschaften - auch eine Folge der viel gepriesenen Globalisierung.
Wenn dann noch Wirtschafts-Flüchtlinge aus Osteuropa kommen, um sich (aus deren Sicht nachvollziehbar) auch ein Stück des kleiner gewordenen Wohlstandskuchens zu sichern, dann ist das so nicht machbar.
Wie gesagt: Wenn man sich wenigstens so verhalten würde, wie ich es in einem Vorpost dargestellt habe, wäre der Unmut der jweils Einheimischen mit Sicherheit kleiner - wenn auch nicht ganz weg, denn: Alles-meins-Du-kriegst- keins-Menschen gibts leider überall.
Und wer partout integrationsunwillig ist - und sich vorsätzl. auch noch demonstrativ/vorsätzl. gegen geltende Gesetze stellt, erntet keine Sympahatien.