Literatur zu den Hintergründen des Tibetkonfliktes gesucht
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Sommerfrische
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Literatur zu den Hintergründen des Tibetkonfliktes gesucht
大家好!
Wenn es in Gesprächen mit Freunden und Bekannten um meine grundsätzliche Begeisterung für China geht, gerate ich immer wieder an Konfliktpunkte, w.z.b Tibet. Leider fehlen mir hierzu völlig eigene Argumente, ich möchte mich nicht einfach so der allgemeinen, durch hiesige Medien publizierten Meinung anschließen, verstehe aber die Konfliktpunkte in China und das Verhalten der chinesischen Regierung nicht. Ich würde mich daher gern etwas belesen, um mir zumindest etwas Hintergrundwissen zu verschaffen.
Wer kann mir einen guten Literaturtipp geben?
Sf.
Wenn es in Gesprächen mit Freunden und Bekannten um meine grundsätzliche Begeisterung für China geht, gerate ich immer wieder an Konfliktpunkte, w.z.b Tibet. Leider fehlen mir hierzu völlig eigene Argumente, ich möchte mich nicht einfach so der allgemeinen, durch hiesige Medien publizierten Meinung anschließen, verstehe aber die Konfliktpunkte in China und das Verhalten der chinesischen Regierung nicht. Ich würde mich daher gern etwas belesen, um mir zumindest etwas Hintergrundwissen zu verschaffen.
Wer kann mir einen guten Literaturtipp geben?
Sf.
Re: Literatur zu den Hintergründen des Tibetkonfliktes gesuc
Es kommt drauf an welche Seite Du vertreten willst.
Chinesisches Geschichtsbuch ist bestimmt anders als ein im Westen veröffentliches Buch.
Und kaum sagst Du was gegen China bist Du der böse Mann
Chinesisches Geschichtsbuch ist bestimmt anders als ein im Westen veröffentliches Buch.
Und kaum sagst Du was gegen China bist Du der böse Mann
Wenn die Sonne Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.
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.guckt auch hier nach http://alternative.aktiv-forum.com/
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Sommerfrische
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Re: Literatur zu den Hintergründen des Tibetkonfliktes gesuc
Keine der beiden Seiten, ich will nur verstehen.
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aquadraht
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Re: Literatur zu den Hintergründen des Tibetkonfliktes gesuc
Lies mal Colin Goldner, Dalai Lama. Fall eines Gottkönigs, ISBN 9 83865 690210. Musst Dir nicht alles zu eigen machen, aber dann bist Du informiert.
a^2
a^2
Re: Literatur zu den Hintergründen des Tibetkonfliktes gesuc
Ich denke Sommerfrische will Bücher die Ereignisse nach 1949 beschreiben, und nicht allzu einseitig sind. Die Mehrheit ist nun einmal in Englisch, aber das sollte kein Problem sein 
Geschrieben von einem Tibeter ist: "The Dragon in the Land of Snows" von Tsering Shakya. Weiter gibt es vom Amerikaner Melvyn C. Goldstein die Serie "A history of Modern Tibet".
Wenn Dich der Hintergrund der "Tibet-Unterstützer" und wie sie arbeiten interessiert, lohnt es sich "Tibet, Tibet" von Patrick French zu lesen. Schau auch auf Amazon.com die Buchbesprechungen und Lesermeinungen an, um Dir einen Eindruck vom jeweiligen Buch zu bilden.
Geschrieben von einem Tibeter ist: "The Dragon in the Land of Snows" von Tsering Shakya. Weiter gibt es vom Amerikaner Melvyn C. Goldstein die Serie "A history of Modern Tibet".
Wenn Dich der Hintergrund der "Tibet-Unterstützer" und wie sie arbeiten interessiert, lohnt es sich "Tibet, Tibet" von Patrick French zu lesen. Schau auch auf Amazon.com die Buchbesprechungen und Lesermeinungen an, um Dir einen Eindruck vom jeweiligen Buch zu bilden.
Re: Literatur zu den Hintergründen des Tibetkonfliktes gesuc
Seriöse Literatur zum Tibet Konflikt zu finden, ist im westlichen Raum gar nicht so leicht. Ähnlich schwer wie in China, es kommen nur andere Zensurmechanismen zur Anwendung.
Der zuvor genannte Goldstein ist natürlich immer ein guter Tipp. Weiters zu empfehlen ist auch A. Tom Grunfeld "The Making of Modern Tibet" oder falls ein populärwissenschaftlicheres Buch gesucht wird "China ist kein Reich des Bösen: Trotz Tibet muss Berlin auf Peking setzen" vom ehemaligen Zeit/TAZ China Korrespondenten Georg Blume. Mit einem Blick auf die tibetischen Siedlungsgebiete Kham und Amdo, verweise ich auf die Bücher von Andreas Gruschke.
Kurze Anmerkung. Im westlichen Raum ein Buch bezüglich Tibet zu schreiben, welches nicht 100% die Linie und Wortwahl des Dalai Lama vertritt, ein äußerst heikles Unterfangen.
Entweder man nimmt die Anfeindungen bewusst in Kauf und schreibt eine polemische Kritik (Goldner, Trimondi), dann findet man aber höchstens einen Nischenverlag oder man schreibt ein Pro-Dalai Lama Buch und man bekommt eine breite Veröffentlichung und Unterstützung.
Grunfeld versuchte ein möglichst objektives Buch zu schreiben und kam dafür massiv unter Kritik. Hab mal einen Vortrag von ihm besucht und bei jedem "Tibetisch-kritischen" Punkt, folgte vorher eine gefühlte fünfminütige Entschuldigung + Hinweis, dass die KP soviele Verbrechen und Fehler gemacht hat. Würde gerne sagen, dass dies unnötig war, da der Vortrag kein öffentlicher war, sondern im akadamischen Raum (Sinologie) aber leider trifft dies auch nicht zu.
Kurze Anekdote: Die Leiterin der Sinologie fragte, bevor sie Herrn Grunfeld einlied, bei der Tibetologie nach ob dies auch in Ordnung geht. Sie fürchtete Verstimmungen innerhalb der Universität, wenn sie den "umstrittenen" Grunfeld einladen würde. Der Leiter der Tibetologie antwortete darauf, dass dies völlig unnötig ist, da Grunfeld ein geachteter und seriöser Wissenschaftler ist.
Kurz: Das Thema Tibet, ist emotional ähnlich aufgeladen, wie das Thema "Holocaust" im Westen (ich ziehe hier keine inhaltlichen Parallelen sic!!!!). Ein Dalai Lama kritischer Autor muss mit einem ähnlichem Sturm der Entrüstung rechnen, wie ein Holocaust Leugner. Dieses Umfeld bei uns, macht es natürlich äußerst schwer, seriöse Literatur dazu zu finden.
Der zuvor genannte Goldstein ist natürlich immer ein guter Tipp. Weiters zu empfehlen ist auch A. Tom Grunfeld "The Making of Modern Tibet" oder falls ein populärwissenschaftlicheres Buch gesucht wird "China ist kein Reich des Bösen: Trotz Tibet muss Berlin auf Peking setzen" vom ehemaligen Zeit/TAZ China Korrespondenten Georg Blume. Mit einem Blick auf die tibetischen Siedlungsgebiete Kham und Amdo, verweise ich auf die Bücher von Andreas Gruschke.
Kurze Anmerkung. Im westlichen Raum ein Buch bezüglich Tibet zu schreiben, welches nicht 100% die Linie und Wortwahl des Dalai Lama vertritt, ein äußerst heikles Unterfangen.
Entweder man nimmt die Anfeindungen bewusst in Kauf und schreibt eine polemische Kritik (Goldner, Trimondi), dann findet man aber höchstens einen Nischenverlag oder man schreibt ein Pro-Dalai Lama Buch und man bekommt eine breite Veröffentlichung und Unterstützung.
Grunfeld versuchte ein möglichst objektives Buch zu schreiben und kam dafür massiv unter Kritik. Hab mal einen Vortrag von ihm besucht und bei jedem "Tibetisch-kritischen" Punkt, folgte vorher eine gefühlte fünfminütige Entschuldigung + Hinweis, dass die KP soviele Verbrechen und Fehler gemacht hat. Würde gerne sagen, dass dies unnötig war, da der Vortrag kein öffentlicher war, sondern im akadamischen Raum (Sinologie) aber leider trifft dies auch nicht zu.
Kurze Anekdote: Die Leiterin der Sinologie fragte, bevor sie Herrn Grunfeld einlied, bei der Tibetologie nach ob dies auch in Ordnung geht. Sie fürchtete Verstimmungen innerhalb der Universität, wenn sie den "umstrittenen" Grunfeld einladen würde. Der Leiter der Tibetologie antwortete darauf, dass dies völlig unnötig ist, da Grunfeld ein geachteter und seriöser Wissenschaftler ist.
Kurz: Das Thema Tibet, ist emotional ähnlich aufgeladen, wie das Thema "Holocaust" im Westen (ich ziehe hier keine inhaltlichen Parallelen sic!!!!). Ein Dalai Lama kritischer Autor muss mit einem ähnlichem Sturm der Entrüstung rechnen, wie ein Holocaust Leugner. Dieses Umfeld bei uns, macht es natürlich äußerst schwer, seriöse Literatur dazu zu finden.
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