Lebenshaltungskosten in Shaoxing August 2012
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Re: Lebenshaltungskosten in Shaoxing August 2012
Bei uns hier in Tanzhou (Zhongshan) liegen die monatlichen Kosten (Wasser, Gas und Strom) bei rund 250-380 Rmb. Kochen jeden Tag 2 mal mit Gas, Warmwasser mit Gas. Ich muss dazu sagen dass ich 24/7 ca. 3-4 Rechner laufen habe. Nachts haben wir die Klima-Anlage im Schlafzimmer auf "angenhem" laufen, also kein Gefrierschrank. Man kann das noch etwas gunestiger haben .... hat ja nicht jeder ein RZ zu Hause ...
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Re: Lebenshaltungskosten in Shaoxing August 2012
Ist ja alles schoen und gut, aber hast du ihr Gehalt mal mit dem Hartz IV Satz oder einem in DE ueblichen Gehalt verglichen? Ich will ja nicht der Spielverderber sein, aber wer geht bitte in's Ausland um endlich mal seinen Lebensstandard ordentlich zu senken? Das macht doch keinen Sinn. Um den Lebensstandard zu halten braucht man ein deutlich hoeheres Gehalt, von den Kosten die bei einer gleichwertigen sozialen Absicherung anfallen fange ich gar nicht erst an. Erfuellt sich hier im Tausch gegen die ganzen Abstriche ein persoehnlicher Traum? Es hoert sich nicht so an, sondern eher nach der Verzweiflung wie der eigene Lohn endlich steigt.Beuteltier hat geschrieben:Du solltest bei deiner Aussage vielleicht noch in Betracht ziehen, dass das von dir angesprochene Gehalt bei chinesischen Arbeitsverträgen schon im Bereich des mittleren Managements angesieldet ist. Du hast die Threaderstellerin zudem nicht gefragt, als was sie dort arbeitet. Daher finde ich deine Aussage, dass man mindestens X oder Y verdienen sollte, etwas fehl am Platz, da sich ein Gehalt immer auf einen Job und der damit notwendigen Qualifikation richtet. Wenn die Threaderstellerin in diesem Beruf eben nur 5000 Yuan + Wohnung + Flüge (?) bezahlt bekommt, ist das rein gehaltstechnisch immer noch vier oder fünfmal so hoch wie ein Bachelor-Absolvent der grade fertig wurde.VielUnterwegs hat geschrieben:Warum bist du bereit für ein Hartz IV Gehalt nach China zu gehen? Man kann auch ohne Auslandserfahrung in DE gut verdienen. Ich finde die Geschichte sehr komisch und kann nur abraten. Du solltest mindestens 15.000 oder besser 20.000 verdienen. Sonst macht das doch gar keinen Sinn.
Auch was der Auslandsaufenthalt beruflich bringen soll ist mir hier noch ein Raetsel. In welcher Branche und welchem Job arbeitest du denn? Woher weisst du, dass du nach der Rueckkehr gross verdienst? Dir ist schon bewusst, dass keine deutsche Firma den gemeinen externen Bewerber mal kurz einfliegt und ihnen den Umzug in die Heimat zahlt und noch einen schoenen Sign-On Bonus drauflegt? Egal wie gut oder gesucht sie sind. Eine Gehaltssteigerung erreichst du in Deutschland vermutlich schneller und einfacher durch den Wechsel in ein grosses Unternehmen und dann nach 2 Jahren nochmal wechseln, wieder zu einem grossen Konzern.
Re: Lebenshaltungskosten in Shaoxing August 2012
Ich persönlich muss gestehen, das ich es so gemacht habe, denn Lebensstandard wird von mir nicht nur materialistisch betrachtet. Es kommt wohl darauf an, wie man seine Prioritäten setzt.VielUnterwegs hat geschrieben:Ich will ja nicht der Spielverderber sein, aber wer geht bitte in's Ausland um endlich mal seinen Lebensstandard ordentlich zu senken?
Allerdings gebe ich dir recht. Wer es auf Grund seiner Karriere tut, der sollte natürlich mal den Taschenrechner zur Hand nehmen.
我的寵物龍可以噴火
Re: Lebenshaltungskosten in Shaoxing August 2012
Zuerst einmal: Vielen Dank für Eure Sorge, dass ich schief treten und fallen könnte. Das war für mich schon etwas überraschend. Die verschiedenen aktuellen Angaben zu Strom/Wasserkosten helfen mir als Orientierung und auch die anderen Angaben, Links und Hinweise. Danke, ich finde das super!
1.) über google eingeben: "Engagiert und unterbezahlt" Wila ext:pdf
2.) über google eingeben: Einkommen in Deutschland spiegel.de (ist heute gleich der erste Fund)
3.) http://www.boeckler.de/28607_39935.htm
Dass die zugrunde liegenden Zahlen von 2007 bzw. 2009 und 2010 stammen, das kann man m. E. getrost vernachlässigen, denn die Situation ist nicht besser geworden. Und wer noch nicht genug hat, der kann ja mal zu Leiharbeit bei Journalisten und dem Wissenschaftsbetrieb übergehen. Unter Volontariat lässt sich wunderbar eine Arbeitsstelle als „Lernende Stelle“ verkaufen; wenn das nicht hilft, dann gibt es ja noch Projektarbeit.
Hier eine kleine Spitze des Eisbergs (aber dennoch kein Einzelfall):
„Stellenausschreibung Volontariat Halle, 9. März 2010. Die Franckeschen Stiftungen zu Halle, 1695 von August Hermann Francke als pietistisches Sozial- und Bildungswerk gegründet, setzen heute als kultureller Bildungskosmos die Ideen ihres Begründers zeitgemäß um. Im Ausstellungsbereich ist zum 1. April 2010 die Stelle einer wissenschaftlichen Volontärin / eines wissenschaftlichen Volontärs für zwei Jahre zu besetzen. Die Stelle ist als weiterbildendes Volontariat angelegt. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt in der konzeptionellen und organisatorischen Vorbereitung zumeist kulturgeschichtlicher Ausstellungen. Daneben wird die Mitarbeit bei der Betreuung der ständigen musealen Einrichtungen der Franckeschen Stiftungen sowie die systematische Inventarisierung und Dokumentation eines ausgewählten Bestandes aus den Stiftungssammlungen erwartet. Vorausgesetzt wird ein akademischer Abschluss in einem kulturgeschichtlichen Fach – bevorzugt mit Promotion – mit einem Schwerpunkt in der Frühen Neuzeit. Da die Franckeschen Stiftungen für 2011 eine Ausstellung zur nordamerikanischen Geschichte vorbereiten, sind Kenntnisse der nordamerikanischen Geschichte sowie gute Englischkenntnisse wünschenswert. Erwartet wird außerdem überdurchschnittliches Engagement, die Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten und die Identifikation mit den Zielen der Franckeschen Stiftungen. Die Stelle wird mit einem monatlichen Bruttogehalt in Höhe von 1.000,00 € festgesetzt.“
Es gibt sicher in jedem Berufsfeld Spitzenverdiener und solche mit sehr guten Gehältern. Genauso gibt es Menschen, die einfach ein Auskommen haben, mit denen sie ihr Leben unabhängig gestalten können, aber auch solche, die sich durchschlagen müssen. Hinter jeder Zahl aus den Studien steht ein real existierender Mensch. Hinter vielen eine Familie.
Meine Ziele sind ganz einfach: Mit einem Job meinen Lebensunterhalt verdienen können und dennoch Freude an den Arbeitsaufgaben haben dürfen. Meine Arbeitslosigkeit beenden ohne wieder in Dumpinglohnprojekten, wahlweise als Alternative im Callcenter oder an Verpackungsstrecken zu landen. Nach einem Jahr Ausland feststellen, dass ich mit einem Einkommen jenseits der Existenzangst ganz dort bleiben will/kann oder nur ein zweites Jahr verlängern möchte oder mich AUS EINER ARBEIT HERAUS auf eine NORMAL BEZAHLTE Stelle hier in D bewerben (dafür auch die in den für mich relevanten Berufsfeldern häufig geforderte Auslandserfahrung mitbringen können). Erzählt mir bitte nicht das Märchen von Chancengleichheit, denn Chance heißt immer noch, da bleiben welche auf der Strecke ...
Meinen Lebensstandard absenken? Da kommt jetzt noch Essen/Kleidung/Wärme nicht mehr bezahlen können. Dass das passiert, das möchte ich weder hier in D erleben (Das ist auch unwahrscheinlich. Denn so wie ich mehr als zwei Jahrzehnte eingezahlt habe, machen es gottseidank viele andere auch und das Sozialnetz greift.) und auch nicht in CN. Materielle Ansprüche habe ich nicht und neben dem ganzen praktischen Muss freue ich mich auch darauf, ein Stück des Landes, die Kultur(en), die Sprache usw. kennen zu lernen. Und ja, nach allem, was ich schon inzwischen weiß, es ist "nur wenig Wasser im Pool". Deshalb muss ich rechnen und deshalb habe ich auch Angebote von 3500/4000/4300 RMB abgelehnt. Die 5000 RMB waren das höchste und die Arbeitsaufgaben passen genau. Weil es da zwischendurch Fragezeichen gab: Alles in allem erhalte ich 5000 RMB + Wohnung 50 qm (mit bezahlter Kaltmiete) + Flüge + Chinesischkurs. Den Vertrag habe ich in Englisch.
Für die, die darüber lesen möchten, ein kleiner Ausflug in die deutsche Lebensrealität (auch der Studierten). Wer sich dafür interessiert, der liest. Wer nichts davon wissen möchte, der überspringt.Warum bist du bereit für ein Hartz IV Gehalt nach China zu gehen? Man kann auch ohne Auslandserfahrung in DE gut verdienen.
1.) über google eingeben: "Engagiert und unterbezahlt" Wila ext:pdf
2.) über google eingeben: Einkommen in Deutschland spiegel.de (ist heute gleich der erste Fund)
3.) http://www.boeckler.de/28607_39935.htm
Dass die zugrunde liegenden Zahlen von 2007 bzw. 2009 und 2010 stammen, das kann man m. E. getrost vernachlässigen, denn die Situation ist nicht besser geworden. Und wer noch nicht genug hat, der kann ja mal zu Leiharbeit bei Journalisten und dem Wissenschaftsbetrieb übergehen. Unter Volontariat lässt sich wunderbar eine Arbeitsstelle als „Lernende Stelle“ verkaufen; wenn das nicht hilft, dann gibt es ja noch Projektarbeit.
Hier eine kleine Spitze des Eisbergs (aber dennoch kein Einzelfall):
„Stellenausschreibung Volontariat Halle, 9. März 2010. Die Franckeschen Stiftungen zu Halle, 1695 von August Hermann Francke als pietistisches Sozial- und Bildungswerk gegründet, setzen heute als kultureller Bildungskosmos die Ideen ihres Begründers zeitgemäß um. Im Ausstellungsbereich ist zum 1. April 2010 die Stelle einer wissenschaftlichen Volontärin / eines wissenschaftlichen Volontärs für zwei Jahre zu besetzen. Die Stelle ist als weiterbildendes Volontariat angelegt. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt in der konzeptionellen und organisatorischen Vorbereitung zumeist kulturgeschichtlicher Ausstellungen. Daneben wird die Mitarbeit bei der Betreuung der ständigen musealen Einrichtungen der Franckeschen Stiftungen sowie die systematische Inventarisierung und Dokumentation eines ausgewählten Bestandes aus den Stiftungssammlungen erwartet. Vorausgesetzt wird ein akademischer Abschluss in einem kulturgeschichtlichen Fach – bevorzugt mit Promotion – mit einem Schwerpunkt in der Frühen Neuzeit. Da die Franckeschen Stiftungen für 2011 eine Ausstellung zur nordamerikanischen Geschichte vorbereiten, sind Kenntnisse der nordamerikanischen Geschichte sowie gute Englischkenntnisse wünschenswert. Erwartet wird außerdem überdurchschnittliches Engagement, die Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten und die Identifikation mit den Zielen der Franckeschen Stiftungen. Die Stelle wird mit einem monatlichen Bruttogehalt in Höhe von 1.000,00 € festgesetzt.“
Es gibt sicher in jedem Berufsfeld Spitzenverdiener und solche mit sehr guten Gehältern. Genauso gibt es Menschen, die einfach ein Auskommen haben, mit denen sie ihr Leben unabhängig gestalten können, aber auch solche, die sich durchschlagen müssen. Hinter jeder Zahl aus den Studien steht ein real existierender Mensch. Hinter vielen eine Familie.
Meine Ziele sind ganz einfach: Mit einem Job meinen Lebensunterhalt verdienen können und dennoch Freude an den Arbeitsaufgaben haben dürfen. Meine Arbeitslosigkeit beenden ohne wieder in Dumpinglohnprojekten, wahlweise als Alternative im Callcenter oder an Verpackungsstrecken zu landen. Nach einem Jahr Ausland feststellen, dass ich mit einem Einkommen jenseits der Existenzangst ganz dort bleiben will/kann oder nur ein zweites Jahr verlängern möchte oder mich AUS EINER ARBEIT HERAUS auf eine NORMAL BEZAHLTE Stelle hier in D bewerben (dafür auch die in den für mich relevanten Berufsfeldern häufig geforderte Auslandserfahrung mitbringen können). Erzählt mir bitte nicht das Märchen von Chancengleichheit, denn Chance heißt immer noch, da bleiben welche auf der Strecke ...
Meinen Lebensstandard absenken? Da kommt jetzt noch Essen/Kleidung/Wärme nicht mehr bezahlen können. Dass das passiert, das möchte ich weder hier in D erleben (Das ist auch unwahrscheinlich. Denn so wie ich mehr als zwei Jahrzehnte eingezahlt habe, machen es gottseidank viele andere auch und das Sozialnetz greift.) und auch nicht in CN. Materielle Ansprüche habe ich nicht und neben dem ganzen praktischen Muss freue ich mich auch darauf, ein Stück des Landes, die Kultur(en), die Sprache usw. kennen zu lernen. Und ja, nach allem, was ich schon inzwischen weiß, es ist "nur wenig Wasser im Pool". Deshalb muss ich rechnen und deshalb habe ich auch Angebote von 3500/4000/4300 RMB abgelehnt. Die 5000 RMB waren das höchste und die Arbeitsaufgaben passen genau. Weil es da zwischendurch Fragezeichen gab: Alles in allem erhalte ich 5000 RMB + Wohnung 50 qm (mit bezahlter Kaltmiete) + Flüge + Chinesischkurs. Den Vertrag habe ich in Englisch.
Richtig. Eine Auslandskrankenversicherung ist mir wichtig und das ist auch ein Teil des Geldes, das ich nach D senden muss.Bist du dir bewusst dass du im Krankenhaus alles CASH!! im Voraus zahlen musst? Hast du eine Langzeit-Krankenversicherung in Deutschland abgeschlossen oder setzt du auf die vom Arbeitgeber (letzteres waere keine gute Idee).
Nö, gewohnt noch nicht. Fahre ja das erste Mal nach China. Das Haus soll 2007 erbaut worden sein. Vor dem Reparieren ist mir nicht bange; mache hier auch alles selbst. Eher so Sachen, die überall auf der Welt passieren können: Schimmel durch Baupfusch o. ä.Hast du schonmal in einer chinesischen Mietwohnung gewohnt? Da repariert der Vermieter nur was wenn er gerade ein guter Kerl ist, ansonsten nix, und deine Firma kuemmert das auch erstmal nicht viel.
Re: Lebenshaltungskosten in Shaoxing August 2012
Für Leute, denen Geld wichtiger ist, als Erfahrung oder für die, die nicht zu stolz sind, um vom deutschen Sozialsystem durchgefüttert zu werden, hast Du Recht. Es gibt aber auch Idealisten. Ich würde lieber für weniger Geld Sch**sse schaufeln, als arbeitslos zu sein. Das ist Ansichtssache.VielUnterwegs hat geschrieben:Ich will ja nicht der Spielverderber sein, aber wer geht bitte in's Ausland um endlich mal seinen Lebensstandard ordentlich zu senken? Das macht doch keinen Sinn.
Disclaimer: Alles, was ich schreibe, widerspiegelt nur meine persönliche Meinung und/oder Erfahrungen. Sollte ich dabei Gefühle verletzt oder jemand beleidigt haben, entschuldige ich mich von ganzem Herzen, denn dies liegt nicht in meiner Absicht.
Re: Lebenshaltungskosten in Shaoxing August 2012
Ich lehne mich jetzt einfach mal ganz entspannt eine Runde aus dem Fenster und behaupte, dass das in dem Feld, in dem Antjola unterwegs ist, gar nicht möglich ist, weil es die großen Unternehmen, die du ansprichst, nicht gibt. Naja, es gibt sie doch, aber die stellen, auch gesponsert, gebilligt und letztlich erschreckenderweise auch unterstützt durch den deutschen Staat, "Angestellte" fast nur noch über Honorarverträge ein, was in der Branche runtergerechnet eben auch Löhne auf ALG II Niveau erbringt.VielUnterwegs hat geschrieben:Eine Gehaltssteigerung erreichst du in Deutschland vermutlich schneller und einfacher durch den Wechsel in ein grosses Unternehmen und dann nach 2 Jahren nochmal wechseln, wieder zu einem grossen Konzern.
@ Antjola: Falls du in Shaoxing nochmal einen Vertrag unterzeichnen sollst, der auf chinesisch ist und den du nicht verstehst, lass unbedingt nochmal jemanden mit entsprechenden Sprachkenntnissen drüberschauen. Der chinesische Vertrag ist meines Wissens nach bindend. Und lass dich bei den Arbeitszeiten nicht verarschen, du bist nicht wirklich ein Bittsteller, sondern bietest eine Leistung - zumindest wenn es um das geht, von dem ich auf Grund deiner Andeutungen hier ausgehe.
Re: Lebenshaltungskosten in Shaoxing August 2012
"This contract is in duplicate, each in both Chinese an English versions, and both shall take effect upon being signed at the same time." - So steht es drin, aber ich habe nur die Englische Version zu unterschreiben gehabt. Was mich insofern nicht wunderte, weil sie wissen, dass meine Sprachkenntnisse marginal sind. Du meinst, wenn ich angekommen bin, dann legt man mir vielleicht das chinesische Duplikat doch noch extra vor und das könnte andere Inhalte haben und die englische Version sozusagen "ausschalten"??? Man will ja nicht JEDEM Schlechtes unterstellen, aber so etwas gab es schon und ich sollte zumindest damit rechnen?????Linnea hat geschrieben:Falls du in Shaoxing nochmal einen Vertrag unterzeichnen sollst, der auf chinesisch ist und den du nicht verstehst, lass unbedingt nochmal jemanden mit entsprechenden Sprachkenntnissen drüberschauen. Der chinesische Vertrag ist meines Wissens nach bindend.
Kleines P. S. Von den angesetzten Arbeitszeiten in den beiden Bereichen zusammen könnte ich in D nur träumen ...
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Re: Lebenshaltungskosten in Shaoxing August 2012
Die Maxime nach der jeder in China handeln sollte ist: In China gilt immer ausschliesslich der chinesische Vertrag, Uebersetzungen haben keinerlei rechtlich bindende Wirkung und sind sozusagen nur "zur Info".
Re: Lebenshaltungskosten in Shaoxing August 2012
Sorry, aber ich komme da irgendwie nicht ganz mit:
Da ist also die TEin hat in Deutschland Probleme auf dem Arbeitsmarkt und keine finanziellen Reserven und geht nun nach China, wo Sie noch nie war oder zumindest noch nie gewohnt hat um dort zu arbeiten. Sie muss allerdings noch die Miete und Auslandskrankenversicherung in Deutschland zahlen.
Soweit entspricht dies der Situation?
Sorry, aber kann mir nicht vorstellen dass das eine super Erfahrung wird.
Die Links die du aufgefuehrt hast berichten einfach vom deutschen Arbeitsmarkt, bei dem (fuer gewisse Arbeitnehmer und deren Qualifikationen) der Markt leider so aussieht, dass es viel weniger Angebot (Firmen die solche Mitarbeiter suchen) als Nachfrage (Leute die solche Jobs machen wollen oder von ihren Qualifikationen her muessen) gibt.
Wie weit dann der Stadt eingreifen muss um diese Lage fuer die Leute die es betrifft zu verbessern, und wie weit er dadurch der Marktwirtschaft schadet oder nicht, ist Frage politischer Ueberzeugung.
In China ist auf jeden Fall das Ungleichgewicht noch viel groesser, und der Stadt hilft weit weit weit weit weniger als in Deutschland.
Dass man dann von Deutschland nach China wechselt versteh ich nicht so ganz.
Ganz China entfernte sich mehr und mehr vom Geldsystem, mit Essenskarten und Wohnungen im Staatsbesitz usw. Erst seit einigen Jahren, fuer Wohnungen z.b. seit 1990, aendert sich alles.
Daher sind viele Dinge noch sehr unausgereift, z.B. das Mietrecht. Bzw. gibt es teilweise gute Gesetze, aber keiner haelt sich dran. Was will man als Auslaender auch machen wenn dich der Vermieter bescheisst oder die Firma keinen Lohn zahlt? Ohne Firma kein Visa --> Ausreise. Dann von Deutschland aus klagen??? Nicht ohne Grund lassen sich viele einfache Arbeiter ihren Lohn taeglich! auszahlen.
Generell hast du natuerlich einen gewissen Auslaenderbonus in China, aber keiner sollte herausfinden dass du vorher in Deutschland arbeitslos warst. Nicht ICH habe hier Vorurteile sondern viele in China. Denn Spezialisten die China selber nicht hat duerfen gerne einreisen, bei sonstigen Stellen haben fast alle hier die Ansicht dass erstmal die Chinesen Jobs haben sollten bevor man sie an Auslaender vergibt. China ist ja kein Zuwanderungsland mit Gastarbeitern wie Deutschland.
Mit deinem Gehalt bist du auf einem Level von vielen millionen anderen Chinesen, daher ist in diesem Bereich eher Ellbogenmentalitaet angesagt.
Habe als Praktikant hier mit vergleichbaren finanziellen Mitteln gelebt, rede also nicht einfach so daher.
Was wenn es Probleme mit dem Visum gibt und du kurzfristig ausreisen musst aber die Firma nichts zahlen will? Selbst ich hatte Probleme mit dem Visum, musste Reise nach Deutschland und zurueck selber zahlen, und hab alles erst viel spaeter zurueckerstattet bekommen.
Das sind alles Dinge die man einplanen muss. Muss nicht passieren, kann aber, was dann?
Shanghai ist fuer kurzzeite (1 Jahr) Expats (also Mitarbeiter internationaler Firmen) laut Berechnungen unabhaengiger Agenturen (die fuer grosse Firmen berechnen wieviel man braucht um aehnlich wie im Heimatland zu leben) teurer als New York bzw. viele amerikanische Staedte.
Klar ist die Stadt wo du hingehst was ganz anderes, aber auch dort wirst du am Anfang mehr Geld brauchen, weil man in China viel viel Lehrgeld bezahlt bis man die wirklichen Preise kennt, und zudem auch am Anfang nicht weiss welche Produkte man kaufen soll und eher die international bekannten aber in China teurer als ueberall sonst Marken kauft.
Jeder ist seines eigenen Glueckes Schmied, was du machst ist im Endeffekt deine Sache. Aber hast ja hier die Situation geschildert, daher antworte ich einfach mit meiner Einschaetzung dazu. Ohne finanzielle Ruecklage oder zumindest Familie die zur Not 1000euro vorstrecken kann wuerde ich nicht nach China gehen.
P.S.: Was ist denn nun deine Position dort, oder moechtest du das nicht preisgeben?
P.S.S.: Andererseits bewunder ich deinen Mut. Und selbst wenn die Firmen deinen Auslandsaufenhalt nicht wertschaetzen werden, vielleicht bringt es dich ja zumindest persoenlich weiter. Schau nur irgendwie dass du finanzielle Reserven besitzt... Und sprich mit deiner Auslands-Krankenversicherung ab bei welchen Krankenhaeusern du deinen Versicherungsschein zeigen kannst sodass du nicht cash im Voraus zahlen musst. Das werden nicht viele sein, ansonsten brauchst du auch in China cash fuer den Fall der Faelle, kein Geld keine Behandlung!!
Da ist also die TEin hat in Deutschland Probleme auf dem Arbeitsmarkt und keine finanziellen Reserven und geht nun nach China, wo Sie noch nie war oder zumindest noch nie gewohnt hat um dort zu arbeiten. Sie muss allerdings noch die Miete und Auslandskrankenversicherung in Deutschland zahlen.
Soweit entspricht dies der Situation?
Sorry, aber kann mir nicht vorstellen dass das eine super Erfahrung wird.
Die Links die du aufgefuehrt hast berichten einfach vom deutschen Arbeitsmarkt, bei dem (fuer gewisse Arbeitnehmer und deren Qualifikationen) der Markt leider so aussieht, dass es viel weniger Angebot (Firmen die solche Mitarbeiter suchen) als Nachfrage (Leute die solche Jobs machen wollen oder von ihren Qualifikationen her muessen) gibt.
Wie weit dann der Stadt eingreifen muss um diese Lage fuer die Leute die es betrifft zu verbessern, und wie weit er dadurch der Marktwirtschaft schadet oder nicht, ist Frage politischer Ueberzeugung.
In China ist auf jeden Fall das Ungleichgewicht noch viel groesser, und der Stadt hilft weit weit weit weit weniger als in Deutschland.
Dass man dann von Deutschland nach China wechselt versteh ich nicht so ganz.
Ganz China entfernte sich mehr und mehr vom Geldsystem, mit Essenskarten und Wohnungen im Staatsbesitz usw. Erst seit einigen Jahren, fuer Wohnungen z.b. seit 1990, aendert sich alles.
Daher sind viele Dinge noch sehr unausgereift, z.B. das Mietrecht. Bzw. gibt es teilweise gute Gesetze, aber keiner haelt sich dran. Was will man als Auslaender auch machen wenn dich der Vermieter bescheisst oder die Firma keinen Lohn zahlt? Ohne Firma kein Visa --> Ausreise. Dann von Deutschland aus klagen??? Nicht ohne Grund lassen sich viele einfache Arbeiter ihren Lohn taeglich! auszahlen.
Generell hast du natuerlich einen gewissen Auslaenderbonus in China, aber keiner sollte herausfinden dass du vorher in Deutschland arbeitslos warst. Nicht ICH habe hier Vorurteile sondern viele in China. Denn Spezialisten die China selber nicht hat duerfen gerne einreisen, bei sonstigen Stellen haben fast alle hier die Ansicht dass erstmal die Chinesen Jobs haben sollten bevor man sie an Auslaender vergibt. China ist ja kein Zuwanderungsland mit Gastarbeitern wie Deutschland.
Mit deinem Gehalt bist du auf einem Level von vielen millionen anderen Chinesen, daher ist in diesem Bereich eher Ellbogenmentalitaet angesagt.
Habe als Praktikant hier mit vergleichbaren finanziellen Mitteln gelebt, rede also nicht einfach so daher.
Was wenn es Probleme mit dem Visum gibt und du kurzfristig ausreisen musst aber die Firma nichts zahlen will? Selbst ich hatte Probleme mit dem Visum, musste Reise nach Deutschland und zurueck selber zahlen, und hab alles erst viel spaeter zurueckerstattet bekommen.
Das sind alles Dinge die man einplanen muss. Muss nicht passieren, kann aber, was dann?
Shanghai ist fuer kurzzeite (1 Jahr) Expats (also Mitarbeiter internationaler Firmen) laut Berechnungen unabhaengiger Agenturen (die fuer grosse Firmen berechnen wieviel man braucht um aehnlich wie im Heimatland zu leben) teurer als New York bzw. viele amerikanische Staedte.
Klar ist die Stadt wo du hingehst was ganz anderes, aber auch dort wirst du am Anfang mehr Geld brauchen, weil man in China viel viel Lehrgeld bezahlt bis man die wirklichen Preise kennt, und zudem auch am Anfang nicht weiss welche Produkte man kaufen soll und eher die international bekannten aber in China teurer als ueberall sonst Marken kauft.
Jeder ist seines eigenen Glueckes Schmied, was du machst ist im Endeffekt deine Sache. Aber hast ja hier die Situation geschildert, daher antworte ich einfach mit meiner Einschaetzung dazu. Ohne finanzielle Ruecklage oder zumindest Familie die zur Not 1000euro vorstrecken kann wuerde ich nicht nach China gehen.
P.S.: Was ist denn nun deine Position dort, oder moechtest du das nicht preisgeben?
P.S.S.: Andererseits bewunder ich deinen Mut. Und selbst wenn die Firmen deinen Auslandsaufenhalt nicht wertschaetzen werden, vielleicht bringt es dich ja zumindest persoenlich weiter. Schau nur irgendwie dass du finanzielle Reserven besitzt... Und sprich mit deiner Auslands-Krankenversicherung ab bei welchen Krankenhaeusern du deinen Versicherungsschein zeigen kannst sodass du nicht cash im Voraus zahlen musst. Das werden nicht viele sein, ansonsten brauchst du auch in China cash fuer den Fall der Faelle, kein Geld keine Behandlung!!
Re: Lebenshaltungskosten in Shaoxing August 2012
Mit 5000 yuan kriegt man nach (chi.) Steuer nur noch ca 4000. Wenn man noch deutsche Miete u. Krankenversicherung zahlen muss, wird das Leben schon sehr hart sein.
Re: Lebenshaltungskosten in Shaoxing August 2012
Habe auch andere Artikel ueber Armut in D (hauptsaechlich in Berlin)gelesen. Mir faellt eine Frage ein: wenn die Statistik sagt, dass die Deutschen im Durchschnitt ca 3300 Euro verdienen, werden die Arbeitslosen auch mitgezaehlt oder werden hier noch Beschaeftigten gezaehlt
Re: Lebenshaltungskosten in Shaoxing August 2012
Stimmt, ich habe da an die Grenze von 3,500 RMB fuer Chinesen gedacht. Aber komisch, warum muessen die Chinesen sogar mehr Einkommenssteuer zahlen"Es gibt neun Einkommensteuersätze in China und die Einkommensteuergrenze (Freibetrag) für Ausländer in China liegt monatlich bei 4.800 RMB (!).
Stufen Zu versteuerndes Einkommen Steuersatz in % Abzug
1 unter 1500 3 0
2 1500 – 4.499 10 105
3 4.500 - 8.999 20 555
4 9.000 – 34999 25 1.005
5 35.000 – 54.999 30 2.755
6 55.000 – 79.999 35 5.505
9 ab 80.000 45 13505[/quote]
Diese Stufe ist dann gleich wie fuer Chinesen.
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Re: Lebenshaltungskosten in Shaoxing August 2012
Da bin ich mir nicht ganz sicher, fuer die Neubeantragung meiner RP (wegen Umzug und Arbeitgeberwechsel) muss ich, laut Preisliste, ca. 600RMB in Beijing bekuaien ... wie es damals in Shanghai war, als ich mit Z-Visum eingereist bin, weiss ich nicht mehr.laogai hat geschrieben: Mir ging es jedoch in erster Linie um die Erlangung einer Residence Permit mit einem Z Visum. Und da hast du wertvolle Infos geliefert:Ist die Umwandlung mit Kosten verbunden? Denn Antjola muss wohl jeden Fen zweimal umdrehen. Meines Wissens nicht.de guo xiong hat geschrieben:Z-Visum ist ab Einreise 30 Tage gültig und muss innerhalb dieser Zeit in eine RP umgewandelt werden. Evtl. muss in dieser Zeit auch noch der Gesundheitscheck erledigt werden.
Da kann ich topaktuelle Ergebnisse aus erster Hand liefern, ich habe heute 611RMB (in Beijing) geloehnt.laogai hat geschrieben: Aber für den Gesundheitscheck muss man wohl etwas berappen (bzw. in China etwas bekuaien), richtig?
BTW.: die Workingpermit ist Vorraussetzung fuer die RP - die kostet sicher auch ein paar Fen ...
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Re: Lebenshaltungskosten in Shaoxing August 2012
Sollte die Kosten für den RP, Visa, usw. nicht der Arbeitgeber übernehmen? Mir ist kein gegenteiliger Fall bekannt. Ich finde das doch sehr komisch, dass selbst zu bezahlen. Das erledigt doch eigentlich alles der AG.
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Re: Lebenshaltungskosten in Shaoxing August 2012
Sollten, koennen, wollen? - ich kann mir gut vorstellen, dass gerade im Niedriglohnbereich, versucht wird diese Kosten auch noch zu sparen und auf den Arbeitnehmer abzuwaelzen.VielUnterwegs hat geschrieben:Sollte die Kosten für den RP, Visa, usw. nicht der Arbeitgeber übernehmen? Mir ist kein gegenteiliger Fall bekannt. Ich finde das doch sehr komisch, dass selbst zu bezahlen. Das erledigt doch eigentlich alles der AG.
de guo xiong, der alles bei seiner Firma einreichen kann
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