Mein chinesischer Ehemann

In diesem Forum können alle Fragen rund um Familienangelegenheiten, z.B. Heirat, Geburt, Scheidung, damit verbundene Visumsfragen und andere bürokratische und sonstige Hürden besprochen werden.
Benutzeravatar
AngelofMoon
Old China Hand
Old China Hand
Beiträge: 908
Registriert: 22.05.2011, 12:29

Re: Mein chinesischer Ehemann

Beitrag von AngelofMoon »

VielUnterwegs hat geschrieben:1. Auf keinen Fall mit oder ohne Kinder China betreten. Was du gemacht hast ist und bleibt eine Kindesentfuehrung, die Strafen hierfuer sind normalerweise hoch. Gerade in China als Auslaender bist du da vermutlich "am Arsch". Nach chinesischem Recht sind die Kinder naemlich auch Chinesen, wuerde mich nicht ueberraschen wenn sowas auf den Tisch kommen wuerde im Zweifelsfall.
Das Staatsangehörigkeitsgesetz von 1980

1980 verabschiedete die chinesische Regierung das "Nationality Law", welches hauptsächlich auf dem Jus sanguinis, also dem Prinzip der Abstammung gründet. Zuvor – d.h. auch im Falle der bereits erwähnten ausländischen Experten – waren Fragen der Nationalität nach dem "Law of Nationality" vom Jahr 1929 bzw. auf der Basis von administrativen oder diplomatischen Ad hoc-Entscheidungen gelöst worden. Nach dem Gesetz von 1980 ist chinesischer Staatsbürger, wer

in China geboren wird und mindestens einen chinesischen Elternteil hat;
im Ausland geboren wird mindestens einen chinesischen Elternteil hat – es sei denn, die Eltern haben sich im Ausland "niedergelassen", das heißt, sie haben in dem Land, in dem sie leben, eine dauerhafte Aufenthaltsberechtigung, bzw. das Kind hat mit der Geburt eine andere Staatsbürgerschaft erhalten;
in China geboren wird und dessen Eltern staatenlos sind oder deren Staatangehörigkeit nicht zu bestimmen ist, die aber in China "ansässig" sind.
Wenn die Kinder die Deutsche Staatsangehörigkeit haben hat sich dieses aber erledigt da China keine Doppelte Staatsbürgerschaft anerkennt.

Warum der Ex-Ehemann von Farron unbedingt den Sohn haben möchte liegt in der Chinesischen Gesetzgebung zur Rentenversorgung, da die Kinder für die Eltern im Alter aufkommen.
Nun ist es ja so das die Frauen wenn sie Heiraten meistens ihr Elternhaus verlassen und zur Familie ihres Ehemann (oder in unmittelbarer nähe) ziehen.
In China findet man immer noch Familien wo drei Generationen unter einen Dach bzw. in ein und der selben Stadt leben.
Das heißt jetzt nicht dass dieses immer so sein muss, es hängt auch viel davon ab wie das Einkommen der Familie ist.
Konfuzius sprach: “Mach’ Dir keine Sorgen darüber, dass die Menschen Dich nicht kennen, sondern darüber, dass Du sie nicht kennst.”
Benutzeravatar
VielUnterwegs
VIP
VIP
Beiträge: 1970
Registriert: 06.09.2010, 00:52
Wohnort: USA

Re: Mein chinesischer Ehemann

Beitrag von VielUnterwegs »

Nunja, da der Ehemann schonmal belegen kann, dass sie die Kinder in's Ausland entfuehrt hat stoesst er u.U. nicht auf taube Ohren, wenn er anfaengt zu behaupten sie haette ihn getaeuscht, er waere mit der deutschen Staatsbuergerschaft fuer die Kinder nie einverstanden gewesen, usw.
Stephan1975
Forumexperte
Forumexperte
Beiträge: 337
Registriert: 01.10.2007, 22:31

Re: Mein chinesischer Ehemann

Beitrag von Stephan1975 »

Leute - ich glaube Ihr sehr zu viel GZSZ und die anderen komischen Soaps oder habt den Film/Buch "Nicht ohne meine Tochter" noch im Kopf.

Ist ja toll für die Dame, dass Ihr sie noch weiter verunsichert. Glaube nicht, dass dies nötig ist - und so wie ich vermute wahrscheinlich auch derbe an den Haaren herbeigezogen.
Benutzeravatar
VielUnterwegs
VIP
VIP
Beiträge: 1970
Registriert: 06.09.2010, 00:52
Wohnort: USA

Re: Mein chinesischer Ehemann

Beitrag von VielUnterwegs »

Ich denke nicht, dass wir jemanden verunsichern. Ich kann sie in ihrer Entscheidung nach DE zu gehen und dort zu bleiben nur bekraeftigen. Die Gruende (die rechtliche Situation) wurden ja im Thread angesprochen.
Benutzeravatar
ingo_001
Titan
Titan
Beiträge: 12205
Registriert: 02.09.2008, 14:41
Wohnort: Berlin
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 21 Mal

Re: Mein chinesischer Ehemann

Beitrag von ingo_001 »

AngelofMoon hat geschrieben:Wenn die Kinder die Deutsche Staatsangehörigkeit haben hat sich dieses aber erledigt da China keine Doppelte Staatsbürgerschaft anerkennt.
Haben sie, weil sie ja sonst keine dt. Reisepässe hätten.
Staatsbürgerschaftsfrage ist somit eindeutig beantwortet.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
Benutzeravatar
Farron
Neuling
Beiträge: 22
Registriert: 21.05.2012, 05:35
Wohnort: Köln, davor 8 Jahre Beijing.

Re: Mein chinesischer Ehemann

Beitrag von Farron »

Hallo und Vielen Dank für die vielen Beiträge, Ratschläge, Tipps und Hilfestellungen. Ihr seid echt super ! :)

Ich bin natürlich nicht erst seit gestern wieder in Deutschland, abgesehen von den Anrufen meines Mannes ist schon Altag eingekehrt, meine Kinder gehen in Deutschland zur Schule und ich habe mir natürlich auch den ein oder anderen Gedanken gemacht.

Meine Kinder sind Deutsch, sie haben beide die Deutsche Staatsbürgerschaft. Es wurde daher in China nie ein Hukou oder dergleichen für die beiden angelegt. Ich kann auch vor dem Gericht sehr leicht belegen, dass es nie außer Frage stand das wir irgendwann nach Deutschland gehen, da meine Kinder seit jeher eine Deutsche Schule besucht haben und dort auch ihr Deutsches Abitur gemacht hätten. Meine Kinder sprechen fließend Deutsch.

Die Scheidung wurde wie bereits eingereicht und, das habe ich gestern vergessen zu erwähnen, mir ein Aufenthaltsbestimmungsrecht zugesprochen. Das hilft mir in Deutschland zumindest sofern, dass ich rechtlich nicht belangt werden kann. Aber wie gesagt, das Risiko ist mir einfach zu groß mit meinen Kindern nach China zu gehen geschweige denn sie alleine dort hinzuschicken. Ich habe in meinem Mann diesbezüglich kein Vertrauen. Das ist zwar Schade für die Kinder, aber nun mal nicht zu ändern. Da müssen die beiden jetzt durch.

Vielel Grüße !!!
Benutzeravatar
Linnea
VIP
VIP
Beiträge: 2951
Registriert: 04.06.2007, 14:29
Danksagung erhalten: 2 Mal

Re: Mein chinesischer Ehemann

Beitrag von Linnea »

Farron hat geschrieben:mir ein Aufenthaltsbestimmungsrecht zugesprochen.
Das ist eine Teil der elterlichen Sorge und wenn es dir nun zugesprochen wurde, heißt das, dass sich entweder nichts geändert hat, weil du dieses Recht schon immer, zusammen mit deinem Mann, hattest, oder dass es ihm in seiner Abwesenheit vom Familiengericht entzogen wurde. So hässlich eure Geschichte auch ist, ich finde es falsch dem Vater den Umgang mit den Kindern zu verweigern oder zu erschweren, wenn er immer noch ein ehrliches Interesse an ihnen hat und es nicht um Machtspiele, die Frauen auch durchaus spielen, geht. Und was der eine Ex-Partner da dem anderen im Falle eines Streites um die Ohren wirft, würde ich auch nicht immer auf die Goldwaage legen.

Theoretisch, wenn er das weiß, dürfte es möglich sein, dass er ein Visum für Deutschland erhält, um die Personensorge, die er haben dürfte, für die Kinder auszuüben. Und rein praktisch und vor allem menschlich empfinde ich es als falsch ihm da Steine in den Weg zu legen - das heißt aber auch noch lange nicht, dass du für ihn sorgen und dich um ihn kümmern solltest. Aber beispielsweise den Entzug des Sorgerechts anzustreben, fände ich trotz dessen, was er sich geleistet hat, eine überzogene Reaktion. Letztlich ist das Recht auf Umgang auch immer ein Recht des Kindes, das sollte man in allen Streitereien mit dem Ex-Partner nicht vergessen.

Und darüber hinaus gehe ich davon aus, dass Trennungen auf beiden Seiten Verletzungen hinterlassen - auch wenn subjektiv gesehen der andere daran ganz allein Schuld ist oder man sich mit dem neuen Partner im siebten Himmel wähnt - und dass es der denkbar schlechteste Weg ist, diese auch noch zusätzlich auf die Kinder zu übertragen oder sie gar zu einem Streitpunkt zu machen.
Benutzeravatar
Farron
Neuling
Beiträge: 22
Registriert: 21.05.2012, 05:35
Wohnort: Köln, davor 8 Jahre Beijing.

Re: Mein chinesischer Ehemann

Beitrag von Farron »

Liebe Linnea,

ich habe nirgenswo geschrieben, dass ich ihm Steine in den Weg lege seine Kinder zu besuchen. Auch habe ich nicht geschrieben, dass ich anstrebe ihm das Sorgerecht zu entziehen. Bitte unterstelle mir sowas nicht. Ich habe nur rechtlich dafür gesorgt, dass meine Kinder in Deutschland bleiben können - egal ob er das will oder nicht. Der Umgang wird gewährt wenn er will.

Er kann seine Kinder in Deutschland besuchen kommen - das ist für mich kein Problem, weil er mir die Kinder hier nicht wegnehmen und hier seine Familie nicht dazwischen funken kann. Ich habe ihm auch schon gesagt, dass er seine Kinder in Deutschland besuchen kann. Er ist aber noch in der Phase, wo er gar nicht darauf eingeht. Er ignoriert das und redet nur davon er will das seine Kinder ( sein Sohn ) zurück nach China kommen. Dieser Weg ist nicht möglich und solange er nicht nach Deutschland kommen will, müssen die Kinder weiter auf ihren Vater verzichten. Ich bin nicht bereit ihm da entgegen zu kommen, weil es ihm nicht um einen Besuch geht, sondern darum das die Kinder in China bleiben. Ich glaube ich habe lange genug mit ihm darüber gesprochen, um das beurteilen zu können. Ich wusste zwar lange nichts von seine Geliebten, deshalb bin ich aber nicht naiv und dumm.
Linnea hat geschrieben: Und darüber hinaus gehe ich davon aus, dass Trennungen auf beiden Seiten Verletzungen hinterlassen.
Das möchte ich auch hoffen. Trotzdem werde ich ihm nie wieder dafür verzeihen. Er hat keinerlei Reue gezeigt und sogar noch Wochen weiterhin seine Geliebte besucht. Erst hat er sich von ihr beglücken lassen, dann mein Essen gegessen und neben mir geschlafen. Ich glaube, ich muss mich dafür nicht rechtfertigen. Auch das steht für mich nicht zu Diskussion.
Benutzeravatar
no1gizmo
VIP
VIP
Beiträge: 2710
Registriert: 19.11.2005, 19:10
Wohnort: Berlin

Re: Mein chinesischer Ehemann

Beitrag von no1gizmo »

Farron hat geschrieben: Er kann seine Kinder in Deutschland besuchen kommen - das ist für mich kein Problem, weil er mir die Kinder hier nicht wegnehmen und hier seine Familie nicht dazwischen funken kann. Ich habe ihm auch schon gesagt, dass er seine Kinder in Deutschland besuchen kann. Er ist aber noch in der Phase, wo er gar nicht darauf eingeht. Er ignoriert das und redet nur davon er will das seine Kinder ( sein Sohn ) zurück nach China kommen.
Geht es ihm eigentlich echt nur um seinen Sohn und nicht um seine Tochter? Wenn ja, würde ich schon alleine deshalb auf keine einzige seiner Forderungen eingehen.
我是德国人,欧洲人和地球人

Blog über Leben und Arbeit in China- und Japan
Benutzeravatar
Grufti
Titan
Titan
Beiträge: 24874
Registriert: 30.09.2004, 22:25
Hat sich bedankt: 21 Mal
Danksagung erhalten: 52 Mal

Re: Mein chinesischer Ehemann

Beitrag von Grufti »

Liebe Farron


Bei meiner Scheidung 1996 hatte ich keinerlei Chance, auf ein gemeinsames Sorgerecht, nur auf das "übliche" Umgangsrecht alle 2 Wochenenden und die Hälfte der Schulferien.

Mir persönlich hatte damals der Selbsthilfeverein "Väteraufbruch für Kinder" sehr geholfen ,die Trennung auch und besonders aus dem Blickwinkel der Kinder zu sehen
Ich hatte dort auch einige Mütter getroffen, die sich darum aktiv kümmern wollten, daß ihre Kinder Kontakt zu den Vätern bekommen konnten, bzw Großeltern , denen ein Kontakt zu ihren Enkeln verboten wurde.

Du magst jetzt noch nicht in der Situation sein, daß Dein Ex in D ist und erste reale Kontakte zu Eueren Kinder wünscht, aber dieser Verein kann Dir sicher einige Ratschläge geben, wie dieser "Erste Kontakt" ablaufen kann, ohne daß Du Angst haben mußt, daß Dein Sohn entführt wird.

Auf alle Fälle kann dieser Verein Dir helfen, einen Anwalt zu finden, der Dir unter Einbeziehung der hier erteilten Tipps weiterhelfen kann, aus Deiner Situation das Beste zum Wohle Deine Kinder zu unternehmen.

Vorbeischauen und sich informieren kostet nichts !

Ich wünsche alles Gute für Deine Kinder und Dich !




Grufti



12500
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
Benutzeravatar
punisher2008
VIP
VIP
Beiträge: 4932
Registriert: 26.07.2008, 12:35
Hat sich bedankt: 108 Mal
Danksagung erhalten: 28 Mal

Re: Mein chinesischer Ehemann

Beitrag von punisher2008 »

ingo_001 hat geschrieben:
AngelofMoon hat geschrieben:Wenn die Kinder die Deutsche Staatsangehörigkeit haben hat sich dieses aber erledigt da China keine Doppelte Staatsbürgerschaft anerkennt.
Haben sie, weil sie ja sonst keine dt. Reisepässe hätten.
Staatsbürgerschaftsfrage ist somit eindeutig beantwortet.
Hier täuscht ihr euch beide! Der Pass hat in China nicht unbedingt Bedeutung. Solange EIN Elternteil Chinese ist können die chinesischen Behörden die Kinder als Chinesen betrachten. Das hat mit das deutsche Konsulat höchstpersönlich so bestätigt.
Grufti hat geschrieben:Bei meiner Scheidung 1996 hatte ich keinerlei Chance, auf ein gemeinsames Sorgerecht, nur auf das "übliche" Umgangsrecht alle 2 Wochenenden und die Hälfte der Schulferien.
Dann wurdest du ganz eindeutig vom deutschen Recht diskriminiert und dir deine Rechte als Vater genommen. Du sagst du hattest "keinerlei Chance". Ich kenne deine genaue Situation nicht, aber wie auch immer hat man dich von vorne herein benachteiligt. Dass sowas in einem "Rechtsstaat" (dass ich nicht lache! :evil: ) möglich ist halte ich für einen Skandal. Darf man fragen wie du deine Rechte eingeklagt hast bzw. wie du die Situation gelöst hast?
Ich habe nur rechtlich dafür gesorgt, dass meine Kinder in Deutschland bleiben können - egal ob er das will oder nicht. Der Umgang wird gewährt wenn er will.
Die Frage ist wer trägt die Kosten für seinen Flug und Aufenthalt in Deutschland? Woher bekommt er ein Visum? Was ist wenn er es sich nicht LEISTEN kann (zeitlich oder finanziell) mehrmals im Jahr um die halbe Welt zu fliegen, womöglich noch im Hotel zu wohnen, um seine Kinder zu sehen? Auch das sollte berücksichtigt werden! Das "Recht" alleine seine Kinder besuchen zu dürfen nützt ihm ziemlich wenig wenn er nicht die Möglichkeit hat es auch durchzusetzen.
Was auch immer er getan hat und für wie schlimm DU das hälts (in dem Fall hatte er "nur" eine Affäre. Ja, ich sage "nur" weil er damit zwar DIR geschadet hat aber nicht unbedingt den Kindern), solange er die Kinder nicht misshandelte oder ihnen Gewalt angedroht hat hat er als Vater immer noch das gleiche Recht seine Kinder zu sehen. Das kannst du ihm nicht so einfach aberkennen.
Außerdem, ich finde man sollte immer vorsichtig sein wenn man bei Eheproblemen nur die eine Seite hört ohne den Standpunkt der anderen anzuhören. Es ist sehr leicht gegen jemanden zu hetzen der sich selbst hier nicht äußern kann.
Um das klarzustellen, ich zweifle die Aussagen des TE nicht an. ABER es gibt bei jedem Streit 2 Seiten. Auch vor Gericht hätte der Angeklagte das Recht sich zu verteidigen und seinen Standpunkt zu äußern, sonst wären wir im Mittelalter oder bei der Inquisition wo schon allein der Verdacht oder die Anschuldigung zur Verurteilung geführt hat.
Ich hoffe es ist klar was ich hier aussagen will und nicht missverstanden werde. Wir hier im Forum kennen keinen der Betroffenen persönlich, nur die Darstellung durch eine Partei. Dadurch wird hier ganz selbstverständlich und automatisch für die Frau Partei ergriffen und der ganze Thread zur Hexenjagd gegen das "Arschloch" Ex-Mann. Überlegt erst mal ob ihr dazu das Recht habt, ohne auch seinen Standpunkt zu kennen. Also etwas vorsichtiger mit solchen voreiligen Urteilen! :!:
Jetzt müßte klar sein dass ich keiner von den Leuten bin die prinzipiell Hetze gegen chinesische Männer machen. Es mag viele geben die sich wie Idioten benehmen. Aber das kann man weder auf ein ganzes Volk noch auf ein Individuum übertragen!
Benutzeravatar
Grufti
Titan
Titan
Beiträge: 24874
Registriert: 30.09.2004, 22:25
Hat sich bedankt: 21 Mal
Danksagung erhalten: 52 Mal

Re: Mein chinesischer Ehemann

Beitrag von Grufti »

[quote="punisher2008]
Grufti hat geschrieben:Bei meiner Scheidung 1996 hatte ich keinerlei Chance, auf ein gemeinsames Sorgerecht, nur auf das "übliche" Umgangsrecht alle 2 Wochenenden und die Hälfte der Schulferien.
Dann wurdest du ganz eindeutig vom deutschen Recht diskriminiert und dir deine Rechte als Vater genommen. Du sagst du hattest "keinerlei Chance". Ich kenne deine genaue Situation nicht, aber wie auch immer hat man dich von vorne herein benachteiligt. Dass sowas in einem "Rechtsstaat" (dass ich nicht lache! :evil: ) möglich ist halte ich für einen Skandal. Darf man fragen wie du deine Rechte eingeklagt hast bzw. wie du die Situation gelöst hast?![/quote]


Damals war gemeinsames Sorgerecht --wie ich mitbekommen hatte-- noch nicht Standart..
Ich hatte mich dem VAfK (siehe mein Posting !) angeschlossen und dort entsprechend beraten lassen..

Nun ja. da es meinem Sohn trotz Scheidungskrieg immer Gold gegangen ist, und ich immer das Wohl meines Sohnes , aber nicht meine verletzte Eitelkeit oder "verlorene Macht" (wenn eine solche vorhanden war) im Auge gehabt hatte, habe ich nichts weiter unternommen.....

Das Wohl meines Sohnes ist für mich immer das Wichtigste gewesen....

Offensichtlich hat mein Sohn, der jetzt 24 Jahre alt wird und immer ein sehr guter Schüler war ,und als Student jetzt sogar auf Stipendiumsbasis ein Jahr in Oxford studieren kann, keinerlei Schaden davon getragen ..
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
Benutzeravatar
Farron
Neuling
Beiträge: 22
Registriert: 21.05.2012, 05:35
Wohnort: Köln, davor 8 Jahre Beijing.

Re: Mein chinesischer Ehemann

Beitrag von Farron »

Grufti hat geschrieben: Vorbeischauen und sich informieren kostet nichts !
Ich wünsche alles Gute für Deine Kinder und Dich !
Hallo Grufti, vielen Dank für den Ratschlag und den Tipp. Ich werde mich dort mal informieren. Vielen Dank! :)

@Punisher2008

Sei mir nicht böse, wenn ich hier einen break machen möchte.
Ich habe den Thread nur aufgemacht, damit die Mitglieder dieses Forums mal die Erfahrung einer weiteren Frau in China lesen können. Natürlich gibt es auch eine Gegenansicht, die meines Mannes, das ändert aber nichts an den Erfahrungen die ich in China gemacht habe. Ich denke es ist völlig klar, dass man hier nicht alles ausführlich runterschreiben kann. Ich war immerhin fast 10 Jahre mit meinem Mann zusammen und davon 8 Jahre in China. Es ist viel passiert, nicht nur negatives. Jedenfalls sollte der Thread hier keine Debatte darüber werden wo meine Kinder verbleiben, oder ob mein Mann die Möglichkeit hat sie regelmäßig zu sehen. Um darauf noch kurz zu Antworten: Nein das hat er nicht. Wenn die Kinder in China wären, ich aber auch nicht. So einfach ist das. Wir versuchen uns zu arrangieren und mal schauen was die Zukunft bringt.

Viele Grüße :) !
Stephan1975
Forumexperte
Forumexperte
Beiträge: 337
Registriert: 01.10.2007, 22:31

Re: Mein chinesischer Ehemann

Beitrag von Stephan1975 »

punisher2008 hat geschrieben:Jetzt müßte klar sein dass ich keiner von den Leuten bin die prinzipiell Hetze gegen chinesische Männer machen. Es mag viele geben die sich wie Idioten benehmen. Aber das kann man weder auf ein ganzes Volk noch auf ein Individuum übertragen!
Hat hier jemand über die bösen Chinesen gehetzt? Klar kann soetwas auch bei Deutschen vorkommen. Ich habe dies im Freundeskreis (nur da hat die Frau den Mann betrogen).

Hier geht es auch nicht um Vorverurteilung (er hat es ja gebeichtet). Ein Familienvater, der von seinen Trieben nachgeht, dem sind diese offensichtlich wichtiger als die Familie - also auch die Kinder.

Meiner Meinung nach hat er die Wahl gehabt und muss nun auch mit den Konsequenzen leben. Er hat eine Deutsche Frau geheiratet (auch dies war seine Wahl) und somit sind die Konsequenzen, dass Sie mit den Kindern nach Deutschland gegangen ist.

In seinem Fall, hätte ich bereits gewusst, was passiert, wenn meine Frau von meiner Liebschaft Wind bekommt. Wie gesagt, mit solche Konsequenzen hat er zu rechnen und hat er (jetzt Urteile ich) auch zu rechnen.

Wenn er ein liebevoller Vater ist, dann wird er alles daran setzen, seine Kinder regelmäßig (nach den Gegebenheiten) zu sehen. Ich denke nicht (Aufgrund der Infos hier), dass er finanziell nicht in der Lage ist, 1-2x im Jahr nach Deutschland zu kommen. Visatechnisch glaube ich auch nicht, dass es Probleme machen wird - da er ja nachweisen kann, dass er seine Kinder besuchen will.

Ob nun Chinese, Afrikaner oder Deutscher - es gibt soetwas überall - nur die Gegebenheiten sind teilweise anders.

Ich denke, das Farron auch nur mitteilen wollte, welche Erfahrung sie aus Sicht einer Deutschen Frau mit Chinesischen Mann gemacht hat. Dies ist auch nur eine persönliche Erfahrung, und nicht zu verallgemeinern (was sie auch nicht gemacht hat).

Die Diskussion, welche Nationalität und wo die Kinder leben sollten oder dürfen ist hier nicht von Ihr gestellt worden.

Nehmt es einfach als Erfahrungsbericht einer Person an - heisst immerhin "Mein chinesischer Ehemann" und nicht "Die chinesichen Ehemänner".

@Farron: RESPECT.
Stephan1975
Forumexperte
Forumexperte
Beiträge: 337
Registriert: 01.10.2007, 22:31

Re: Mein chinesischer Ehemann

Beitrag von Stephan1975 »

hatte meinen Beitrag übrigens geschrieben ohne die Antwort von Farron vorher gesehen zu haben.
Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast