Geschäftsmethoden

Wirtschafts-Forum: Wirtschaftsnachrichten diskutieren und Erfahrungsaustausch für Unternehmer, die in China tätig sind bzw. planen, in China tätig zu werden.
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Hot_Fever
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Geschäftsmethoden

Beitrag von Hot_Fever »

Hallo zusammen,

ich hätte eine Frage zum chinesischem Geschäftsgebaren.

Ein guter Bekannter importiert seit längerem Waren aus China nach Deutschland,bisher ist immer alles glatt gelaufen.

Nun berichtet er von einem Vorfall der sich so zugetragen haben soll.

Er hatte bei einem seiner Lieferanten Waren im Wert von 60.000 Euro bestellt und bezahlt,er bekam dann die Mitteilung,das die Container versandfertig wären,China aber erst verlassen würden,wenn er die nächste Bestellung (die noch nicht feststeht) im vorraus begleichen würde.

Sollte er sich weigern,würde er seine bezahlte Ware eben auch nicht geliefert bekommen.

Ist es möglich das solche Methoden tatsächlich passieren??

Falls ja,wie kann man sich dagegen wehren?

LG,

HF
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fankeqian
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Beitrag von fankeqian »

eine andere masche der chinesen steht im Spiegel:

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,437424,00.html

ich rate nur jedem deutschen kleinen importeur und jedem mittelständler, sich vor jedem neuen geschäft an seriöse und erfahrene consulting- oder import-export-firmen zu hause zu wenden. aber wenn man jede aber auch wirklich jede vorsicht fahren lässt - da fehlen mir die worte und jedes verständnis für das opfer. ich meine, letter of credit ist das mindeste.

FKQ
ein paar fotos zum angucken
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kitty
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Beitrag von kitty »

So lange der Bekannte keine Pelze importiert, tut er mir leid.

Sollten es Pelze oder sogenannte Rheumadecken sein - selber schuld!

Hier würde ein Händler doch auch jede nur erdenkliche Vorsicht walten lassen, wenn er so viel Geld aus der Hand gibt. China ist gross und die Wege des Grossen Vorsitzenden waren unergründlich.
:twisted:
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bossel
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Beitrag von bossel »

fankeqian hat geschrieben:sich vor jedem neuen geschäft an seriöse und erfahrene consulting- oder import-export-firmen zu hause zu wenden. aber wenn man jede aber auch wirklich jede vorsicht fahren lässt - da fehlen mir die worte und jedes verständnis für das opfer.
Wenn ich das richtig verstanden habe, hatte das Opfer schon eine bestehende Geschäftsbeziehung mit dem chinesischen Lieferanten. Daher wohl auch die Frage, ob sowas gängige Geschäftspraxis ist. Hat also nicht unbedingt mit den vom Spiegel beschriebenen Praktiken zu tun.
Hot_Fever
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Beitrag von Hot_Fever »

Hallo zusammen,
Wenn ich das richtig verstanden habe, hatte das Opfer schon eine bestehende Geschäftsbeziehung mit dem chinesischen Lieferanten. Daher wohl auch die Frage, ob sowas gängige Geschäftspraxis ist.
Bossel hat das richtig verstanden,die Lieferbeziehung besteht seit 2 Jahren.
Probleme gab es bisher nicht,mal abgesehen von einer Lieferverzögerung,die ja auch in DE vorkommen kann.

LG,

HF
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mistervac
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kopfschüttel

Beitrag von mistervac »

also ich kann dem Problem nicht folgen.

Bei einem Erstauftrag leiste ich eine Anzahlung von 20, maximal 30% zeitgleich der Auftragserteilung, spätestens beim dritten Auftrag mach ich das nicht mehr.

Der Rest, bzw bei bereits bestehenden Geschäftskontakten, entsprechendem Vertrauen, den Gesamtbetrag, schick ich erst auf die Reise, wenn meine erworbenen bzw. im Auftrag produzierten Güter definitiv auf dem großen Wasser sind.

Ich stieß hiermit jedes mal auf wenig Gegenliebe, habe mir aber bei jedem meiner Partner letzten Endes einen Respekt verschaffen können, ohne des Gegenübers Gesicht ungewahrt zu lassen.

Hintergrund :

Dass die Ware on board ist erfahre ich definitiv von der von mir beauftragten Spedition, also verifiziert.

Mit der ( unbezahlten) Ware könnte ich nix anfangen, da mein Partner die Zollpapiere erst losschickt, wenn die Kohle auf seinem Konto ist.

CAD ( Cash against documents) ist zwar altmodisch, aber für beide Seiten sicher.

Die Kunst liegt darin., als Mittelständler dem ( zumindest in meinem Fall meist größeren) Handelspartner in China gegenüber selbstsicher aufzutreten ohne diesen zu desavouieren.

Wenn jemand anderer Meinung ist resp. andere Erfahrungen hat, interssier mich das brennend, ich bin nämlich Newbee, meine erste Importcharge brachte ich Ende 2005 ins Rollen.
mistervac, seit seiner Kindheit Chinafan, heute seine Träume lebend
lamlok
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Beitrag von lamlok »

Solche Methoden kommen tatsaechlich vor.

In solchen Faellen kann man sich an die chinesische Handelskammer wenden, da wird solchen Vorkommnissen nachgegangen.

lamlok
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Shaolin
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Beitrag von Shaolin »

@hot_fever
scheint dein freund war zu vertrauensseelig, wie man es richtig macht hat @fankeqian (l/c) und teilweise @mistervac beschrieben.
bei der groessenordnung (klein) gehe ich mal davon aus, dass es sich bei dem chinesischem exporteur um ein kleinunternehmen handelt. diese unternehmen haben i.d.r. keine ‘export-licence’, kein ‘export-right’, keine legitimation zum ‘foreign exchange trade’ und bedienen sich gegen gebuehr anderer halter. dieses ist illegal. um das nachzuvollziehen sollte dein freund mal die dokumente der letzten sendung(en) durchforschen, wer steht im B/L, wer steht im ursprungszeugnis, wer zeichnete/stempelte die packliste (nicht briefkopf) und die handelsrechnung (nicht briefkopf).
sollte es nicht der offiziell beteiligte exporteur sein, dann wuerde ich bei euro 60.000 in der pipeline nicht mehr auf euro 1.000 fuer den flug achten und mich sofort auf den weg machen um die sache vor ort klaeren und zwar mit der androhung diese praxis den behoerden zu melden und anzeige (nicht ueber das halten der ware, sondern die fuer diesen exporteur unerlaubte ausfuhr) zu erstatten.
das ganze dann noch mit euro 2.500 fuer schadensaufwendung (flug, unterkunft, verlorene zeit) garnieren, vor ort warten bis der container an bord verladen wurde und dann einen neuen lieferanten suchen. dann aber mit mehr geschick und sorgfalt wie oben beschrieben.
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